Ich möchte 2026 unsere alte Ölheizung durch eine Kombination von BWWP und LWWP ersetzen. Beide würde ich selbst installieren.
Der aktuelle Heizungsraum ist mit ca 5,5qm recht klein, aber mit Frischluft zwangsbelüftet (120mm Durchmesser). Zusätzlich gibt's (logischerweise;)) noch den Kaminabzug, ebenfalls 120mm Durchmesser.
Das Volumen reicht m.E. nicht, eine BWWP vernünftig zu betreiben. Meine Überlegung geht dahin, eine Kernbohrung in den angrenzenden (beheizten) Flur zu setzen und diese in der Sommerzeit für die Abluft, im Winter für Zuluft zu nutzen. Den Kaminanschluss dann umgekehrt winters für Abluft, Sommers für Zuluft zu nutzen.
Die vorhandene Zwangsbelüftung würde ich zum Durchführen der LWWP-Leitungen nutzen.
Würde das so funktionieren oder hab ich nen Denkfehler und sollte umplanen?
Weiterhin frag ich mich, wie ich optimal die BWWP dimensioniere? Wir bewohnen das Haus (Wohnfläche 160qm / Nutzfläche 260qm) zu zweit. Uns reichen locker 150l. Voraussichtlich ziehen wir aber in 4 Jahren um und vermieten dann. Natürlich könnte hier locker ne 4/5-köpfige Familie einziehen, die dann eher 300l benötigt.
Sollte ich gleich ne entsprechend größere BWWP installieren oder aus Effizienzgründen bei der kleinen bleiben? Es steht ja nicht final fest, wie die Nutzung in 4-5 Jahren aussieht.
Die Frage geht also nicht Richtung Marke-/Typempfehlung oder ob's überhaupt passt. Das Haus hab ich 2018 komplett kernsaniert (außer Heizkessel - der ist nicht mal Brennwert). Der Heizölbedarf lag seitdem bei 1300-1400 Liter, ausreichend große PV und Speicher kam 2022. Zudem ist eine 3er Multisplit-Klimaanlage verbaut - frieren ist also nicht das Problem.
EDIT: Das Haus ist NICHT unterkellert, Zu-/Abluft einer BWWP würde als in den angrenzenden Wohnraum kommen.
Ich betreibe unsere BWWP an einem Abluftrohr mit 200mm Durchmesser, und auch da bläst es ordentlich durch. Schaue also mal in dein Datenblatt bzgl. Volumenstrom deiner geplanten BWWP und rechne dir die Strömungsgeschwindigkeit aus. Allzu hoch sollte die nicht sein wegen Druckverlusten und Geräusch. Meiner Meinung nach sind 120mm Durchmesser deutlich zu klein.
Warum? Wenn du doch sowieso eine Wärmepumpe kaufst, kannst du das WW nicht mit dieser bereiten oder musst du dann eine Nummer größer kaufen wenn du WW damit bereiten willst?
Wenn Du eh ne LWWP installierst, würde ich mir unter den Bedingungen ne BWWP schenken. Beim Speicher würde ich auch auf 300 Liter gehen. Wir sind zu zweit mit nem 166 Liter Speicher der BWWP, Wasser sparender Duschkopf schon vorher, für uns zwei richtig, aber da ist nicht mehr viel Spielraum.
Nur um auch Vorteile von einem größeren Speicher zu erklären: Selbst wenn man zu zweit ist kann einen das beispielsweise im Sommer dazu bringen, dass auch bei 2 Tagen Regen immer noch genug im WW-Speicher vorhanden ist um zu duschen, was man vorher mit einem BKW aufgeladen hat. Wählt man zu klein oder bewusst klein um die Verluste gering zu halten kann es sein, dass man dann Strom kaufen muss. Gerade da in der Mittagszeit PV-Spitzen vorhanden sind böte sich an, diese zu nutzen. Wenn dann also der Verlust größer ist, nimmt man das in Kauf, weil man dann wieder PV-Strom zur Verfügung hat.
Auch das ist, in gewisser Weise, eine Netzentlastung.
den Auslass /Einlass der BWWP vom Durchmesser bestimmen und diese Rohrgröße als Durchbruch durch die Mauer planen.
Energie & Hobby hat genau wie Akkudoktor Andreas die Luftführung im Keller so optimiert, dass die BWWP die Luft im grossen Kreis fährt und so über möglichst viel Fläche der kalte ausgeblasene Luftstrom wieder Wärme aufnehmen kann.
Eine BWWP bedeutet auf jeden Fall eine Einschränkung für die Menge warmen Wassers (2 Vollbäder hintereinander kann man i.d.R. knicken)
Andererseits befreit sie bei der Planung der großen Heizungswärmepumpe von der Berücksichtigung der "Tot" zeiten, wenn per 3 Wegeventil auf Brauchwassererwärmung umgestellt wird. Denn je nach Heizlast des Hauses ist der Anteil an Warmwasser durchaus signifikant. und beeinflusst die Größenauswahl der LWWP.
Im Präsenzbau kann das dazu führen, dass die Heizkörper ( und manchmal sogar die Flächenheizungen ) in der Warmwasser-Heizzeit spürbar weniger W#rme abgeben und so jeder WW Hub, der ja in der Regel auch so 30 min dauert, zu Komfortverlust führt.
Ist also alles Abwägungssache: welchen Komfort erwarte ich und was darf es mich kosten
Falls ich nochmal für eine 4 köpfige Famile mit absehbaren Teenager-Duschorgien eine BWWP planen würde: 300l BWWP
zu dritt kommen wir derzeit sehr gut mit 200 l aus