Hab grad diesen Artikel gefunden Prosumer-Aufschlag: Die Rechnung für die Pioniere da wird enem ja übel
Ich hatte das schon öfter beschrieben, man muss sich das wie folgt überlegen. Immer dann wenn das Argument kommt, die Leute mit PV würden sich das doch bezahlen lassen von jenen, die das nicht können und das Netz müsse doch weiterhin vorgehalten werden: Mumpitz!
Nehmen wir ein Standard-Lastprofil. Und nehmen wir an, jemand hat keine PV-Anlage, kein E-Auto, keine Wärmepumpe und keine Klimaanlage.
Und nehmen wir weiter einen Verbrauch von ca. 3650kWh an. Dann braucht jener Haushalt pro Tag 10kWh. Das verteilt sich und man braucht jene 10kWH zu unterschiedlichen Zeiten. Für jene Zeiten muss der Strom da sein, und die Leistung (in KW) vorgehalten werden. Maximale Last sagen wir stumpf 5KW, damit wir ein Beispiel haben.
Dann belastet dieser Haushalt das Netz, indem er 3650kWh verbraucht und diese benötigt werden, und er belastet das Netz mit einer täglichen Lastspitze von 5KW.
Wenn er nun eine PV mit Speicher kaufen würde, und nichts einspeist, dann belastet er das Netz nicht mehr an 365 Tagen mit 5KW und 10kWh sondern an WENIGER Tagen mit 5KW und an WENIGER Tagen mit 10kWh.
Das Netz wird in dem Fall WENIGER belastet. Das Argument ist jedoch, die Vorhaltung müsse weiterhin bestehen. Ja, musste sie vorher auch.
Der Punkt ist jener: Der Netzbetreiber und das Energieunternehmen können mit dem neuen Lastprofil nicht umgehen. Weil es schlichtweg an Daten fehlt. Und die Daten fehlen, weil man die Digitalisierung verpennt hat. Sie fehlen bei den nicht vorhandenen Smartmetern, und sie fehlen bei den nicht smarten Trafos. Das ist ein Blindflug und das muss ausgebaut/umgebaut werden. Was käme da gelegener als die PV-Anlagenbesitzer. Siehe:
Die Lösung ist ein Ausbau des Netzes, der nicht nötig ist, auf Kosten der Netznutzer. Und dann der "Netz-Verweigerer". Man will einfach zur Kasse bitten.
Das aber:
Mein Beispiel zeigt eine Nulleinspeisung, die Meisten speisen ein.
Eben. Aber anstatt das nun wieder als Entlastung des Netes zu sehen, und zwar als eine Entlastung des Netz 7 und ggf. Netz 6 wenn es den Trafo am Ortsnetz verlässt, wird das WIEDER als NetzBELASTUNG ausgelegt und dargestellt.
Hier was E3/DC herausgefunden hat:
Obwohl sie es nicht sind. Sie ENTLASTEN das Netz weil WENIGER zum Trafo aus dem Netz kommt.
Es geht und ging nie um sinnvolles Lastmanagements, es geht nicht um Netzregelung, es geht nicht um faire Preise oder um physikalische Grenzen und explodierende Kosten durch private PV-Anlagen. Im Gegenteil, das Netz wird dadurch stabiler und weniger belastet. Da das aber kein Argument ist, für jemanden der seine Kosten decken, den Gewinn maximieren will, der digitalisiert nicht, weil er das WEISS, sondern der wälzt nur Kosten weiter ab um Gewinne zu erhöhen. Wie ein normales Unternehmen auch. Im Rahmen der Gesetze, auf Kosten jener, die PV bauen. Und da teilweise PV-Anlagen gebaut werden MÜSSEN wenn ein Haus gebaut wird hat man Win-Win. Der Haushalt belastet das Netz WENIGER, muss dann aber absurderweise höhere Grundgebühren bezahlen sollen.
GENIAL! Der Netzbetreiber gewinnt doppelt, der PV-Besitzer fühlt sich, völlig zu Recht, veräppelt.