DIY Aufrüstung Balkonkraftwerk mit Speicher und OpenDTU OnBattery

Hallo in die Runde, nach 2 Jahren Betrieb meines Balkonkraftwerks ohne Speicher möchte ich aufrüsten.

Plan ist im ersten Schritt das Einbringen eine 5kWh Speicher - das Projekt soll so aufgebaut sein, dass eine Erweiterung auf 10kWh möglich ist.

Die Grundidee ist wie folgt:

8x Solarpanel auf dem Garagendach. Diese speisen den Akku und der gibt es dann über den Wechselrichter in das Hausnetz. Mit im Spiel ist ein Hoymiles Wechselrichter, Victron Laderegler, Pylontech Akku und eine OpneDTU On Battery Instanz als Steuerung.

Ob als Nulleinspeisung oder Grundlastabdeckung werden wir im zweiten Schritt sehen - da stehen beide Varianten offen und werden dann auf Sinnhaftigkeit in Bezug auf mein Nutzerverhalten getestet. Das Thema ist ja durchaus kontrovers belastet und soll hier nicht weiter betrachtet werden.

Mir geht es in dieser Runde zuerst um die Entwicklung des Systems als DIY Projekt und deshalb würde ich mich über Meinungen, Erfahrungen, Verbesserungsvorschläge und co sehr freuen.

Und da Bilder ganz oft mehr sagen als 1000 Worte habe ich meine Gedanken mal in einem einfachen Blockschaltbild festgehalten.

Was meint Ihr? Geht das in die richtige Richtung?

Oder was könnte man anders oder besser machen?

Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen :wink:

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Herzlich willkommen im Forum :grinning_face:
Das Blockschaltbild sieht schon mal gut aus :+1:

Vielen Dank - ich lese hier schon etwas länger als Gast mit und finde die Community echt stark (also auch fachlich :wink: ) Da musste ich jetzt auch mal versuchen etwas sinnvolles beizutragen. Mal schauen wie das so klappt .

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Ergänzungsoptionen:

  • Raspberry mit Victron OS (Am MPPT mit USB Adapter) und dem Addin Serial Battery (Anschluss via USB vom Pylontech) => Immer alles im Blick
  • OpenDTUonBattery braucht noch für die sinnvolle Nulleinspeisung einen Lesekopf (bei mir Hichi IR wifi v2)
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@hifioldtimer Da hast Du natürlich absolut recht. Ich betreibe in meinem Haus einen kleinen HomeServer auf Proxmox und habe da unter anderem iobroker laufen - etwas Oldschool, aber damit lassen sich natürlich der Victron abgreifen und auch der OpenDTU für das Erfassen von Daten für die Auswertung.

Als kurze Ergänzung dazu, als Lesekopf ist bei mir ein bitShake SmartMeterReader mit Tasmota und mqtt Anbindung verbaut, um eben genau diese notwendigen Daten zu bekommen.

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Na denn los. :slight_smile:

Laderegler an DTU ist nur “schöner wohnen”. Da wird nix gesteuert. Hauptsache deine Leistungsmessung spielt mit der DTU zusammen

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check - und richtig - aber ich wohne auch gern schön :wink: Und Daten sammeln macht einfach Spaß und hilft mir Dinge besser zu verstehen.

Aber ich glaube ich fange mal an zu basteln…

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Also wenn du nicht gerade Verluste hast zb. durch Schatten, finde ich den Laderegler schon etwas klein um alles rauszuholen, und damit der nicht nicht immer Vollgas laufen muss (8x 430 Watt / 48V = 71,67 Ampere). Und Pylontech würde ich aus heutiger Sicht nicht verbauen (Suchfunktion).

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Zwei mögliche Probleme:

  1. 2 Solarmodule in Reihe / je 4 parallel -> welche Spannung haben die dann? Bei Modulen mit niedriger Spannung und etwas längeren Kabeln kann es sonst knapp werden, dass der Laderegler noch ausreichend Differenzspannung zum Akku hat.

  2. Bei den Hoymiles mit mehr als einem Eingang (deiner hat 4) kann es vorkommen, dass er die eingestellte Leistung nur sehr ungenau stellt, weil bei parallelem Anschluß aller 4 Eingänge am Akku der interne Shunt nicht mehr richtig misst. Bei manchen geht's, bei manchen nicht. Auf jeden Fall klappt es an Hoymiles mit nur einem Eingang (z.B. HMS-500)

Danke - genau das hatte ich mir erhofft.

Ich habe mir das Thema Pylontech gerade schon mal angeschaut und lande (Dank der Suchfunktion) sehr schnell bei der Pytes E-Box V5° LFP-Batterie. Preislich kein Unterschied, aber 16 Zelle und keine 15 - und auch das deutlich neuere System mit Heizung! Das werde ich mir mal ganz genau anschauen!

Laderegler kommt dann als nächstes, ich könnte mir gut vorstellen da einen Victron MPPT 150/85-Tr VE.CAN Laderegler zu verbauen - das ist von den Kosten her ja noch überschaubar.

Und ja, ich habe Verschattung aber nur zeitlicher Natur, sprich ab März ist um 10:00 Vollgas angesagt bis in den Abend...

Bei der Spannung bin ich aktuell noch entspannt. Im Moment messe ich mit der DTU unter Last im Einzelbetrieb am Wechselrichter 28-32V DC pro Modul.

Dann würde mein neuer Plan wohl so aussehen:

Ich mag Relais in der Anlaufstrombegrenzung nicht. Das verschleißt. Ich werde mir das ungefähr so bauen

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Das ist auf jeden Fall auch ein guter Ansatz - so etwas hatte ich auch schon im Kopf.

Ich bin nur davon abgekommen, da der BUZ 111 „nur“ 55V als Max Spannung im Datenblatt stehen hat - das ist mir einfach zu knapp, da komme ich im schlechtesten Fall drüber.
Auch haben die MOSFET ja immer einen internen Widerstand, selbst wenn sie voll durchgeschaltet sind - da kommt dann bei 30-40A doch immer noch ganz schön Hitze ins Spiel.

Aber Ich bin bei sowas auch echt ein Angsthase - wenn der BC547 mal keine Lust mehr hat, merke ich das im ungünstigsten Fall erst wenn es knallt - das ist mir zu heiß.

Deshalb starte ich erstmal mit einem stark überdimensionierten Schütz aus der Industrie - ich mag das „Klacken“.

Aber Du hast recht - bei den Dingern ist der Verschleiß ein Thema, so richtig ideal ist das also auch nicht, aber für den Anfang muss das reichen.

Die Softstart Geschichte schaue ich mir dann in der 2.Runde an.
Das ist aber auf jeden Fall ein sehr wichtiger und guter Hinweis!!!

Der Hoymiles wird doch nur einmal an Spannung angeschlossen und läuft dann Jahre durch (gegebenenfalls per OpenDTU schlafen gelegt, aber trotzdem angeschlossen an 48V). Also musst du doch nur einmal den Softstart machen. Und dafür würde ein Vorladekabel mit 5 Ohm Widerstand reichen, das du mit zwei Bananensteckern mit der Hand über die Anzugsschrauben Eingang/Ausgang des Leitungsschutzschalters hältst, während der aus ist. Dann paar Sekunden warten und LSS einschalten.

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Klares „Jein“ - wenn der Akku abschaltet weil leer, dann kann es zu dem Fall kommen, wenn auch selten.

Softstart bei Wechselrichtern (die nicht für den Akkubetrieb gedacht und zugelassen sind wie der HMS) ist auch ein Thema für sich da gibt es viele Meinungen, viele Lösungen und auch viele spannende Beiträge - da würde ich an dieser Stelle drauf verweisen, da das nicht Kern meines Projektes hier ist.

Aber spannend ist das auf jeden Fall :+1:

OK, wenn das BMS abschaltet, hast du Recht. Ich hatte es bei mir so gelöst, dass bei 20% SOC der Hoymiles schlafen gelegt wird und der Akku daher nie abschalten muß. Es war aber auch kein OpenDTU-onbattery-System, sondern was Selbstgestricktes mit iobroker.

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Finde ich ehrlich gesagt auch am elegantesten wie Du das gelöst hast - sowas in der Richtung würde ich auch machen wollen, aber der Softstart kommt mit rein.

Haben ist besser als brauchen :wink:

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Habe seit 1,5 Jahren den Hoymiles direkt an der Batterie mit openDTUOnBattery. Die Konfiguration mit Min Voltage als Stopp lässt mir immer Spannung im Akku für die Versorgung, weit bevor ich das BMS abschalten lasse.

Und im Sonderfall mache ich das Vorladen eben erstmal manuell (bei mir über ein dann angehängtes bereits vorhandenes Labornetzteil).

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Die Schaltung ist für 24V Batterie. Für 51V Batterie muss noch ne Z-Diode übers gate (oder R1 anpassen) und ausreichend spannungsfester Mosfet rein. Davon 3 parallel kosten eh meist <1€ Stück. Dann bleibts kalt

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Dann muss ich mir das auf jeden Fall mal ganz genau anschauen - da ist auf jeden Fall die elegansteste Lösung!