DC Verteilung Lynx Distributor / Power In

Moin,

ich würde mich freuen, wenn ihr mir kurz auf die Sprünge helfen könnt.

Ich habe einen Lynx PowerIn auf Sicherungen umgebaut. Ich habe grundsätzlich erst im Nachhinein kapiert, wie das System eigentlich gedacht ist. Mein Verständnis:

  1. Absicherung der Batterieleitung direkt an der Batterie oder MPPT’s.
  2. Anschluss der Batterie an PowerIn ohne Sicherung im Lynx an die Busbar.
  3. Alle Abgänge (PowerIn umgebaut / Distributor) mit Sicherung versehen.

Hier meine Komponenten:
Gobel Power DIY Kit mit integriertem circuit breaker. 200A
Multiplus 5000
3 x MPPT Tracker Victron 150/35
Sicherungen: Adler EF3 200A für Multiplus

Hier meine Überlegungen bzw. Entscheidungen.

  1. MPPT’s werden im Lynx abgesichert. Damit sind 3 Plätze weg. Sicherung unklar.
  2. Adler Sicherung für MP5000
  3. Batterie direkt (seitlich) an die Busbar.

Kann man das so machen, oder spricht etwas dagegen? Gibt es Optimierungen?

Kann man dem Circuit Breaker in der Batterie trauen?
Welche Sicherungen für die MPPT’s? an jedem MPPT sind 2 Module in Reihe. ca. 10A.

Guten Abend,

ich persönlich würde

  1. dem Kabelweg vom Gobel-Akku zum Lynx eine eigene Sicherung (Anker, Dimension abhängig von Kabelquerschnitt und Kabellänge) in der Plus-Leitung spendieren
  2. ggfls. hinter dieser Sicherung oder unmittelbar vor dem Lynx noch einen eigenen Trennschalter mit entsprechender Leistungsklase einbauen (damit ist alles zu meinem Vertrauen in den eingebauten Circuit Breaker gesagt :wink: ) und ich lebe nach den Motto´s “doppelt hält besser” und “haben ist besser als brauchen” (beim 2. geht es um die unabhängige Möglichkeit, den Akku IMMER abklemmen zu können.
  3. bei den MPPT´s reichen ja auch schon MIDI-Sicherungen; wenn Du sie im Lynx verbauen möchtest, wären da kleine MEGA-Sicherungen dicke ausreichend
  4. Wie soll denn die Anlage angesteuert werden? Ich würde dazu wegen der Messgenauigkeit einen Smart Shunt in der Minus-Leitung und ein GX-Gerät vorsehen, oder ist das schon anderweitig geregelt?

LG

Danke für die Tips. Ich habe ein MP mit GX. Den habe ich gewählt, weil er mehr Performance hat und mir der Ekrano zu teuer war. Leider muss ich jetzt mit Adaptern arbeiten weil ich keine drei MPPTs an VE.direct bekomme.

Auf einen Shunt wollte ich verzichten, weil SOC sowieso daneben liegen wird und man mit dem Wert sowieso nichts macht. Shunt werde ich eventuell später nachrüsten, wenn ich etwas vermisse.

Welchen Sicherungshalter kannst Du empfehlen für die Sicherung der Batterie? Leitung ist 50mm2

Grüße

Marcel

Kabellänge???

50mm2 reichen bei 200A laut dem Victron Rechner bis ca. 7m Länge (2,6% Verlustleistung und immer Hin- und Rückweg rechnen, also bei 2m Kabellänge mit 4m rechnen!).

Allerdings wird auf der Leitung Dein MP II 5000 ja bei Maximallast höchstens ca. 110A abnehmen…

Ich habe bei mir entsprechend 125A-er Megasicherungen mit den Originalhalterungen von Victron verbaut und da hat sich noch nie eine veranschiedet. Fahre den MP II 5000 mit 4 Stück Pylontec US 3000 C, also brutto 14 kW Speicherkapazität.

In dieser Konstellation sind die Ankersicherungen aus meiner Sicht auch oversized.

Für die Anbindung weiterer VE.direct Anschlüsse gibt es von Andy (OffGridGarage bei YT) eine tolle Empfehlung für eine preisgünstige Adapterplatine: 4 x VE.direkt auf 1 x USB und das mit galvanischer Trennung.

Ich bin jetzt mit einer Erweiterung zugange (16kW EVE MB31 mit MS RS6000 und dazu noch einen 4,6kW Fronius. Da nehme ich dann auch die Anker-Sicherungen auf den Akku-Leitungen, falls das System nochmal erweitert wird.

Der Shunt ist aus meiner Sicht wichtig, damit ich das ganze System “seriös” im Blick behalten kann. Das BMS und der Shunt laufen, besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit schon mal bis zu 30% auseinander (Shunt zeigt dabei immer mehr an). Die Ladungsregelung der Akkus läuft im ESS aber über das BMS der Pylontec´s. Wenn ich im GX die Steuerung auf den Victron Shunt lege, kann ich im Notfall die Pylontec´s bis zur Abschaltung hart leer fahren. In dieser Anlage habe ich die Ladung der Akkus nur auf MPPT´s liegen, wegen Schwarzstartfähigkeit.

Steuerung im Zählerschrank läuft als Nulleinspeisung über den blauenVictron-Zähler, habe jetzt gerade die Typenbezeichnung nicht zur Hand.

Die neue Anlage wird da etwas anders geplant, da der WAF noch nicht ausreichend geklärt ist :upside_down_face:

LG

Also, ich bin mit meiner Entscheidungsfindung etwas weiter.
Ich schließe nun die Batterie über NH1 (mit geeigneter Sicherung) an die Lynx Busbar an.

Der MP5000 geht dann über die Adler EF3 wie beschrieben.
Unklar bleibt für mich der Anschluss der MPPT.

Du schreibst, dass MEGA Sicherungen dicke ausreichen. Das verstehe ich nicht.

Das Problem ist doch, dass im Fehlerfall eine MEGA Sicherung nicht ausreicht, um den Lichtbogen zu löschen.

Wenn wir einen fehlerhaften MPPT annehmen (z.B. satter Kurzschluss) dann treibt die Batterie einen Strom durch den MPPT Pfad. Die schwächste Sicherung im Pfad brennt durch. Das wäre dann die MEGA Fuse. Diese kann aber den Lichtbogen nicht (zuverlässig) löschen.

Was denkst Du darüber?