Hallo zusammen,
wir möchten bei unserer Doppelhaushälfte das Dachgeschoss nachträglich dämmen und sind uns beim Aufbau wegen der vorhandenen Unterspannbahn noch nicht ganz sicher.
Dachaufbau von außen nach innen:
- Dachziegel + Kreuzlattung
- Unterspannbahn von ca. 1997
- Sparren ca. 15 cm
- anschließend soll eine zusätzliche Querlattung angebracht werden
- geplante Dämmung: 2 × 12 cm Holzfaser? Glaswolle?
- Dampfbremse auf der Raumseite
- anschließend Innenbekleidung
Die vorhandene Unterspannbahn ist leider nicht eindeutig beschriftet. Wir haben deshalb einen einfachen Test mit einem Stück der Bahn gemacht. Dabei zeigte sich, dass Wasserdampf offenbar von der Ziegelseite zur Raumseite relativ leicht durchgeht, in umgekehrter Richtung jedoch deutlich schlechter bzw. kaum. Daher sind wir uns nicht sicher, ob sie tatsächlich diffusionsoffen ist oder ob sie lediglich eine gewisse einseitige Durchlässigkeit besitzt.
Der Dachfirst hat eine Hinterlüftung, die Traufe offensichtlich nicht (muss ich noch Prüfen, die Nachbarhälfte hat hier ein Gitter - wir haben ein Holzbrett)
Unsere Frage:
Ist bei diesem Aufbau eine Dämmung mit 2 × 12 cm Mineralwolle bzw. Holzfaser sinnvoll und bauphysikalisch vertretbar? Insbesondere interessiert uns, wie mit der vorhandenen Unterspannbahn umzugehen ist, wenn deren Diffusionsverhalten nicht eindeutig bekannt ist.
Wäre es in diesem Fall sinnvoll, zwischen Unterspannbahn und Dämmung einen ca. 3 cm großen Luftspalt zu lassen und die Dampfbremse raumseitig entsprechend luftdicht auszuführen? Oder wäre bei einer möglicherweise nicht diffusionsoffenen Unterspannbahn ein anderer Aufbau empfehlenswert?
Wie würdet ihr mit dem Dachboden umgehen? Aktuelle Idee, diesen soweit Abtragen das die 22-24cm Dämmung an den Seiten durchpasst - und von Oben mit begehbarer Dämmung ebenfalls dämmen.
Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen!






