Eine Einleitung, die etwas zu lange ausgefallen ist
In unserem Haus sollen mehr Klimageräte nachziehen. Erste Erfahrungen habe ich bereits mit meinem 3,5kW Dimstal Gerät im Dachgeschoß gemacht. Es wurde hauptsächlich zum Kühlen aufgehangen, und dies tut es ziemlich gut. Erwartungsgemäß schlägt es den Monoblock bei weitem, der mit deutlich höherem Stromverbrauch und viel mehr Krach den Raum nicht wirklich kühlen konnte.
Während ich das Projekt geplant hatte, kannte ich auch schon Andreas‘ Vorhaben, bei dem er sein ganzes Haus mit den Klimaanlagen heizt. Deswegen wollte ich bei unserem Haus paar echte Zahlen sammeln und sehen, wie gut das Heizen mit der Klimaanlage als Wärmepumpe tatsächlich funktioniert. Besonders in der Überganszeit ist es praktisch, dass die zentrale Ölheizung auf Warmwasser bleiben kann und ich nur das Dachgeschoss als Homeoffice um die paar Grad aufheize, die ich für einen angenehmen Aufenthalt brauche. Auch im Winter bei tiefen Minusgraden hat es eigentlich ganz gut funktioniert, wenn auch mit einem etwas höheren Strom Verbrauch (das Höchste, was ich gesehen habe, waren ca. 6,3 kWh an einem Dezembertag).
Jedenfalls sind die Ergebnisse sehr positiv, und das bei einem SCOP von 4,2. Da Öl leider nicht günstiger wird und die Wolf im Keller schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat, liegt die Idee nun nahe, auch in den anderen Stockwerken Klimaanlagen aufzuhängen. Zum einen können wir dann etwas Heizkosten sparen und zum anderen haben wir dann mehr Flexibilität, wenn die Ölheizung tatsächlich den Geist aufgeben sollte
Im Moment stehen zwei Optionen zur Debatte mit den anderen Hausparteien. In der nächsten Phase möchten wir zwei 2,4kW Geräte im Erdgeschoß aufhängen (ca. 60m²). Das mag etwas überdimensioniert sein, allerdings ist das Geschoß auch etwas verwinkelt geschnitten. Die Geräte werden entweder wieder Chinageräte (im Moment denke ich über Hantech oder TCL nach, Dimstal scheint nicht mehr direkt an Kunden zu verkaufen) oder italienische Daikins. Viel mehr als die 500€ je Gerät möchten wir da nicht ausgeben.
Wenn ich nun aber rein nach Datenblatt die Dakin mit der Hantech vergleiche, bin ich mir ehrlich gesagt gar nicht mehr so sicher, ob die Daikin in diesem Preissegment wirklich so besser ist. Konkret vergleiche ich gerade Hantech (HNT-WS09VMCL) und Daikin (ATXC25C ARXC25C SIESTA). Die Hantech kommt für die mittlere Klimazone mit einem SCOP von 4,6 daher, die Dakin kann nur 4,41. Die Hantech scheint dazu noch einen etwas besseren Funktionsumfang zu haben, z.B. die 56°C Selbstreinigung und die Möglichkeit die Fernbedienung als Temperatursensor zu nehmen.
Als letzten subjektiven Punkt gefällt mir die Hantech auch rein optisch besser. Das Design aller Komponenten (IG, AG und Fernbedienung) scheint moderner und subtiler zu sein.
Da wir hier ja sehr viel Daikin Erfahrung haben, welche Gründe gäbe es, trotzdem die Dakin zu nehmen? Das Einzige, was mir einfällt, wäre, dass es bei einer Störung leichter wäre, einen Techniker zu finden, der bereit ist, die Geräte anzufassen. Bei Ersatzteilen mache ich mir weniger sorgen. Sowohl TCL als auch Dakin werden nicht von heute auf morgen verschwinden. In diesem niedrigen Preissegment scheint mir die Hantech augenscheinlich das bessere Produkt zu sein.
Meiner Ansicht nach ist das schwierigste bei den günstigen Geräten, dass es immer ein Stück weit "Unsicherheit" gibt im Bezug auf deren Eigenschaften.
Der SCOP ist am Ende ja nur eine Eigenschaft, von vielen.
Ich denke nicht, dass eine zb. TCL grundlegend "schlechter" sein wird als eine Daikin in der selben Preisklasse, weshalb auch?
Viel mehr ist es ja tatsächlich so, dass Hersteller wie TCL ein Stück weit "moderner" daher kommen, während gerade die günstigen Daikin etwas "angestaubt" wirken
Letztlich ist die Optik dann aber im Betrieb denke ich nicht soooo ausschlaggebend (wenn doch, wird man sich eh "Design" Geräte kaufen).
Viel wichtiger ist denke ich die Laufruhe und Lautstärke, vor Allem aber auch die Regelung. Die Daikin haben sich hier halt in der Praxis als "sehr tauglich" erwiesen, insbesondere was den Heizbetrieb angeht. Auch die Einflussmöglichkeiten sind mit Bedarfssteuerung (in den meisten, aber nicht allen Modellen) und Eco größer als bei allen anderen mir bekannten Geräten.
In der Praxis sind das dann meiner Ansicht nach gerade die Dinge, die wirklich zählen. Denn gerade eine schlechte Regelung macht die Geräte dann im Praxisbetrieb mit Pech extrem nervig, weil die dann ständig irgendwelchen nicht nachvollziehbaren "Unsinn" machen und zb. die Leistung sinnfrei hochdrehen um dann schnell zu takten. Das nervt dann im Alltag sehr, oft gibt es dann auch keine wirkliche Lösung.
Ich persönlich habe deshalb (nach anfänglichen TCL, die aber wg. Transportschaden zurückgingen) die Empfehlungen hier (speziell von @win ) ernst genommen und wurde mit den Daikin ATXM nicht enttäuscht. Die laufen eben wirklich sehr leise und "unaufgeregt" dahin - innen wie aussen.
Ob das andere auch können? Vermutlich, aber am Ende bin ich mir nicht sicher ob die Summe der Eigenschaften ähnlich gut ausfällt.
Was die Effizienz betrifft könnte es natürlich lange dauern, bis sich "teurere" und somit effizientere Geräte lohnen.
Die KI hat mir zb. gerade eben ca. € 20.- Ersparnis pro Jahr ausgespuckt, wenn man SCOP 5,1 hat statt 4,6.
Aber ich denke das ist nur die halbe Wahrheit. Denn in Wirklichkeit wirken sich insbesondere auch Faktoren wie "sinnfreies takten" sehr auf den Energieverbrauch aus. Wenn also eine Anlage nun - mangels guter Heizregelung - laufend unnötig taktet und dann jeweils mit hoher Leistung wieder "startet", dann läuft sie auch ungleich mehr in weniger effizienten Bereichen - braucht also entsprechend mehr Energie.
Diesen Umstand gibt aber der SCOP nicht wieder, weil er sich auf die technischen Möglichkeiten der Anlage "unter optimalen Bedingungen" bezieht - nicht auf den "Altagsbetrieb" in einer unbekannten Umgebung.
Aus meiner Sicht kann deshalb der Mehrverbauch einer Anlage mit schlechterer Regelung ungleich höher ausfallen, als es der SCOP vermuten lassen würde.
Da es aber jeweils ganz individuell ist, kann man das pauschal auch unmöglich beziffern.
Ich würde mir deshalb - wenn es günstig und "gut" sein soll - und insbesondere dann wenn damit geheizt werden soll, die ansehen:
Die ist meiner Ansicht nach immer noch Preis / Leistung ausgezeichnet und bietet eben die Daikin Vorteile mit sehr guter Regelung, Bedarfssteuerung usw. mit SCOP 5.1
Durch die sehr gute Preisvergleichsseite die ein user hier erstellt hat, wurde aber auch diese Toshiba hier gefunden;
Die ist preislich noch minimal günstiger, dafür aber ev. "optisch frischer".
Was mir bei der Toshiba auffällt: Die scheint im Vergleich zur Daikin deutlich weniger Leistung zu haben, aber tw. deutlich effizienter zu sein?
Ich persönlich kenne nur die ATXM weil ich selber 4 habe, bin aber so zufrieden damit, dass ich sie jederzeit empfehlen würde
Ich würde deshalb jederzeit die zb. ca. € 200.- mehr für ein A+++ (heizen mittlere Klimazone) ausgeben und die ATXD kaufen oder direkt die ATXM.
Wenn man bedenkt wie aufwendig die Montage ist und wie lange man die Geräte dann gewöhnlich nutzt, sind die Mehrkosten von 2-400.- pro Gerät am Ende auf die Jahre gerechnet doch kaum der Rede wert. Außerdem wird (je nach Situation) nach spätestens 10 Jahren (oder eben sehr viel früher) der Aufpreis durch den geringeren Stromverbrauch ausgeglichen.
Die ATXD kann ich aber nicht wirklich empfehlen, wenn man damit bei niedrigen Temperaturen heizt, weil sie ein Problem mit häufigem unnötigem Abtauen hat - ansonsten ist die Anlage super.
Für meine Wohnung habe ich eine Daikin Nepura mit 3,5kW gekauft (FTXTM30S + RXTM30A). Die ist in Bezug auf die Heizlast bei mir eigentlich sehr überdimensioniert und deutlich teurer. Aber ich wollte ordentlich Reserve, weil es die einzige Heizung wird.
Und erste Tests haben meine Entscheidung als sehr gut herausgestellt: dieses Anlage kann sehr weit herunter regeln, über die Bedarfssteuerung lässt sie sich im Heizbetrieb sogar weiter runterregeln als die ATXD35A. Hätte ich so zwar nicht gedacht, diese Eigenschaft ist mir aber sehr viel wert und deshalb würde ich jederzeit wieder diese Anlage kaufen.
Ich finde es super wichtig, dass eine Anlage nachher läuft, ohne zu nerven. Selbst wenn die dann 1000€ mehr kostet, würde mich das auf lange Sicht nicht jucken.
Das muss für dich nicht gelten aber auf eine gute Regelung im Heizbetrieb würde ich trotzdem achten und da ist Daikin ganz gut aufgestellt.
Ich habe in der Werkstatt noch eine Panasonic Nordic laufen (HZ25XKE). Super Leistung, recht leise ABER die Regelung ist der letzte Dreck und würde in der Wohnung nur nerven oder Nacharbeit erfordern und trotzdem nie so zufriedenstellend regeln wie die Daikin Nepura.
Ich selber heize mit meinem günstigen China Kracher eine Hantech H-Plus 3,5KW, also TCL, steht auch so auf dem Etikett, ohne Probleme durch den Winter. Sie muss hier ca. 35m2 heizen. Sie taktet recht selten, also so 5 bis 10 mal in der Übergangszeit und im Winter fast gar nicht also um 0 Grad. Ich nutze hier die I Feel Funktion der Fernbedienung. Sie regelt bis 350W im Betrieb herunter. Die Regelung ist sehr gutmütig und passt gefühlt. Das Außengerät ist sehr leise und es sind so gut wie keine Vibrationen wahrnehmbar am Außengerät. Sie hängt direkt an der Wand wo das Innengerät ist und ich merke keine Vibrationen oder nehme gar Geräusche war. Ich war Anfangs auch skeptisch aber für den Preis absolut super. Ich habe 444€ im Angebot bezahlt. Ich habe noch eine Midea die doppelt so teuer war aber ich würde die Hantech wieder nehmen. Steuerbar ist sie tatsächlich über 3 Apps, Smart Life, Tuya und sogar TCL Home App. Ich persönlich steuere alles über Home Assistent und das klappt auch. Ich würde aber nicht die mitgelieferten Kupferleitungen verwenden, die sind recht dünn und mein Klimatechniker hat lieber seine eigenen mit 1mm Wandstärke genommen. Der Tagesverbrauch liegt aktuell bei 3 bis 3,5Kwh am Tag, eingestellt bei 22 Grad und eingeschaltet von morgens bis Abends, meine Mädels mögen es warm! Als Backup habe ich eine Ölheizung, falls es mal doch zu kalt wird. Bei minus 12 Grad wird es eng aber das hatten wir nur ein Paar Tage im letzten Winter. P.s dieser Beitrag wurde am Handy verfasst, wer Schreibfehler findet darf sie behalten
Zum Thema Klimaanlagen in Italien bestellen habe ich leider Anfang letztes Jahr negative Erfahrungen machen müssen. Das klappt bestimmt in 98% der Fälle alles wunderbar, jedoch gehöre ich zu den 2% Bei meinem Glück. Und seitdem bestelle ich nur bei Händlern mit dem Sitz in Deutschland. Also ich glaube auch das eine Daikin deutlich besser ist aber wenn ich das mit Inlandspreisen vergleiche und nicht mit Italienischen, dann liegen da preislich Welten zwischen. Wenn man halt ausschließlich mit einer Split klimaanlage heizen möchte, würde ich auch zu einer Daikin tendieren. Die Hantech war der erste Versuch um das Thema mal anzutesten. Ich bin sehr zufrieden aber wenn du für 200 bis 300 Euro mehr eine Daikin bekommst und keine Angst davor hast in Italien zu bestellen, dann nimm ne Daikin.
Da immer wieder die Regelung als Differenzierung zwischen hochwertigen und billigen Geräten erwähnt wird, hier meine Erfahrung damit:
Zunächst: Daikin Geräte habe ich nicht im Einsatz. Glaube aber allen Besitzern, dass die gut sind.
Vor 20 Jahren habe ich Monoblock- sowie Truhen-Klimageräte ausprobiert, ohne Inverter, nur An-Aus. Das war richtig nervig! Starke Temperatur- und vor allem Luftfeuchtigkeitsschwankungen sind echt ekelig.
Im Vergleich dazu ist die kleine Hantech HNT-BN09VMCL die ich jetzt seit diesem Sommer habe der Hammer!
Auch im Heizmodus regelt die deutlich weiter runter als im Datenblatt angegeben. Ich sehe da Stromaufnahmen von deutlich unter 200W. Das scheint proportional zu der Abweichung der Solltemperatur zu geschehen. Selbst bei Überschreiten der eingestellten Solltemperatur läuft der Verdichter noch sehr lange auf Minimalleistung. Wir reden hier über Stunden, nicht Minuten. Ich habe bisher sehr selten gesehen, dass der Verdichter ganz abschaltet. Und das in der Übergangszeit. Im Winter, wenn die Heizlast größer ist, sollte das Gerät noch seltener den Regelbereich verlassen. Wir heizen aber auch primär mit LWWP und ich kann auch zum Abtauverhalten der Hantech noch nichts sagen, da es zu warm war bisher.
Jetzt zu Panasonic. Hier habe ich mehrfach gelesen, dass die Etherea Regelung mies ist. Ich weiß, Äpfel und Birnen.. Aber wenn die wirklich nur halb so schlecht gemacht ist, wie die Regelung meiner Panasonic Aquarea T-CAP LWWP, dann kann ich davon nur abraten, so eine als LLWP zu installieren und würde behaupten, dass die Hantech Regelung um Welten besser gemacht ist, in Bezug auf das Taktverhalten und Modulation der Heizleistung. Panasonic kann man eigentlich nur in Kombination mit einer eigenen Regelung Komfortabel betreiben. Eigentlich schade, denn die Hardware scheint gut.
Zum Design der Geräte: Ich habe da so die Vermutung, dass die billigen Plastikteile mit der Zeit im UV-Licht vergilben. Wenn man sich mal auf Kleinanzeigen 10 Jahre alte Innengeräte ansieht, bekommt man einen Eindruck davon, was da passiert. Kann sein, dass Daikin etc. besseres Material verwendet.
Ersatzteile: Ich gehe nicht davon aus, für das Hantech in 10 Jahren noch ein Ersatzteil zu bekommen. Bei Daikin schon eher, aber ob das ein relevantes Szenario ist, bezweifele ich. Wenn die Geräte 10 Jahre heavy-use hinter sich haben, sind die durchweg versifft und verranzt. Wer will da noch Ersatzteile montieren, bei 350€ Gerätepreis. Was für ein Ersatzteil sollte das sein? Wenn nach 3 Jahren das Invertermodul defekt ist, könnte man überlegen das noch zu tauschen. Vermutlich ist das aber auch schon ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Ich wollte mir zb. ursprünglich Panasonic VZ12 Anlagen kaufen.
Die hatte ich gefunden, weil sie einen extrem guten SCOP von 5,9 (heizen bei mittlerer Temp.) haben.
Diese Anlagen sind echt "crazy"
Innengerät 14,55 kg
Aussengerät 39,5 kg.
Also auch hier: Besonders hohe Effizienz erfordert mehr Materialeinsatz;)
Besonders genial an den Dingern: Sie bieten die "Heat Charge" Funktion, die dafür sorgt, dass selbst in der Abtauphase innen weitergeheizt werden kann (!) Wie genial ist das denn ?!?
Also die Eigenschaften dieser Geräte und meine spätestens seit den Plasma Tv bestehende "Panasonic Affinität" hätten mich fast zum Kauf bewogen...
ABER:
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Wie halt eh immer...
Denn die Dinger sind 1. exorbitant teuer. Die VZ12 Anlage kostet um die € 3000.- rum - während gleichzeitig die Perfera All Season aus it (ATXM) pro Anlage € 1100.- kostet.
Da sind einfach Welten dazwischen.
Dann gab es vielfach Meldungen, dass die Pana offenbar "out of the box" eher schlecht, als recht, regeln soll. Viele haben wohl den Sensor dann aus dem Gehäuse raus verlängert usw.
Aber ehrlich: Das kann es doch auch nicht sein? Gerade bei so einer teuren Anlage?
Und dann ist die schon ziemlich alt, nicht mehr so "up to date". Wäre mir zwar egal, könnte sich aber dann schon mal negativ auswirken. (Eine 3T € Anlage versucht man halt doch zu reparieren...)
Sehe ich zu 100% auch so.
Aber halt auch hier: Sehr individuell.
Klar, die zb. € 500.- Anlage wirft man tendenziell schneller weg bei einem Defekt... Aber selbst da: Wenn die zb. durch einen Tausch einer Platine wieder läuft ohne den Kältekreis zu öffnen, dann ist das bzgl. Aufwand halt eine andere Größenordnung als ein Komplett Tausch...
Man kann es also niemals pauschalisieren. Es spricht aber meiner Ansicht nach dafür, keine "besonders teuren" Anlagen zu kaufen. Denn somit behält man sich irgendwo die "Freiheit", die ev. auch mal einfach zu tauschen bei Defekt... Da tut halt eine zb. 1T€ Anlage weniger "weh", als eine 2T oder gar 3T€ Anlage...
Das trifft nat. auch zu, wenn es dann zb. nur 500€ sind statt 1T€ - aber relativiert sich dann halt nach unten hin auf die Laufzeit von Jahren...
Was ich interessant finde:
Der "Trend" zu besonders effizienten Anlagen scheint wohl nachgelassen zu haben, denn sowohl die Panasonic VZ12 als auch die Daikin Ururu Sarara sind "alte" Auslaufmodelle. Zwar noch tw. verfügbar, aber halt offenbar ohne echte Nachfolger (und deshalb wohl noch im Programm).
Einzigartige Geräte, die sich aber meiner Ansicht nach meistens nicht lohnen, weil man für das Geld 2,5 - 3 (bei günstigen bis zu 6) andere Anlagen kaufen kann - die dann in Summer sehr sicher ein besseres Ergebnis erzielen.
Ich kannte Daikin bis ich mich letztes Jahr anfing mich damit zu beschäftigen quasi nicht. Hatte das sicher mal gelesen / gehört, aber keinen Bezug dazu.
Also in meinem Fall war es zu 100% so, dass ich aufgrund dieses Forum hier Daikin gekauft habe. Und bin froh darüber, völlig zufrieden.
Mir ging es darum, dass die Dinger einfach "out of the box" laufen. Ohne "Spielerei".
Und das haben sie zu 100% erfüllt.
Nun ist es aber zweifellos so:
Speziell im Bereich Split Klima geht es zwangsläufig sehr viel um "hören sagen"... Es hat ja denke ich kaum jemand bei sich zu Hause 10 (oder mehr) verschiedene Split Klima Anlagen und vergleicht die entsprechend. Und selbst wenn: Die Aufstellung / Betriebsbedingungen machen extrem viel aus!!!
Also selbst wenn nun der selbe Mensch im eigenen Haus die identischen Anlagen nutzt, so verhalten die sich in verschiedenen Räumen auch nicht völlig identisch...
Klar: Grundlegende Eigenschaften sind gewöhnlich schon identisch, aber wie schnell und wie "gut" die Anlage zb. die Wärme in den Raum bringt (Stichwort: Takten!) ist sehr wahrscheinlich nicht identisch.
Also ein Stück weit reden wir hier dann auch immer zwangsläufig von Sachen, die wir gar nicht wissen können.
Es kann foglich nur um "Tendenzen" gehen. Denn die zeichnen sich dann gewöhnlich schon ab. Und die sind gewöhnlich auch relativ "valide".
Wenn also großteils berichtet wird, dass die Daikin sehr gut regeln im Heizbetrieb, so gehe ich davon aus: Das wird stimmen.
Gleichzeitig bedeutet es aber sicher nicht, dass es keine Ausnahme geben kann...
Und auch die zb. Panasonic VZ12: Wenn da viele berichten sie regelt "out of the box" schlecht, dann wird da was dran sein. Ev. wäre ich damit aber trotzdem klargekommen ohne Gebastel, wer weiß...
Und so ist das denke ich auch mit den günstigen Anlagen:
Wirklich "schlecht" sind die denke ich alle nicht. Und da mittlerweile ohnehin nur mehr Inverter verkauft wird, sind die auch grundsätzlich alle sehr sparsam. Bzw. : Können sparsam sein - trifft es ev. eher.
Das Problem ist dann in der Praxis aber denke ich oft eher das Regelverhalten und somit takten.
Aber wie man - auch hier in den letzten Beiträgen - lesen kann: Auch hier scheinen die grundsätzlich nicht schlecht zu sein.
Sowas ist doch der "Supergau"
Da gibt man viel Geld für eine - ansich - extrem hochwertige Anlage aus, dann ist man unzufrieden, weil die Software mies ist...
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass in dem Beispiel ev. eine billige 500€ Anlage mit Glück besser laufen würde was die Regelung betrifft...
Man weiß es eben vorher gewöhnlich nicht;)
Denn ganz ehrlich: Bevor das Ding ständig nervt, wäre mir lieber es benötigt etwas mehr Strom und läuft dafür zufriedenstellend...
Ja - sehe ich auch so. Ist dann halt die Frage, ob sie es in diesem "Szenario" auch wirklich macht und ob es stört.
Würde mich nicht wundern, wenn auch das von vielen Faktoren abhängt...
Das macht es so schwierig:
Es gibt so viele Einflussfaktoren, so viele Eigenschaften der Geräte. Die Grundfunktion erfüllen alle, die Frage ist dann nur wie sie das im Alltag im Detail tun.
Und auch hier sieht man:
Kurioserweise haben die "Billiggeräte" Funktionen, die sinnvoll sind und teure Geräte nicht bieten. Völlig absurd eigentlich. Aber dennoch sind sie hier gleichzeitig so schlecht gelöst (Temperatur im Jahr 2026 über IR von einem mobilen Gerät (FB) auf die Anlage übertragen?!? wtf )
Da kostet das Elektonikzeug doch nix mehr, kommt eh ohnehin aus China, aber da bauen die kein BT ein???
Muss man nicht verstehen...
Wobei das dann aber in dem Beispiel grundsätzlich 2 Sachen "aussagt":
Dein Raum nimmt die Wärme sehr gut auf
Wenn das Innengerät seine Wärme sehr gut "loswird", dann wirkt sich das extrem positiv auf die Regelung aus. Takten findet dann entsprechend selten bis garnicht statt. Das spricht dann so gesehen mehr für den Raum, weniger für die Anlage. Das wäre dann im Grunde bei keiner anders.
Die Anlage regelt eigentlich nicht besonders weit runter
350 Watt ist relativ viel. "Relativ", weil es eben auch extrem auf die Situation ankommt. Wenn das ohnehin "reicht" - ist es ja kein Problem. Oft ist es aber so, dass selbst 200 Watt schon zu viel sein können und die Anlagen takten "müssen".
Gleichzeitig werden ggfs. die 350 Watt auch nicht das "minimal mögliche" sein. Es ist sehr individuell. Ich konnte bei mir zb. schon (zufällig) über Stunden hinweg 120 Watt ohne takten messen. Das sind dann aber wohl auch "günstige Umstände" gewesen. Es kommt immer extrem auf die Umgebungsbedingungen an...
Kann ich mir gut vorstellen. Aber auch hier: Das hängt halt auch sehr vom Raum ab! Das kann anderswo völlig anders aussehen. Bei dir würde dann ggfs. eine der angesprochenen Panasonic auch out of the box perfekt laufen. Man weiß es nicht.
Genial, oder?
Das Ding kostet € 444.- und erfüllt voll seinen Zweck. Da wird man fast neidisch, wenn man mehr bezahlt hat
Und das zeigt es auch wieder eindrucksvoll: Die "Performance" der Anlage hängt in der Praxis so sehr von den Betriebs bzw. Umgebungsbedingungen ab, dass man pauschal niemals etwas sagen kann. Zumindest nichts, was über die "Labordaten" hinausgeht. Und auch die sind in der Praxis oft überhaupt nichts wert...
Wenn als ein Gerät zb. schon lt. Hersteller übermäßig laut ist, dann wird es das sehr wahrscheinlich auch real sein. Wenn es aber lt. Hersteller besonders leise sein sollte, ist es das real nicht unbedingt...
Was ich damit sagen möchte:
Wir vergleichen zwangsläufig ständig Äpfel mit Birnen. Geht auch nicht anders.
Die identische Anlage wird in 10 verschiedenen Einbausituationen 10 verschiedene Ergebnisse liefern. Es wird gewisse Tendenzen geben, aber keinesfalls identische Ergebnisse.
Bedeutet für mich persönlich:
Wenn ich es nicht vorhersehen kann, was rauskommt, dann richte ich mich nach den "bekannten Tendenzen" - um mit hoher Wahrscheinlichkeit ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
Bei mir wird die Erweiterung wohl wieder eine veraltete Ururu für den hauptsächlichen Heiz Betrieb. Außer die Chinesen bieten bis dahin was gleichwertiges. Die Ururu bietet Selbstreinigung und hält damit den hohen cop durchgehend aufrecht.Bei mir verstaubte die Vorgänger ticktack sehr schnell.
Ich investiere einfach lieber anfangs und brauche mir später durch den hohen scop nicht ständig auf die Temperatur Heizkosten Bremse treten.
Die KI erwähnten 20€ /J Ersparnis gelten wohl nur für recht kleine Räume oder nur 2 Monate kühlen.
Ich hatte mal 2500 kWh Energiebedarf ausschließlich heizen. Ich verfolge es nicht mehr solange die Strom Abrechnung passt.
Ich glaube daß ich >20 % weniger Energie benötige. Energiekosten sind bekannt. Jetz kann man eine Glauben Hoffnung Rechnung aufstellen.
Relativitätstheorie: Dazu folgendes Wenn du deine Nase in meinem Po steckst,dann hast du eine Nase im Po und ich habe eine Nase im Po,aber stehe damit relativ besser da.
Was auch noch dazu kommt: Jeder hat völlig unterschiedliche Wahrnehmung und stört sich an anderen Dingen. Wo der eine ein Geräusch nicht mal wahrnimmt, wird ein anderer verrückt davon. Unterschiede beim Nutzer selbst spielen ein große Rolle.
Oder: Der eine ist glücklich mit seiner Anlage und weiß überhaupt nicht, was takten überhaupt bedeutet. Der nächste ist tot unglücklich, weil seine Anlage oft taktet, was ihn aber genauso wenig stören würde, wenn er es nicht wüsste. Je mehr man von der Technik weiß, um so höher das Potenzial, unglücklich zu werden.
Danke erstmal für alle Beiträge dazu. Ich werde bei uns definitiv auch die ATXD mit ins Gespräch bringen.
Unser Plan ist derzeit nicht unbedingt 100% auf die Klimaanlagen zum Heizen zu setzen. Wir hatten vor Ewigkeiten mal den Fall gehabt, dass die Ölheizung im Winter ausgefallen war. Daher haben wir einen Dreiphasen Durchlauferhitzer da, der im Notfall das ganze Haus mit Warmwasser versorgen kann. Für die Räume kommen dann die Heizlüfter raus und es wird ordentlich Strom verballert. Wir kennen mittlerweile die Verbrauchsteile ganz gut, deswegen hat die Wolf ja auch schon so lange durchhalten. Allerdings wird die Verfügbarkeit der Teile immer schlechter und das Öl nicht billiger...
Wenn der Großteil des Hauses mit Klimageräten heizbar ist, ergeben sich viele Freiheiten. In der Übergangszeit verbraucht die Klima so wenig Strom, dass sie da sowieso unschlagbar ist. Wir können die Ölheizung weniger nutzen und geraten nicht sofort in Zugzwang, wenn sich die Wolf im Winter komplett verabschieden sollte. Zum anderen hätte man in Falle eines Austauschs zu einer LWWP, die Möglichkeit die Kapazität aggressiver nach unten auszuwählen, ohne direkt zu teuren Dämmmaßnahmen gezwungen zu werden. Wenn man dann doch etwas mehr Wärme haben möchte, kann ein Klimagerät etwas nachhelfen.
Oder eine Pelletheizung, die Warmwasser macht und nur bei sehr tiefen Temperaturen die Heizkörper betreibt. Steht alles noch in den Sternen.
Um Erdgeschoss und Obergeschoss auszustatten, werden insgesamt ca. 4 bis 5 Geräte anfallen (Die zwei im Erdgeschoss sind erstmal nur der Anfang). Da sprengen die Nepura Geräte o.Ä. ein bisschen den Rahmen. Zum anderen darf man auch nicht vergessen, dass bei einer Inbetriebnahme durch den "Freund mit KM-Schein" oder auch der Selbstinbetriebnahme mit dem polnischen Schein ja trotzdem die Garantie erlischt, wenn es nicht über die Fachfirma läuft. Sowas lässt sich bei 500€ bis 700€ leichter schlucken, als bei Geräten die über 1000€ kosten.
Auf jeden Fall vielen Dank für alle Meinungen. Das hat mir sehr viel Material für weitere Entscheidungen gegeben