Daikin ARXM25A + ATXM25A mit Leistungssprüngen und Taktung

Ich brauche mal Unterstützung bei den Einstellungen unserer ARXM25A und ATXM25A. Folgendes Verhalten stellt sich aktuell ein wie auf den Grafanamitschnitten zu sehen.

Sollraumtemperatur: 22,5°C
Außentemperatur zu der Zeit: ca. 6-7°C
Beheizte Fläche: ca. 58m²
Gebläseleistung IG: Stufe 2 von 5
Modus: nur heizen

Gemessen wird die Leistungsaufnahme mit einem Shelly PM mini gen3 - zuvor hatte ich einen Abgleich mit einem Energiemessgerät und einem 2kW Heizlüfter gemacht, der Shelly liefert recht genaue, also bis auf +/-2W, Leistungswerte, bezogen auf rein ohmsche Last. Leider geben die PM mini keinen Leistungsfaktor aus.

Mir ist klar, dass die aktuelle Heizlast unter dem Minimum der Modulation des AG liegt. Allerdings ist mir nicht ganz klar warum kurz vorm Abschalten, also Takten, die Leistungsaufnahme noch mal einen großen Sprung nach oben macht. Sinnvoller wäre es doch, wenn das AG immer mit min. Leistung, ca. 140W, arbeitet und dadurch das Takten reduziert werden könnte.

Verlauf letzte 1h:

Verlauf letzte 3h:

Verlauf letzte 12h:

Jetzt stellt sich mir nur die Frage an welchen Einstellungen man noch drehen kann um das Verhalten etwas mehr zu glätten. Vielleicht hat jemand da noch einen Tipp für mich?

Ich sehe keine Notwendigkeit, da was zu glätten. Es kann eine Strategie der Anlage sein, vor dem Abschalten nochmal etwas mehr Wärme reinzuschaufeln, damit die Taktpause sich verlängert.

2-3 Takte die Stunde sind vollkommen ok und wirken sich kaum auf die Effizienz aus. Geht auch nicht anders, weil jetzt in der Übergangszeit der Raum einfach noch nciht so viel Wärme braucht, so dass bei unterster Modulation die Anlage dann abschalten muss.

ist die Frage, ob das nicht Intervalle der Ölrückführung sind. D.h. der erhöht die Kompressorfrequenz und weil es dann zu warm wird, schaltet sie nicht ab. Nicht andersherum, es gibt auch Erhöhungen ohne Abschaltung danach.

Legt sich wahrscheinlich auch, wenn sie nicht mehr auf kleiner Frequenz läuft.

Bist Du dir da sicher? Mir kommen die ~140W hoch vor. Da komme ich mit meiner ATXD35 defintiv weiter runter. ca bis 100/110W. Hast Du mal mit Econo und der Bedarfsteuerung etwas probiert einen kleineren aber durchgängieren Lauf zu erzielen? Econo einschalten und Bedarf mal reduzieren auf ein Minimum (40%)?

Econo und BedarfssteuerunG sollte man nicht unbedingt zusammen verwenden zumindest laut dem Bedarfssteuerungsthreaad

Okay, dann werde ich mit der Bedarfssteuerung mal etwas experimentieren und schauen wie es dann mit der Leistungsaufnahme aussieht :+1:

edit: Dabei stelle ich fest, was auch hier in den ensprechenden THemen schon mehrfach erwähnt wurde, die Onecta App steuert die Anlage alles andere als stabil. Eben noch die Bedarfssteuerung auf 40% gesenkt, steht sie ein paar Minuten später von selbst wieder auf 100%…

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Ist für mich nicht zwingend ein direkter logischer Zusammenhang zu Deiner Frage mit den Leistungsspitzen vor dem vielleicht “Takten”. Aber die geglaubt erhöhte Leistungaufnahme und das doch sehr häufige “Takten” finde ich komisch. Sowas sehe ich bei mir in der Form gar nicht an der Daikin. Daher der Vorschlag ob eine leicht angepasste Bedarfsteuerung vielleicht das Problem schon löst.

Öhm, ja den Vorschlag hab ich doch auch angenommen :slightly_smiling_face:

Ich hatte bisher über die Leistungsaufnahme fest gemacht, dass es nach meinem Empfinden häufig taktet und dass die Leistungsaufnahme häufig vor dem OFF-Takt noch stark ansteigt. Um hier eine Glättung herbei zu führen könnte ich mir an der Stelle vorstellen, wenn die Leistungsaufnahme konstant bliebe, dürfte das Takten seltener geschehen. Oder noch besser, wenn auch meine Anlage statt 140W nur auf 110W laufen würde, bräuchte sie vielleicht gar nicht mehr takten oder zumindest deutlich weniger.

Alles supi, wollte nur anmerken auf dass mir bewusst ist dass ich vielleicht nicht 100% auf Deine Frage geantwortet habe und nur indirekt einen Lösungsansatz vorschlage :).

denk nochmal über die Ölrückführung, siehe oben, nach…

Wenn die Anlage mit 110W laufen würde, wäre es im Haus zu kalt, sonst würde sie ja schon mit weniger Leistung laufen.

Das ist ansich ja eine plausibel klingende Möglichkeit.

Ich stehe da aber beim Verstehen der Regelung und der Anlage an sich noch ganz am Anfang. Wenn 140W prinzipiell schon zu hoch sind und auf der App ein Istwert-Raumtemperatur von 24°C angezeigt wird obwohl der Sollwert bei 22,5°C liegt, warum sind die Pausen dann nicht länger, oder warum regelt sie nicht gleich weiter runter bzw. startet gleich so hoch?

Die Anlage hält eine bestimmte Temperatur dann sehr genau und hat nur eine kleine Hysterese von vielleicht 0,5 Grad. Sinkt die Temperatur also nach Abschaltung um 0,5 Grad springt sie wieder an. Im Altbau bei recht kühlen Wänden geht das dann ganz schnell. Im gut durchgewärmten und gut gedämmten Neubau dauert es entsprechend länger.

Unser Altbau ist in der Räumlichkeit wo sich die Anlage befindet bereits auf U-Wert von 0,19 W/(m²K), Fensterflächen und ggs. vorhandene Wärmebrücken mal ausgenommen, gedämmt. Verfügt damit also aufgrund der Massivbauweise über eine excellente Dämpfung.

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Da gibt es jetzt, zumindest was die Dämpfung der zuvor relativ stark schwankenden Leistungsaufnahme angeht, eine deutliche Verbesserung seit dem die Bedarfssteuerung heute Morgen aktiviert wurde:

Jetzt geht das Experiment noch mal weiter mit dem Senken der Solltemperatur um mal zu schauen wie weit die Anlage runter moduliert. Bisher haben wir die Solltemperatur bewusst hoch angesetzt weil Strom bisher noch im Überfluss da war :slightly_smiling_face:

@dieter_p Allerdings eine Frage noch dazu: Wenn nun die gewünschte Raumtemperatur nicht mehr erreicht wird, z.B. weils draußen kälter wird, dann muss der % Wert in der Bedarfssteuerung angehoben werden richtig? Das ginge dann also nur über empirische Ermittlung?

@thaistatos Die Theorie mit der Ölrückführung sollte damit quasi ungültig werden :thinking: :slightly_smiling_face:

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So ist meine Beobachtung. Die Bedarfsteuerung ist so “mächtig” dass man mit zu niedriger Einstellung nie die Solltemperatur errreicht und bei zu hohem Wert überheizt er mir den Raum.

Jetzt in der Übergangszeit fahre ich mit 30-50% und im Winter geht unter 50% eigentlich gar nicht mehr bei mir, wenn ich noch irgendwann auf Soll kommen möchte. Aber das ist natürlich sehr individuell.

Ah, okay. Ich komme über die App gar nicht auf unter 40%

Ja normal, das schafft man meistens nur übers Faikinmodul.

Ist möglich.

Nur ging parallel auch die AT hoch.

Ich würde es trotzdem weiter beobachten.

Ähnlicher kann ich auch berichten. Ist zwar eine FTXM35A aber das Außengerät ist das gleiche. Die Leistungsaufnahme von 155-165 W kann ich bestätigen.

Das erste Diagramm zeigt die Werte von vor zwei Wochen bei einer Außentemperatur von ca. 13 ºC und Soll von 21 ºC. Alles auf Auto und Heizen. Wie üblich ist die Raumtemperatur 2-3 Kelvin höher als Soll. Die Leistungsaufnahme um 19:20 war tatsächlich ca. 900 W. Wird in der Anzeige nicht aufgelöst

Das zweite Diagramm zeigt die Werte von heute mit Econo und Gebläsestufe 2. Soll 19 ºC und Außen 9 ºC.

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