DEYE BOS-G Pro, DEYE GB-L, Pylontech Force H3 oder Dyness Stack 100?

Hallo Zusammen!

Ich hab ca. 25 kWp auf dem Dach und möchte gerne einen Deye Hybrid-Wechselrichter SUN-25K-SG01HP3-EU-AM2 25kW 3 Phasen mit 2 MPPT mit je 2 Eingänge und 2 Batterieanschlüssen anschaffen. Der soll dann Erdwärmepumpe und Hausstrom unterstützen und ggf. auch eine Wallbox.

Bei den Akkus stehen aktuell DEYE BOS-G Pro, DEYE GB-L oder Pylontech Force H3 als engere Auswahl im Raum, sowie Dyness Stack 100 - wobei ich von der Firma vorher noch nie gehört habe.

Ich bin im EU Handbuch von DEYE BOS-G und BOS-G Pro auf Seite 7 über einen Passus gestolpert, das diese Akkus NUR in feuersicheren Räumen mit feuerfesten Fenstern und T60 Türen betrieben werden dürfen :open_mouth: - da dürfte sich die Versicherung im Ernstfall freuen, oder?
Zudem ist der offiziell nicht kompatibel mit dem 25kW aber dem 30kW Wechselrichter. Kann das wirklich sein? Warum?
BOS-G Pro ist IP20, >6000 Zyklen, ca. 6750€ für 35,84kWh, ca. 7600 für 40,96kWh.

So einen Passus mit dem Brandschutz T60 finde ich bei de anderen Batterien nicht.

Bei GB-L gefällt mir natürlich der integrierte Brandschutz etc. und das er hoffentlich direkt kompatibel ist. Leider ist er mit 24,48kWh max. etwas zu klein, IP65, >6000 Zyklen. Notfalls müsste ich einen zweiten Turm machen und so 2 * 16 kWh oder 2 * 20kWh machen. Wird dann aber auch direkt eine ganze Ecke teurer. Ca. 7500€ für 32,6kWh und ca. 9100€ für 40,8kWh

Der Pylontech Force H3 geht bis 35,8kWh pro Turm, da wäre ich schon eher im Bereich dessen, wo ich hin will. Zudem geben die >8000 Zyklen, bis 15 Jahre Lebensdauer und 10 Jahre Garantie an, was schon ziemlich gut ist, sowie IP55. Die meisten anderen liegen ja eher bei 6000 Zyklen. Ca. 7500€ für 35,8kWh.

Dann habe ich noch einen Dyness Stack 100 entdeckt, stapelbar, mit Brandschutz, bis 75kWh max mit 1 Controller, bis 56kWh in einem Turm, 10 Jahre Garantie und >8000 Zyklen, nur IP20 - aber er kommt ja in den Keller. Ca. 6900€ für 35,84kWh, ca. 7800€ für 40,96kWh.

Hat jemand damit Erfahrungen und kann mir dazu was pro und contra sagen?

Wie würdet Ihr Euch entscheiden und warum?

Bin für jeden sachdienlichen Input gerade dankbar!

Und wenn mich jemand noch mit einer guten 5. Option überrascht, die ich noch nicht auf dem Schirm habe, gerne auch Bescheid sagen.

Danke im Voraus.

Gruß
Axel

Um 25 kWp zu melken genügt ein Niedervolt Deye vom Kaliber 16K

Warum der Aufpreis für die Hochvolt Batterien?
selbst von Deye gibt es Niedervolt Batterien für 120€/kWh wenn Du keine Felicity für 113€/kWh haben willst

OK. Verträgt denn ein Deye 20kW Hybrid WR die 744V an den 4 Strings?
Und der Akku hat nur 5 Jahre Garantie. Alle anderen 10 Jahre. Das ist schon ein Unterschied.

Wenn ich WR + Akku rechne, komme ich mit dem 25kW WR + Dyness auf etwa 237€/kWh, mit dem Niedervolt auf ~169€/kWh bei 48kWh, auf 193€/kWh bei 32kWh - schon spannend. Aber die Garantie...

Aber ich habe gerade neue Felicity mit 10 Jahren gesehen. Warum baut man Akkus mit 218kg Gewicht? Na die bekomme ich vermutlich die Treppe nicht runter...

wenn Du mal rausrückst was für Module du hast, oder willst...

MaySun Solar TwiSun Pro 460Wp, maximal 60 Stück..

Da bist du bei 4 Strings à 15 Module um ein Modul über dem 800V Limit. das sind auch besonders beworbene Niederstrom = Hochvolt Module also kann man diese auch in 6 Strings à 10 Module verstringen und das passt dann wunderbar zu den oben gezeigten Niedervolt Deye

Wie du sehen kannst werden drei parallel geschaltetet Strings maximal 31.42A zur Verfügung stellen können, der Deye könnte sogar 36 A holen
bei guten"normalen" Modulen wie den AIKOs sind vier 15er Strings natürlich in jeder Hinsicht im grünen Bereich

Danke für die Ideen.

Ich denke 6 Strings könnte dann sehr eng im Leerrohr werden.
Die AIKOs sind auch fast doppelt so teuer. Das ist dann so ein bisschen linke Tasche, rechte Tasche. Was ich am Akku spare, lege ich auf die Module wieder drauf. Und die Verkabelung im LV Bereich ist auf jeden Fall auch aufwändiger.

Die Kombi aus Deye 20kW + Felicity 15kW LUX-Y scheint im Moment die spannendste Variante für Low Voltage zu sein. Der Akku hat Brandschutz, 10 Jahre Garantie, ist vermutlich gerade noch "handlebar". Einziges Problem: Deye mag Felicity nicht, das könnte sogar zum Garantieverlust führen, sagen manche Händler, wenn Deye das spitz kriegt - warum auch immer. Kompatibel sind sie trotzdem. Bei 30kWh wäre man da inklusive WR bei unter 5400€, bei 45kWh unter 7300€, bei 60kWh unter 9000€ - aber das dürfte dann womöglich echt zu viel sein.

Die Hochvolt Optionen liegen natürlich deutlich drüber. Bei fast 40kWh/Tag (im Schnitt) ist dennoch die Frage, ob ein HV System nicht die bessere Wahl bleibt.

die Frage ist WO die Combiner Box sitzt von der aus dann 4 Kabel zum Wechselrichter gehen

und was die Modul angeht gibt es auch "Normale" Module die günstiger sind als AIKOs

woher hast du den FUD wegen "Deye mag Felicity nicht" her?

Du kannst Deinen Deye an eine alte U-Boot Batterie hängen...
oder für einen Aufpreis von 10€ pro kWh eine Deye Batterie holen

Die Info kam von einem Händler, auch mit Verweis auf die Kompatibilitätslisten. Da taucht Felicity bei keinem der Deye WR auf, obwohl die schon seit 17 Jahren am Markt sind. Viele neuere Marken tauchen aber auf. Kompatibel sind sie ja schon deshalb, weil sie meist das Pylon Protokoll nutzen.

Das wird schon einen Grund haben, warum sollten sich Händler die beides vertreiben sowas ausdenken?

Wenn es das Pylon Protokoll ist, muss man dem Support ggf. ja nicht sagen, welcher Speicher dran hängt. Ich finde es total albern, weil Felicity umgekehrt ja Deye explizit als kompatibel listet (und es ja auch ist).

Wer auf die Meinung von Händlern Wert legt hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

:winking_face_with_tongue:

ja, da könnte was dran sein. Drum versuche ich mich an vielen Stellen zu informieren und die Infos zusammen zu tragen.

Mal von den LV Empfehlungen abgesehen - kannst Du was zu irgendeinem der HV Speicher sagen?
Oder bist Du da nicht bewandert?

Da wird auch nur mit Wasser gekocht.

Wenn ich 16 Zellen habe und will die überwachen, will die Ballancieren dann ist das eine einfachere Aufgabe als wenn ich 80 Zellen oder 160 Zellen habe, bei meiner billigen 16S Batterie konnte ich den fehlenden aktiven Ballancer selber nachrüsten, hat die Hochvolt Batterie da ein Problem wird es schwieriger/teurer.

Wenn ich von einem 20K in der Hochvolt Version 20 kW Ersatzstrom will muss die Batterie dazu eine Spannung von 540V haben (der 20K zieht max, 37A)

Ich brauche also einen Dyness Stack 100 Turm mit min. 10 Modulen 51.2 kWh der mich 9'552.10€ kostet
der 20K in der Niedervolt Version zieht 390A und das stemmen drei Felicity 15K die mich 4'947€ kosten.

Am Ende muss ich meiner Frau eine Hochvolt Version mit 51.2 kWh für 11'201.10€ oder eine Niedervolt Version mit 75 kWh für 10'585.00€ verkaufen

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Stehe vor einer ähnlichen Frage. Suche eine ob Anlage für ein mieterstrommodell. 36 Module passen auf das Süddach, 10-12000 kWh pro Jahr.

Was würdet ihr da zusammenstellen?

Ja Solar oder trina als Module mit 455watt habe ich gedacht.

Wechselrichter und Speicher lese ich nur von Problemen zwischen deye und Felicity.

Der Service von solarscouts, die viel felicity verkaufen, hat mir die Kombi aus dyness und deye empfohlen.

Von niedervolt rät der solarteur ab aufgrund dicker Kabel etc.

Habe so an 15-20kwh Speicher gedacht und würde gerne bei weiter fallenden Preise in 2 Jahren oder so nachlegen.

Dass der deye hochvolt bei den dyness Akkus so wenig Leistung rausholen kann wäre ziemlich blöd. Was kommt denn da raus, wenn man nur 3 dyness 100 hat? Also 15kwh. Die Akkus können ja ansich 1c.

Wäre dankbar für Preis leistungs Tipps ohne diy die zuverlässig laufen. Ich wohne ja nicht in dem Haus.

@axel-mertes Ich habe eine ähnliche Konstellation, und bin aktuell auch auf der Suche nach einem Hochvoltspeicher, haben Sie Ihre Anlage inzwischen umgesetzt? Und wenn ja mit welchem Speicher.
Ich würde gerne 60kW installieren.
Vielleicht können Sie Ihre Entscheidung und die Erfahrungen dazu Teilen.
…und wenn Sie selber installiert haben, wie schließen Sie die Anlage am Netz an, oder läuft die Anlage als Insel - das ist mein Plan - weil meine selbst installierte Anlage will natürlich kein Elektriker anmelden.
Herzliche Grüße

Bernd Kaiser

Hallo Bernd Kaiser,

ich hab die Anlage inzwischen mit dem SUN-20K-SG01HP3-EU-AM2 Wechselrichter und dem Felicity LUX-Y-48100HG01 40.96 kWh Batteriesystem umgesetzt.

Wir haben zwei Notstrom Umschalter 63A von Sontheimer verbaut und im Messkonzept 7 der SYNA angeschlossen. Aktuell warten wir auf Freigabe/Verplombung.

Die Kommunikation DEYE ← → Felicity funktionierte mit einem normalen CAT5 Kabel direkt und ohne Probleme. Den Akku haben wir auf Lithium, Mode “00” und 37A Laden/Entladen bei 100Ah Kapazität eingestellt. Ob der Mode wirklich der beste ist weiß ich nicht, es gabe noch irgendwo die Erwähnung von Mode “12” aber das habe ich nicht versucht, weil es ja aktuell funktioniert.

Bei Messkonzept 7 werden zwei Zähler in Reihe geschaltet, dazwischen wird die Wärmepumpe abgegriffen. Der Verbauch von Zähler 1 ist der Gesamtverbrauch, der Verbrauch von Zähler 2 der Verbrauch vom Haus, die Differenz der Verbrauch der Wärmepumpe..

Mit einem Sontheimer kann ich das Haus allpolig vom Netz auf den LOAD Ausgang der PV Anlage umschalten, also auf den Notstromausgang. Das ist bei uns die Normalstellung und da hängt das komplette Haus dran.

Mit dem anderen Sontheimer kann ich die nicht mit inbegriffene Wärmepumpe ebenfalls vom Netz auf den LOAD der PV Anlage umschalten, was nicht automatisch passieren sollte und NICHT der Standartfall ist, da die Anlaufströme trotz Sanftstarter durchaus 29A bei meiner Erdwärmepumpe sein können, dann wird es mit 37A Belastbarkeit des Wechselrichters langsam knapp. Im Testlauf ging das aber ohne Probleme. Kritisch würde das, wenn z.B. viele starke Verbraucher auf Notstrom laufen (echter Stromausfall), z.B. Herd, Trockner, Auto laden und dann die Wärmepumpe von selbst einschaltet. Da die aber im Betrieb nur 3-4 kW zieht, will ich das zumindest bewusst so starten können (z.B. wenn es einen mehrtägigen Stromausfall gäbe, wie jetzt in Berlin, aus welchem Grund auch immer). Das kostete uns nur ein paar Kabel und den Schalter und etwa Zeit vom Elektriker. Ganz nach dem Motto: Besser haben und nicht brauchen, als nicht haben und doch brauchen.

Ich will diese Woche noch ein Schaubild machen, auch für die Kollegen von der SYNA. Das kann ich dann gerne teilen.

Für den Anschluss von selbst installierten Anlagen sollte man inzwischen schon auch Elektriker finden. Ganz spannend in dem Kontext ist vielleicht ein Blick auf https://machsdirselbst.solar/ - die habe ich erst später entdeckt, da hatte ich bereits das Team beisammen, aber die vermitteln da geeignete Elektriker.

Ganz wichtig in dem Kontext ist die PE-N Brücke im Wechselrichter beim Betrieb als Insel oder beim Notstromfall ohne GRID. Der Wechselrichter hat im Menü eine Option “Signal Island-Mode”. Das MUSS angehakt sein, dann schließt ein internes Relais die Brücke zwischen PE und N im Notstromfall oder Inselbetrieb (ist ja dasselbe). Da man in dem Fall allpolig vom N des GRID getrennt ist, würde ohne diese Brücke der FI nicht auslösen, was lebensgefährlich werden kann. An manchen Stellen ist mir deshalb der DEYE fast zu “offen”, denn solche Settings sollte der User eher nicht verstellen. Man sollte bei jedem Setting wirklich wissen, was man tut. Ich bin inzwischen recht belesen und dennoch frage ich meistens lieber nach.

Viele Grüße
Axel Mertes

Hallo Axel,
vielen Dank für deine Antwort.
Gibt es einen Grund warum du dich für den Speicher von Felicity entschieden hast?
Meine Anlage wird als reine Insel laufen - den Überschuss “pumpe” ich in einen Thermo-Sandspeicher den ich gerade entwickle (Versuchs-, und Validierungsprojekt).

Herzliche Grüße und vielen Dank,

Bernd

Hi Bernd,

das hatte vor allem versicherungstechnische Gründe. Der ziemlich baugleiche Speicher von DEYE hat einen entscheidenden Satz im Handbuch: “Er muss in einem brandsicheren Raum mit T60 Tür und feuerfesten Fenstern stehen.” (Sinngemäß). Ich hab dahingehend den Hersteller, Händler und die Versicherung befragt. Auch User hier im Forum. Entscheidend war aber die Versicherung: Wenn sowas im Handbuch steht und es kommt zu einem Feuer (das nicht mal von der Anlage ausgehen muss), dann zahlt die Versicherung nicht oder kürzt, wenn diese Gegebenheiten nicht vorhanden sind. Ich habe tatsächlich eine T30 Tür in diesem Raum. Und eine normales, dreifach verglastes Fenster. Und deshalb habe ich am Ende zum Felicity Speicher gegriffen, denn dort steht ein solcher Satz nicht in der Bedienungsanleitung und sie hat je Akku eine Löschbombe drin. Preislich macht es keinen großen Unterschied. Aus irgendeinem Grund scheint DEYE die Kollegen von Felicity nicht sonderlich zu mögen (fragt mich nicht warum), aber in den DEYE Kompatibilitätslisten taucht Felicity nicht auf, anders herum schon. Gut, man ist Konkurrent, aber da sollte man doch drüber stehen.

Das mit dem Sandspeicher finde ich mega spannend! An sowas hatte ich auch schon gedacht. Es gab da neulich ein super spannendes Video der Kollegen von E3D dazu. Falls Du es noch nicht kennst, musst Du Dir unbedingt anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=APTDy4LXDRk

Gerade in Verbindung mit der Erdwärme bzw. Wärmepumpe könnte das auch spannend sein, weil wir ja relativ geringe Wärme brauchen, die Wärme also ggf. sehr lange vorhalten würde.

Darf ich fragen welche Dimensionen und Temperaturen dieser Speicher in etwa haben wird?
Das Thema Isolation ist da ja auch besonders wichtig. In dem Kontext fand ich das Video von E3D, aber auch das vom Akkudoktor zu seinem Pufferspeicher neulich sehr aufschlussreich. Ich muss tatsächlich mal mit der Wärmebildkamera meine Heizung kontrollieren und ob ich den Pufferspeicher nicht besser isolieren sollte.

Zudem will ich die Umwälzung besser / intelligenter steuern. Aktuell macht das ein “dummes” Setting in der Wärmepumpe. Aber z.B. mit einem Bewegungsmelder im Bad könnte man das sehr viel schlauer gestalten. Z.B. wenn morgens die erste Person das Bad betritt, beginnt die Umwälzung und genau so lange, bis warmes Wasser am Hahn ankommt. Und danach erst mal eine Weile nicht mehr. Ich fange erst an mit den Optimierungen.

Hast Du Dich denn inzwischen für ein Akkusystem entschieden?

Gruß
Axel

Hallo Axel,
das mit der Versicherung ist natürlich ein Argument - wobei ich meinen Speicher nicht im Haus aufstelle. Der Brandfall ist für mich da nicht so entscheidend. Feuer kann ich schnell und sehr einfach detektieren, wo es aber schwieriger/teurer wird (Wartungstechnisch), ist es wenn der Speicher nicht durchbrennt, sondern einfach nur ausgast. Da ich die letzten 6 Jahre damit verbracht habe selbst Akkus zu entwickeln (wobei ich der Ehrlichkeit-Halber kein Chemiker bin und mich vorwiegend um die Prozessentwicklung in der Herstellung gekümmert habe), und da steht dann in der Arbeitssicherheit CO und Wasserstoff ganz oben auf der Liste. Ich möchte an der Stelle aber keine Angst verbreiten - weil auch dieses Szenario sehr unwahrscheinlich ist - nur ist die zuverlässige Detektierung viel teurer, und deshalb gehe ich lieber gleich ins Freie.

Da kann ich die Speicher an dieser Stelle nochmal ganz frei bewerten.
Vielen Dank für den wichtigen Hinweis!

Vielleicht mal noch als Hintergrund - ich habe ein Haus, dass seine Ursprünge irgendwo im 17 Jahrhundert hat - ok es ist nicht mehr viel davon übrig - der Krieg, und viele Umbaumaßnahmen Anfang des 20. Jahrhunderts haben da vieles bereits erledigt, und inzwischen ist auch unser Dach mit 30 cm ISO bestens gedämmt, was aber immer Stress macht, ist die Tatsache, dass ich keinen Keller habe.
Ich muss bei allem immer irgendwie tricksen und mit den begrenzten Flächen (für z.B. Pufferspeicher) klarkommen. Und da ich ausgesprochen viel Wert auf Unabhängigkeit lege, und der Elektrospeicher …zumindest finanziell nicht geeignet ist die Energie langfristig zu speichern, und elektrische Energie im Haus nur ein Bruchteil der Energie ist, die wir brauchen, bin ich aktuell an oben beschriebenen Sandspeicher dran.
Es gibt dazu auch schon Studien und eine Versuchsanlage in Finnland Sand Battery - Polar Night Energy aber halt auch nur für große Projekte und dann zwangsläufig wieder für Konzerne.
Da bin ich jetzt aktuell am Entwickeln wie ich das auch im kleinen Maßstab für private Haushalte darstellen kann. Der Film von E3D geht schon fast in meine Richtung. Da ich die Entwicklung selbst finanziere kann ich hier leider nicht zu viel schreiben. Aber entscheidend ist dort die Isolierung um die Wärmeverluste so gering wie möglich zu halten. Und ich verfolge einen anderen Ansatz beim Wärmetauscher.
Das Brauchwasser stelle ich über Durchlauferhitzer her, diese werden dann in Zukunft bereits mit warmen Wasser gespeist, und greifen nur dann wenn alle Speicher leer sind, oder halt die ersten paar Sekunden, bis das warme Wasser am DLH ankommt.
Deine Idee mit der cleveren Umwälzung finde ich Top - wenn du die entsprechenden Leitungen hast, ist das natürlich die beste Lösung.
Für die Heizung habe ich bereits vor 25 Jahren auf Pellets umgestellt - was damals auch der Grund war, warum ich mich überhaupt mit der ganzen Materie beschäftigt habe. Unser Heizungsbauer hat dann immer wieder davon abgeraten und jede Idee meiner Seitz mit “das geht nicht, und das geht auch nicht - das lässt sich so nicht steuern” abgewürgt. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und habe dann beschlossen das ganze in Eigenregie zu machen. Und jetzt heize ich seit dieser Zeit unser Haus mit einem 8 kw Pelletofen der eine Wassertasche hat. Und nur wenn es wirklich lange ganz kalt ist, merke ich, dass die Anlage an Ihre Grenzen kommt und heize dann über einen zweiten Pelletofen zu.
In der Endausbaustufe gibt es dann einen “kleinen” Pufferspeicher mit rund 500l für Brauchwasser einen 500l Pufferspeicher für die Heizung und einen Sandspeicher um die Sonnenenergie vom Sommer in den Winter zu bekommen.

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Hi Bernd,

das klingt sehr spannend!

Ich hab mir damals beim Neubau auch vom Architekten immer wieder anhören müssen “am Ende bauen Sie ja sowieso eine Gasbrennwertheizung ein”. Jetzt erst recht hab ich gesagt und das ganze mit der Bussystem, Vorbereitung auf PV Anlage, Fussbodenheizung mit Erdwärme, Haus mit Dämmsteinen (statt Außendämmung) und Aufdachdämmung durchgezogen.

Es war damals die 4. Wärmepumpe im Kreisgebiet. Witzigerweise waren unsere übernächsten Nachbarn sogar noch früher mit einer Erdwärme. Leider haben sie die diesen Winter nach mehr als 20 Jahren außer Betrieb genommen, weil es angeblich ein Leck gab, das nicht gefunden/geschlossen werden konnte. Genaueres weiß ich noch nicht, aber sie haben nun eine Luftwärmepumpe einbauen lassen. Ich hab mich daher auch mal damit beschäftigt, was wäre wenn? Da wir 3 Erdsonden mit je Doppel-U-Sonden haben, also zwei Kreise pro Bohrloch, kann ich bei einer Leckage ggf. 1 von 6 Sonden einfach per Hahn abschalten und das Problem wäre erst mal überbrückt und die Heizung kommt durch den Winter. Es gibt aber auch Ansätze leck geschlagene Sonden reparieren zu können. Die Lebenserwartung der Sonden liegt bei sicher 100 Jahren.

Pelletsheizung hatte ich auch mal in Erwägung, ein anderer Nachbar hat das gemacht und musste dafür fast vor Gericht, weil hier als eine der ersten “Niedrig Energie Siedlungen” ein Umweg über die Begrenzung der Emissionsgrenzwerte gegangen wurde. Die wurden damals nur von Gasbrennwertthermen für Reihenhausgruppen von 4-8 Häusern eingehalten. Da die Pellets aber meist aus Sägewerksabfällen stammen und es im Prinzip aufs gleiche raus kommt, ob das CO2 im Wald bei der Verrottung oder im Heizkessel austritt, konnte er sich durchsetzen. Auch bei uns hatte man anfangs gesagt: “Ihr haltet die Grenzwerte nicht ein, unzulässig!” Wir haben zwar keinen Schornstein, aber irgendwo anders steht im Zweifel einer, der meine Emissionen erzeugt. Mit Hinweis auf “Es gibt aber auch Ökostromtarife!” durften wir dann doch bauen. Alles ein Überzeugungsk(r)ampf!

Ich habe schon versucht zu kalkulieren, wie groß ein Sandspeicher sein müsste, damit er mich über den Winter bringt. Vermutlich irgendwo zwischen 24m³ bis - je nach Berechnung - durchaus 75m³. Das Hauptproblem ist tatsächlich die Isolation, besonders wenn man es ins Erdreich versenken will/muss. Für 3 Monate müsste das fast meterdick werden. Oder aber schlauer aufgebaut, in Zwiebelschalen, weil der Sand selbst auch isolieren kann. Ideal wäre natürlich doppelwandig mit Vakuum oder zumindest Luftgefüllt als Isolationsschicht und geringen, gut isolierten “Brücken”, aber bei solchem Gewicht auch nicht so einfach. Ich glaube ich werde da erst mal beobachten, wie die Erfahrungswerte sind.

Beheizen könnte man das ganze ja gut mit Heizstäben, so macht das Prinz ja auch. Der DEYE Wechselrichter hat einen Generator Eingang, den man per Software auf SMART LOAD Ausgang umstellen kann. Damit kann man dann alle PV Überschüsse gezielt “verbraten”. Ich hab das derzeit noch nicht so angeschlossen, weil der Heizstab letztlich an der Wärmepumpe hängt und ich das darüber steuern können sollte, das spart mir Umbau und letztlich hab ich den Port noch frei für andere Ideen.

Pufferspeicher habe ich 300l für das Brauchwasser, für die Heizung keinen. Bei unserem Wasserverbrauch (Teenager mit Freunden) ist der täglich leer, weshalb wir den mit lauen 44°C betreiben können.

Die Umwälzung ist tatsächlich ein großer Verbraucher wenn man nicht aufpasst. Aber als “Laie” alles richtig zu messen ist oft schwierig.

Bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie Dein Projekt am Ende klappt und wünsch Dir viel Erfolg dabei.