DIY 12 kW PV + 12kWh Speicher

Hallo an alle,

ich plane eine DIY-PV-Anlage auf meinem Satteldach mit Aufsparrendämmung.

Hierfür habe ich bereits eine genaue Vorstellung wie ich alles Errichten will.

Hoffe hier aus der Comunity sehr, dass mir Vorschläge gemacht werden oder andere Komponenten angepriesen werden.

Aktuell plane ich für 2027 eine PV-Anlage auf mein Wohnhaus zu machen (ca. 27-31 Module, je nach Größe der Module). Werde Bifaziale Module wählen. Zudem plane ich aktuell das System von SolarEdge, da ich hier mit einem großen Baum und Verschattungen zu kämpfen habe.

Hierfür werde ich wohl mit der Zeit gehen und den SolarEdge Nexis wählen zusammen mit den Optimirern.

Zukaufen muss ich noch ca. 50m 6mm² DC-Leitung und werde die WR samt Speicher im Heizraum oder in der Garage, nahe des Stromkastens instalieren.

Weiterhin darf ich den Stromkasten erneuern und Tiefenerder verlegen. Darauf freue ich mich schon….. garnicht.

Der Schrank ist schon da, muss aber noch ausgebaut werden. Hier fehlen SLS, Kom-Feld, SPDD und die Hauptsicherung. also quasie ein leerer Schrank, der geweckt werden will.

Da ich schon die Kommentare spüren kann:

  • nein ich bin kein eingeschriebener Elektriker
  • ja ich bin Elektriker
  • Ja ich habe schonmal eine PV-Anlage errichtet und in Betrieb genommen
  • Ja ich bin mir der gewährleistung und den Aufwand mit dem Netzbetreiber bewusst.

Habt ihr eventuell ebenfalls gute Systeme und könnt günstige Komponenten vorstellen, bzw zuverlässige?

Ggf. auch günstige Shop seiten. Hab bisher nur bei “photovoltaik4all.de” gute Preise gefunden.

Aktuell geschätzte gesamtkosten für das System liegt bei rund 15.000€ (1.300€ WR; 6.100€ Speicher, 2.200€ Module, 600€ Notstromschalter, 2.000€ UK, 2500€ Zubehör und Optimirer)

Da musst du dich richtig schlau machen bezüglich der Befestigung der Befestigungshaken der Schienen. Das Problem ist, dein Sparren liegt 10-16cm tiefer als der Haken. Die Dämmung ist weich und nimmt keine Kräfte auf. Die obere Folie wird durchstochen und somit besteht das Risiko von Feucht in die Dämmung. Also alles nicht ganz ohne.

Zum Zählerschrank eine Anmerkung, teile deine Elektrik auf in zwei Schränke:

A.) Nur Zähler, SLS, Trennschalter, APZ, RFD, Smartmeter
B.) Alles was deine Hausverteilung betrifft
und von A nach B 5x16mm²

Begründung, in A darf der Netzbetreiber reinschauen. in B hat er nicht mehr zu melden.

Noch ein Tipp zu Aufstellung, bevorzuge den Heizraum es sei den du bist sicher das die Garage nie unter +10°C kommt. Die Batterie mag werder hohe (>25°C) noch niedrige (<0°C) Temperaturen. Die genannten +10°C deshalb weil darunter oft die Stromstärke für das Laden beschränkt wird.

Ich habe eine Aufdachdämmung mit 140mm PU Alukaschiert mit Konterlattung befestigt.
Da drückt nichts weg.
Die Dachhaken für die Schienen sind durch die Konterlattung und Aufdachdämmung mit den Sparren verschraubt, das hält wie Bombe.
Einzig beim Schrauben muss darauf geachtet werden, dass man die Schraube gerade ansetzt.

Beim Schaltschrank wurde bei mir auch einfach ein neuer Zweiter gesetzt und der alte wurde dann zur Unterverteilung - das hat Zeit und Geld gespart.

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12kWh Akku für 6100€? Auf keinen Fall.

Ich würde wieder was anderes vorschlagen, auch wegen der deutschen Situation.
Ich würde einen viel größeren Wechselrichter nehmen, vielleicht den Deye Hybrid SUN-20K-SG05LP3-EU-SM2. Der kostet 1000€ mehr. Kann aber Niedervolt-Akkus. Der Vorteil dieses WR? Der kann pro Phase einfach viel mehr liefern. Selbst wenn du nur weniger Module anschließt kannst du, wenn aus dem Akku entnommen wird, viel mehr Leistung entnehmen.

Als Akku bekommst du für knapp 3200€ schon 32kWh. Vielleicht würde ich 2x16KWh nehmen, dann kannst du auch die ca. 350A Peak aus dem Akku entnehmen, das sind 16,8KW. Damit sollte beim Haus alles abgedeckt sein außer du hast Warmwasser über Durchlauferhitzer…

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Ich würde hier auch zu einem NV-Akku raten, kosten bei gleicher Leistung/Kapazität ca. 1/3 der HV-Akkus. Und wir haben uns auch für einen 15 kW Deye-Hybrid entschieden und sind bis jetzt und einige Anlaufschwierigkeiten sehr zufrieden. Bis ca. 4 kW läuft das Ding auch ohne Lüfter und ist auch bei 12 kW noch recht leise.

Wenn Du eine Palette Module nimmst, sparst Du auch nochmal einiges (36 Module), die restlichen ständerst Du im Garten oder auf Carport, Gartenhaus etc. auf oder nimmst sie als Zaun-PV. Das bringt im Winter nochmal einiges. Ob diese Optimierer so viel bringen bezweifle ich etwas. Geschickt aufgebaute und verteilte Strings bringen m.E. mehr, je nach Situation. Achte darauf, dass der WR genügend MPPT-Eingänge hat und die Eingangsspannung zur Stringplanung passt. Achtung: die höchsten Spannungen gibt im Winter an klaren, kalten Tagen! Sowohl die MPPT-Startspannung als auch die max. Leerlaufspannung (bei -20 Grad) müssen passen.

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Hab den mal gesucht.

Scheint so als wäre der nicht Notstromfähig, bzw Inselbetriebfähig oder? (ja ist nur ein minimaler zustand, wenn er mal eintrifft, aber man will ja vorsorgen, wenn möglich)

Was für Akkus könnt ihr da empfehlen? Hab noch nicht explizit nach welchen gesucht gehabt. BZW woher bekommt man die gut und günstig?

Und was die Module angeht: ja die überlegung eine Palette zu holen ist da. Nur gibt es da noch die Chefin, die es garnicht gut findet, wenn ihre Garage als dauerhaftes Materiallager umfunktioniert wird^^)

Was den Einbau angeht vom Speicher angeht, dann werde ich wohl auf den Kompromiss eingehen, den in der Garage zu platzieren und dafür im Winter nicht die vollen 100% Leistungen zur verfügung zu haben. ggf. finde ich noch einen Platz, der besser Temperiert ist, aber nah am Zählerschrank ist.

Doch, die Deye-Hybriden sind notstromfähig! Du mußt die Hauslast dazu an den Lastausgang hängen. Bei Netzausfall schaltet der Deye dann in den Inselmodus und brückt intern N mit PE.

@paddy72 danke für die info. also ist der sogar inselnetzfähig?!? das wäre ja mega geil.

Weiter ist noch ne Frage: Kann man mit dem WR auch Verbräuche und Erzeugung tracken?

Also da ich ehh vorhab mein gesamtes Objekt auf die Notstromausgänge zu hängen, sollte das ja eventuell integriert sein oder?

gibt es hier ne app oder so?

Fühle mich bei dem Wechselrichter richtig wie ein Kind, was noch nicht weiß, ob das Geschenck wirklich für einen selber ist^^

Und die Akkus die ich gefunden habe, sind ja wirklich…. krassssss.

Habe hier vorerst mich für den Akku entschieden, wenn das System so kommt: 20kWh akku

Wenn ich den so kaufe, werde ich doch hoffentlich keine extra Maßnahmen für den Speicheraufbau haben oder? (Verkabelung im Speicher, Leistungsabgleich oder anderes)

Und welche Verbinder benötige ich dann von Speicher zum WR? Habe bisher immer nur Sets angeschaut, das hier DC-Seitig nicht schief gehen kann. Aber so ist das etwas anders.

Wo wir gerade dabei sind. habt ihr ein paar gute Seiten, wo man die UK gut Planen kann? Da ich hier einen Überstand von ca. 11cm bei den Dachziegeln habe, benötige ich hier etwas längere Halter. Habt ihr auch hier empfehlungen?

Also meine aktuellen Kostenschätzungen sind von 15.000€ auf unter 10.000€ gesunken. jetzt steht und fällt es mit der UK^^

Naja, über die mitgelieferten CTs (current transformer), die Du direkt hinter dem Zähler auf den 3 Außenleitern montierst, wird sowohl der vom Netz bezogene, als auch der eingespeiste Strom gezählt und Du kannst den WR dann auch mit Nulleinspeisung (zero export to CT) betreiben und kein Haken bei ‘solar sell’. Du kannst aber auch die Einspeiseleistung beliebig begrenzen etc. etc.

Als App gibt es die Solarman App von Deye mit einem Standardupdateintervall von 5 min. - d.h. du siehst die Daten 5 min. verzögert, gemittelt. Das ist bei vielen anderen Apps, die über eine Cloud laufen, ähnlich. Du kannst es aber auch lokal auswerten und mit Home Assistant alle möglichen Kunststücke machen, bis hin, dass du bei Überschuß das Warmwasser heizt oder das Auto lädst etc. etc. Dazu muß man sich aber mit HA beschäftigen und braucht noch einen Zwischenrouter o.ä. - da kenne ich mich nicht wirklich aus.

Du kannst dir vom Deye Support das Update Intervall wohl auch auf 1 min. setzen lassen, dann hast Du etwas genauere Daten. Die App bietet auch div. Berichte auf Tages-, Monats- und Jahresbasis und Gesamt. Batterie Laden geht natürlich auch mit einem Hybrid-WR und von Batterie ins Hausnetz einspeisen ebenfalls :wink:

Danke erstml an alle.

Jetzt muss ich noch Folgende Sachen klären:

Passende Batt-Kabel: ob es die vorkonvektioniert gibt oder man die selber Basteln muss.

UK-Planer: Habe bisher nur Kosten für normale Dachüberstände gefunden. Ggf. werde ich mit einem Ortsansässigen Dachdecker reden wegen Dachhaken setzen lassen, weil das Schon sehr heiß ist und so. Oder ihr habt hier auch eine Ultimative lösung.

Kannst auch nochmal Victron anschauen als Alternative zu Deye. Ist modularer, dadurch quasi unbegenzt erweiterbar und ohne China-Cloud. Für den DIY-Nerd die Königsklasse.

Die giebts vorkonfiguriert. Selber bauen sollte für Dich aber kein Problem sein, Presszange + Kabelschuhe + Schrumpfschlauch. Die sind halt der größte Nachteil von NV Akkus weil 50mm² oder mehr je nach Akku(s) und WR, möglichst kurze Wege ist wichtig. Wenn mehrere Akkus und/oder WR im Spiel sind dann brauchts auch noch Verteilschienen und Sicherungen.

Ich weise noch einmal darauf hin. Einen Akku zu nehmen oder zwei Akkus, bei zwei Akkus kann man mehr Leistung entnehmen. Bei den von dir ausgewählten 20kWh sind es 200A kontinuierlich. Also 10KW.

Würdest du die hier nehmen, 2 Stück:

dann hast du max. konstant 160A + 160A = 320A = ca. 15,3KW. Ja es kostet mehr. Aber je nach Anwendung kannst du mehr Leistung herausholen.

Aber einfacher wird es, je genauer du beschreibst welche Anforderung du hast und was du machen willst.

PS:

@andreash
Du brauchst auch für den Deye keine China-Cloud. Einfach mit HomeAssistant anbinden.

Ja geht, halt dann komplett ohne. VRM Portal ist halt in der EU gehostet.

Für die Leistung kann man alternativ auch einen dicken Akku nehmen z. B. sowas: https://www.eelbattery.com/EU-Stock-EEL-48V-MB56-DIY-Vertical-Energy-Storage-Box-Kit-300A-JK-Smart-Inverter-BMS-For-Solar-Energy-Storage-Off-Grid-Backup-Pre-sale-p6895971.html

Kommt Kostenmäßig fast aufs gleiche raus, weniger Kabelei nötig.

Letztlich gemäß 0.5 C einfach die Hälfte der Akkukapazität: x kWh -> x/2 kW
Außer das BMS oder der WR limitiert einen noch weiter.

Kann aber halt auch recht schnell zu einem echten Schlachtfeld an der Wand ausarten, wenn man dreiphasig arbeiten will und vielleicht auch noch Victron MPPTs einsetzen will ...

(Hab auch einen Mutliplus-2 zusammen mit dem Cerbo GX, nen Fronius Symo und nem bereits vorhandenen und sinnvoll nutzbaren Solis 4G an der Wand hängen.)

Schon klar, kommt halt auch drauf an ob man den Platz hat und Bock auf einen Technik-Tempel.

Bau grad ein 3 Phasen 18kVA System mit 3x Multi RS 6000. Da hält sich das noch in Grenzen, 6x 450V MPPTs gleich mit an Bord. Die gesammelten Werke rund ums Haus laufen alle mit Hoymiles Microwechselrichtern, die kann man ja auch recht gut einbinden.

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