Wir haben im Keller leider noch eine Ölheizung von unserem Vorbesitzer in einem Haus aus dem Jahre 1955. Das Haus ist mit einer Wärmeklinkerfassade in den siebziger Jahren ausgestattet worden (ca 6cm Glaswolle) Mittlerweile haben wir in den letzten fünf Jahren einen Anbau komplett neu gedämmt, das Dach teilweise erneuert alle Fenster auf den neuesten Stand gebracht sowie ein Stall ausgebaut und in der Hälfte des Erdgeschoss ist eine Fußbodenheizung eingegossen. Die alten Guss Radiator haben wir komplett heraus genommen und durch neue Heizkörper ersetzt. Außerdem haben wir 10kwp + 15kwh gebaut.
Unser Plan für die Zukunft ist:
1 eine Brauchwasser Wärmepumpe einbauen
2 eine Split Klimaanlage im Wohnzimmer. (die Kältemittelleitung und den Kondensat-Schlauch haben wir bereits mit gedacht)
3 Mittelfristig eine Wärmepumpe für die Heizung (wenn das Dach /oberste Geschossdecke gemacht ist)
Die BWWP würden wir gerne den Heizungskeller nutzen und dort die Heizung in den warmen Monaten ausschalten. Leider ist die Deckenhöhe lediglich 1,85 m.
Ich habe mir mal drei niedriger Wärmepumpen rausgesucht, gerne würden wir hier schon auf Propan setzen, oder gibt es Gründe, die dagegen sprechen? Die Brauchwasser Wärmepumpe würde dann noch einige Monate/Jahre mit im Raum der Ölheizung stehen (5000 l Heizöl).
Besonders niedrig
Gerne würden wir für die Wärmepumpe noch zwei Bohrungen nach außen führen, weswegen die Höhe noch relevanter würde. Gibt es hier Empfehlungen bezüglich des Durchmessers? Habe bisher keine Maßzeichnung der Luft ein und Ausgänge gefunden.
ach ja, nicht ganz unwichtig, wir sind 2 Erwachsene und vier Kinder (1-8 Jahre) und haben noch eine Einliegerwohnung, die dieses Jahr vermietet werden soll. Die Brauchwasser Wärmepumpe müsste also entsprechend Volumen beziehungsweise Leistung haben.
Wenn sowieso eine Wärmepumpe rein soll würde ich diese auch direkt für Warmwasser benutzen. Vor allem wenn man von jetzt schon 6 Personen ausgeht und später ggf. noch mehr, wäre es vielleicht idealer wenn man je eine Wärmepumpe pro Wohnung nutzen würde. Das bedeutet die eine Wärmepumpe für eure Wohnung und euer Warmwasser und eine weitere Wärmepumpe für die Einliegerwohnung und Warmwasser.
Es ist eine kleine Einliegerwohnung mit bereits eingebauten Wämemengenzähler. Da wir aus finanziellen Gründen vieles diy machen, wird es auch höchstens eine monoblock-Luft-Wasser-WP in Eigenregie ohne großen Puffer. Das könnte ich mit funktionierender BWWP ganz in Ruhe im Sommer 2027 oder 2028 oder so realisieren.
Ich bleib dabei. Oder anders: Wenn du jetzt 3000€ ausgibst für eine BWWP, dafür bekommst du schon eine Monoblock mit 5KW, die aber einen viel besseren Wirkungsgrad hat. Ginge auch so. Eine Wärmepumpe zum heizen, eine für das ganze Jahr für Warmwasser. Wenn sowieso schon die Wärmemengenzähler vorhanden sind. Das lässt dann auch flexibel entscheiden wie groß der Warmwasserpuffer werden soll oder evtl. doch zwei Stück einmal für euch, einmal für die Einliegerwohnung.
Aber ja, grundsätzlich kannst du natürlich auch eine BWWP nutzen.
Es gibt auch eine Ochsner, das ist nur die BWWP als Kompressorsystem und man kann dann selber einen Tank anschließen. So wäre der Wassertank vom Modul getrennt womit man besser die Raumhöhe hinbekommt.
Ich hab ja selber ne 180er EcoDesign im Keller, würde aber nach dem was Du schreibst da auch eher gleich ne Pana nehmen bei 6 Leuten und absehbar Ersatz der Hauptwärmequelle. Kannst damit ja erstmal nur das WW machen und später mehr oder reservierst sie weiter für WW.
Bei grossem Warmwasserbedarf (Zapfprofil XXL) gut planen
Warmwasser hat Vorrang vor Heizen.
Und wenn das Dreiwegeventil im Spezialfall über 1h bei Frost auf WW steht, weil permanent ein Yakuzi oder die Raindance läuft, müssen die Speicher für den Heizkreis schon ambitioniert ausgelegt sein.
Sonst gibt es Mecker, wenn die Bewohner an kalte Heizflächen packen
Bei schnell auskühlenden Häusern unangenehm.
Da hilft dann nur der Heizstab, um Warmwasser schnell nachzuproduzieren und wieder Wärme in den Heizkreis schicken zu können
Bei Altbauten mit mehreren Parteien zentral Warmwasser über eine LWWP ist sicher machbar, aber tricky.
Nach meinen Erfahrungen mit dauerduschenden Teenagern kann ich nur dazu raten, grosszügiger zu planen.
Bei mir werkelt deshalb jetzt eine separate BWWP. Ist garantiert nicht die günstigste Variante ( hat mich inkl. Einbau auch 3000 Tacken gekostet). Aber dafür kann die Auslegung der LWWP einfacher geschehen und es erhöht den Komfort, besonders an so kalten Tagen um -10 °C.
Ich denke, jetzt BWWP und später noch mal viel Geld ausgeben macht wenig Sinn. Wenns irgendwie geht, zuerst 2 Tanks hinstellen und einbinden. 1x Heizung, 1 x Frischwasser. Dann wird rausreißen der alten Heizung und einbau der LWWP leicht / schnell.