eigentlich war eine große PV Anlage in Planung, aber der Elektriker will hierfür den ganzen Sicherungskasten auf neuesten Standard mit den Vorgaben der EWE umbauen. ?
Dies kommt derzeit nicht in Frage, da es auch bauliche Veränderungen mit sich ziehen würde.
Jetzt ist mir gerade während der Fahrt eine Idee aufgekommen
Ich habe eine unbenutzte 5 X 2,5mm Leitung in meinem Garten liegen. Diese Leitung ist über drei Sicherungen abgesichert. Mit einem Baustromverteiler erhalte ich drei Separate 230V Leitungen. Nun dachte ich, dass ich an diese drei Leitungen drei Micro Wechselrichter anschließen könnte, wodurch ich kostengünstig eine PV Anlage realisieren könnte. Ist so etwas möglich oder habe ich einen Denkfehler? Auch würde ich die Anlage gerne anmelden um ein bisschen Geld für die Einspeisung zu bekommen.
Ja, der Denkfehler heißt VDE-AR 4100 aka neuer Zählerschrank. {green}:sweaty: Alles was Du über 600W ins Netz von der EWE hängst ist kein BKW mehr sonder eine PV-Anlage und dann ist Dein Zählerschrank fällig. Und Geld bekommst Du nur für eine PV-Anlage nicht für ein BKW (bitte korrigieren, wenn es jetzt seit 1.1.23 anders sein sollte)
Die Inbetriebsetzung (IBS) der PV-Anlage passiert online. Dazu müssen Foto von Zählerschrank und den Zähler mit Zählerständen gemacht werden. Ohne Fotos, Fertigmeldung und Bestätigung aus dem MaStR kommst Du als Installateur nicht in den nächsten Bereich der Anmeldung um diese dann abzusenden. Der Netzmeister schaut sich die Foto an und gibt dann die Anlage frei. Dann geht der Ganze zum Kaufmann, der Dir dann den Einspeisevertrag zusenden. Für den Nordwesten kenne ich den Kaufmann, der Arme muss die Anträge mit einem Werkstudenten alleine erledigen. Meine PV ist seit Sep‘22 am Netz und den Einspeisevertrag habe ich immer noch nicht. Es kommen seit Anfang des Jahres jedoch nicht einmal 100€ zusammen, also Reich kannst Du damit nicht werden.
Einen modernen digitalen Stromzähler hat die EWE bereits eingebaut. Die Microwechselrichter sind zur Zeit doch dauerhaft im Angebot und massenhaft verfügbar. Wenn ich mir dadurch die teure Installation sparen kann, würde sich das für mich lohnen.
Wenn du es ordentlich anmelden willst kommst du nicht um den Elektriker herum. Technisch gesehen würde es aber so funktionierien wie du es dir vorstellst. Ohne Einspeisevergütung lohnt sich auch ein Akku früher.
Alles über 600W Wechselrichterleistung ist eine PV-Anlage die von einem Netzbetreiber zugelassenen Elektriker angeschlossen werden muss. Dazu gehört in Deinem Fall auch der Umbau des Sicherungskastens.
aber der Elektriker will hierfür den ganzen Sicherungskasten auf neuesten Standard mit den Vorgaben der EWE umbauen.
Der Elektriker will den Kasten nicht umbauen. Er muss ihn umbauen da EWE das vorschreibt wenn Du ihn beauftragst die PV anzuschliessen.
VG,
René
PS: Wenn das so einfach wäre würde das niemand von einem Elektriker machen lassen (müssen) und würde den Umweg über eine X mal 600W Lösung wählen.
Eher will er den tauschen. Versuch einen anderen Elektriker. Die Lösung hast du ja. An die 5pol. Leitung etwas anzuschließen ist wahrscheinlich keine Änderung, für die der Kasten getauscht werden musst. Lösung 2 ist ein neuer HAK, nur für PV und zähler. Der bestehende wird unterverteilung.
Du kannst mit der pv Anlage deinen kompletten Zählerschrank zukunftssicher machen und sparst dir die Steuer!
Einmal 600W sind möglich, aber keine Anmeldung ala einspeisevergütung! Alles andere wird nicht wirtschaftlich werden in meinen Augen (1200 oder 3600 Watt als BKW)
Lediglich die wesentlichen Komponenten, also Panels, Wechselrichter, Montageschienen, etc. sind im Nullsteuersatz. Selbst die Schrauben für die Dachhalterungen unterliegen schon wieder der 19%igen MwSt.
Der Um/Neubau des Zählerschranks unterliegt damit auch der 19%-Regelung.
Ein pfiffiger Elektriker wird deinen alten Zählerschrank zu einer Unterverteilung machen und daneben einen neuen Zählerschrank mit SLS und APZ setzen. Das ist halt Stand der Technik/Normen.