Daikin Perfera Bedarfssteuerung im Sommer

Bis dato habe ich einiges über das winterliche Verhalten gelesen. Da meine Anlagen einiges mehr verbrauchen als üblich, was sicher an der Bullenhitze von 40° und mehr liegen dürfte, habe ich mir gedacht, dass ich ein wenig mit dieser Einstellung herumspiele. Was soll ich sagen, ob ich 40% oder 50% oder keine Bedarfssteuerung habe, macht im Verbrauch kaum einen Unterschied.
Ich habe meine Anlagen erst seit einem Jahr und kenne sie deswegen noch nicht so gut. Ich probiere immer noch Sachen aus, aber in diesem Jahr hat vor allem meine 3.5kW Perfera laut Onecta ein Verhältnis von 1:5 was verbrauchter zu geleisteter Energie anbelangt. Letztes Jahr war die Tendenz eher 1:9. Ok, dieses Jahr haben wie andere Temperaturen, was ich an deutlich mehr Kondenswasser merke. Die Anlage produziert eine Menge. Sie steht auf 23 Grad und läuft auf Auto Gebläse. Im Prinzip läuft sie ständig und ich kann kaum einen Unterschied im Gebläse erkennen. Die Anlage steht in einem offenen Wohnzimmer. Die 2.5kW Anlage im Schlafzimmer, ein kleiner Raum mit geschlossener Tür, regelt dann runter und Onecta bringt ein Verhältnis von 1:8.

Mir ist bewusst, dass Onecta nicht so richtig aussagekräftig ist, aber der Vergleich zu letztem Jahr ist schon immens.

Macht die Bedarfssteuerung überhaupt beim Kühlen Sinn?

Hatte ich auch schon mal mit rumprobiert, aber so wirklich merke ich da jetzt nicht was.

Der Automatikmodus ist schon sehr ausgereift.

Die Bedarfssteuerung ist ja nur eine Limitierung der Gesamtleistung. Nehmen wir an, die Anlage hat sich eingeregelt und liegt bei 30% der Gesamtleistung, dann ändert deine Bedarfssteuerung auf 40% auch nichts mehr, da du ja schon bei 30 bist.

Anders sieht es aus beim Start, da verbraucht sie erstmal mehr, da würde es dann greifen und auf z.b 40% begrenzen, d.h dann in der Folge, das es länger dauert bis die Zieltemperatur erreicht wird, oder auch gar nicht, kann auch passieren

Wobei die Bedarfssteuerung beim Kühlen anders zu funktionieren scheint als beim Heizen.
Ich hab in meiner Kühlautomation genau wie beim Heizen (eher als Rückfallebene) eine Deckelung bei 40% Demand eingebaut sobald die Temperatur erreicht ist.
Grund ist bei mir eher Regelungsspitzen zu vermeiden weil ich mit externen Temperatursensoren arbeite und dadurch sehr häufig die Solltemperatur am Innengerät verändert wird via Faikin.

Was mir aber aufgefallen ist;
Die Leistungswerte vom Heizen gelten nicht.

Während die kleine 2KW Perfera beim Heizen nie über 185 Watt geht habe ich beim Kühlen bei 40% Demand bei den aktuell hohen Außentemperaturen häufig auch schon Werte bei an die 300 Watt gesehen.
(Ob das noch höher steigen würde wenn der Sollwert bei 40% Demand einen noch größeren Kühlbedarf vorgaukeln würde hab ich nicht probiert)

Wobei es am Ende ja auch keinen Sinn macht per Demand die Leistung unbedingt zu limitieren weil dann wird es ja nicht mehr kalt. Und wenn es kalt genug ist regelt die Anlage sowieso von selbst runter. Dafür regelt Daikin gut genug damit das hinhaut.

Die Temperaturen machen in der Tat sehr viel aus.

Das ist jetzt nur mal die besagte 2KW Perfera die ich habe.
Bei 22°C Zieltemperatur Innen ist der Wirkungsgrad bei Außentemperaturen bei den Partload-Bedingungen der Tabelle folgendermaßen:

20 -> 7,4
25 -> 6,4
30 -> 5,7
32 -> 5,5
35 -> 5
40 -> 4,4

Die Heiztabellen werden um es zu schönen höufig bei der maximal möglichen Lüfterstufe oder aber einer mindestens sehr hohen Lüfterstufe ermittelt. Auf Auto ist der Lüfter meist nicht auf Maximum. Das macht den Wirkungsgrad schlechter. Ist die Stromaufnahme höher, macht auch das wieder den Wirkungsgrad schlechter.

woher kommt diese Tabelle? Ich kann die bei Daikin nicht finden.

Ab Seite 27

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Ich arbeite im Sommer nur bei geringen Lüfterstufen und strebe dabei Ausblastemperaturen von unter +10°C an. Die niedrige Verdampfungstemperatur drückt zwar die Effizienz ein wenig, trocknet die Luft aber prima, hält das Geräusch minimalst leise und die Zugluft gering. Dadurch habe ich automatisch eine Leistungsbegrenzung, abhängig von der Lüfterdrehzahl. Wo die liegt, sehe am Stromverbrauch der Shellys im Sicherungskasten.

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Ah hab die via google nur für die R Geräte zuvor gefunden. schon ein großer Unterschied zwischen R und A. Teils quasi 20% effizienter bei sehr hohen Temperaturen und ähnlicher Lautstärke. Die zusätzliche Größe ist es echt ein seh großer Unterschied - leiser und trotzdem effizienter.

Es hängt viel mehr von den baulichen Gegebenheiten als von der Bedarfssteuerung hab. Wir haben einen zum Wohnzimmer hin offenen Wintergarten mit Südost-Ausrichtung. Mit aktivierter Bedarfssteuerung (auch bis 95% freigegeben) reichte die Kühlleistung nicht aus, um auch nur annähernd auf die Zieltemperatur zu kommen. In den anderen, thermisch weniger belasteten Räumen, war die Zieltemperatur zwar erreichbar, aber es hat vergleichsweise lang gedauert, im ersten Schritt eine spürbare Senkung der Raumtemperatur hinzubekommen.

Läuft die Klima 24/7, dürfte die Bedarfssteuerung bei gut dimensionierten IGs eine untergeordnete Rolle spielen. Sind die IGs tendenziell zu klein dimensioniert, wird die aktivierte Bedarfssteuerung das Erreichen der Zieltemperatur verhindern, bei tendenziell zu groß dimensionierten IGS spielt sie keine Rolle, weil die Anlage in der Leistung sowieso nicht sehr hoch gehen muss.
Aus den genannten Gründen laufen bei uns alle Geräte beim Kühlen ohne Bedarfssteuerung, während ich beim Heizen ausschließlich mit automatisch nachgeregelter Bedarfssteuerung arbeite.

Die Modulation nach unten klappt bei der 2MXM40 aus meiner Sicht, auch bei nur einem aktiven IG, sehr gut:

Bei ATs unterhalb der Tropengrenze kommt die 2MXM40 auch ohne Bedarfssteuerung, sowohl mit einem als auch mit zwei aktiven IGs, unter die 100W-Marke:

Wenn man den Montag letzter Woche mit dem Samstag vergleicht (AT fast 10K unterschied), sieht man, dass die 2MXM40 auch ohne Bedarfssteuerung ziemlich Energieeffizient unterwegs ist:

Damit man die Leistungskurven besser einschätzen kann, sind Stromverbrauch und erreichte Kühlleistung (interpoliert aus den Eurovent-COPs nach AT) vielleicht hilfreich:

Meine Erfahrung sagt, im Kühlbetrieb Finger weg von der Bedarfssteuerung.

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