Doch kein Klima Split zum heizen ?

mal was zu den -20°C:
Normaußentemreratur für die Auslegung der Heizung in Mainz ist wohl -10 bis -12 Grad.
Nachweis der Entsorgung.
Ich meine das betrifft nur Öl, wegen den 10% mehr. Bin mir aber nicht 100%ig sicher

Wir haben keine Förderung in Anspruch genommen.

Bei der PV hätte man 1000 Euro vom Kreis bekommen können, aber nur mit offiziellem Angebot vom Solarteuer. Ich habe dieses Jahr kein Angebot angefragt, aber mein Vater, und das war über 20000 Euro für eine Anlage, die mich jetzt selbst gebaut etwa 7500 Euro kostet (davon allein 2500 Euro für den Elektriker). Da verzichte ich dankend auf die Förderung.

Bei der Splitklima wusste ich nicht, dass man überhaupt eine Förderung kriegen kann. Ob es die auch bei einer einzelnen Splitklima für 639 Euro + 700 Euro oder so für den Einbau gibt? Selbst wenn ist das wahrscheinlich den Aufwand der Beantragung nicht wert (immer mit dem Risiko, dass man die doch nicht kriegt oder irgendwelche Förderbedingungen reingewürgt bekommt, die so unattraktiv sind, dass man sowieso besser auf die Förderung verzichten sollte).

Die Brauchwasserwärmepumpe habe ich selber eingebaut. Der Heizungsinstallateur wollte mir direkt etwas für 5000 Euro andrehen, jetzt sind es 989 Euro plus etwa 150 Euro für Kleinteile geworden und unsere Gasheizung ist aus.

Wir haben jetzt sehr teure Jahre vor uns. Da amortisiert sich die Investition rasend schnell, ich komme da auf Rückverdienzeiten von zwei, drei Jahren.

Das sieht mit einer Kombi aus

PV für 20000 Euro vom Solarteur
Brauchwasserwärmepumpe für 5000 Euro vom Heizungsinstallateur
Wärmepumpe für 35000 Euro vom Heizungsinstallateuer

doch etwas weniger schön aus und lange werden wir keine Erdgaspreise von 25 Cent pro kWh und Strompreise von 60 Cent pro kWh haben.

Meine Empfehlung ist daher klar: Billig Sachen umsetzen, die schnell viel bringen (Splitklima, Brauchwasserwärmepumpe, PV, da, wo man sie selber leicht anbringen kann, also Garage, Gartenhaus, Fassade, Unterstand für Holz), und gar nicht erst viel nach Förderung gucken.

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lange werden wir keine Erdgaspreise von 25 Cent pro kWh und Strompreise von 60 Cent pro kWh haben.

sage ich auch aber so wie damals (2020 8-) ) wird es nicht mehr sein
dafür haben bestimmte figuren zu viel kaputt gemacht

jetz heißt es schnell selbst handeln, denn geholfen wird einem nicht
Normaußentemreratur für die Auslegung der Heizung in Mainz ist wohl -10 bis -12 Grad.
-10 oder -12°C ist auch schon ein Unterschied von 6-7% in der Heizlast.
Ich habe für 55118 Mainz die Normtemperatur von -8,9°C gefunden. Link: https://www.waermepumpe.de/normen-technik/klimakarte/
Das sind schon über 10% weniger Heizlast als bei -12°C, das kann bei den Kosten fürs Außengerät der LWWP schon einen erheblichen Teil ausmachen.

Herzliche Grüße

Worauf will ich hinaus: Solche tiefen AT sind nur nachts, tags dann meist eher -10°C, dazu ist es sonnig, windstill und kein Regen.
das habe ich auch so beobachtet je tiefer die temperatur desto weniger wolken, sehr gut für die pv
aber -20°C haben wir hier im süden sehr selten eher -10 bis -15 maximal

das was wirklich sch.. ist ist dein gennantes szenario um die 0°C bei dicken wolken
mal was zu den -20°C:
Normaußentemreratur für die Auslegung der Heizung in Mainz ist wohl -10 bis -12 Grad.
Für die Auslegung ist die NAT natürlich entscheidend. Daran sollte man sich auch tunlichst halten, um eine Überdimensionierung der WP zu vermeiden. Die paar Tage / Stunden alle 2-3 Jahre werden dann im Notfall mit Unterstüzung von Heizstab gemacht... Also WP mit COP 2,x + 3kW Heizstab... Der Bivalenzpunkt für den Heizstab liegt also immer unterhalb der NAT... Bei einer Split Klima gingen dann auch 2-3 Heizlüfter...

Grüße

Ich denke ich werde wohl voll auf Split Klima setzen
Fürs Wohn/Ess Zimmer 10x5meter, dachte ich an 2 Mono Geräte je eins an der 5 Meter Wand, stark genug für 20 oder 21 Grad zu erreichen.
dadurch muss ich unten ein weitere Mono Geräte für die Küche und ein Split für Gäste WC und Kammer nehmen, mit geringer Leistung, da haben wir bisher kaum die Heizkörper aufgedreht, in der Kammer noch nie wenn ich es richtig bedenke. ( darf das Aussengerät eigentlich in der Garage stehen ? )
Oben die 2 Gäste/Schlafzimmer, gingen mit einem Multi Split, mit geringerer Leistung.
Gegenüber liegen dann Schlafzimmer und das Badezimmer mein Sorgenkind, das Schlafzimmer wird selten beheizt, das Badezimmer mein Sorgenkind, muss warm sein, sonst gibt es Schimpfe vom Eheweib.
Ich dachte daran auch im Badezimmer, ein Multisplit zusammen mit dem Schlafzimmer zu montieren und für die behagliche Wärme im Winter, eventuell so einen modernen Infrarot Flächenstrahler, was denkt ihr ?
Wie montiert man da eigentlich die Innengeräte, bei kürzestem Weg, ginge es ja nur über den Fenstern, wegen der Dachschrägen, aber da sind ja die Rollladenkästen, ansonsten ginge eine Innenwand, die aber etwas weiter vom Aussengerät weg wäre.
Die Gasheizung werde ich dann nach dem Testbetrieb hoffentlich gegen so eine Brauchwasser Wärmepumpe tauschen können.
Welche Geräte mit welcher Leistung, soll ich bestellen ? Ich bin bei sowas, so Entscheidungsunwillig und bräuchte die Sicherheit von jemandem, der weiß was er macht.

für die behagliche Wärme im Winter, eventuell so einen modernen Infrarot Flächenstrahler, was denkt ihr ?
Bei mir wird es langfristig eine Spiegelheizung werden. Wegen Gewicht aber keine Photonenheizung. Hinter den Spiegel muss wieder ein Schränkchen wegen begrenztem Platz.

Garagenaufstellung ist eher nicht so gut. Die setzen einige 1000m³/h Luft um.
Das wäre also ein ziemlicher Sturm und irgendwie muss die Wärme ja in die "Zuluft" des Außenteils gelangen. Wenn die Garage jetzt Garage ist, dann ist sie ja 98% der Zeit geschlossen. Da kommt dann wenig Wärme rein und die Effizienz wäre wohl im A...h.
Allerdings hättest Du dann wahrscheinlich ein eigenes Kühlhaus :smiley:

Garagenaufstellung ist eher nicht so gut. Die setzen einige 1000m³/h Luft um.
Das wäre also ein ziemlicher Sturm und irgendwie muss die Wärme ja in die "Zuluft" des Außenteils gelangen. Wenn die Garage jetzt Garage ist, dann ist sie ja 98% der Zeit geschlossen. Da kommt dann wenig Wärme rein und die Effizienz wäre wohl im A...h.
Allerdings hättest Du dann wahrscheinlich ein eigenes Kühlhaus :D
Eine Gegenteil Sauna quasi, im Moment könnte man da Stehplätze drinne vermieten, aber kein Problem dann gehe ich über die Garage das ginge natürlich auch, an was man alles denken muss.

BAFA gibt es auch auf Klimaanlagen alleine, solange sie vom Fachmann angeschlossen/quittiert werden.

Für 5x10m reicht idR auch ein innengerät WENN der Coanda Effekt genutzt werden kann. Sonst zwei Geräte oder Backup für sehr kalte Tage notwendig (IR/Heizlüfter/Gas).

BAFA gibt es auch auf Klimaanlagen alleine, solange sie vom Fachmann angeschlossen/quittiert werden.
Muss man die Förderung auch vorher beantragen, oder reicht die Rechnung nach dem Einbau ?

Vorher!!

Garagenaufstellung ist eher nicht so gut. Die setzen einige 1000m³/h Luft um.
Das wäre also ein ziemlicher Sturm und irgendwie muss die Wärme ja in die "Zuluft" des Außenteils gelangen. Wenn die Garage jetzt Garage ist, dann ist sie ja 98% der Zeit geschlossen. Da kommt dann wenig Wärme rein und die Effizienz wäre wohl im A...h.
Allerdings hättest Du dann wahrscheinlich ein eigenes Kühlhaus :D
Eine Gegenteil Sauna quasi, im Moment könnte man da Stehplätze drinne vermieten, aber kein Problem dann gehe ich über die Garage das ginge natürlich auch, an was man alles denken muss.
Wenn du Heizen willst dann sollte die Wärmequelle fürs Außengerät möglichst warm sein.
In der Garage würde der Luft die Wärme entzogen und nach innen transportiert. Jetzt ist die Garage kalt. Weitere Wärme kannst du nicht mehr entziehen.
Wo soll der Nachschub herkommen? Über die Garagenwände und das Tor und eine evtl. vorhandene Türe?

Im Sommer ist es muckelig in der Garage, da habe ich auch schon dran für eine BWWP eine "Saugleitung" für die Ansaugluft hinzulegen.
Allerdings habe ich keine Peilung, wie groß sowas sein muss, wie es mit Bögen ist, etc.
...
Welche Geräte mit welcher Leistung, soll ich bestellen ? Ich bin bei sowas, so Entscheidungsunwillig und bräuchte die Sicherheit von jemandem, der weiß was er macht.
Moin,
Ich kann nicht behaupten, zu wissen, was ich mache, aber ich kann hier wenigstens schreiben, was ich gemacht habe:
Vielleicht schütteln manche mit dem Kopf, vielleicht macht es aber auch dem einen oder anderen Mut. Vielleicht regt es aber auch einfach zu eigenen Überlegungen an.
Wir haben ein Haus von 1975 mit einer 41 kilowattstunden gastherme. Die ist jetzt 23 Jahre alt. Der letzte jahresverbrauch war 43000 kWh mit WW.
Bis auf das Dach des dreigeschossigen 2Fam- Hauses ist hier nichts gedämmt. Die riesigen fensterfronten zur Südseite hinaus sind Schiebetüren, 6x3m, doppeltverglast und blasen die Luft quasi durch die Scheibe durch.
Letztes Jahr haben wir das Dach mit PV-Modulen voll belegt, knapp 17 kW Peak.
Dieses Jahr, nach dem Schock, haben wir erstmal zwei Wochen die Heizung ausgemacht, und zwar komplett. Nach den zwei Wochen waren wir krank und haben uns in einen kurzen Urlaub geflüchtet. Trotzdem eine wichtige Erfahrung, fast so lehrreich wie das, was mir meine Eltern von der Nachkriegszeit, die sie als Jugendliche erlebt hatten, berichtet haben.
Danach habe ich erstmal wie ein Wilder Holz gehackt, weil wir haben einen Kamin, der zwar kaum zum Heizen taugt, aber, besser als nichts.
Dann ging die Recherche los. Kurz zusammen gefasst, eine Dämmung des Hauses können wir kurzfristig finanziell eben so wenig stemmen wie die Anschaffung einer großen WP, Austausch der alten Heizkörper etc PP. Auch baulich ist eine Dämmung aus vielerlei Gründen kaum möglich.

Heute haben wir 6 Daikin Splitklima bei einer Fachfirma bestellt, alle aus der Perfera- Serie. Lieferzeit wird 6-7 Wochen betragen, der Preis liegt bei ziemlich genau 20k Euro brutto inklusive Anschluss und Einbau, vor Förderung.
Bei vorhandener gastherme beträgt die Bafa-Förderung für klimasplitanlagen 35%, ab dem 15.08 nur noch 25%, außer die gasheizung ist älter als 20 Jahre, dann weiterhin 35 %.
Die gastherme müssen wir nicht ausbauen, um die Förderung zu erhalten. Dies gilt nur für den Fall dass jemand eine Förderung erhalten will und eine ölheizung hat. Für den Ausbau der ölheizung würde man dann noch einmal 5% mehr Förderung bekommen. Ohne Ausbau der ölheizung wären es immer noch 35% Förderung. Gefördert werden auch sämtliche anschlusskosten und nebenarbeiten, wie z.b die des Elektrikers, der uns neue Leitungen und Sicherungen einbauen wird. Insofern lohnt es sich, die Nebenkosten zu schätzen und auf das Angebot der Klimafirma im Bafa Antrag aufzuaddieren.

Für das 130 qm untergeschoss haben wir eine Single Split mit 2 kW für das knapp 25 Quadratmeter große Schlafzimmer mit angrenzendem Bad gewählt. Außerdem an einem multisplit-gerät ein 3,5 kW wandgerät für die knapp 70 Quadratmeter große Werkstatt. Sämtliche Hauswirtschaftsräume bleiben unberücksichtigt. Das multisplit-außengerät versorgt auch ein weiteres 2kW innengerät im Erdgeschoss, das auch 130 qm hat, und zwar im Arbeitszimmer.
Der große wohn-Ess-küchenbereich hat knapp 90 Quadratmeter und ist offen. Hierfür haben wir ein 5 kW Single splitgerät bestellt.. das zweite Bad im Erdgeschoss werden wir mit einer infrarotplatte von 800 Watt, wahrscheinlich nur notdürftig, heizen.
In der Einliegerwohnung im Obergeschoss, ca 80 qm, werden zwei weitere splitklimageräte aufgestellt werden. das eine wird ebenfalls zwei kW haben, das zweite 3,5 kW. Immerhin haben wir an allen Standorten der innengeräte gute verbindungsmöglichkeiten nach draußen. Nur zwei Geräte müssen an der Ostseite des Gebäudes an die Fassade gehängt werden. Alle anderen außengeräte kommen auf Balkon bzw Terrassen zu stehen.
Btw sorry für die miese Rechtschreibung, das Mikrofon tut so, als hätte ich auch davon keine Ahnung... :problem:

Noch: zum Aufbau einer kleinen inselanlage mit 1,6 kwp und Versorgung von mobilen Akkus (die ich bauen werde) habe ich eine Gartenhütte aufgestellt. Zu dem plane ich noch einige fassadenmodule, ebenfalls als inselanlage, an die Südseite des Hauses zu bringen.
Dieses Forum hier war mir eine richtig große Hilfe.

Ich bin gespannt auf die split-klimageräte und werde natürlich berichten, wenn sie montiert sind.
Gruß
Andreas
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Noch was vergessen: der Bafa Antrag gestern (!! VOR dem Auftrag!!) war total einfach. Ergänzend gibt's paar gute YT's dazu.

@fastforward und @thomasn es ist ja schon einige Zeit vergangen seit dem letzten Eintrag hier. Mich würde interessieren wie es euch in den vergangenen Wintern ergangen ist. Habt ihr die Split Geräte schon eingebaut? War das Heizen ausschließlich mit den Split Geräten möglich? Was waren die tiefsten Temperaturen und wie war das Heizen an den Tagen? Ich habe selber am 4. November für unser Niedrigstenergiehaus 126 m2 ein Single-Split-Gerät mit max. 4 KW Heizleistung einbauen lassen und ich würde das Haus gerne ausschließlich mit diesem Gerät beheizen. Bisher gings gut, wir hatten aber erst eine Nacht mit -7 Grad. Bin gespannt auf den weiteren Winterverlauf. Hab zum meinen Erfahrungen auch einen Artikel auf meinem Blog geschrieben (strohblogger.com) und werde da weiter berichten.

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