Der Neue aus dem Remstal

Hallo an alle,
seit gut einem Jahr hab ich ein leicht erweitertes Balkonkraftwerk mit ca. 5 kWh Akku im Einsatz.
Aktuell möchte ich meinen vorhandenen Soyosource-500W Inverter mit Hilfe eines ESP32 über WLan / Mqtt fernsteuern, um eine Nulleinspeisung zu erreichen.
Dazu hoffe ich hier ein paar hilfreiche Info's zu finden ....
Gruß Manne

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Hi Manne !
Willkommen im Forum.
Bin selbst ein ziemlicher ESP32-Nerd und hab was ähnliches vor (OpenDTU auf ESP32 N16R8 läuft schon, inkl. aller Adapter (Relais, MCP2515 für CAN, Ethernet-Modul).
Hab auch schon eigene Components für ESPHome geschrieben und plane aktuell, alle Features von OpenDTU in ESPHome zu portieren, um dessen breitere Hardwareunterstützung nutzen zu können (kleines "nice to have" Beispiel: Andere Displays, mit LVGL und Menü zum steuern zB der Settings eines R4850G2).
Falls du nicht das finden solltest, was du suchst - hau mich gerne an, eventuell kann ich helfen..
VG Olli

Hallo Olli,
OpenDTU kenn ich nicht, denke aber das ist eher nix für mich. Möchte möglichst keine auf Hersteller bezogene Software einsetzen.
Die Tendenz bei mir geht eher zu MQTT und NodeRed. Oder noch besser direkte Koppelung eines ESP am Stromzähler (mit Tasmota) zum ESP am Inverter.
Schau mer mal. Bin aber noch am sammeln von Info's.....
Sobald ich weiß, was ich dann mache, werde ich dafür dann einen neuen Thread starten.
Gruß Manne

Erm nee da täuschst du dich gerade - wie aus dem Namen abzuleiten - OpenDTU on Battery ist ein OpenSource ESP32 Projekt für genau deine Bedürfnisse (Laderegler, Batterie und Inverter für Off-Grid/Nulleinspeisung) mit open-source Mitteln und günstigen Komponenten umzusetzen und in die von dir genutzte Automatisierung einzubinden, zB via MQTT oder der eigenen bereitgestellten API.
Hat sogar nen eigenen Web-Flasher. Und ich hab auch gerade nen Beitrag dazu verfasst - noch keine echte Anleitung, aber für jemanden der sich Mühe gibt, damit schon zu kopieren quasi.
VG Olli

Nimm doch einfach einen Soyosource GTN 1000.
Dafür gibt's unzählige Möglichkeiten mit dem ESP.
Den Soyo 500W muss man schon stark modifizieren um eine Nulleinspeisung zu realisieren. Beim 500 kommst du nur bis 250 Watt und musst das Poti gegen ein elektronisches tauschen. Dann musst du selbst ein Script schreiben um herauszufinden welcher Eingangswiderstand welche Leistungsabgabe bewirkt ( ist nicht linear)
Bei den GTN kannst du direkt per RS485 oder TTL mit der CPU sprechen. Die Protokolle sind bekannt und veröffentlicht.
Den 500W könntest du fix eingestellt für die Grundlast behalten.

Naja soweit ich das gesehen hab, ist der ja bereits vorhanden. Da ist immer bisschen schwierig mit "nimm einfach `nen anderen" leider...auch wenn deine Gründe natürlich für sich sprechen .. ist halt trotzdem immernoch ne extra Investition dann.

Das der 500W vorhanden ist, ist mir bewusst. Deshalb schrieb ich ja auch er kann ihn für die Grundlast weiter verwenden.
Es nützt einfach gar nichts an etwas herum zu basteln an dem absolute Profis seit Jahren nicht weiter kommen.
Die CPU des 500W spricht leider kein bekanntes Protokoll. Daher nur die Krücke mit dem Poti
Was du bisher geschrieben hast ist ja nett gemeint, aber ich sehe hier absolut keinen Nutzen für OpenDTU. Erst recht nicht, wenn er einen Inverter hat den er nicht ansprechen kann.
Ein GTN 1000 ist keine große Investition hat größte Rampemsteilheit aller geläufigen Inverter. Das ist für eine Nulleinspeisung sehr vorteilhaft gerade im Vergleich zu den Hoymiles Ooen DTU Lösungen. Die wären mir viel zu träge.

Ja wenn es mit dem 500W Soyo so schwierig ist, dann fällt das mit ESP halt generell raus so wie ich das sehe.
Sobald er einen hat, der das kann, besteht halt durchaus Nutzen. Und "träge" ist da garnix, die Prüfintervalle etc hängen ja von den Sensoren und den Einstellungen ab. Und ja - ich bin aus bestimmten Gründen selbst nicht sooo der Fan, das mit ner WiFi-Verbindung anzugehen - aber dafür gibts SPI-Ethernet-Adapter. Der ESP wird halt einfach als sehr günstige, sehr leistungsfähige MCU genutzt - die Stabilität und Qualität hängt dann immer sehr stark vom KnowHow und der investierten Mühe und der Qualität der Schaltungen ab - ich hab hier daheim MCUs, die ich seit über einem Jahr nicht anfassen musste, obwohl sie sich automatisch updaten (auf ESPHome Basis).

PS : So wie ich das gerade lese, sollte der Soyo 500 generell eher gestern als heute ersetzt oder manuell selbst "sicherer" gemacht werden. Hat wohl in DE/AT auch keine Betriebserlaubnis mehr. -> Zeit für nen Neuen oder bisschen Arbeit^^

Meine Steuerungen sind auch alle auf ESP Basis.
Die erwähnte Trägheit hat nichts mit dem ESP zu tun sondern mit dem Inverter.
Gerade Hoymiles sind Top Inverter, aber sehr träge in der Ansteuerung eines neuen Sollwerts.

Kein Inverter von Soyo Source hatte je ein Zertifikat für den Betrieb in Deutschland.
Das hat auch gute Gründe.

Dennoch ist meine Nulleinspeisung in Lampukisthan mit 6 Soyo GTN realisiert die seit drei Jahren vorzüglich ihren Dienst verrichten.

Heute würde ich das mit einem Deye oder Multiplus lösen.
Bin mit der Anlage dennoch sehr zufrieden, weil sie in 0,6 Sekunden von 0W eine Leistung von 4kW erreicht. Damit wird man selbst dem Takten eines Kochfelds Herr. Diese Regelgeschwindigkeit hat man mit einem Inverter mit Zertifikat nicht.

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Erstmal Danke für eure Mitarbeit ! Dazu folgendes:

Wie allgemein bekannt sein dürfte, ist bei uns Schwaben die Bereitschaft zu unnötigen Geldausgaben etwas verkümmert. Deshalb will ich soweit möglch, vorhandenes Gerät verwenden.

Mein Soyo500 ist regelbar, die Leistung reicht für meine Zwecke vollkommen aus!
Das verbaute Poti geht auf einen Analog-Eingang am Controller. Das kann ich, ev. galvanisch getrennt, mit dem ESP über PWM mit nachgeschaltetem Tiefpass nachbilden. Für mich kein Problem.

Die grösseren Soyo 1000/1200 haben anstelle des Potis diese RS485 Schnittstelle, das Protokoll ist wohl bekannt, also auch kein Problem.

Aber den Soyo500 hab ich schon, der läuft auch, fest eingestellt schon etwa 1 Jahr ohne Probleme. Änderungen am Poti wirken sich ohne Verzögerung auf die Leistung aus. Also alles im grünen Bereich. Den werde ich verwenden.

Alle, was ich noch erforschen muß, ist die Datenübertragung vom ESP am Stromzähler zum ESP am Soyo.

Am Stromzähler habe ich ebenfalls seit 1 Jahr einen ESP8266 mit Tasmota Software. Der liefert neben einer Webseite mit allen Daten auch MQTT-Daten. Funktioniert ebenfalls problemlos.
Üblicherweise werden diese Daten dann an einen MQTT-Broker gesendet, der diese dann über Programme wie z.B. NodeRed oder vermutlich auch das OpenDTU verwaltet und an verschiedene Empfänger wie z.B den ESP am Soyo weiterleitet. Das ist alles gut dokumentiert und funktioniert auch ohne Probleme.

Dafür ist dann aber wieder weitere Hardware, z.B. ein RaspberryPi notwendig, der wiederum ca. 5W Grundlast verbraucht.

Deshalb suche ich noch nach einer Lösung, mit der der ESP am Zähler seine Daten direkt an den ESP am Soyo übertragen kann. Warscheinlich über HTTP/TCP oder UDP. Darüber hoffe ich hier im Forum noch was zu finden.

Zwischen meinem Stromzähler und dem Soyo will ich kein Kabel verlegen, das wäre zu aufwändig. WLAN ist bei beiden in guter Qualität verfügbar. Deshalb bieten sich die ESPs an.

Das alles wird aber noch dauern, hab noch ein paar andere Nebentätigkeiten.

LG Manne

Also wenn du die Steuerung des Soyo 500 hinbekommst, hast du das größte Problem gelöst.

Ein Tasmota Lesekopf ist in Verbindung mit MQTT der falsche Weg. Leider sehr langsam und wie du schon sagtest zusätzliche Hardware erforderlich.
Viel Einfacher:
Das ESP fragt permanent den Tasmota Lesekopf per http ab.
Also zum Beispiel:
http://192.168.xxx.xx/cm?cmnd=status+10
Dann anwortet Tasmota mit dem momentanen Verbrauch, sobald die IR Diode gesendet hat.

OK, Asathor,
genau das hab ich vor, muß mich da aber noch einarbeiten. Wenn Du dazu noch en paar Infos oder Beispiele hast, immer her damit. :clinking_beer_mugs:

Die langsame Anpassung stört mich eigentlich nicht so, der Tasmota sendet alle 3 Sekunden neu, das reicht mir vollkommen.

https://github.com/syssi/esphome-soyosource-gtn-virtual-meter
Du müsstest nur den Bus anpassen für die Ansteuerung.
3 Sekunden sind in der Regeltechnik eine Ewigkeit. Aber wenn dir das reicht.

OK, danke. Schau ich mir nächste Woche an, bin jetzt busy ....

Mit dem Teil schalte ich meine Wechselrichter über die Tuja app aus der Ferne ein indem ich den Einschalter brücke.
Wenn das bei dem Soyo auch geht müsste das genauso funktionieren.
Ist auch über Amaz.erhältlich.

Ich habe den größeren 1000 Soyo, es wäre vielleicht doch besser, wenn du auf den umsteigst. Falls du eine passender Batterie Spannung hast.

Ich habe das RS485 Modul entfernt und eine Adapter Platine mit einen Mini ESP32-C3 sowie eine Pegel Anpassung 5V/3.3V eingesteckt. Der ESP32 muss eine Buchse für eine externe Antenne haben. Die Interne hat im Alugehäuse des Soyo keinen Empfang.

Dazu dann einmal Home Assistent und einen Lesekopf auf dem Stromzähler. Ich nutze nicht MQTT, ich verwende das HA API. Ist deutlich schneller.

Die schnellste stabile Regelfrequenz ist bei mir 2 Sec.

Ich habe einen leichten Bezug von 3 Watt eingestellt, den Rest regelt der Soyo nach. Er ist auf 500W limitiert, bei mehr Leistung erwartet ich Ausfälle durch Überlastung.

Das Basisprogram für den ESP32 ist von GitHub - syssi/esphome-soyosource-gtn-virtual-meter: ESPHome component to simulate the current clamp to control the Soyosource GTN1200 limiter.

Für mich läuft das so von 0W bis 500W an einem 24V Akku seit über einem Jahr einwandfrei.

Nicht ganz das Gesuchte, aber dieser Ausbau könnte billiger werden, als die Anpassungen des kleineren Soyo's.

HA macht bei mir dann noch etwas mehr: Heizungkörper aus bei Lüftung, Victron Überwachung ( MPPT Solar regler, Akku Überwachung, AC Lader zuschalten und Regeln wenn 2. te PV mit Growatt MIC Anlage AC Überschuss erzeugt)

Auch der Growatt regelt nun bei unbenötigten Überschuss ab anstatt für Lau einzuspeisen und später noch Netzentgeld zu zahlen.

Genau wie beim Soyo eine Steuerung mit ESPHome und individuellen Anpassungen.

Funktioniert wie beschrieben mit 2 Sekunden.

Wenn du die HA API weg lässt und den ESP einen http Request auf den Lesekopf machen lässt geht's auch deutlich schneller.

Wenn du ohnehin HA benutzt und 2 Sec. reichen ist das natürlich voll in Ordnung.
Will nur darauf hinaus, dass es für den Soyo nicht mehr als den Lesekopf und nen ESP braucht.
Ob intern verbaut oder RS485 ist Geschmackssache.

Nein, das ist keine Lösung, ich kann schneller ansteuern. Sissi hat ein 3 Sekunden Intervall. Der Lesekopf überträgt bei jeder Änderung direkt neue Daten, ist ein Flag im Tasmota Script.

Das Problem ist der Soyo, egal ob intern am TTL oder extern über RS485. Zu langsam oder zu schnell, und erhängt sich auf.

2 Sekunden läuft bei mir stabil, bei 1 Sekunde hängt er sich irgendwann die nächsten 3 Tage auf. Also keine Einspeisung mehr, für einen Reset muss erst AC getrennt.

Auch spart eine schnellere Regelung nicht nennenswert Bezug ein.

Intern hat man auch gleich die Stromversorgung für die Schaltung mit erledigt.