DC Verkabelung - Absicherungen Trennschalter etc.,

Wohin mit der Schmelzsicherung?

Ich bin mal aus dem Sammlbestellungsthred hierhin abgebogen…

Mein bisheriges Weltbild sagt zu folgendem:
”ich kann dir adler sicherungen und einen victron lynx zuschicken. als trennschalter ist er super”

Also ein Lynx, ob mit oder ohne Adlersicherung, ist doch kein Trennschalter.
Ich hatte gedacht das System so zu verstehen das eigentlich die Schmelzsicherung vor den Akkus sein muss um die Akkulogik(BMS) und die Akkus vor zu starkem Entladestrom zu schützen. Dann der Trennschalter um händisch die Trennung der Systeme vorzunehmen und dann event eine Schmelzsicherung um das Gesamtsystem vor dem Gesamtstrom zu schützen .. also am besten zwischen Lynx und Wechselrichter eine Schmelzsicherung. Aber bitte korrigiert mich …
Eventuell ja auch noch eine Schmelzsicherung in einem Lynx vor dem Akku aber das ist dann doppelt gemoppelt.

Die Schmelzsicherung kommt nach dem Pluspol des Akkus. Theoretisch so nah wie möglich am Akku, praktisch funktioniert das aber nicht – es braucht eine gewisse Leitungslänge als „Kühler“ dazwischen.

Der Lynx ist ein reiner Stromverteiler, also eine Busbar, auch wenn er Sicherungen aufnehmen kann. Ob man zusätzlich zur Hauptsicherung noch weitere Sicherungen benötigt, hängt von der Installation ab, in den meisten Fällen jedoch schon (Laderegler, Cerbo, Shunt, Änderung des Kabelquerschnitts usw.).

Die Adlersicherung geht nur bis 150 A herunter und ist somit für diverse Hardware und Kabelquerschnitte viel zu stark. Daher wird die Adlersicherung nach dem Akku als Hauptsicherung verwendet.

Hat man ein BMS auf der Minusseite, ist man doppelt abgesichert, da das BMS zusätzlich schützen kann, jedoch nicht zu 100 %. Hingegen schützt eine geeignete Schmelz-Hochstromsicherung mit den passenden technischen Daten zu 100 %.

Mehrere Trennschalter mit den richtigen technischen Daten gehören in jede Installation (mit einem Trennschalter ist es nicht getan: PV wird zuerst getrennt und danach der Akku, beim Einschalten umgekehrt).

Für Sicherungen, BMS und eine große Zahl an Temperaturfühlern gibt es derzeit keine wirklich gute Lösung, allerdings funktionieren weltweit einige Hunderttausend Anlagen auch so.