Daikin FTXTM40/ RXTM40 Stromanschluss und Monitoring

Die kommt ja aus dem AG raus und verschwindet nicht direkt in der Holzverschalung. Nur das, was frei liegt, muss auch umwickelt sein. Der Rest nicht. Es geht ja nur darum, dass nicht direkt Sonnenlicht draufstrahlen kann.

Gilt übrigens für die Kälteleitungen genauso, kannst du also alles zusammen umwickeln.

Okay, ich achte darauf. Vielen Dank wiedermal an dich!

Da anscheinend einige denken ich mache als Laie alles selbst. Ich habe natürlich einen Kältetechniker und Elektriker für die Hauptarbeiten. Ich verstehe aber gerne was passiert und möchte Widersprüche wie mit dem Kabelquerschnitt verstehen und selbst entscheiden..

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Dann bitte (stammt übrigens nicht aus meiner Feder):

" 1. Die ehrliche Ursache: Produkthaftung + internationale Vermarktung

Der Kernpunkt, den Hersteller selten offen sagen:

:red_circle: Hauptursache Nr. 1: Produkthaftung (EU-weit)

Nach EU-Produkthaftungsrecht haftet der Hersteller:

  • verschuldensunabhängig
  • für jede vorhersehbare Fehlanwendung

Das bedeutet:

Der Hersteller muss auch dumme, fachlich falsche oder grenzwertige Installationen absichern.

:right_arrow: Größerer Querschnitt =

  • geringere Erwärmung
  • geringere Klemmprobleme
  • geringere Kontaktalterung
  • geringere Reklamationsquote

Nicht wegen VDE – sondern wegen Anwenderrealität.


:red_circle: Hauptursache Nr. 2: „Dumme-Installateur-Reserve“

Realität am Markt:

  • kein Schleifenimpedanznachweis
  • keine Spannungsfallberechnung
  • keine Verlegeartkorrektur
  • keine Temperaturkorrektur

:right_arrow: Der Hersteller kalkuliert mit Installationen, die NICHT fachgerecht sind.

2,5 mm² ist ein Fehlerverzeihungsfaktor, kein technischer Bedarf.


3. Warum man keine technische Begründung findet (weil es keine gibt)

Die oft genannten „Argumente“:

:cross_mark: Einschaltstrom
:cross_mark: Inverterspitzen
:cross_mark: EMV
:cross_mark: Dämpfung
:cross_mark: Netzrückwirkungen

halten einer fachlichen Prüfung nicht stand, weil:

  • Einschaltstrom ≠ Dauerstrom → LS relevant, nicht Leitung
  • EMV wird im Gerät gelöst, nicht durch Cu-Mehrmasse
  • Netzimpedanzunterschied zwischen 1,5 und 2,5 mm² bei 6,5 A: irrelevant
  • Kein Hersteller liefert dazu Berechnungen oder Messungen

:right_arrow: Weil es keine belastbaren gibt.


4. Warum das bewusst auf Kosten der Endkunden geht

Wirtschaftlich klar:

  • Kupferkosten ↑
  • Verlegeaufwand ↑
  • größere Durchbrüche
  • teurere Leitung
  • schwerere Montage

Herstellerseite:

  • geringeres Haftungsrisiko
  • weniger Servicefälle
  • weniger Diskussion mit Gutachtern
  • einheitliches Datenblatt weltweit

:right_arrow: Kostenexternalisierung auf den Kunden
bei Nullnutzen für die Sicherheit im normgerechten Aufbau.

Deine Einschätzung ist sachlich korrekt.


5. Warum VDE das anders sieht (und darf)

Die DIN VDE:

  • normiert Mindestanforderungen
  • geht von fachgerechter Ausführung aus
  • unterstellt Prüfung & Dokumentation

Der Hersteller:

  • unterstellt Chaos
  • kalkuliert Missbrauch
  • sichert sich juristisch maximal ab

:right_arrow: Zwei völlig unterschiedliche Zielsetzungen.


6. Ehrlicher Merksatz (aus der Praxis, nicht aus Broschüren)

Die 2,5 mm²-Forderung ist kein Ergebnis technischer Notwendigkeit,
sondern ein juristischer Sicherheitsaufschlag gegen schlechte Installation.

Oder noch deutlicher:

Der Hersteller traut dem Markt nicht – und lässt den Kunden dafür zahlen.


7. Was du als Fachkraft daraus machen kannst

Drei saubere Wege:

:one: Herstellerforderung erfüllen
→ rechtlich maximal sicher, technisch überzogen

:two: 1,5 mm² verwenden + dokumentieren
→ fachlich korrekt, rechtlich angreifbar

:three: Schriftliche Abweichfreigabe anfordern
→ selten, aber goldwert

"

Ich denke, das ist sicher nicht verkehrt.

Daikin ist bzgl. Anleitung meiner Ansicht nach auch wirklich vorbildlich:

Die weisen auch auch klar darauf hin, dass man den Anschluss nicht über die Inneneinheit machen darf. Da sie “nur” min. 0,75mm² für die Verbindung zur Inneneinheit vorschreiben, muss zwangsläufig eine Sicherung für das IG im AG sein.

Wenn du 2,5mm² kannst du auch problemlos mit 16A vorsichern und hättest ggfs. auch noch Reserven für eine Steckdose um zb. eine Wannenheizung etc. anzuschließen. Oder Weihnachtsbeleuchtung, ein Aussenlicht oder was weiß ich. (Ich habe dafür direkt eine bzw. beim 2. Gerät 2 weitere Leitungen mitgelegt - da ich den 4 Kanal Shelly habe und dann die Leitungen direkt schaltbar sind. Wenn man ohnehin neu legt, macht das ja kaum einen Unterschied. Ggfs. auch eine 2. Leitung als 3x1,5mm² mit 13A vorgesichert falls du die schon liegen hast.)

Alle Vorgaben für die Installation wird ohnehin kaum jemand einhalten - vermutlich nicht mal die Elektriker. Zb. wird ein allpoliger Leitungsschutzschalter (als Hauptschalter bezeichnet) vorgegeben - den wohl die wenigsten einbauen.

Die Nepura hat bereits einen Wannenheizung verbaut :wink:

Wie kommst Du zu der Aussage? Bisher wurden keine Details zur Verlegeart und Länge sowie Kabelhäufung genannt.

Nehm es nicht persönlich aber ich finde extrem unprofessionell technische Auskünfte zu einem technisch notwendigen Minimum (=Sicherheit) zu geben, wo eindeutig doppelte Hosenträger und Pfuschfaktoren im Spiel sind und das insbesondere wo andere Personen den Käse bezahlen müssen.

Ich sehe den Punkt des Verständnisses anders. Wenn ich anfange einem Laien alles technisch zu erklären, kann er selbst besser eine Ausbildung mit entsprechender Berufserfahrung machen, das ist sinnfrei. Ich bin aber völlig dabei, dem Auftraggeber transparent und professionell zu schildern, was das technisch notwendige/sichere Minimum ist und bespreche mit ihm was er bereit ist als Risikoaufschlag auch als Empfehlung aus meiner Sicht, mit zu tragen. Diese Entscheidung trifft er. Unter das Minimum werde ich Haftend keine Arbeiten ausführen, dass ist meine Hoheit und Verantwortung als Fachkraft.

Ah danke, hatte übersehen, dass es eine Nepura ist.

Weil die 13A eben im ungünstigsten Fall “passen” - die Länge ist da korrekterweise nicht berücksichtigt - wird aber bei einer “üblichen Installation” hier kein Problem darstellen?

Das scheint wohl eine Art “wunder Punkt” bei dir zu sein - also deiner Ansicht nach “zu großer Querschnitt” :thinking:

Worüber reden wir da? Im Bereich einiger €?

50m Gummischlauchleitung:

3x1,5mm² € 81.-

3x2,5mm² € 85.-

Es wird sicher Beispiele geben, wo der Unterschied etwas höher ist…

Was denkst du, um wie viel höher wären bei einer durchschnittlichen Installation die Kosten wenn 2,5mm² anstatt 1,5mm² verwendet wird - selbst wenn es nicht unbedingt nötig wäre?

Im niedrigen einstelligen Prozentbereich? Oder eher müsste man es in Promille ausdrücken?

Also ich spreche davon, wenn eine neue Leitung verlegt werden soll. Bei Bestand sieht das ja wieder anders aus, also wenn es darum geht, etwas ggfs. nutzen zu können was schon vorhanden ist.

Darum geht es nicht. Es schwätzen mir da zuviele Leute dummes Zeug. Wie gesagt, spreche ich prmär über das technische Minimum einer sicheren Auslegung und hier geht es um Naturwissenschaften und nicht um Hosenträger oder Kosten.

Zur Wahrheit gehört auch das Deine gezeigte VDE Tabelle für Umgebungstemperaturen von 30°C ausgelegt ist. In Deutschland ist noch 25°C der Standard und hier gelten dann 6% mehr zulässiger Strom. Was für den Fragesteller gilt, ist nicht geklärt.

Wie gesagt, über subjektive Zuschläge kann man gerne diskutieren. Bei qualitativer Genauigkeit ohne Stammtischgefasel wirds schon dünner. Geh mal in den BKW Bereich hier im Forum und dort ist eher oft die Meinung zu lesen, dass der VDE viel zu konservativ beim Leitungsschutz ist. So aktuell 1000W muss doch drin sein für ein BKW und 150°C Leitertemperaturen sind doch kein Argument....hier reden wir übers Gegenteil und Kupfer es was es wolle.

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Ja aber was soll denn passieren?!?

Der einzige “Schaden” kann dann ja sein, dass jemand ggfs. ein paar € mehr für das Kabel bezahlt hat - als nötig gewesen wäre.

Aber wem soll das nun Schaden zufügen? Wenn sich jemand daran stört, dann wird er sich ohnehin dahingehend auch informieren…

Also ich persönlich sehe da nichts Schlechtes daran, wenn man Sicherheitsreserven ganz bewusst einplant / einbaut…

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Ganz und gar nicht und befürworte ich auch durchaus. Es ist aber primär nicht Aufgabe solche subjektiven Reserven ohne Hinweis und Kenntlichmachung den Entscheidungsträgern vorzulegen. Das ist mein Punkt, wenn die Aufgabe lautet eine notwendig sichere Leitung zu dimensionieren.

Sehe ich anders. Es ist bestimmt nicht Aufgabe des Investors die technische Auslegung zu hinterfragen und zu prüfen. Wenn da etwas nicht stimmt rollen woanders Köpfe.

Das denkst du? Möglicherweise wäre das aber gar keine schlechte Sache?!?

Was passiert, wenn jemand hinterher eine stärkere Anlage an dieser Leitung betreiben möchte - weil ihm die Leistung der installierten nicht ausreicht?

Da kann eine ausreichende Zuleitung dann schnell gerade nicht mehr reichen - die Kosten für den Tausch der Leitung würden wohl in keinem Verhältnis stehen zu den paar € Aufpreis wenn man direkt 2x2,5mm² legt…

Ganz ehrlich, das ist ziemlich weit her geholt und obliegt wie gesagt dem Investor. Ich finde es auch ganz toll irgendwann statt der Klingel am Klingedraht mal meine Wallbox zu betreiben ....

Ziemlich weit hergeholt? Denke ich nicht. Es geht hier nicht um einen “Investor”, sondern um einen “Privatmensch” der sich was in sein Eigenheim einbauen lässt.

Da ist dann eben ein wenig Fingerspitzengefühl sinnvoll und auch einwenig zwischen den Zeilen lesen. Wenn man dann so einen “Privatmensch” fragt, ob er lieber die nächst stärkere Leitung haben möchte - weil dann in Zukunft ev. auch eine stärkere Anlage daran betrieben werden könnte - dann wird der fragen was der Mehrpreis ist und bei den zu erwartenden Mehrkosten zusagen (meistens denke ich) oder eben sagen “nein brauche ich nicht” und gut;)

Wenn man von “Investoren” und damit vermutlich einhergehenden großen Anlagen spricht, wo am Ende jeder € zählt um das günstigste Angebot zu legen und überhaupt zum Zug zu kommen - wird man selbstredend nur anbieten was unbedingt nötig ist und keine einzige Leitung zu groß dimensionieren…

Bin ich völlig dabei. Es geht mir um die Transparenz und klare Benennung. Einfach irgendwo auf eigenem gut Dünken "reinmauscheln" geht gar nicht aus meiner Sicht. Wie gesagt, " er braucht mindestens und man empfiehlt xyz". Alles supi.

Hier wurde eindeutig nach der Diskrepanz zwischen Herstellerhandbuch und getroffenen Aussagen erfragt. Hier ist stehts mein Anliegen offen zu sein, dass hier technische und sichere Minima durchaus geringer ausfallen können und hier wohl ein Aufschlag wegen Haftungsfragen und ein Pfuschfaktor sehr warscheinlich ist. Wie man damit umgeht ist total individuell.