DiY Ausbau auf 6KW - Überlegungen zur Steuerbarkeit

Ich bin am überlegen mein jüngst auf 4 KW Peak ausgebautes Balkonkraftwerk-XXL direkt auf 6 KW Peak aufzurüsten.

Ist Zustand:
4 KW Peak in Ost-West Aufständerung auf Flachdach montiert und an Anker Solix 3 Pro Anlage mit 5,4 kWh Speicher angeschlossen. Dynamische Einspeisesteuerung über EcoTracker-IR und alles oberhalb der Hauslast wird durch Nulleinspeisung abgeregelt. Funktioniert an sich sehr gut. In der letzten verregneten Woche kam ich z.B. auf 70% Autarkie. Hausverbrauch liegt bei rund 7.000 kWh im Jahr, 4 Personen, kein E-Auto aber Heizung (rund 1.500 kWh im Jahr) über Luft-Luft-Wärmepumpen alias Split-Klima.

Problemstellung:
Die Einspeiseleistung der Anker Anlage ist auf 1200 Watt limitiert. So Peaks beim Kochen oder durch Spül-/Waschmaschine können nicht abgefangen werden. Hier geht der Hausverbrauch schnell mal auf 2500 Watt hoch. So bleiben jeden Tag 3 bis 6 kWh Restbezug aus dem Stromnetz übrig. 2 kWh kommen dabei durch das Duschen mit 22-KW Durchlauferhitzern. Diese würden sich also auch nicht bei einem großen Wechselrichter vermeiden lassen. Der restliche Netzbezug ließe sich jedoch abfangen, so meine Annahme.

Gedankengang:
Einfach für ~500€ ein günstiges zusätzliches 2-KW Peak Balkonkraftwerk mit 1600 Watt Mikro-Wechselrichter an einem zweiten Stromkreis installieren und dies "dumm" ohne jede Steuerung ins Haus einspeisen lassen. Die Panele wären dabei senkrecht nach Süden auf dem Balkon aufgehangen. Also gerade für den Winter und den Wärmepumpenbetrieb optimal. Die Anker Anlage würde nur noch dynamisch anspringen und den Bedarf oberhalb der Einspeisung des "dummen" Balkonkraftwerks abdecken. In Summe wären 2800 Watt gleichzeitige Hauseinspeisung somit möglich, was für alles unterhalb der Durchlauferhitzer ausreichend ist. Elektrisch sollte das ganze durch die getrennten Stromkreise auch sicher sein. Die Wirtschaftlichkeit ist vermutlich ziemlich stark. 500€ für weitere 2KW Peak wären günstig. In Summe über alles gerechnet hätte mich diese kombinierte 6-KW Peak Anlage dann knapp 4.000 € gekostet. Das amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.

Fragestellungen:

  • Wäre der parallele Betrieb von 2 Balkonkraftwerken soweit elektrisch sicher, wenn ich auf getrennte Stromkreise achte oder sollte ich zusätzlich noch auf getrennte Phasen achten? Die Phasen würde ich mit dem EcoTracker heraus bekommen. Bzw. sollte ich die Einspeisung des zusätzlichen “dummen” Balkonkraftwerks auf ggf. nur 1200 Watt limitieren? Bitte nur die elektrotechnische Betrachtungsweise und keine Diskussion um deutsche Normen, evtl. wohne ich ja auch gar nicht in Deutschland :slight_smile:
  • Gibt es eine bessere Lösung um auch die weiteren 2KW Peak Panele in die intelligente Steuerung der Anker Anlage zu integrieren? Ohne hier große Investitionen in ein zusätzliches Anker-PowerDock tätigen zu müssen. Dies wäre natürlich das Optimum. Die KI gibt widersprüchliche Infos heraus ob sich z.B. eine billige Solix-2 Anlage zusätzlich in der App in das System der Solix-3 integrieren lässt.

Phase ist dafür egal, wenn es in Solarland auch über die Phasen saldierende Zähler gibt wie bei uns, ist es auch finanziell egal.

Das ist in der Art sinnvoll, wenn die permanente Grundlast im Winter ab ca. 1000W ist und im Sommer ab ca. 500W. Sonst ist Speicher dazwischen besser.

Einfach AC einspeisen, was über dem Hausverbrauch liegt kann das Anker System wegspeichern.

Evtl. brauchst du noch etwas Speichererweiterung?