OK, dann noch zum Thema Laden. Ich brauche ein Langsam-Ladegerät mit irgendwo zwischen 15 und 30A für 22s oder 23s LFP-Akkus, um den Akku über Nacht voll zu bekommen - sehr viel mehr würde über Schuko oder 16A CEE blau eh nicht gut gehen. Gibt’s dafür eine empfehlenswerte Quelle?
Ich kenne bislang nur kleine LiPo-Akkus aus dem Modellbau, dafür gibt es Ladegeräte, denen sagt man, wie viele Zellen in Serie verbaut sind, die steckt man an, und kümmern sich um den Rest - Endabschaltung und alles. Ist sowas auch im größeren Maßstab und für LFP erhältlich?
Für eine typische ESS Anwendung stimmt das, aber hier? Der Akku wird vom Netz voll geladen und dann wieder leer gefahren, da dürfte es keine große Drift geben. Das BMS hat nur Probleme mit kleinen Strömen.
@jan_n
Ja das kannst du machen.
Ich würde das große 4,3" Display kaufen dann hast du wenigstens auch die Zellenspannungen auf dem Display ohne dich mit der App verbinden zu müssen.
@Ekkehard_F
Der SOC der JK-BMS ist immer Banane, egal ob große oder kleine Ströme, er ist und bleibt unbrauchbar. Und mit einem Boot fährst du ja nicht immer Vollgas .
Hier mal ein Vorgeschmack in doppelter Ausführung:
OK, die Ladegeräte sehen gut aus. Gibt auch eins mit 15A Maximalstrom für 20 EUR mehr, das würd ich nehmen. Die einstellbaren sind aber nicht wasserdicht - kann man das Ladegerät dann nicht gleich in die Akkubox mit einbauen, wenn die sowieso wasserdicht sein muss? Ob das geht, hängt halt an der produzierten Abwärme - da wäre dann spannend, was so ein Ding für Wirkungsgrad respektive unfreiwillige Heizleistung hat…
Ansonsten aber wäre das praktisch, das zu integrieren - gedichteten Powercon-Stecker dran und los gehts.
Die Abweichung ist krass - vernünftiger Battermiemonitor plus Shunt ist dann Pflicht! So ziemlich das dööfste, was mit einem Boot passieren kann, ist, dass Du denkst, Du hast noch 40% im “Tank” und bist in Wirklichkeit mitten in der Pampa (=Ostsee) ohne Strom. Ist noch mal was anderes als im Auto liegenbleiben….
Dann muss das irgendwo vernünftig wassergeschützt wie ne “Wallbox” an den Steg verbaut werden - das wäre mir auf den zweiten Blick sogar lieber, weil ich dann nur die “Nieder”spannungsseite (sekundär) mit dem Boot verbinden muss. 230V mit Salzwasser im gut leitenden Aluboot ist vielleicht nicht die beste Idee.
Dann muss die Akku Kapazität für Hin- und Rückweg reichen. Die SoC Stände kannst du während der Fahrt recht gut am Spannungsverlauf abschätzen. Wichtig ist ein konstanter Stromfluss. LFP Zellen haben zwar eine recht flache Entladelinie, doch durch die 22s Verschaltung wird sie sehr deutlich sichtbar.
Fahre also z.B. mit 50A und notiere die Spannungen im Abstand von z.B. 5 min. Das machst du 1 Std. lang (oder länger) und hast dann 12 Werte der langsam sinkenden Akku Spannung. Zeichne eine Linie über die Messwerte.
Wenn du später den SoC ermitteln willst, fahre wieder mit 50A und dann siehst du an der Akku Spannung recht gut, welche Kapazität er noch hat. Wenn die Zellspannung an die 3 V kommt, dann ist der Akku fast leer. Darunter ist nur wenig zu erwarten. Bis du dann noch auf See, bleibt nur noch die gemütliche Verdränger Fahrt, denn die braucht deutlich weniger Energie.
Davon würde ich erst mal eins kaufen und dann ausprobieren ob es brauchbar ist. Letzendes würde ich 3 Stück parallel schalten und in ein nicht zu kleines Metallgehäuseeinbauen
Ich hab jetzt erst mal ein Ladegerät bestellt. Von den von Dir vorgeschlagenen 10A-Dingern, wegen der auskunftsfreudigeren Anzeige verglichen mit dem 15A-Modell.
Aber um noch mal auf Deinen Vorschlag zurückzukommen: Würdest Du wirklich Ladegeräte parallel schalten? Die hätten doch jedes ihre unabhängige Ladesteuerung, CC/CV-Umschaltung etcpp. - macht das nicht potenziell Probleme?
Da hätte ich wenig Bedenken. Wenn das Gerät da ist, kannst du ja mal die Anleitung posten. Die Zuleitung zur Batterie würde ich mit 6poligem Kabel machen. An der Batterieseite eine 6polige Steckverbindung und erst in der Batterie parallelschalten.
Gut, spielt für meinen Erkenntnisgewinn erst mal keine Rolle, da tut’s auch das Single-Ladegerät. Und bevor Schnellladen aktuell wird, ist noch SEHR viel zu Bauen. Nicht nur an der ganzen Emotor-Geschichte, sondern am Boot selbst. Aber erst mal anfangen, dann weiter schauen.