Sehe ich nicht so, weil:
Du hast doch selbst weiter unten über die Temperaturabhängigkeit des MPP geschrieben.
Und es macht schon einen Unterschied ob ein Modul im Schatten ist und ein weiteres in der prallen Sonne.
Ein WR Pro Modul hat zudem den Vorteil, dass wenn eines ausfällt die Anlage trotzdem weiter arbeitet.
Vollkommen richtige Argumente. Aber du musst dir auch mal anschauen, wie breit das maximum einer Mppt Kurve ist: eine ganzflache Kuppe, die mindestens 5% plus/minus der Spannung für nir minimale Leistungseinbusse zulässt. Wenn man 10 grad unterschied annimmt, waten das 7 ,% in der Spannung, die nur eine geringe Änderung in der Leistung machen.
Ich suche nochmal so ein Schaubild.
Da ist sogar die Darstellung unterschiedlicher Temperatur drin. Hab ich so noch nie gesehen.
Natürlich sieht man den Unterschied, aber was da im Prozentbereich ist, hat man als verlust auch durch Schmutz oder andere Ursachen.
Der Unterschied in der Temperatur ist ubrigens garnicht so gross, weil höhere Temperatur mit der 3. Oder 4 Potenz ( muss ich nochmal nachschauen) in die abgestrahlte Leistung eingeht, die wiederum etwa genausogeoss ist wie die durch Konvektion.
So gesehen: du hast recht dass ein fester Mpp Unterschiede macht, ich sehe die aber durchaus als marginal an. Zumindest wenn es nur der unterdchied durch Abschattung ist
Ich würde da mal locker 30 bis 40 Kelvin ansetzen. Du weißt doch wie heiß eine schwarze Fläche in der prallen Sonne werden kann.
Dann ist es ja noch so, dass der Wechselrichter die flache Kuppe nutzt um den MPP Spannungswert zu halten. Dieser ermöglicht eine Hysterese in der Regelung.
Ich bin übrigens froh, dass ich kein bifiziales Modul habe. Weil da verteilt sich die Warme
nicht bei Teilabschattung. Da wüsste ich gar nicht wo ich den Temperaturfühler ankleben soll.
Die Arbeitstemperatur von panels liegt zwischen 55 und 65 Grad, je nach Hinterlüftung. Umgebungstemperatur... Sagen wir 35 im Hochsommer? Bestrahlung weg, oder auf 20 %, dann sind das etwa.... Naja, nimm die 3. Potenz, dann mögen es noch 10 grad Unterschied sein. Darf man nicht auf null grad rechnen, muss gegenüber absolutem Nullpunkt sein.
Sorry, falls ich mich irre: habe im kopf abgeschätzt.
Ich habe den Gedanken aus ganz anderer Richtung. Hängt mir als Idee schon länger nach.
Statt mpp geregelte Wandlung das panel direkt auf einen Akku. Der eine mittenspannung in der Nähe der 45 Grad mpp hat .
Akku 11s Lifepo. Trifft genau genug den mpp des 36 V panels.
Da keine Wandlerverluste, sind kleine Mpp Verluste egal. Abgetrennt durch idealdiode zum akku gegen rueckstrom.
Die dioden liegen schon hier, nur keine zeit zum Test.
PS: OT, müsste ich mal abtrennen,vweil interessant.
Du musst aber einen Wert finden, der für alle Leistungen passt.
Dann bist Du bei hoher Leistung links auf der Kuppe und bei kleiner Leistung rechts auf der Kuppe. Da die Module parallel hängen, kannst Du nicht von der Gesamtleistung auf die eines Moduls schließen. Damit hast Du keine plusminus 5% mehr zur Verfügung.
Übrigens ist die Verlagerung des MPP bei meinen Modulen nicht so stark.
Bei dem Modul was Du da gewählt hast, müsste ich die MPP Spannung nicht nur von der Modultemperatur, sondern noch von der Leistung abhängig machen.
Schaut euch mal die alten Regler für 12 V mit den 18 V Modulen an.
Auch ein hochwertiger MPP Regler kratzt da nicht all zu viel mehr raus.
Ein minderwertiger MPP bringt eventuell wegen Eigenbedarf gar nix.
Schlechter wirds nur bei völlig entladenem Akku.
Nie nachgeprüft.
17 V Ladeschluss wäre natürlich noch optimaler.
Bzw. heutige 22 V Module an etwa 6 Zellen LFP.
Bei etwas höherer Belastung bricht zwar die Spannung etwas ein, dafür wird der Strom auch etwas höher. Um den Mpp herum sind die Verluste erträglich.
Ich betreibe seit Jahren einen selbst umgestrickten Regler der auf fixe Eingangsspannung als MPPT Ersatz läuft.
Die Spannung ist bewußt höher eingstellt da ein Modul WR auch noch dran hängt und der Laderegler so erst anspringt wenn die Module mehr liefern als der WR abnimmt. Module sind 2s 3p verschaltet.
Warum lädst Du nicht auf der Netzseite?
Du bist doch dann schon weit im überspannten Bereich und hast einen schlechten Modulwirkungsgrad. Oder der WR stellt sich auf eine zu niedrige Spannung ein was
auch zu einem schlechteren Modulwirkungsgrad führt.
Ich habe mittig unter dem Modul einen NTC der den MPP-Wert nach Datenbaltt vom Solarmodul korrigiert. Funktioniert sehr gut. Der WR ist wettergeschützt unter dem Modul befestigt. Ich komme mit DC gar nicht ins Haus. Ich habe mal unter verschiedenen Bedingungen den MPP Sollwert verändert aber das Optimum bleibt so bei der gleichen Einstellung.
Das bist du beim mppt für 50 %.
Update:
..... für 50 % Bestrahlung.
Ich meine, dass die Punkte in der Darstellung für 100% ige Leistung gezeichnet sind.
Was man noch bedenken kann:
- Wenn ein Modul wirklich sehr viel wärmer als das andere ist, dann bestimmt auch das wärmere Modul den MPP. Das andere Modul wird ja deutlich weniger Leistung bringen, sonst wäre es nicht so viel kälter. Da macht es nicht so viel, wenn es nicht im Optimum arbeitet.
- Das Temperatur-Thema spielt vor allem eine Rolle, wenn die Sonne richtig knallt. Aber genau da ist es in vielen Settings vollkommen egal, ob man im Optimum ist, weil man eh Überfluss hat.
Und klar: Jedes Modul mit einem MPPT ist Optimum, womit man übers Jahr ein paar Prozent mehr ernten kann. Aber ob man diese paar Prozent auch verwerten kann, ist fraglich.
Den MPP stellst Du im Setup vom Wechselrichter ein.
Wenn es kälter ist, hat es einen höheren MPP bringt also mehr Leistung.
Es geht doch darum, alle Module optimal zu betreiben.
Ganz sicher nicht. Wenn alle Module bis auf eines abgeschattet sind, habe ich keine Energie im Überfluss.
Ich halte das Parallelschalten von Modulen für eine Notlösung.
Überlege mal wieviel Ampere da zusammen kommen.
Ist auch viel einfacher und sicherer die AC-Seite parallel zu schalten.
Sture Parallelschaltung würde ich nicht über 3 ohne Absicherung machen.
Im Fehlerfall feuern dann halt zwei auf eines. Ist eigentlich auch schon worst case zu viel.
Welchen Fehlerfall siehst du denn da?
PS: ich hatte zeitweise bis zu 7 parallel und habe mir das dabei sehr genau angesehen.
Ich verstehe dich schon: unter dem Aspekt, jeweils das optimale rauszuqueteschen hast du recht.
Frage ist, welchen Mehraufwand diese letzten Prozent erfordern.
Ich habe da eher einen pragmatischen Ansatz: Verhältnis kosten zu Ertrag für Massnahmen.
Hauptsächlich Kurzschlüsse innerhalb eines Modules, z.B. Zellen. Auch verschmolzene Bypass Dioden gab es gelegentlich.
Die MC4 Stecker verkraften angeblich 30 A? Habe schon einen bei alten 8 A WR zum verschmelzen gebracht.
Ein guter Schutz wären m.M. Aktiv Dioden beim Sammler zu jedem Modul
Bei mir bekommt jedes Modul einen µ-WR. Löst alle Probleme in Luft auf. ![]()
jedes Modul eigenen WR.
Da würde ich wohl sofort vom Netz getrennt falls das wer mit bekommt.
Engpass ist bei mir der, bzw. die zwei kleinen Modul WR.
Auf die Modul Anzahl wird hinter der Grenze gepfiffen.
Gibt es tatsachlich . Aber hab ich noch nicht gesehen. Auserdem müssten geschätzte knap 20 % der Zellen Kurzschluss haben, bis ernsthaftes passieren könnte, wenn man mindestens (!):3 Panels dran hat.
5% der Zellen kurzgeschlossen zählt noch als next to nothing.
Ich habe 3 Stk 60 Zeller und 4 stk 72 Zeller parallel gehabt. Das das zählt also als mehr als 20% Defekt/Unterschied.
Der entstehende Rückstrom war der halbe nNennstrom eines panels, der sich auch noch auf 3 Panels aufteilte.
Im Betrieb, belastet, natürlich garkein Rückstrom.
Die gibt es. Die wurden auch Ärger machen, denn das zählt ja als 33% Kurzschluss wie oben beschrieben. Allerdings können in parallel Schaltung einzelner panels garkeine Kurzschlüsse von bypassdioden entstehen.... weil sie nie arbeiten.
