ich habe ein 16s System gebaut wie es oft beschrieben ist, ich habe einen active Balancer, habe alle Kabel gecheckt. Ich habe ein Seplos BMS. So weit so gut, nun habe ich schon des öfteren den Fall, dass das BMS abschaltet weil eine Zelle unter 2,5V rutscht. Alle anderen haben ca. 3,2 V. Das Problem ist, dass es dann zu einem Fehler beim Deye kommt und dieser dann die ganze Anlage abschaltet sprich auf DC Seite kommen 0W von der PV. Ich muss dann manuell das BMS neu starten und dann geht es wieder.
Das nervt total, Es ist nur die eine Zelle. Habt ihr einen Gedanken warum das sein könnte? Kann es sein, dass es am Übergang von einem Block (8 Zellen) zum anderen Block (8 Zellen) liegt, weil ich da keinen Busbar habe sondern "nur" eine 25mm² Leitung ?
@carolus Ich habe einen 6A active Balancer mit einem Arbeitsbereich von 2,5V - 4,4V Wenn die Sonne gut scheint, wird diese Zelle auch wieder schnell voll und gleicht sich mit den anderen aus (auf ungefähr den selben Stand) aber wenn eben viel Last drauf kommt (Wärmepumpe zB.) und der Ladezustand relativ gering ist springt diese eine Zelle unter 2,5V
wenn dein kabel dünner ist als die normalen Verbinder, hat es mit dem Problem zu tun, es kann aber auch ein schlechter Kontakt oder eine falsche balancereinstellung das problem schlimmer machen.
Muss nicht sein. Und selbts wenn, reicht das für eine genaue Analyse nicht aus. Es kann immer noch die Zelle defekt sein, geringere Kapazität haben usw. Unterschied der Lade- und Entladeströme... fliesst alles rein.
Dein Statement ist natürlich richtig. Balancieren unterhab 3,4 V darf nicht sein.
Wenn die Sonne gut scheint, wird diese Zelle auch wieder schnell voll und gleicht sich mit den anderen aus (auf ungefähr den selben Stand)
[/quote]Sie gelicht sich ungefähr auf die gleiche Spannung an. Das kann bei 3,3V aber ein deutlich andererr SOC sein wenn auch nur 1mV Differenz vorhanden ist! Schau die eine Ladekurve an!. Ursache kann die Kabelverbindung sein. Um das zu prufen musst du einen konstanten Strom einstellen und die Spannung diekt zwischen den Polen der verbundenen Zellen im Milivoltbereich messen. Diese Spannung muss an allen Verbindungen gleich sein. Ist diese Spannung an einer Verbindung höher, wird der Balancer dauernd Ladestrom an dieser Zelle vorbeileiten. Der SOC Unterschied kann dann extreme Ausmaße annehmen.
Es ist auch sinnloll. einen Balancer einzusetzen, bei dem eine Spannung zur aktivierung angeben kann. Erst oberhalb von 3,4V macht sich unterschiedlicher SOC durch unterschiedliche Spannung bemerkbar (Siehe wieder Ladekurve). Ab 3,45V wird der Spannungsunteschied deutlich mit steil zunehmender Tendenz.
Nachdem du die Spannungen gemessen hast, musst du die Ursache beheben. und die Zelle bis auf 3,45V so lange laden, bis der Ladestrom deutlich absinkt. Das kann sehr lange dauern
Danke euch einstweilen, kenne mich anscheinend überhaupt nicht aus. Habe mir einfach mal so einen Satz Zellen bestellt und den in Reihe geschalten, Seplos BMS und ich dachte es passt alles. Dann mit der Zeit finden die Probleme an. Ich habe mir dann einen activ Balancer bestellt mit 6A, aber Einstellungen wie bei NEEY gibt es da nicht.
Diese Zelle ist die erste die leer wird und die erste die voll wird. Leer im Sinne von die Voltzahl sinkt. Meine Anlage ist nicht so groß, dass die Batteriezellen voll werden. Wie kann man denn die Kapazität messen ? Mit einem Innenwiderstandsmesser? Wenn ich alle Zellen nochmal parallel schalte für eine Woche gleichen die Zellen sich dann nicht aus ?
@Martin: zuerst einmal würde ich mich gründlich in die Thematik von LFP-Zellen einlesen und wie man daraus einen Akkupack baut. Da gibt es hier im Forum sehr viele gute Beiträge! Man baut nicht einfach mal eine 15 kWh-Batterie zusammen, die einem bei schweren Fehlern auch um die Ohren fliegen kann und im worst case das Haus in Brand setzt, wenn man keine Ahnung von der Materie hat!
Es bleiben in deinem Szenario viele Fragen: Woher kommen die Zellen? Wie alt sind sie? Wie wurden sie bisher behandelt? Parallel schalten bringt i.d.R. nicht viel, da die Spannungen alle sehr ähnlich sein können bei sehr unterschiedlichem SoC, zumindest sind hier 10-20% Abweichung möglich ohne das sich die Spannungen so sehr unterscheiden, dass es hier zu vernünftigen Ausgleichsströmen kommen würde. Außerdem besteht hier auch die Gefahr unterschiedlich guter/schlechter Kontakte, so dass sich die Zellen nicht perfekt angleichen können. Wenn eine Zelle immer zuerst voll und zuerst wieder leer wird, spricht vieles dafür, dass sie eine geringere Kapazität hat, aber auch schlecht Kontaktierung (höherer Innenwiderstand) oder Selbstentladung könnten eine Rolle spielen.