Hallo zusammen, gibt es hier Erfahrungswerte, ob sich eine BrauchwasserwWärmepumpe sinnvoll mit einem Balkonkraftwerk (800W Wechselrichterleistung, 2000W Modulleistung) betreiben ließe? Wenn die Brauchwasserwärmepumpe mit der Ölheizung verbunden würde und zusammen mit der Ölheizung im selben Keller steht, macht dann der Schornsteinfeger Ärger, weil die BWWP der Ölheizung die Frischluft “stiehlt”? Brauche hier leider Hilfe…
Die BWWP stiehlt doch keine Luft, die laufen doch normal im Umluftbetrieb.
Was heißt "sinnvoll mit Balkonkraftwerk"? Ohne Speicher müsstest du den Zeitpunkt geschickt wählen, wann die Warmwasser macht. Also zu Zeiten, wo du die 800W vom BKW hast und sonst kaum Last dranhängt (bzw. so viel, wie die BWWP braucht). Besser wäre ein zumindest kleiner Speicher, damit wirst du viel flexibler.
Darum geht es mir:
Wir haben eine BWWP neben der Ölheizung stehen. Sie saugt die Luft aus dem Raum an und bläst sie durch ein 200mm Rohr durchs Kellerfenster wieder raus. Da das Rohr durchs offene Fenster geht, kann man es nicht schließen. Bisher waren zwei Schornsteinfeger da, die sich mit keinem Wort daran gestört haben. Und ein oranges 200mm Rohr, das quer durch den Raum geht, haben sie vermutlich gesehen.
BWWP im warmen Kellerraum ist nach meiner Einschätzung kein Problem.
Im Umluftbetrieb entnimmt sie auch keine Luft aus dem Raum, sondern kühlt ihn nur ab.
Nachteil: Die fossile Heizung liefert die Wärme, also hast du nicht viel gewonnen.
Wenn du die Luftführung so baust, dass die Luft außerhalb des Raumes angesaugt und auch wieder nach außerhalb des Raumes abgegeben wird, dann hast du auch kein Problem mit dem Schorni. (In dem Heizraum ist vermutlich eine Zwangsbelüftung installiert, die einen Lufmangel der fossilen Heizung verhindern soll, war zumindest in meinem Heizraum so, als ich noch mit Gas geheizt habe.)
Was das BKW angeht, das sollte je nach Warmwasserverbrauch von März bis Oktober gut funktionieren und für die Wassererwärmung ausreichen. Im Winter reicht es vermutlich nicht immer, da kommen je nach Wetter aus den max. 2kWp eines BKW an manchen Tagen nur 0,1-0,2kWh raus, an sonnigen Wintertagen kann es auch mal ausreichen.
Meine BWWP (Vaillant Arostor) braucht zwischen 400W und 500W Leistung während der Aufheizphase, die zwischen 2,5 und 4-5h liegt, je nachdem was am Vortag oder am Morgen an Warmwasser verbraucht wurde (Im Schnitt der letzten 12Monate waren es 1,5kWh/Tag). In der Sommerzeit darf die BWWP ab 11:00 starten, da ist genug Sonne da und ist dann meistens um 14:00Uhr und spätestens um 16:00 fertig mit dem Aufheizen.
Dann sind 270l Wasser warm und reichen bis zum nächsten Tag.
Ich betreibe die Anlage im Umluftbetrieb und hole die Wärme aus mehreren Kellerräumen.
Ich habe dazu einiges hier im Forum gepostet, da kannst du dir gerne Anregungen holen.
Herzliche Grüße
Eclipse
Erkläre doch mal, was für ein Konzept du mit der BWWP verfolgst. Wie gesagt, die meisten arbeiten im Umluftbetrieb. Da verschwindet keine Luft aus dem Raum. Oder hast du etwas anderes vor?
Da der Heizungskeller relativ warm ist, soll die BWWP bei mir im Umluftbetrieb laufen. Die Tür zum Ölkeller soll offen bleiben, um auf ein Raumvolumen > 20 m3 zu kommen.
Die Frischluft, die durch eine auf Anweisung des Schornsteinfegers geschaffene Öffnung im Kellerfenster in den Heizungskeller einströmt, dürfte nach einem Durchlauf in der BWWP (im Umluftbetrieb) zumindest nicht mehr frisch sein. Ich bin davon ausgegangen, dass dies der Nutzer gemeint hat, den ich zitiert habe.
Da sehe ich überhaupt kein Problem, zumal die BWWP die Luft doch nur umwälzt und ihr in keiner Weise Sauerstoff entzieht. Ob die läuft oder nicht, du hast im Keller recht frische Luft, die der Öler ansaugt.