DIY-2,5 kW/h-Akku zum vorhandenen 800-Watt-Balkonkraftwerk – günstige Grundlastdeckung wie aufbauen/dimensionieren?

Zu 1)
Ich würde Dir trotzdem davon abraten, der Übersichtlichkeit wegen und auch weil es viele viele extra Drähte sind.
Das 4,3 Zoll Display von JK (18,50EUR bei Aliexpress) zeigt alles Wichtige an.

Bild-Quelle
Zu 2)
Hier muss man einen Kompromiss finden.
Klar, die meisten Ah pro Euro gibt es bei den 280'er Zellen.
Für Deine "nur zwei PV-Module" würde ein 10s1p Akku mit den 105Ah Zellen von nkon ausreichen.
Das wären 32V bei 105Ah = brutto 3,36kWh bei einem Gewicht von ca. 20kg zzgl. ein paar kg für ne Blechkiste, Schalter, BMS etc.
Mit den in der Praxis unter Last anliegenden 30...34V kommt der Hoymiles klar.
Wenn Du bei dem Victron 150/35 MPPT Laderegler bleiben willst: kein Problem, in der Connect App unter Batterie gibt es den "Experten Modus" zum Anklicken, damit geht auch ein 10s Akku zum Einstellen.

Vorab erstmal danke für deine ausführliche und konstruktive Unterstützung.

So ein Display und das direkt von JK macht am meisten Sinn und insgesamt sind der Verdrahtungsaufwand und auch die Kosten geringer. Außerdem kommen die Daten direkt vom BMS und das sollte wesentlich genauer sein als es diese Billigdisplays jemals sein könnten. Tausend Dank!

Als Rollcontainer/Rollwagen habe ich mir in etwa so etwas angedacht:

Der kann bis zu 200 kg aufnehmen. Ich würde ihn selbstverständlich an jeglichen Stellen (insbesondere an den beiden Metalldecken), an denen die Metalle den Batterien und insbesondere den Polen zu nahe kommen (könnten), isolieren – entweder mit Gummi, Acrylglas, Kalziumsilikatplatten oder den Epoxy-Platten (je nachdem was sinniger ist und sich leichter befestigen lässt). Sämtliche Wände sollen mit Acrylglas verkleidet werden, damit man jederzeit einen Blick in's Innere werfen kann. Die Batterie selbst wird auf 2 Etagen mit à 5 bis 6 Zellen auf Kalziumsilikatplatten stehen und schmalseitig von Kalziumsilikatplatten umschlossen, mit Spanngurt verspannt und in Hitzeschutzmatten eingelegt sein. Verbunden werden beide Etagen mit einem entsprechend dicken Kabel, vermutlich so um die 20 bis 40 mm².

Welche Batterien es denn nun werden, nunja... ich würde schon gerne die größte Kapazität nehmen, weil es mir die meisten Möglichkeiten eröffnet. Der Wagen lässt sich trotz des hohen Gewichtes leicht auf den Balkon schieben (er steht direkt neben der Tür). Wenn die Feuerwehr ihn vom 2. OG durch das Treppenhaus bringen müsste, hätte sie damit viel mehr Aufwand und dann stünde der qualmende Wagen mitten auf der Hauptstraße neben Straßenbahn, Bus und Auto.
Ich hab von der Arbeit der Feuerwehr, den Vorschriften etc. keine Ahnung und ich möchte mir da nichts anmaßen, aber nach meinem Empfinden als Laie wäre es doch für die Feuerwehr um ein Vielfaches leichter und insgesamt unschädlicher für alle Beteiligten, wenn sie das Teil einfach auf den Balkon schieben und sich quasi selbst überlassen, oder nicht?

Aber falls das alles trotzdem nicht gut genug wäre und ja, der Brandschutz und mein eigenes Leben sind mir schon wichtig, dann würde ich auf die kleineren Batterien bzw. eine wesentlich geringere Spannung gehen. Wenn der Victron auch damit umgehen kann, umso besser. Dann muss ich quasi nur die Kabelquerschnitte ein wenig erhöhen und auf dickere Kabelschuhe achten usw.

Nochmal vielen Dank für deine Unterstützung!

Wenn ich das Projekt angehe, werde ich einige Fotos und vielleicht auch Videos aufnehmen und eine Art Tutorial erstellen.

Liebe Grüße,
Sven

Genauso hat jemand seinen Akku zum Abbrand gebracht

Keine gurte, weil durch die Reibung an Kanten die Kräfte auf beiden Seiten nicht gleich massig ist.

Gehäuse Stirnplatten und Gewindestangen ist das Mass der Dinge.

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Möglichst kurz . möglichst dick, du wirst damit Probleme bei höheren strömen bekommen, weil die Spannungen der beiden Anschlusszellen nicht mehr richtig angezeigt werden können. Halte die Maßnahme im Kopf, dass der balanceranschluss nicht an einem Ende, sonder. In der Mitte der Verbindungsleitung liegen sollte. Das halbiert das Problem.

Ok, ich habe deine Vorschläge umgesetzt: 35 mm² + genauso stabile/dicke Kabelschuhe, ca. 30-40 cm lang, Akku-Befestigung ohne Spanngurt sondern mit per dickem PVC-Schlauch abgedichteten Gewindestangen, die mit Verbindern an die Kalziumsilikatplatten auf den Schmalseiten mit nur ganz wenig Druck (2-4 Nm) angepresst wird. Das wird dann alles so eingekauft und fleißig eingebaut.

Öhm...... ein anderes Problem bzw. eine ziemliche Unsicherheit meinerseits, da sich die Meinungen dazu sehr stark unterscheiden (auch hier in den Threads, die ich gefunden habe):
Würdet ihr mir bei meiner spezifischen Konfiguration (= der Wechselrichter bleibt 24/7 am Netz und speist immer mindestens die Grundlast ein, solange die Batterie nicht vollkommen leer gesaugt wurde, erst dann geht er in Standby [analog zu nachts ohne einen Batteriespeicher]) eine Anlaufstrombegrenzung empfehlen und wenn ja, welche Lösung bzw. welche(s) Bauteil(e) haltet ihr für das/die Richtige(n)?

Angefangen von z. B. einem 1800W 40 A DC-DC Boost Converter (10-60 V -> 12-90 V) über Softstart-Platinen, Halbleiterrelaismoduls (wobei bei diesen, die ich fand, die Eingangsspannung immer < 40 V war), MOSFET, fertige aber nicht verfügbare Lösungen wie dem Einschaltstrombegrenzer von Solarmodule Gladbeck (50 A) oder auch den schlichten Verzicht auf den Wechselrichter schonenende Komponenten – leider habe ich mikroelektronisch viel zu wenig Ahnung, um da mitreden geschweige denn mir ein Urteil über Sinn und Unsinn bilden zu können, was denn nun überhaupt nötig oder richtig ist.

Wenn die Lösung mehr als 100 € kostet, würde ich mir eher Gedanken um eine Insellösung machen, sprich: Mein jetziges System bleibt genau so bestehen und ich kaufe mir einen Hybridwechselrichter, der die Batterie sowohl laden als auch entladen kann und ich ihn sozusagen nur in irgendeine beliebige Steckdose stecken muss, unabhängig vom Standort und den Verbindungen zur Batterie. (Diese Lösung hätte wesentlich mehr Verluste durch die zahlreichen Umwandlungen, das ist mir bewusst.)

Bitte nehmt mir die nervigen Fragen nicht übel. Über eure Hilfe und Unterstützung wäre ich überaus dankbar.

Edit: Ich habe nun eine "Einschaltstrombegrenzung für Balkonkraftwerke mit Akku – Fertig aufgebaut V2" erworben. Wenn hier jemand vom Fach ist und meine Fragen trotzdem noch beantworten möchte, würde mich das und die hunderten zukünftigen Leser sehr erfreuen.
(Ich würde demjenigen auch ein Trinkgeld spendieren, wenn eine außerordentliche Erklärung/Anleitung für Laien und PV- bzw. Batterie-Anfänger folgt.)

Liebe Grüße,
Sven

Hallo Leute,

So sieht mein aktueller Plan aus und die Bestellungen sind raus, auch die der LiFePO4-Zellen.

Mal schauen, ob alles in den nächsten Wochen einwandfrei eintrifft und wie ich das alles am besten zusammenbaue.

Liebe Grüße,
Sven

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Für den Fall, dass die Anlage bereits läuft, alles zusammengesteckt wurde:
Die Anlaufstrombegrenzung ist beim Übergang von
"Akku ist in Unterspannung" -> "Akku erreicht seine Wiedereinschaltspannung"
durch den im JK BMS eingestellten max. discharge current gegeben, max. 12A laut deiner Grafik.
Wahrscheinlich gibt das BMS diesen eingestellten maximalen Strom auch nicht impulsartig sondern in einer Art Rampe (200ms ?) frei.

Das dauert noch Wochen, es kommen jetzt nach und nach alle Teile an. Leider haben die Baumärkte nicht alles bzw. das Meiste nur zum doppelten oder sogar dreifachen Preis.

Eine Anlaufstrombegrenzung würde also nur ohne BMS Sinn machen, wenn der Wechselrichter ohne BMS dazwischen direkt an der Batterie geklemmt sein würde?

Liebe Grüße,
Sven

Moin Leute,

NKON hat sich bei mir gemeldet: Die Lieferung der Zellen wird sich leider noch einige Tage/Wochen verzögern.

In knapp 2,5 Wochen ab dem 11.11. habe ich zwei Wochen Urlaub, in dieser Zeit wollte ich eigentlich den Akku zusammenbauen bzw. zunächst initial laden und ihn bis Ende des Jahres fertig bauen, damit ich mit dem Akku direkt in's neue Jahr und die neue Sonnensaison starten kann. Die restlichen Teile zum Zusammenbau sind zwischenzeitlich soweit alle angekommen.

Hier seht ihr meinen Plan bzw. wie ich gedenke ihn in ein paar Wochen umzusetzen:

(Ich habe die Datei etwas herunterskaliert, damit es trotz Komprimierung besser lesbar ist.)

Bilder vom Aufbau, der fertigen Anlage und ein richtiges "Tutorial" folgen dann.

Liebe Grüße,
Sven

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Moin Leute,

Die Zellen sind nun seit einiger Zeit da und ich kam nun auch endlich dazu, sie zu verpressen, parallel zu schalten und ein paar Tage so stehen zu lassen. Sie sind nun komplett aneinander angeglichen.

Nun stellt sich mir die Frage: Parallel geschalten laden oder direkt im Verbund (in Serie) mit BMS so wie sie später auch benutzt werden? Ich habe nur ein 5 A Labornetzteil, das aber auch mit bis zu 60 Volt laden könnte.

Bei der Parallelschaltung würde das wohl einige Wochen dauern und in manchen älteren Foren-Beiträgen wird davon auch abgeraten, da der Ladestrom bei so großen Verbünden geringer ist als die in den Datenblättern angegebene Cut-Off-Voltage, das heißt man würde die Zellen – auch bei 3,65 Volt Zielspannung – hoffnungslos überladen. Ist das Stand heute immer noch ein Problem?

Was würdet ihr mir empfehlen? Zeit spielt dabei keine Rolle.

Im Voraus vielen Dank!

Liebe Grüße,
Sven

Da das Interesse hier wohl gesunken ist und es bereits wirklich sehr gute Tutorials zu diesem Thema gibt, breche ich an dieser Stelle ab und werde kein Tutorial veröffentlichen.
Folgendes Video von Tom Bötticher ist äußerst empfehlenswert: https://www.youtube.com/watch?v=XE0vWeJVJdo

Ich bedanke mich bei allen, die mir beim Finden des richtigen Weges, der Komponentenauswahl und allem weiteren geholfen haben und wünsche euch alles Gute.

Liebe Grüße,
Sven

Du sag mal. Wahrschein blöde frage. Warum hast du beide Modulleingänge vom Micro WR benutzt.

Ich bin aktuell in der Plannung eine Batterie an mein bestehendes Balkonkraftwerk anzuschliessen. Dies möchte ich aber mit einen 24V Batterie umsetzen. Mein BKW ist an einen Hoymiles 1500 angeschlossen der wiederum über OpenDTU gesteuert wird. Mein Ziel ist es, das in erster linie das Haus bedient wird und der Überschuss in die Batterie geht. Wenn dann noch etwas übrig bleiben sollte, kann es gerne ins Netzt. Weisst du wie das umsetzen kann. Geht das mit deinen Projekt?

Danke dir schon mal!!

In der Theorie soll das die Auslastung gleichmäßig verteilen und so einem härteren Verschleiß entgegen wirken. Ob es das in der Praxis auch wirklich tut, weiß ich selbst nicht und habe hierzu auch keinerlei Erfahrungsberichte lesen können.
Ich würde dir zu mehr als 24 Volt raten, da die Kabelquerschnitte bei einer so vergleichsweise niedrigen Volt-Zahl deutlich größer sein müssen, um deinen Hoymiles 1500 ausreichend zu versorgen.
Laut Datenblatt benötigt dein Wechselrichter eine Einschaltspannung von 22 Volt. Wenn du LiFePO4-Zellen nimmst und ein 24-Volt-System bauen möchtest, können diese Zellen auch nur bis zu 2,5 V * 8 = 20 Volt in der Summe betragen. Das würde knapp nicht mehr ausreichen, um die Einschaltspannung deines Wechselrichters zu triggern, aber die Batterien wären zu dem Zeitpunkt sowieso leer...
Aber wie gesagt würde ich dir zu etwas mehr Volt raten, es sollten schon mindestens 36 Volt sein.
Ich rechne dir mal kurz die Kabelquerschnitte mittels Kabelquerschnitt für Gleichstrom berechnen aus:
--- 8 Zellen ---
1 Meter Kabelweg, 800 Watt, 24 Volt = ~2,5 mm²
1 Meter Kabelweg, 1.000 Watt, 24 Volt = ~3,1 mm²
1 Meter Kabelweg, 1.200 Watt, 24 Volt = ~3,8 mm²
--- 12 Zellen ---
1 Meter Kabelweg, 800 Watt, 36 Volt = ~1,1 mm²
1 Meter Kabelweg, 1.000 Watt, 36 Volt = ~1,4 mm²
1 Meter Kabelweg, 1.200 Watt, 36 Volt = ~1,7 mm²
--- 16 Zellen ---
1 Meter Kabelweg, 800 Watt, 48 Volt = 0,62 mm²
1 Meter Kabelweg, 1.000 Watt, 48 Volt = 0,77 mm²
1 Meter Kabelweg, 1.200 Watt, 48 Volt = 0,93 mm²

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Projekt!

Liebe Grüße,
Sven

Moin Leute,

Ein kleines Update, wie es mit meinem Projekt derzeit aussieht:

Letztes Jahr hat mein Balkonkraftwerk trotz teilweiser Abriegelung (Float) des Victron Ladereglers und der leicht verspäteten Inbetriebnahme des LFP-Akkus erst ab dem 11. Februar ca. 826 kW/h in meine Batterie und den TSOL-Mikrowechselrichter geschoben (die verschenkten Abzüge wurden herausgelassen), während der Stromimport nur bei 472 kW/h lag. Das ist doch eine recht hohe Autarkie, wie ich finde.

Details zur Autarkie im Jahr 2025
Monat Erzeugung (kW/h) Bezug (kW/h) Autarkie (%) Ersparnis (€)
Januar: 37,4 109,0 25,5 37,4 * 0,35 = 13,09
Februar: 57,98 72,1 44,6 57,98 * 0,35 = 20,29
März: 84,6 29,6 74,1 84,6 * 0,35 = 29,61
April: 79,43 13,3 85,7 79,43 * 0,35 = 27,80
Mai: 91,00 11,3 88,9 91 * 0,35 = 31,85
Juni: 97,33 28,4 77,4 97,33 * 0,35 = 34,07
Juli: 87,08 4,4 95,2 87,08 * 0,28 = 24,38
August: 88,50 7,5 92,2 88,5 * 0,28 = 24,78
September: 79,54 27,4 74,4 79,54 * 0,28 = 22,27
Oktober: 55,96 47,2 54,2 55,96 * 0,28 = 15,67
November: 40,66 52,9 43,5 40,66 * 0,28 = 11,38
Dezember: 27,16 68,9 28,3 27,16 * 0,28 = 7,60
Gesamt 2025: 826,64 kW/h 472 kW/h 63,7 % 258,79 €

Abzüglich der nicht mehr funktionierenden und ersetzten openDTU (–30 €) und zwei neuer SD-Karten (–9,09 €; nur für den Fall der Fälle) macht das eine Gesamtersparnis von 219,70 €.

Zwischenzeitlich nahm ich kurz am 11. April ‘26 zusätzlich zum TSOL den Mikrowechselrichter APsystems EZ1-M in Betrieb bzw. wollte dies tun, aber er schwankte extrem und lieferte nur maximal ca. 550 Watt, obwohl er eigentlich sogar bis zu 800 Watt liefern sollte. In der App konnte man auch nichts freigeben oder freischalten/upgraden. Außerdem fiepte er sehr unangenehm hochfrequent und das selbst bei kleinsten Leistungsabgaben. Also ging das Teil wieder zurück und am 23. April schloss ich zusätzlich den Mikrowechselrichter Hoymiles HM-600 an. Gott sei Dank hat er einen internen Verpolungsschutz, denn ich habe ihn versehentlich verkehrt herum angeschlossen. Bei diesen MC4-Kabeln in Kombination mit einem weiteren DC-Leitungsschutzschalter kommt man echt schnell durcheinander… und ich habe schlicht nicht ausreichend aufgepasst. Nun habe ich beide Mikrowechselrichter parallel im Einsatz, wobei der TSOL die meiste Zeit 0 Watt einspeist und sich nur dazu schaltet, wenn die angeforderte WR-Gesamtleistung zwischen 600 und 800 Watt liegt. Je nach dem wie viel gewünscht ist, teilen sich die beiden die Last dann auf.

Als nächstes Projekt würde ich die Ersparnis weiter auf die Spitze treiben:

Ein dynamischer Stromtarif soll her, am liebsten von aWATTar. Die Gesamt-Monatsgebühren von ca. 15 € sind vergleichbar mit den Monatsgebühren mit dem derzeitigen Anbieter zu meinem klassischen Stromtarif (14,73 €). Einzig die einmalige Installation wird etwas zu Buche schlagen.
Ich warte noch auf die Rückmeldung des Messstellenbetreibers und ich hoffe, dass ich eine Zusage erhalte, ansonsten wird mein weiteres Vorhaben wohl auf Eis bleiben.

Denn mit dem dynamischen Stromtarif möchte ich meinen relativ großen LFP-Akku vor allem nach einigen sonnenarmen Tagen und im Winter gezielt mit günstigem Strom füllen und vorwiegend in sehr teuren Zeiträumen wieder im Sinne der Nulleinspeisung abgeben.

Was meint ihr, wird es da bei meinem Setup ein Problem mit dem Labornetzteil geben (bezüglich Anschluss an die Stromschienen, Sperrdiode[?], …) oder wird eher die geringe Leistungsaufnahme von gerade mal 5 Ampere also < 300 Watt das Problem sein?
Ich bin wie immer sehr gespannt auf eure Meinungen!

Liebe Grüße,
Sven

Naja relativ groß heißt 30 oder 50kWh? Mit dem kleinen Netzteil bist ne Woche am laden

wenns klein und billig sein soll vielleicht sowas, staplerzubehör

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Moin @tageloehner !

Danke für deine Antwort.

Meine 16 LFP-Zellen haben einzeln je ~280 Ah und in Summe macht das bei 51,2 V ca. 14,336 kWh – großzügig nach unten und oben 3-5 % als Puffer eingepreist sind das ca. 13,5 kWh. Für ein kleines Balkonkraftwerk mit 2 Modulen (á 440 Watt) und ca. 880 Wp finde ich das schon leicht überdimensioniert. Einige dunkle Tage machen mir kaum was aus, mein Verbrauch liegt nämlich bei 2 – 4 (manchmal auch 5) kWh pro Tag und an einem perfekten Tag produzieren meine Module 5,5 – 6 kWh. :slight_smile:

Meinst du, ich könnte das verlinkte Labornetzteil als Ladegerät zweckentfremden oder wäre das keine gute Idee?
Ansonsten würde ich mir das von dir verlinkte Ladegerät näher anschauen bzw schauen, ob ich es auch auf deutschen Plattformen relativ preiswert oder vielleicht gebraucht ergattern kann. Es eilt ja nicht und ich warte immer noch auf meinen Messstellenbetreiber. Ohne seine Genehmigung für das intelligente Messsystem geht sowieso nichts. :frowning:

Liebe Grüße,
Sven

Ich halte 15kWh für die passende Größe für ein Balkonkraftwerk, eben weil man damit wenigstens 1 Regentag weit kommt.

Theoretisch geht das schon, Diode zwischenschalten, 5A entspricht 56h von 0 auf voll. Rechnet sich Tibber bei dem kleinen Bedarf? Wie viele Stunden am Tag ist “ladezeit”?

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Tibber würde ich nicht nehmen, die haben mir aber auch direkt eine Absage erteilt (wegen fehlendem WLAN im Keller und angeblich nur eingeschränktem LTE, obwohl ich dort laut Smartphone vollen Empfang und eine schnelle Datenverbindung habe).

Zum Beispiel am 1. Mai diesen Jahres hatten wir richtig gute Börsenstrompreise zur Mittagszeit: -49,9 Cent und -47,5 für je eine Stunde, davor und danach auch noch je 2 Stunden teils sehr deutlich im Minus. Da würde ich sogar effektiv Geld zurückbekommen bzw. Guthaben aufbauen, obwohl ich meinen Speicher für schlechte Zeiten fülle, den Trockner anschmeiße und das mobile Klimagerät laufen lasse… verrückt.
Heute am 8. Mai sieht die Sache schon anders aus:

Meine Netzangaben betrügen ca. 16,22 Cent; rechnen wir einfach mal konservativ mit 17 Cent:

Börsenpreis (Netto) + Netz/Abgaben + 19 % MwSt Endpreis (Brutto)
-40 Cent + 17 Cent * 1,19 = -27,37 Cent
-20 Cent + 17 Cent * 1,19 = -3,57 Cent
-10 Cent + 17 Cent * 1,19 = 8,33 Cent
0 Cent + 17 Cent * 1,19 = 20,23 Cent
5 Cent + 17 Cent * 1,19 = 26,18 Cent
10 Cent + 17 Cent * 1,19 = 32,13 Cent
15 Cent + 17 Cent * 1,19 = 38,08 Cent

Bei angenommen 20 % Wandlungsverlusten (100 % AC → 85 % DC → 95 % AC = ~80 %) würde ich bei einem Börsenstrompreis bis 5 Cent sparen und alles unter 5 Cent wäre sogar eine kleine Goldgrube. Natürlich scheint im Winter kaum die Sonne, aber wenn es da mal windstarke Tage gibt, würde ich den Speicher auffüllen und bei negativen Endpreisen die Verbraucher anwerfen. :slight_smile:

In der Summe dürfte keine große Ersparnis zu erwarten sein, ich sehe das alles sowieso mehr als Hobby und kleines Projekt, auch wenn ich mit meinem Verhalten gerne die Energiewende vorantreiben bzw. das Netz unterstützen und fördern möchte.

Liebe Grüße,
Sven

OK. In Österreich rechne ich mit 14-15ct Netzkosten. Ich will meine Stromrechnung nicht größer machen zum Nutzen anderer. Die Spreizung am Wochenende ist durchaus mal groß, heute aber nur bei gut 10ct. Ich habe eine Idee, wie ich bei mir Boiler 690W und Lader 150 oder 300W ab -15ct einschalte und dann (weiß noch nicht genau wie) den WR aus und dazu die teuerste Stunde den WR auf max. Produktion. Das muss bei mir alles in der eh eingeschalteten Technik laufen, shelly und openDTU oB, damit nicht noch zusätzlicher Stromverbrauch dazukommt

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