Dachhaube von Lüftungsanlage abgeschnitten um Solarmodul anzubringen

Hallo Zusammen,

Bei mir kam heute PV aufs Dach. Dabei haben die Monteure eine Dachhaube (falls das wirklich so heißt), durch welche meine Zehnder Lüftungsanlage die Außenluft einsaugt einfach abgeschnitten um ein Solarmodul drüber zu montieren. Auf Nachfrage war der Monteur der Meinung dass er das übrige Stück Rohr so angeschnitten hat, dass noch Luft rein kann aber keine Ratten oder Wespen oder ähnliches. Regen hält ja das Solarmodul ab, also würde das so gehen. Der Chef/Planer war sich dann aber auch nicht sicher ob das so ok ist und will jetzt einen bekannten der so Sachen verbaut fragen.

Kennt sich jemand hier aus? Was für Probleme könnte so auftreten? Die Dachhaube der “Fortluft” ist noch “intakt” :wink:

Prinzipiell denke ich ja auch das Regen effektiv abgehalten wird und das vermutlich Tiere jetzt auch nicht leichter rein kommen. Aber ist vielleicht die Qualität der Zuluft unter dem Solarmodul schlecht(er) oder kann sich irgendwie Kondenswasser bilden das dann reintropft oder so?

Ich habe eine Zehnder Comfoair 350, die Dachhaube sah zwar anders aus, aber sollte in etwas sowas gewesen sein:

Mehr Infos kann ich auch noch hinzufügen, falls benötigt.

Schönen Abend

Also in jedem Fall wird die Zuluft wesentlich WÄRMER sein, was dir arge Probleme bereiten kann. Ich habe eine ähnliche Anlage und im Sommer wird die es so schon sehr warm. Jetzt noch die heiße Luft von unter dem Modul einsaugen? Nein danke! Ich würde mich da aber sowas von sofort beschweren!

Also, ich möchte ja nicht das Vorgehen des Solarmonteurs in Schutz nehmen, aber ein bisschen mehr Eigenverantwortung des Bauherrn hätte hier sicher gut getan. Wie gesagt, dass der Monteur da einfach was abschneidet geht m.E. nicht in Ordnung. Aber über diesen Hutzen hätte man sich doch in der Planungsphase schon Gedanken machen müssen als doch klar wurde, dass dort ein Modul drüber liegen wird (oder ausgespart werden muss) und die Höhe des Moduls auf dem Montagesystem ist ja auch vorher bekannt.

Das Problem sehe ich nicht, da ja ein ziemlich hoher Volumenstrom durchgeht und sich der nicht so schnell aufwärmt. Es gibt ja auch flache Lüftungsauslässe, keine Ahnung, ob die für ne KWL reichen. Ggf paßt sowas unters Modul. Mein Heizungs-/Lüftungsbauer hatte sie zum Glück oberhalb des interessanten Bereichs montiert gehabt.

Ein Grad Erwärmung über den Tag gesehen ist relevant. Glaub mir: es IST relevant. Und es ist ja nicht unbedingt nur ein Modul, sondern die ganze Fläche unter der “eingesaugt” wird. Oder hab ich es falsch verstanden und es geht um des Auslass?

Ne, er schriebt ja zumindest, daß es die Ansaugung ist. Beides unterm Dach zu tauschen, ist natürlich ein gewisser Aufwand, aber vielleicht auch ne Option? Ich hab letzten August mein KWL Aggregat getauscht und die Rohre bischen anpassen müssen, bekommt man schon selber hin, je mehr Platz desto besser :wink: Sonst bleibt halt nur das Modul auszulassen und ne neue Haube drauf.

Je nachdem wo die Ansaugung platziert ist, ist die größere Fläche natürlich ein Argument, aber das wäre so oder so der Fall, wenn die Modulbelegung halt so geplant und besprochen wurde und man den Bereich nicht freilassen wollte.

Mit einem Grad Erwärmung als relevant meinst Du jetzt sicherlich ein Grad nach dem Wärmetauscher, sprich in der Zuluft ins Haus? Bei 90% Wirkungsgrad wären das dann 10 Grad mehr in der Zuluft von außen.

Ja, ich meinte nach dem WT. Ich habe meine Anlage extra getunt, sodass der Frischluft-Vent angeschaltet wird, wenn es zu warm wird. Ansonsten haste abends 28° in der Bude trotz 90% Wirkungsgrad.

Tauschen klingt interessant, dann könnte das Modul drauf bleiben, aber es bekommt dann halt von hinten immer schön Warme Luft → Kann die Effizienz im Vergleich zu den anderen Modulen verändern. Aber ob das relevant ist?

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Sollte bei Sonneneinstrahlung aber ja immer noch kühler sein als die aufgeheizte Luft unter den Modulen. Die thermische Verspannung durch den Temperaturunterschied sollten sie denke ich auch abkönnen.

Muß meine KWL auch noch umbauen, daß nachts nur Zuluft oder wechselnd einer der Lüfter arbeitet ...

Das wäre auch ein Augenmerk für mich. Bei mir turnt ein Marder rum und da ist man extrem froh wenn man das Dach “dicht” bekommt. Die Wahrscheinlichkeit dass er in so ein Rohrsystem klettern würde erscheint aber unwahrscheinlich. Dennoch würde ich das Rohr nie offen stehen lassen und mindestens mit Kaninchendraht und einer Rohrschelle blockieren.

Ich hab die Fortluft immer an, steuere die Frischluft mit einer Sonoff MINI direkt in der Anlage. da meine keine Sensorik offenlegt habe ich einen RPI mini eingebaut mit einem Enviro+ Sensor direkt im Frischluft-Strom. Der misst nicht nur Temperatur, sondern auch Luftgüte. Mein HomeAssistant kann dann bei Hitze oder auch wenn der Nachbar seinen Kamin direkt in meine Anlage feuert die Frischluft abschalten. Das läuft seit einigen Jahren stabil.

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Mal abgesehen, ob die Lüft wärmer oder kälter ist, gehört ein ordentlicher Entlüfter drauf.
Bei mir liegt die Badentlüftung unter einem Paneel.
Ich habe so etwas verbaut.

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Danke schonmal für die vielen Antworten.

Tauschen würde ich Zu und Abluft glaube ich nicht wollen. Bei Fortluft habe ich gelesen dass solche Dachhauben extra Systeme haben um Kondensat über das Dach abzuleiten, das Problem hat man ja bei der Außenluft nicht.

Die Wärme ist natürlich ein Argument. Blöde Frage, ohne die Module standen die Ziegel ja den halben/ganzen Tag in der Sonne und wurden vermutlich sehr heiß. Durch die Solarmodule sind die Ziegel jetzt großteils beschattet, Die Module wandeln die Sonnenenergie in elektr. Energie um. Ich würde erwarten dass die Ziegel nicht mehr so heiß sind.

Klar, mit der Dachhaube wurde die Luft etwas weiter oben (aber im Prinzip ja auch von unten) angesaugt. Und wenn Wind geht vermutlich kühlöer und frischer. Aber ob generell die angesaugte Luft jetzt heißer ist?

Ich geh davon aus, dass die Löcher für die Luft auch nicht größer sind als vorher und ich deshalb mit Tieren keine Probleme haben sollte. Oder zumindest nicht mehr als vorher, die Dachhauben hatten meines Erachtens auch recht große Öffnungen.

Bitte nicht diskutieren, was ok ist und wer Schuld hat, dazu hab ich hier auch gar nicht genügend Informationen zur Verfügung gestellt. Mir geht es rein darum ob man das so lassen kann/soll.

Liebe Grüße

Die Ziegel/Dachsteine sind jetzt zwar kühler, aber dafür hast Du oben drauf "Heizplatten" die die Luft erwärmen, wird ja nur so 23% in Strom umgesetzt. Würdest Du/Dein Solateur/Dachdecker denn vernünftig an das betroffene Modul rankommen, wenn man doch was ändern muß?

Er meinte er klärt das ob es ein Problem ist und wenn ja, setzt er dieses eine Modul woanders hin (ist noch genug Platz auf dem Dach) und macht eine neue Dachhaube hin. Ich war/bin aber sehr zufrieden und will natürlich auch unnötigen Aufwand vermeiden aber es sollte halt eben recht sicher sein dass die Lüftungsanlage immer noch ordnungsgemäß funktioniert und nicht irgendwann irgendwo deswegen Probleme entstehen.

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Ich persönlich würde das in jedem Fall ändern lassen. Und zwar mit kostenlosem Aufwand, denn abgeschnitten hat er die Haube ja eigenverantwortlich (was an sich schon Thema für Diskussionen sein könnte, Stichwort Planung).

Noch eine Frage: Wieviel Platz ist denn noch oberhalb der Pfannenebene bis zum (jetzt offenen) Rohreingang? Weil: Die Panels halten zwar den meisten Regen ab, aber der läuft ja meist nicht von Panel zu Panel, sondern dazwischen runter auf die Pfannen. Ein schöner Starkregen kann da schon ein Problem darstellen.