Daikin Perfera - 2.0 vs. 2.5

Moin zusammen,

ich möchte jetzt endlich auch meine erste Split Klima anschaffen, stehe aber vor folgender Entscheidung bei der ihr mir hoffentlich helfen könnt:

Ausgangslage: KfW 55 Haus, Obergeschoss soll gekühlt und in der Übergangszeit geheizt werden.

Frage: Nehme ich besser die Perfera 2.0 (RXM20A + FTXM20A) oder die Perfera 2.5 (RXM25A + FTXM25A) als Single Split? Rechnerisch würde die 2.0 ausreichen. Die 2.5 würde Reserven bieten - haben ist besser als brauchen.

Welche der beiden Anlagen kann am weitesten herunter modulieren? Kann die Perfera 2.5 genauso weit runter modulieren wie die 2.0?

Danke euch und Grüße

Du lieferst zu wenig Informationen über den Einsatzort (zu beheizende/kühlende Fläche, OG mit einem oder mehreren Räumen, OG nach unten offen oder abgeschlossen Etage, ...)

Der Grundsatz "Haben ist besser als brauchen" gilt für den geplanten Einsatzzweck nur bedingt. Die 2,5er wird in der Übergangszeit vermutlich zu viel Heizleistung bieten und ins Takten geraten.
Das Kühlen von mehreren Räumen über ein IG funktioniert nicht gut bis gar nicht.
Bei einem offenen Treppenhaus wird die meiste Kälte nach unten verschwinden.

Genau das ist der Hintergrund meiner Frage, kann die 2.5er genau so weit runter modulieren wie die 2.0er? Da die Daikin mit dem Faikout Modul gesteuert werden soll, muss ich mich nicht auf die Daikin Regelung verlassen. Voraussetzung ist jedoch, dass die 2.5er genauso weit runter gehen kann wie die 2.0er.

Grüße

Die Antwort findest Du doch in den passenden Datenblättern.

Sehr wahrscheinlich ja, weil die baugleich sein sollten. Schau dafür am besten in den Eurovent-Daten Heating Cond D.

Infos zu Eurovent findest du hier:

Datenblätter geben niemals Auskunft über die tatsächliche Mindestleistungsaufnahme. Entweder fehlen sie komplett oder die Angaben sind in der Regel falsch. Ich habe noch nie ein Datenblatt gesehen, das mit den tatsächlichen Messwerten übereinstimmte.

Diese Werte kann man nur durch eigene Messungen ermitteln.

Aber wahrscheinlich gibt es hinsichtlich der niedrigen Modulation keinen Unterschied zwischen den 2,0- und 2,5-kW-Geräten. Daikin spielt mit Software und Lüftergeschwindigk

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Selbst, wenn die Mindestleistungsaufnahme nicht explizit vermerkt ist, bekommt man raus, ob und wie sich Geräte unterschiedlicher Leistungsklassen unterscheiden.
RXM20 und RMX25 sowie FTXM20 und FTXM25 sind danach technisch identisch.

In der Zwischenzeit habe ich jetzt doch ein Datenblatt von Daikin gefunden.

Laut dem Datenblatt haben die 2.0er und die 2.5er genau die gleiche minimale elektrische Leistungsaufnahme. Nur in den höheren Taktstufen unterscheidet sich die beiden Anlagen.

Das heißt für mich, dass ich aktuell zu der 2.5er tendiere. Untenrum verhalten sich beide gleich, die 2.5er hat aber obenrum mehr Reserven. Oder habe ich etwas übersehen?

daikin-rxm-a-aussengeraet-technische-daten.pdf (3,6 MB)

Wir haben zwar mehr Heizbedarf, laut Klimabauer hätte eine 20er für unsere Räume gereicht. Wir haben uns aber aus den bereits genannten Gründen auch für 25er entschieden und sind sehr zufrieden.

Bist du mit “in der Übergangszeit geheizt werden” sicher?
Bzw was nutzt du sonst zum Heizen?

Frage aus dem Grund, dass in den allermeisten Anwendungsfällen auch im Winter die Split-Klima die kosteneffizientese Heizmöglichkeit sein könnte. Und die Perefas laufen auch um 0°C noch effizient in der Regel.
Ich würde nochmal ausrechnen wie viel Heizlast in dem Bereich nötig wäre wenn du auch im Winter heizt, ob das funktioniert und auf welche Anlage die Wahl dann fallen würde.

Ein nicht unbeachtlicher Teil der Kosten die man beim Split-Einbau hat sind ja auch die Montagekosten.
Nicht, dass man merkt es wäre eigentlich auch im Winter perfekt… aber die Anlage ist dann doch zu klein.

Der Unterschied zwischen der 2-3,5KW-Version bei der Perfera ist aber eigentlich nicht sonderlich groß beim Heizen. Sehr viel kleiner, als die Modellbezeichnung es vermuten lässt.
Rein von der unteren Modulation sind die Anlagen generell aber ähnlich.

Die 100-Watt-Grenze die häufig rumgeistert wird aber nicht so häufig erreicht.
Es ist häufiger mehr um 130-140 Watt aus meiner Erfahrung und kann auch auf die gewählte Innentemperatur ankommen.

Aktuell heizen wir mit Holzpellets (0,06€/kWh) und haben einen wasserführenden Stückgut Holzvergaser (0,07€/kWh) im Wohnzimmer. Wie weit die Perfera dann die Heizung ersetzt bzw. unterstützt wird sich dann im Betrieb zeigen - aber ja, bis ca. 0°C hatte ich schon vor die Klima als Unterstützung laufen zu lassen.

Bzgl. 3.5er: ja, die braucht in der niedrigsten Stufe laut dem Datenblatt nur 10 Watt mehr, Ich befürchte sie wird aber öfter ins Takten kommen, da sie auch mehr kW dann in den Raum gibt. Das habe ich ich im vergleich zu 2.0er vs 2.5er nicht, zumindest laut Datenblatt.

Vergiss die Daikin Datenblätter, die sind sehr oft falsch hoch bei der Mindestleistung. Schau dir die Eurovent-Daten an, wie oben geschrieben. Das sind reale Messwerte.

Es ist nicht immer gesagt, dass die Anlage unter allen Umständen die Modulation erreicht, wie bei Heating Cond D, aber wenn beide Anlagen da nahe beieinander liegen, verhalten die sich sehr wahrscheinlich ganz ähnlich.

Bei der 2 kW und 2,5kW Perfera ist es sehr wahrscheinlich, dass die gleich modulieren. Zumindest in dieser Hinsicht stimmt dann auch das Daikin Datenblatt. Also der relative Vergleich stimmt meist.

Nur als kleiner Einwurf;

Wenn du technisch ein kleines bisschen Affin bist kannst du ein Faikout ESP32-Board kaufen mit passendem Adapterkabel.
Dazu ein Xiaomi-Mi2-Thermometer.
Darauf eine Custom-Firmware flashen (gibt ein GitHub-Projekt wo man die Token mit extrahieren kann wenn das Thermometer von Xiaomi schreibgeschützt ist) und darüber kannst du über das externe Thermometer im Faikin Auto-Mode dann eine Hysterese einstellen.
Nennt sich Thermostat-Mode in den Faikout-Settings.
(Heatover -2 oder -3 muss man ausprobieren)

Materialaufwand ca 40-50€. Okay, und natürlich Zeit und Muße. Muss man wollen und Motivation haben. Sonst besser bleiben lassen denn ein paar einige Stunden gehen da schon drauf. :grinning_face:

Die Hysterese reduziert die Zahl der Taktvorgänge gravierend in den Übergangszeiträumen wenn die Anlage sehr nah an der untersten Modulation arbeiten muss bzw. der Leistungsbedarf eigentlich unter der untersten Modulation liegt.

Tagesstromverbrauch 5.November 1,78kwh
Zahl der Taktvorgänge…. hoch. Und die Anlage neigt dazu in den Situationen den Raum auch 1-1,5°C zu überheizen.

Hier mal später im Monat ein Screenshot wo gleich 2 Tage abgebildet sind.
Tage haben ungefähr vergleichbaren Heizbedarf verglichen zum ersten Screenshot
(Läuft halt wenn sie läuft 20-30 Watt höher in diesem Fall weil Heat-Over noch nicht gut eingestellt war)
Taktvorgänge auf erträglichem Maß weil die Taktpausen sinnvoll lang sind. Und die Temperatur ist dann halt auch so wie sie eingestellt ist.

Also will nur sagen, es gibt für alles auch Lösungen und Verbesserungen.
Nur nicht out of the box.

Wobei ich behaupten würde, dass sich 2/2,5/3,5kw in der Praxis was die unterste Modulation angeht wirklich kaum unterscheiden sollten.

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Hi,
keine Ahnung ob du auch eine Förderung beantragen willst/kannst, aber nicht alle Kombinationen von den Daikin Geräten sind förderfähig. Daher habe ich mich aktuell für die 2,5er mit der Multisplit entscheiden müssen.

Falls ja, Daikin kann das relativ einfach beantworten .

Für mich ist die Entscheidung jetzt gefallen: Es wird die Perfera 2.5 zusammen mit Faikout und Steuerung über Home Assistant.

Danke euch allen, sobald alles läuft werde ich berichten

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