Differenz Eingangsspannung - Akku: nicht im unteren Grenzbereich betreiben

Vermutlich werden jetzt viele hier die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber wenn man sich sein Solar-System selbst erarbeitet, aus einer Balkonsolaranlage, dann vergrößern, dann Akku dazu usw., kann man über eine bedeutende Kleinigkeit stolpern:

Man könnte meinen (im speziellen ich), dass, wenn das Solar-Panel eine Ausgangsspannung über 30 V hat, damit ein 24 V Akku geladen werden kann. Wie ich feststellen musste, ist das nur bedingt so. Mein Victron Bluesolar MPPT 150/70 arbeitet erst ab einem größeren Spannungsabstand effizient.

Mich hat gewundert, warum die Spitzenleistung von 4 parallel geschalteten 410 W Panelen selbst bei besten Bedingungen laut Bluesolar nicht über 900 W geht.

Bis ich mal testweise 2 2er-Strings in Reihe geschaltet habe und dann etwa 70 V am Eingang des Victron anlagen.

Seitdem ist mein Solarertrag dramatisch höher und die Spitzenwert liegen an sonnigen Tagen bei knapp 1300 W.

Leider habe ich bisher bei Victron außer der Aussage, dass mindestens 5V Abstand sein sollen, keinen Hinweis darauf gefunden, dass höhere Spannungen besser seien. (Ehrlich gesagt habe ich auch den 5V Hinweis nicht wahrgenommen.)

Kennt jemand dazu Zahlen? Wirkungsgrad - Spannungsdifferenz? Wäre interessant.

ja eh 30V Panels kriegen eine 24V Batterie im Sommer nicht voll, nicht mal direkt angeschlossen. Temperaturgang beachten

Das sind Abwärtsregler. Brauchen 2 bis 5 V Differenz. Hat mit Wirkungsgrad nichts zu tun.

(Wenn du aus der Flasche in ein Glas eingiesst, muss der Spiegel in der Flasche höher sein)

Das Handbuch schreibt irgendwo im Kleingedruckten was von max. 30A je MC4 Eingang, was zumindest zu 30V x 30A = 900W passen würde.
Allerdings ist unklar, ob die damit nur die Maximalbelastung der Stecker meinen, oder ob da tatsächlich nicht mehr als 30A gezogen werden.

Oliver

Im Datenblatt steht relativ eindeutig und auch nicht gerader super klein mit +5V Startspannung und +1V Im Betrieb.

Aus eigener Erfahrung mit 2x435W Panels (auch um die 30Vmppt) an MPPT 100/20 und 8s LiFePo4 kann ich berichten, dass das problemlos funktioniert.

Sprich die 20A vom Laderegler auch ankommen.

Vier ist halt mehr als zwei. Das könnte den entscheidenden Unterschied machen.

Oliver

Alle Wechselrichter und Laderegler (wie der Victron MPPT) haben eine min. Eingangsspannung, einen Arbeitsbereich und einen optimalen Arbeitsbereich. Selbst wenn der MPPT bei 30 (oder 29)V anfängt zu wandeln, läuft er nicht in seinem Sweet spot. Bei einem 150/70er dürfte dieser deutlich höher liegen, als bei einem 100/20er. Meist ist der optimale Arbeitsbereich in der Nähe der oberen Spannungsgrenze, also grob 100-150V. Er wird aber auch bei 50V schon ordentlich arbeiten, aber eben nicht bei 30V. Das liegt einfach daran, dass die Entwickler versuchen den Wirkungsgrad zu optimieren und das geht eben nicht über einen großen Eingangsspannungsbereich bzw. ist deutlich aufwändiger. Alle DC-Wandler versuchen einen Wirkungsgrad von 90…95% zu erreichen, dies geht aber immer nur in einem kleinen Fenster von Eingangs- zu Ausgangsspannung. Wenn die Eingangswerte da deutlich abweichen, geht auch der Wirkungsgrad massiv zurück und liegt dann evtl. nur bei 30…40%. Habe ich alles schon selbst durchgemessen.

Ich würde hier tatsächlich dauerhaft 2S2P-Konfiguration fahren, was die Modulzusammenschaltung angeht. Wenn Umax bei 30V liegt, könntest Du ja auch problemlos 4S fahren, mit sicher besserem Wirkungsgrad. Was spricht dagegen es einmal auszuprobieren? Aber Achtung: bei 120VDC hast Du natürlich schon eine gefährliche Spannung, die tödlich sein kann! Bei 30V passiert eher nichts, 60V sind i.d.R. auch noch harmlos.