ich plane, mir eine 4-fach Multisplit-Klimaanlage selbst einzubauen. Die Kabel könnten durch den stillgelegten und vom Schornsteinfeger bereits freigegebenen Kaminschacht (25x25cm) in den Keller laufen und von dort relativ problemlos in den Vorgarten. Die KI sagt mir jetzt, ich müsste die Kabel im Kaminschacht und im ungeheizten Keller aufgrund von Tauwassergefahr mit Kautschuk (z.B. Kaiflex ST) isolieren und könnte nicht die Standardisolierung dranlassen, weil die eine zu hohe Dampfdurchlässigkeit hat. Leider sind die Kältemittelleitungen jeweils zwischen 13 und 20 Metern lang, sodass ich einiges zu tun hätte.
Hat die KI hier Recht? Und wenn ja, kann ich mir den Kaiflex ST als Endlosschlauch kaufen und drüberziehen oder muss das in 2 Meter Abschnitten erfolgen? Es heißt, der Endlosschlauch würde sich stauen und man bekäme ihn manuell nicht komplett über die Leitungen geschoben. Ich kann mir das leider so schlecht vorstellen, deshalb wäre ich sehr froh über eure Einschätzung Vielen Dank schon mal!
Was denn nun, Kabel oder isolierte Kältemittelleitungen?
Wenn du Kältemittelleitungen meinst: Die haben eine Isolierung, die unter nahezu allen Umständen hinreichend ist, damit kein Kondenswasser entsteht. Was soll da in einem Kamin besonders sein?
Ich meine die Kältemittelleitungen. Die KI sagt: "Das Mikroklima im Kamin (Sommerkondensation)
Ein ungenutzter Schacht ist eine stehende Luftsäule. Im Sommer zieht oben warme, feuchte Luft ein. Da der Schacht tief im Mauerwerk kühl bleibt, erreicht die Luftfeuchtigkeit dort extrem schnell den Sättigungspunkt. Trifft diese ohnehin schon feuchte Luft auf ein 5 Grad kaltes Kältemittelrohr, bildet sich im Schacht um ein Vielfaches schneller Kondensat als an einem gut belüfteten Außenrohr.
Fazit:
Im Außenbereich verzeiht das System eine billige Dämmung, weil das Wasser draußen abtropft. Im Schacht verzeiht das Gebäude keinen einzigen Tropfen – deshalb setzt man dort auf diffusionsechtes Kaiflex ST."
Habe noch nie Tauwasser an der Isolierung gesehen, auch nicht draußen. Gerade da müsste es ja im schwülen Sommer eher passieren als im Kamin, meiner Einschätzung nach.
Ich habe die Kältemittel Leitung schon ganz leicht feucht erlebt. Braucht nur 70-80%rLF bei 23-24° Luft Temperatur zu haben und die wird ziemlich sicher feucht. Das Kältemittel hat 5-13°, da hat man schnell trotz Isolation 16-17° außerhalb der Isolation. Da kann den Taupunkt sehr wohl unterschreiten, erst Recht wenn der Kamin warme feuchte Luft hat .
Aber relevant halte ich das nicht. Wird weit weg von Wasserschaden bleiben auch wenn es bei anfassen leicht feucht ist.
Was spricht dagegen, den Schacht dicht zu verschließen? Dann kann nicht mehr Wasser kondensieren, als du "eingesperrt" hast. Wahrscheinlich reicht es auch, nur eine Seite (vorzugsweise oben) zu verschließen, denn dann zirkuliert die Luft nicht.
Ich denke, KI geht von Kupferrohr ohne Mantel aus.
Dicht verschliessen hatte mir der Schorni abgeraten.
Ich hab ne Edelstahlplatte drauf mit einem 1cm Loch in der Mitte, eben damit die Luft drinnen nicht steht?
(Aber hab keine Kältmittelleitung drinnen, nur stillgelegt)