ich plane die Anschaffung einer Single-Split-Klimaanlage für meinen 27 m² großen Spiele-Keller (KfW 55 Standard, Betonwände, außen schaumstoffgedämmt, kein offizieller Wohnraum, aber für die Kids zum Spielen).
Das Nutzerprofil wirft bei mir Fragen zur Dimensionierung auf:
Heizen: Der Keller soll im Winter primär kurzzeitig aufgeheizt werden. Wegen der hohen thermischen Masse des Betons tendiere ich hier zu 3,5 kW, um schnell gegen die kalten Wände anzukommen.
Kühlen/Entfeuchten: Im Sommer steht die Entfeuchtung im Vordergrund. Da der Keller ohnehin kühl ist, habe ich Bedenken wegen starkem Takten und schlechter Entfeuchtungsleistung bei Überdimensionierung.
Den angrenzenden Waschkeller (25qm) würde ich ebenfalls entfeuchten wollen und per Ventilator in einem bestenden Loch in der Wand thermisch verbinden. Heizen im Winter ist für den 2. Raum nicht erforderlich.
Ich liebäugle aktuell mit einer günstigen Daikin (Siesta) aus Italien.
Die Frage: Ist eine 2,5 kW Anlage hier der bessere Allround-Kompromiss (bessere Mindestmodulation beim Entfeuchten im Sommer), oder verhungere ich damit im Winter beim Versuch, den Beton-Keller zügig warm zu bekommen? Wie sind eure Erfahrungen?
Ich habe aktuell eine 3.5KW Mitsubishi Electric unter genauster Beobachtung. Die ging runter bis 30W Aufnahmeleistung und lief immer noch im Kühlbetrieb. Da gibt es keine Grund, eine 2.x-Variante zu wählen. Bei den Billigdingern mag das anders aussehen, weil es nervt, wenn die zu sehr zum Takten neigen. Im Winter kühle Räume schnell behaglich machen, funktioniert mit den Dingern binnen Minuten. Denn man steht nach 10min in einem warmen Luftstrom, selbst wenn die Wände noch bitter kalt sind. Dann darf es powermäßig auch gerne ein bisschen mehr sein.
Kann ich nicht sicher sagen, ob der Kompressor noch lief. Die Ausblastemperatur am Innengerät war aber um die 10°C herum, was ohne Kompseeor nicht lange geht. Das Gerät lief aber auch stundenlang kühlend mit 50W. Dabei kann ich garantieren, daß der Kompressor noch lief.
Da ich die Anlage vermutlich nur zum Entfeuchten und 20 Tage Heizen brauche tendiere ich zum günstigsten Daikin Gerät: DAIKIN RXC35E + FTXC35E gibts grade bei Shopclima für 480€ (mir fällt grade auf, dass das die Sensira ist, sorry!). Bin aber für alternative Tipps dankbar!
Die Billig-Daikins nehmen sich alle nicht viel, aber es scheint einen leichten Vorteil für die ATXF zu geben. Zumindest so mein Bauchgefühl mit allem, was hier im Forum so geschrieben wurde.
Saisonale Preisschwankung sind bei Dagimarket sehr gering, richtig? Es ist also nicht vielversprechend mit der Bestellung zu warten, bis die Kühlsaison vorbei ist, oder?
Problematischer ist vermutlich eh der Installateur, der sicherlich grade alle Hände voll zu tun hat…
nachdem ich dieses Youtube-Video gesehen habe, hinterfrage ich grade nochmal meine Klimaanlagen Idee.
Zur Motivation:
Ich habe einen Spielekeller, der mäßig genutzt wird (~30 Tage im Jahr; Tendenziell bei schlechterem Wetter), dabei etwas geheizt und ebenfalls entfeuchtet werden muss. Aktuell habe ich einen 15€ Heizlüfter und das Entfeuchten kommt zu kurz, was ich ändern muss. Zusammengefasst: Bevor ich jetzt 150€ in einen Entfeuchter investiere und die nächsten 15 Jahre mit mit Wirkungsgrad 1 (=Heizlüfter) heize, investiere ich lieber in eine günstige, aber anständige Splitklima von Daikin.
Anlage steht im Kölner Raum, also eher feucht warmes Wetter, unter -10 Grad nur in Ausnahmen.
Bedenken laut Video (finde ich sachlich/informativ, nicht als Panikmache):
Abtau-Vorgänge: Wie sehr werde ich das merken, wenn ich den Raum nur Stundenweise zum Spielen heizen will? (Ich weiß: Schwer zu beantworten...kommt auf Außentemperatur an, wo ich mir beim Usecase selber nicht sicher bin)
Wirkungsgrad: Wird bei sinkenden Temperaturen schlechter, ist klar! Aber: Auch bei ungünstigen Temperaturen, bin ich immer deutlich über dem Wirkungsgrad von 1 des Heizlüfters, richtig? Auch wenn die billigen Daikins nicht auf Heizen optimiert sind.
Kernfrage: Bin ich mit einer günstigen Daikin Split Klima (ATXC35E + ARXC35E, Eurovent) für eine sehr begrenze Anzahl an Tagen im Jahr wirklich deutlich besser dran, als mit Heizlüfter & Entfeuchter?
Das die nur im Sommer entfeuchten kann, weil das nur im Kühlbetrieb funktioniert, ist dir klar?
Abtauvorgänge: Gehören zu jeder Luftwärmepumpe mit dazu. Die Tage, wo die vermehrt abtauen muss, sind oft erstaunlich wenig, also eher so 2-4 Wochen pro Winter. Praktisch ist es dann einfach so, als würdest du alle 30-90min mal für 5 min den Heizlüfter ausmachen. Sehe ich alles unproblematisch.
Vom Verbrauch auf jeden Fall. Ob sich das rechnet, das musst du einfach mal durchrechnen. Liegen die 30 Tage überhaupt in der beheizten Zeit?
Hängt auch stark davon ab, ob du es selber machen kannst oder du einen teuren Handwerker bezahlen musst.
Danke für den Hinweis! So richtig war mir das nicht klar
Nach meiner Recherche funktioniert das Entfeuchten im entsprechenden Modus bis mindestens 10 Grad Außentemperatur (und darunter) zuverlässig.
Ist er kälter, müsste ich Heizen und Stoßlüften, womit ich die Feuchtigkeit auch sehr zuverlässig weg bekomme.
Also Fazit Entfeuchtung: Immer machbar, nur durch Stoßlüften mit mehr manuellem Aufwand verbunden, als vorab gedacht.
Einwände?
Lüften musst du ja eh und Stoßlüften wäre das energieeffizienteste. Wenn also das normale nötige Lüften ausreicht, ist alles gut.
Die Frage ist auch, wo die Feuchtigkeit überhaupt herkommt. Bringen das dort nur Menschen ein, hast du kein Problem, wenn sich niemand dort aufhält, dann muss dort weder geheizt noch entfeuchtet werden.
Ansonsten gilt: Entfeuchtung mit einem separaten Entfeuchter ist immer deutlich billiger, als heizen. Wer also zu hohe Luftfeuchte loswerden will und nur deshalb heizt, verbraucht sehr viel unnütz an Energie.
Das ist ein Grund, warum bei uns im Winter oft 2 Luftentfeuchter laufen. Dadurch sparen wir jede Menge Heizkosten. Beispiel Schlafzimmer, was wir nur selten heizen, aber die Feuchtigkeit muss raus.
Entfeuchten mit Split-Klima: Das ist ein Nebenprodukt der Kühlung, weil hier Feuchtigkeit der Luft kondensiert. Entfeuchten heißt also immer, dass du Wärme aus dem Raum herausbeförderst. Das macht natürlich nur so lange Sinn, wie du Wärmeüberschuss drinnen hast. Entfeuchten, um danach heizen zu müssen, macht energetisch gesehen keinen Sinn. Dann besser einen Entfeuchter.
Die typischen Wärmepumpenentfeuchter machen eigentlich genau das gleiche, wie eine Split-Klima, allerdings befindet sich hier Innen- und Außengerät im gleichen Gehäuse. Damit wird Wärme nicht nach draußen befördert, sondern bleibt im Raum. Es gibt keinen Wärmeverlust, im Gegenteil: Die Abwärme erwärmt den Raum etwas und bei der Entfeuchtung von Luft entsteht auch zusätzlich noch etwas Wärme.