Deye SG05 15 kW: Knall bei Einschalten des DC-Schalters / Fehler F21 und F47

Hallo zusammen,

gestern wurde mein neuer Deye SUN-15K-SG05LP3-EU-SM2 vom Elektriker in Betrieb genommen. Leider ist dabei vermutlich direkt irgendwas im Wechselrichter kaputt gegangen und ich versuche gerade herauszufinden, ob wir irgendwas übersehen haben oder ob ich einfach Pech mit dem Gerät hatte.

Vor dem Einschalten hat der Elektriker die beiden PV-Strings direkt am Deye gemessen. Leerlaufspannung waren ca. 550 V und 620 V, Polarität hat bei beiden gepasst. Einen Erdschluss haben wir ebenfalls überprüft und nichts Auffälliges gefunden. Die Grid-Spannung wurde direkt an den Klemmen im Deye gemessen und war auch in Ordnung.

Batterie ist eine NKON ESS Eco 16 kWh. Die hatte ca. 52 V und die BMS-Kommunikation mit dem Deye hat funktioniert. Im Deye wurden plausible Werte angezeigt, unter anderem die 52 V Batteriespannung und ca. 180 A maximaler Lade-/Entladestrom.

Grundeinstellungen hatten wir vorher ebenfalls vorgenommen, also VDE-AR-N 4105, 50 Hz usw.

Dann wurde die PV-Seite über den DC-Drehschalter zugeschaltet und irgendwann in diesem Zusammenhang hat es im Deye einmal kurz geknallt und anschließend auch etwas geraucht bzw. deutlich verbrannt gerochen. Ich bin mir leider nicht mehr ganz sicher, ob es direkt beim Drehen des DC-Schalters geknallt hat oder erst kurz danach, als der seitliche ON/OFF-Taster gedrückt wurde.

Als erstes kam F21, kurz darauf F47. Später wurde auch noch F55 angezeigt. Seitdem haben wir die PV-Seite nicht mehr eingeschaltet. Nach Knall und Rauchentwicklung möchte ich ehrlich gesagt auch nicht einfach noch einmal 550/620 V auf das Gerät geben.

Was mich noch etwas beschäftigt, ist die AC-Verkabelung. Bei mir kann über einen Hager HIM404 (Grid – 0 – Ersatz) das komplette Haus auf den LOAD-Ausgang des Deye geschaltet werden. Zum Zeitpunkt des Fehlers war die Sicherung zwischen Deye LOAD und diesem Umschalter allerdings ausgeschaltet. LOAD sollte also komplett vom Haus getrennt gewesen sein. Am GEN hängt nichts.

Fotos vom Anschluss im Deye und vom Zählerschrank hänge ich an.

Hat jemand schon einmal einen ähnlichen Fall mit F21/F47 und anschließendem Knall/Rauch bei einem neuen Deye gehabt? Passt das zu einem Defekt im DC-Teil?

Und fällt euch anhand der Beschreibung bzw. der Fotos noch irgendein Installationsfehler ein, der so etwas verursachen könnte? Mir geht es vor allem darum, vor einem Austauschgerät sicherzugehen, dass nicht doch irgendwo bei der Installation etwas falsch ist und der nächste Deye direkt wieder kaputtgeht.

Danke euch!

Blöde Situation. was sagt denn dein Elektriker und was hat er bereits überprüft?

Anschluss deiner Strings

Beschreib bitte mal deine Strings genau, welche Module und wieviele?

Before connectng to PV modules, please install a separately DC circuit breaker betweeninverter and PV modules.

Deye fordert einen DC Circuit Breaker zwischen Modulen und Deye, wie hast Du das umgesetzt?

Uabhängig von deiner jetzigen Fehlersituation fällt mir auf:

Hager Lastumschalter

Ich sehe ich dort einen Hager HIM404, dem fehlt meines Wissens ein vorauseilenden Neutralleiters und er ist daher als Lastumschalter nicht geeignet.

Quellen findest Du online, beispielsweise Operation Hausspeicher – Hauptschalter nachrüsten mit zentraler Ausschaltfunktion UPDATE - meintechblog.de

Viele verwenden alternativ den Sontheimer, den habe ich auch verbaut.

Batterieströme

Warum sind 180A konfiguriert obwohl im Handbuch des Speichers 157A maximaler Strom genannt sind? Gerade auch dann wenn man ein dünnes 50mm Kabel verbaut hat, das vielfach nur bis 150A bei max. 5m Lietungslänge empfohlen wird.

BMS Kommunikationskabel, Batteriekabel, CT Klemmen

Warum wurde das Kabel nicht wie im Handbuch des Wechselrichters gefordert vier Mal um den Magnetring gewickelt?

Sind beide Magnetringe für die Batteriekabel vorhanden und gehen die richtigen Batteriekabel durch die richtigen Ringe? Es ist auf dem Foto nicht 100-prozentig zu erkennen, aber ich sehe dort keinen zweiten Ring.

Gleiche Frage für die CT Klemmen, auch dort kann ich den Ring nicht erkennen, Zu dunkel?

Viel Erfolg, drücke die Daumen!

Wieso hängen da überhaupt CT-Klemmen? Die gehören doch im Sicherungskasten und messen was das Haus verbraucht.

1 „Gefällt mir“

knallen und stinken ist nie gut,
meiste steht da oben schon der Hager kann dir einen 5-stelligen Schaden verursachen, die CT Klemmen müssen dahin wo sie was neues messen können, erwartet der Eli dass der WR keine internen CTs am Grid Anschluss hat?
was das DC knallen angeht schwer zu sagen man kann zwei Strings auch in reihe schalten und anstecken, dann knallt es... der WR hat 4 MPPT Anschlüsse und zwei MPPTs das ist unheimlich kompliziert...

Frage, als der Umschalter betätigt wurde, war der komplett spannungsfrei geschaltet? So weit im mich erinnere ist der Hager nur für komplett lastfreie Umschaltung gedacht. Der hat keinen vorauseilenden Neutralleiter, so kann es bei Umschaltung mit Last zu einer Sternpunktverschiebung kommen. Je nachdem wie stark grillt sowas gerne mal Elektronik.

Sorry gerade erst richtig und weitergelesen, der Hinweis kam ja schon. Außerdem dürfte das keinen Einfluss gehabt haben, da ja der DC Schalter das Problem war. Gibt es irgendwelche unzulässige Verbindungen zwischen N und PE ?

Wir haben den gleichen WR und die gleiche Batterie wie es scheint, eine NKon ESS Eco 16kWh. Bei uns gab es keine Probleme. Wir hatten den WR zuerst im reinen Grid-Betrieb ohne Batt. und später die Batterie zugeschaltet. Dazu den WR erst von der Last trennen (LSS im ZS zum WR öffnen, 3polig), den PV-Schalter hatten wir dabei eingeschaltet gelassen und dann zunächst die Batt. ausschalten (über BMS-Schalter und eingebauten LSS), Kabel polungsrichtig verbinden, dann LSS an Batt. ein und erst dann den BMS-Schalter eingeschaltet. Das Seplos BMS fährt wohl intern über einen Vorwiderstand hoch, d.h. es gibt keinen Kontaktfunken bzw. die Mosfets werden nicht gegrillt. Habe aber zusätzlich die Spannung an den Batterieklemmen über ein separates Netzteil hochgefahren, damit die Eingangselkos geladen werden.

War die Batt. bei Euch schon angeschlossen vorher oder getrennt beim Einschalten der PV? Sollte eigentlich keine Relevanz haben in dem Fall. Wir haben übrigens nur die Ferritkerne bei den CTs genutzt, für die Batt. habe ich sie ganz weggelassen, ebenso für Grid. Die sollen ggf. harmonische Störungen herausfiltern, funktioniert aber nur sehr bedingt, wenn man sich entspr. Testreviews dazu anschaut. Für die Funktion des WR spielen sie m.E. keine Rolle und sind hier sicher nicht ursächlich. Die CTs gehören aber definitiv in den ZS und zwar auf der Verbrauchsseite direkt nach dem Zähler. Sie sollen ja den Strom vom Netz bzw. zum Netz messen.

Es gibt 2 Versionen mit der gleichen Modelnummer!!!!! Welche die das N aufgedruckt haben, sind nach meinem Wissen mit vorauseilenden N versehen. Es gibt sogar Umbau-Sets von Hager meine ich.

Auf dem Foto ist also der korrekte verbaut.

Ich sehe die Haken nicht


Kannst Du mal bitte verlinken wo das steht. Laut Hager ist das ein 3P+N Umschalter ohne vorauseilenden Schaltkontakt für N und von einem Umbausatz sehe ich auch nichts auf der Homepage. Normalerweise ist das am aufgedrucken Symbol zu erkennen, da ist dann ein kleiner Haken am vorauseilenden Kontakt.

Edit: war zu langsam

1 „Gefällt mir“

Nochmal es gibt HIM404 mit und ohne vorauseilenden N. Entscheidend ist ob links und rechts der mit N versehende Trenner verbaut wurde. Das Grundkorpus kann ja nicht wissen was links und rechts verbaut wurde!

Hintergrund war sogar ein Beitrag bei meintechblog, welcher Hager dazu veranlasst hat, das Ganze zu prüfen und feststellen musste das der HIM404 nicht geeignet ist. Daraufhin haben Sie eine neue "Revision" rausgebracht und diese mit N gekennzeichnet um sie von alten fehlerhaften zu unterscheiden.

Deswegen ist der Hager aber immer noch zu teuer und viel zu breit
Es gibt exakt NULL Gründe sich so einen anzuschaffen

Ebenfalls nochmal, wo bitte steht das auf der Homepage ? Es gibt dazu außer von Dir keine Info's als bitte Links dazu. Danke

Edit: hier der Link zu der Diskussion MeinTechBlog Fazit: der Schalter ist nicht geeignet und es gibt auch keine neue Revision, sondern die Möglichkeit, dass sich Betroffene bei Hager melden.

frag bei hager an. die werden dir das mitteilen. alle andere ist sowieso unzuverlässig. die sagen dir auch wo du das umbauset herbekommst wenn du den alten kaputten reapeiren möchtest.

das muss jeder für sich entscheiden. ich werde mir auch keinen Ferrari kaufen. jemand anderes aber schon

Sorry brauch ich nicht. Laut Blogeintrag wurde von Hager der Umbau auf Krauss&Naimer bezahlt, damit dürfte das Thema klar sein. Außerdem ist an dem Schalter nichts kaputt, er ist nur für den Anwendungsfall ungeeignet. Damit hast Du mir aber aufgezeigt, dass Du das Problem nicht verstanden hast und somit auch keine Lösung dafür vorstellen kannst :wink:

Damit ist gar nichts klar. Es wird unterstellt dass es hier geknallt hat, weil es eine Phasen Verschiebung gegeben haben soll. Das würde bedeutet das beim TE vermutlich fast alles defekt sein müsste.

Ich hab in den Raum geworfen das das Problem meiner Meinung nach nicht sein kann, weil es die neue N-Variante ist. Die alten haben das N nicht auf aufgedruckt. Es gibt dazu auch infos im Internet zu finden.

Ich bin hier aber nicht in der Beweispflicht sondern werfe nur eine Info die mir vorliegt ein. Ich bin auch kein Verkäufer der für irgend ein Produkt wirbt. Ich halte die Theorie nur für ausgeschlossen alleine basierend auf der Annahme das ein HIM406 verbaut wurde.

besättigt das übrigens auch nochmal das es nichts mit dem Schalter zu tun hat.

PS: Wobei je nachdem wie man seinen Text ließt, ist es vielleicht doch keine Bestätigung. Aber auch keine Beweis :smiley:

Ich bin überzeugt, dass dieser Hager-Schalter nichts mit dem Problem zu tun hat. Wenn keine Last anlag und der LSS im ZS ausgeschaltet war, kann er auch gar nichts damit zu tun haben. Aber selbst wenn nicht, halte ich es für sehr unwahrscheinlich.

Entweder eine falsche Konfiguration der Strings, verwechselte Stecker/Verpolung oder ggf. ein Problem im Zus.hg. mit der Batterie. Und auch ein Defekt innerhalb des WR ist noch eine mögliche Option. Würde Rücksprache mit dem Lieferanten/Service halten und dann ggf. mal hinter die Siegel schauen. Vermutlich sind da ein paar Mosfets auseinander geflogen...

Hat auch niemand behauptet das der falsche Umschalter damit was zu tun hat, der kann halt im Haus für massive Schäden sorgen... mehr nicht.

Ohne reinzuglotzen wird man die Ursache für Knall und Stink kaum ermitteln können, die Eingangsplatine auf der die PV Stecker sitzen und die Varistoren (Überspannungsableiter) sollte in Anschlussraum gut sichtbar sein, wenn es da Bauteile zerlegt hat dann ist beim Anschluss oder bei der Verstringung was ins Hemd gegangen.

Nur um das nochmal klarzustellen.

Und was ist nun?