@karsten24
Ja, die Modellierung von Kaigo ist schlecht und für die Frage (wo kommt die Wärme her) auch viel zu kompliziert. Asche auf mein Haupt, dass ich da etwas verlinkt habe, was intensiver Prüfung nicht standhält.
Wenn in der Übergangszeit die Erdreich und Lufttemperatur gleich ist, sagen wir mal 10 Grad, der Keller ohne Brauchwasser Wärmepumpe bei 11 Grad und der Wohnbereich bei 20 Grad, geheizt wie bei mir mit Klimaanlage, und der Keller mit Brauchwasser Wärmepumpe auf 10 Grad durch die von Dir errechneten 133 Watt gekühlt wird, dann sind etwa 90% der 133 Watt ein geringerer Wärmestrom nach draußen und etwa 10% ein höherer Wärmestrom vom Wohnraum, also etwa 13 Watt, die da zusätzlich nachgeheizt werden müssen. Die Klimaanlage hat bei 10 Grad Außentemperatur eine super Leistungszahl, zumindest mal sieben oder so, womit sie für die 13 Watt Wärme etwa 2 Watt Strom braucht. 200 Watt Warnwasser Erwärmung brauchen also etwa 67 Watt elektrisch für die Brauchwasser Wärmepumpe plus 2 Watt elektrisch extra für die Klimaanlage.
Vielleicht ist der Keller aber auch super isoliert nach draußen und schlecht isoliert gegen Wohnraum und ist ohne Brauchwasser Wärmepumpe bei 16 Grad und mit bei 15 Grad. Dann ist von den 133* Watt eher 60% aus dem Wohnraum oder etwa 80 Watt, die aber mit Klimaanlage in der Übergangszeit nur etwa 11 Watt Strom erfordern.
10 Grad Außentemperatur gibt es selbst im Dezember und Januar regelmäßig, in Kälteperioden puffert die Wärmelinse unter der Bodenplatte etwas.
Da kann man 5 Grad effektive Durchschnittstemperatur Richtung Boden und draußen nehmen bei Null Grad im Mittel über zwei Wochen draußen und man müsste grob ohne Wärmepumpe dann auf empfindlich kalte 6,5 Grad im schlecht isolierten Keller kommen. Mit Wärmepumpe geht es auf 5,5 Grad runter. Die Brauchwasser Wärmepumpe braucht jetzt vielleicht 80 Watt elektrisch für 200 Watt Wärme. Die 120 Watt kommen wieder zu 90% aus geringerem Wärmestrom nach draußen und mit Leistungszahl drei muss die Klimaanlage 4 Watt mehr leisten. Das Hauptproblem bei nach außen schlecht gedämmtem Keller in Kälteperioden ist, dass der zu kalt werden könnte und es anfängt da echt zu frieren.
Im nach Außen gut gedämmtem Keller mit extrem schlechter Dämmung Richtung Wohnraum, ist es vielleicht 13 Grad in Kältewellen ohne Wärmepumpe und mit 12 Grad. Für 200 Watt Wärme werden vielleicht 65 Watt Strom benötigt und 135 Watt aus dem Keller gezogen, 60% davon aus dem Wohnraum und 40% durch geringeren Wärmestrom nach draußen. Das sind etwas unter 90 Watt, geteilt durch 3 zieht die Klima 30 Watt elektrisch und insgesamt werden 95 Watt elektrisch im Kernwinter für 200 Watt Warmwasser benötigt.
Zusammenfassung: ja, ein Teil kommt aus dem Wohnraum, besonders dann, wenn der Keller gut nach draußen und schlecht Richtung Wohnraum isoliert ist. Aber mit Klimaanlage ist das nicht so schlimm, weil die einen Großteil der Heizsaison einen extrem guten COP hat und selbst im Kernwinter meist einen Faktor 3 schafft, extreme Kältewellen mal ausgenommen (und für die halte ich Erhaltung der bestehenden Verbrenner Heizung im Bestand fast immer für sinnvoll, siehe separater Thread zum Thema).
*Der Lesbarkeit und des Leseflusses halber habe ich da einen Satz gestrichen, in dem ich auf eine bessere Leistungszahl der Brauchwasser Wärmepumpe hingewiesen hatte bei 15 statt 10 Grad und dass das die extra 9 Watt für die Klimaanlage (11-2) etwa kompensieren könnte.