Daikin Perfera Single- oder Multisplit für EFH?

Hallo allerseits,

nun habe ich mich hier auch mal angemeldet, um auf Euer Schwarmwissen zu setzen. :blush: Ich habe mich hier allerdings auch schon recht intensiv eingelesen.

Zu unserem Haus:

Wir wohnen in einem Einfamilienhaus in Schleswig-Holstein, dänische Holzständerbauweise aus 1983, verklinkert und für das Alter des Hauses im EG und OG eigentlich recht ordentlich gedämmt. Das Satteldach wurde 2018 auf KfW-55-Niveau saniert und gedämmt, die großen Fensterfronten in der Wohnküche (EG) sind u. a. 3-fach verglast. Seit 2021 läuft außerdem eine 28-kWp-PV-Anlage.

Im EG haben wir eine Elektro-Fußbodenheizung, die allerdings praktisch nie läuft. Das Erdgeschoss bekommen wir aktuell mit unserem Speckstein-Kaminofen problemlos warm. Im OG steht noch ein 5,5-kW-Nachtspeicherofen (3-phasig), der seit der Dachsanierung aber definitiv überdimensioniert ist.

Ursprüngliche Überlegung

Mein erster Gedanke war:

  • 1× Daikin Multi-Split (2 Innengeräte) für Wohnküche und Schlafzimmer 1
  • 1× Daikin Multi-Split (2 Innengeräte) für Schlafzimmer 2 und das Büro im OG

Aufgrund der Dachschrägen kommt im OG ohnehin nur ein Daikin-Truhengerät infrage.

Installationstechnisch wäre diese Variante mit zwei Außengeräten natürlich optimal. Allerdings habe ich inzwischen Zweifel, ob das regelungstechnisch wirklich sinnvoll ist, da jeweils ein großer und ein kleiner Raum an einer Außeneinheit hängen würden. Gerade im Hinblick auf Modulation und möglichst wenig Taktbetrieb erscheint mir das inzwischen nicht mehr ideal.

Aktuelle Tendenz: Alles als Single-Split

Momentan tendiere ich daher eher zu folgender Lösung:

  1. Wohnküche (ca. 50 m²): Daikin RXM42 + FTXM42
  2. Schlafzimmer 1 und 2: jeweils RXM20 + FTXM20
  3. OG/Büro (ca. 40 m²): Daikin Truhe FVXM35 + RXM35 oder alternativ FVXM50 + RXM50

Bei der FVXM50 sehe ich den Vorteil der höheren Kühlleistung im Sommer. Trotz der KfW-55-Dachsanierung wird es im OG an heißen Tagen recht warm. Wir haben drei VELUX-Dachfenster (1× Ost, 2× West), allerdings bisher nur mit innenliegenden Rollos. Andererseits wird das OG inzwischen nur noch relativ selten genutzt, daher bin ich mir bei der Größe noch unsicher.

Warum Daikin?

Die Daikin-Perfera-Serie ist aktuell unser Favorit. Ausschlaggebend sind für mich:

  • sehr leise Innengeräte (Silent-Modus mit 19 dB(A)),
  • gute Modulationsfähigkeit,
  • gute Ersatzteilversorgung,
  • und vor allem die unkomplizierte Anbindung an Home Assistant über die Faikout-Module, die ich auf jeden Fall nutzen würde.

Anbei habe ich die Grundrisse von EG und OG sowie die aktuell geplanten Positionen der Innengeräte angehängt.

Ich würde mich sehr über Eure Einschätzung freuen, insbesondere zur Frage Multi-Split oder doch konsequent Single-Split und auch zur Dimensionierung des Truhengeräts im OG.

Der Hintergrund ist auch, dass bereits der erste Daikin-Systempartner zur Besichtigung hier war. Ehrlich gesagt hatte ich dabei aber das Gefühl, dass ich mich inzwischen selbst tiefer eingelesen habe als der Berater. :wink: In den nächsten Tagen kommen noch zwei weitere Daikin-Partner vorbei. Einer davon wusste immerhin sofort etwas mit der Home-Assistant-Anbindung über Faikout anzufangen, ist zusätzlich Elektromeister und könnte neben der Klimaanlage auch gleich unsere Elektroverteilung modernisieren und eventuell sogar unsere beiden Marstek-Batteriespeicher offiziell anmelden.

PS. Die Raumhöhen betragen im EG 2,5m - im OG aufgrund der Dachschrägen von 35 Grad, in einem schmalen Mittelgang nur 2,3m.

Ich glaube nicht, dass du zwingend 4.2KW oder 5KW-Geräte brauchst.
Das Hauptproblem in deinem Fall ist vermutlich mehr die Wärmeverteilung denn der Wärmebedarf.

Bezüglich Multi vs. Single-Split.
Wenn du ein Außengerät sparen willst würde ich am ehesten die Schlafzimmer mit einer Multi versorgen und die anderen beiden Räume mit einer Single-Split.
Wenn du eh Faikout nutzen willst und Home-Assistant dann bekommst du die Taktprobleme der Multis damit gut in den Griff.
(Vermutlich wird bei der Raumgröße zur Taktvermeidung egal ob Multi oder Single sowieso eine Automation diesbezüglich hilfreich sein. Bzw böte sich halt an wenn du eh Home-Assistant hast)

Eine Frage die ich mir aber ganz generell stelle.

Ist denn generell Erfahrung mit Klimaanlagen und den Geräuschen die diese machen können vorhanden? Wenn du den Silent-Mode hervorhebst (der in größeren Räumen ob des Luftdurchsatzes eh nicht genutzt werden wird) scheint dir Lautstärke ja wichtig zu sein.

Bevor man es komplett tot diskutiert wäre daher die Frage.... ob man nicht vielleicht sinnvollerweise mit einem Raum beginnt, ein Jahr lang schaut ob das für einen gut ist und man damit klar kommt und dann den Rest nachzieht?

Nur als Einwurf.

Ansonsten würde ich bezüglich der Dimensionierung mal die Räume, exakten Dämmungen sehr genau der KI beschreiben und auch zusammen mit der NAT an deinem Standort.
Um einen etwas besseren Einblick zum Wärmebedarf zu bekommen.
Die Ergebnisse kann man dann wieder mit den Heizlast-Tabellen oder Eurovent-Daten der Anlagen vergleichen. Wenn man 20% Sicherheitspuffer draufrechnet sind die Ergebnisse der KI zur Anlagendimensionierung eigentlich absolut belastbar gut.

Da für Büro/Wohnküche nochmal möglichst genaue Werte zu haben wäre interessant.

Erscheint mir viel zu groß. Du musst unterscheiden zwischen "wird dort oben warm" und "wieviel Wärme pro Tag fließt da eigentlich rein". Und weil gut gedämmt ist, fließt recht wenig rein, also musst du auch nur wenig wieder raus transportieren. Natürlich speichern die Wände viel, man muss also frühzeitig damit anfangen und täglich einfach das an Wärmemenge wieder rausschaffen, was reingekommen ist.

Eine 3,5W wird da völlig reichen, die dann fürs Kühlen auch eher im unteren Drittel läuft.

Fürs Heizen reicht das auch.

Wohnküche: Bei 50m² ist das schon so eine Sache, ob da ein IG ausreicht von der Wärmeverteilung. Wenn aber schon ganz gut gedämmt, sollte es funktionieren. Kannst dort auch über eine Daikin Nepura nachdenken.

Gibts da einen konkreten U-Wert der Wand? Und weißt du überschlägig, wie viel kWh Wärme du pro Heizsaison ins Haus steckst?

@win und @leon596

Vielen Dank erstmal für Eure ausführlichen Feedbacks, welche wirklich sehr hilfreich für mich sind!

Zum U-Wert der Wände habe ich keine Daten, sowie auch keinen Jahres-kWh Wärmebedarf, da wir bisher fast ausschließlich mit Holz geheizt haben.

Wir kennen aus der Praxis (Hotels, Mobile Homes auf Capingplätzen, etc.,) die möglichen Geräuschkulissen beim Heizen und Kühlen. Den Silentmodus sehe ich daher auch nur perspektivisch als nice to have, wenn es denn mal passen sollte - z.B. Übergangszeit, etc. Es kann dann auch gut vorkommen, da wir nur noch zu zweit im Haus sind, dass im Winter im Schlafzimmer über Nacht die Klima bei geöffneter Tür aufbleibt und wir etwas Wärme aus der Wohnküche bekommen - so funktionierte das zumindest ausreichend gut auch mit/durch unseren Kaminofen in der Wohnküche. Wärmeverteilung mit nur einer Wandeinheit in der Wohnküche könnte ein Thema sein - nehme ich erstmal so mit und checke das auch nochmal mit den weiteren „Klimaexperten“, deren Besichtigungen hier noch anstehen - z.B. auch schon wieder heute Abend.

Mit der KI bin ich auch intensiv in Gange und finde die ersten Heizsaison-Verbrauchsschätzungen von 3.500 - 4.500kWh elektrischer Energie schon recht realistisch, wobei zumindest in den Übergangszeiten Oktober und März/April unsere PV und 10kWh Batteriespeicher schon was dazusteuern sollte.

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Die Frage ist, ob man ein Schlafzimmer sowieso überhaupt wirklich großartig heizt, wenn das Haus irgendwie gedämmt ist. Meistens will man es da ja etwas kühler haben und häufig kriegen die ja genügend Wärme von anderen Räumen mit. Das kann man ja testen, ob man die überhaupt heizen muss, wenn man da einfach Heizkörper o.ä. mal abdreht.

Zum Kühlen: Irgendeine Taktungsproblematik beim Kühlen ist mir eigentlich noch nicht wirklich bei Multisplit aufgefallen, hier mal als Beispiel meine 4er Multisplit (4MXM68) von Daikin am heutigen Tag:

Warum soll ein normaler Installateur sich bezüglich Faikout auskennen? Das ist ne absolute Nischensache, die hier im Forum relativ gut vertreten ist, aber ich behaupte mal, dass es das dann war. Zumal ich davon ausgehe, dass man mit derartigen Frickeleien relativ zügig mindestens die Garantie, ggf. je nach Defekt auch die Gewährleistung verliert.

Soll er ja auch gar nicht – und die meisten “normalen” Installateure tun das in der Regel auch nicht.
Der besagte Betrieb konnte es allerdings und hatte damit bei mir direkt den ersten Pluspunkt gesammelt. Zumal er auch bereit wäre, mich bei der Einbindung der Faikin-Module zu unterstützen.
Mir geht es bei der Gesamtkonfiguration übrigens gar nicht darum, ein oder zwei Außengeräte über Multi-Split einzusparen, oder einen Raum auszulassen. Mein Ziel ist vielmehr, für jeden Raum die technisch sinnvollste Lösung zu finden – und wenn das am Ende vier Single-Splits sind, dann ist das eben so.

Ich denke wir werden nun definitiv für diese Kombination gehen, dann insgesamt:

Geplante Konfiguration

Bereich Außengerät Innengerät Bemerkung
Wohnküche (ca. 50 m²) Daikin RXM42A9 Daikin FTXM42A Single-Split
Schlafzimmer 1 (ca. 16 m²) Daikin 2MXM40A9 Daikin FTXM20A Multi-Split
Schlafzimmer 2 (ca. 15 m²) (gemeinsames Außengerät) Daikin FTXM20A Multi-Split
Büro / OG (ca. 40 m²) Daikin RXM35A9 Daikin FVXM35A Single-Split (Truhengerät)

Elektrische Anschlusswerte

Außengerät Netzanschluss Eigener Stromkreis Leitung Absicherung
Daikin RXM42A9 230 V / 1~ / 50 Hz :white_check_mark: NYM-J 3×2,5 mm² 13–16 A*
Daikin 2MXM40A9 230 V / 1~ / 50 Hz :white_check_mark: NYM-J 3×2,5 mm² 16 A
Daikin RXM35A9 230 V / 1~ / 50 Hz :white_check_mark: NYM-J 3×2,5 mm² 13–16 A*

* endgültig gemäß Daikin-Montageanleitung, Typenschild und Auslegung durch den Elektriker.

Aufstellung der Außengeräte

  • Big Foot Bodenkonsolen oder vergleichbar
  • hochwertige Schwingungsdämpfer
  • vorhandene Gehwegplatten auf Kiesbett als Untergrund
  • ca. 35–40 cm Bodenfreiheit
  • ca. 20–30 cm Abstand zur Hauswand
  • ca. 50–60 cm Abstand zwischen den Außengeräten
  • keine Kondensat-Auffangwannen

Ein weiterer Vorteil meiner geplanten Positionen der Innengeräte ist, dass ich bei allen Geräten das Kondensat mit natürlichem Gefälle direkt nach außen führen kann. Dadurch werden keine Kondensatpumpen benötigt, was die Anlage einfacher, leiser und wartungsärmer machen sollte.

Passt das so ersteinmal?

Erwarteter Stromverbrauch (Schätzung)

Annahmen:

  • Schleswig-Holstein
  • EFH, Holzständerbau 1983
  • Dach 2018 auf KfW-55-Niveau saniert
  • Wohnküche ca. 21 °C
  • Schlafzimmer ca. 18–19 °C
  • OG/Büro ca. 20 °C (bei Nutzung)
  • Heizperiode Oktober bis März
  • gelegentlicher Betrieb des Specksteinofens nicht berücksichtigt
Bereich Erwarteter Stromverbrauch Okt.–März
Wohnküche (FTXM42A) ca. 1.600–2.400 kWh
Schlafzimmer 1 + 2 (2MXM40A + 2×FTXM20A) ca. 600–900 kWh
Büro / OG (FVXM35A) ca. 750–1.300 kWh
Gesamt ca. 3.000–4.600 kWh

Realistisch rechne ich aktuell mit etwa 3.300–3.800 kWh Strom für die komplette Heizperiode (Oktober bis März).

Durch die vorhandene 28-kWp-PV-Anlage dürfte insbesondere im Oktober, März und teilweise auch im November ein nicht unerheblicher Teil direkt aus der PV gedeckt werden.

Wieviel Energie hast du denn bisher fürs Heizen verbraucht?

Ich finde es übrigens relativ anstrengend zu lesen, wenn hier eigene und KI-generierte Texte zusammengemischt werden. Und dann sind irgendwelche völlig belanglosen Sachen (Größe PV-Anlage) noch fett gedruckt und man fragt sich warum.

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Da steht ziemliches Gedöns mit drin in dem KI-Zeugs

Das kann ich leider nicht genau beantworten, da wir das EG bislang überwiegend mit Holz bzw. unserem Specksteinofen beheizt haben. Die elektrische Fußbodenheizung lief praktisch nur im Bad im EG, und der 5-kW-Nachtspeicherofen im OG wurde lediglich gelegentlich zugeschaltet.

Diese Stromverbräuche können wir leider nicht mehr sauber nachvollziehen, da der separate Heizstromzähler im Zuge der PV-Installation 2021 demontiert wurde.

Die geplante Umrüstung auf Split-Klimaanlagen ist für unser Haus aus meiner Sicht ohnehin die sinnvollste Lösung, da wir weder einen Warmwasser-Heizkreislauf noch klassische Heizkörper haben. Außerdem werden wir voraussichtlich in zwei bis drei Jahren jeweils mehrere Monate im Winter nicht zu Hause sein. Dafür bietet sich eine Split-Klima natürlich an: Sie kann das Haus frostfrei halten und lässt sich bequem aus der Ferne überwachen und über Home Assistant steuern. Bez. bekommt dann auch unser Freund/Nachbar eine Einweisung wo, was, wie​:grinning_face:

Was denn, wenn ich mal fragen darf…:wink:

Warum Schwingungsdämpfer wenn Du BigFoots und Bodenaufstellung hast?

Warum 35-40cm Bodenfreiheit? Liegt bei Dir so viel Schnee? Oder gibts Überschwemmungen?

Bigfoods/Schwingunsgdämpfer ist ein KI-Punkt - hast Du sicherlich Recht…

35-40cm über Boden war aber auch gestern die Empfehlung vom Klimaspezi bei der vor Ort-Besichtigung. Außerdem haben wir beim geplanten Installationsort der Außeneinheiten auch recht viel Laubfall und Schrunz von Nachbarbäumen und Gestrüpp - dass sammelt sich windtechnisch immer an der Hauswand, bzw. in diesem Bereich - könnte das dann wie auch in anderen Breichen ums Haus einfacher mit unserem Laubbläser sauberhalten - ich sehe das rein praktisch.

Danke für Dein Feedback - ich dachte mir, das formatierte Übersichten generell besser zu lesen sind und auch „geschätzte“ Verbräuche übersichtlicher dargestellt werden.

Was mich zum Beispiel irritiert, wie bei so einer Hausgröße und ähnlichen „Leistungsgröße“-Außengeräte/Innengeräte Konfiguration Heizverbräuche von nur 350kWh/Jahr zusammenkommen können… In Minute 31:00

P.S. Habe noch nicht gecheckt, ob bei Ihm die Splitklima wirklich alleinig die primäre Heizquelle ist…

P.S. Laut einem älteren Video offensichtlich nicht die primäre Heizquelle…

Bei einem COP Faktor von 4,0 wäre 3.000-3.800 kwh ja 12.000-15.200 kw Wärmeleistung. Das ist schon heftig. Wohlgemerkt nur 6 Monate Heizperiode ...

Da hat die KI vielleicht Murks gerechnet ... :wink:

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Das stimmt mich positiv - von Weniger gerne mehr​:grinning_face:

Was ich auch gerade noch am klären bin, bzw. der Klimaspezi mit seinem Elektriker:

Es liegen ungenutzt im geplanten Installationsbereich der Außeneinheiten 2 Erdkabel:

1x 5 x 1,5qmm
1x 5x 2,5qmm

Die Erdkabel münden in einer unserer erweiterbaren Hausverteilungen und sind noch nicht aufgelegt. Ich hoffe, dass der Elktromeister hier zum Anschluss grünes Licht gibt - würde sicherlich einige €100 und Aufwand einsparen.