Ich bin jetzt schon seit einigen Monaten auf der Suche nach einem, für mich, passenden WR (bzw. Komplettsystem). Aber irgendwas ist immer. (Oder meist der Preis.)
Ich saniere mein Häuschen und irgendwie wird das Geld immer knapper und es muss leider bei der Solaranlage gespart werden. Heißt ich möchte möglichst nicht mehr als 4000 Euro ausgeben (komplett).
Ich brauche aber auch mehr als ein BKW, weil ich mein Warmwasser mit Strom aufbereite. Dazu ist im Pufferspeicher eine Heizpatrone mit 3x 2kW (separat ansteuerbar). (Diese möchte ich hier nicht Thematisieren!)
Ich bin jetzt nervlich so weit, das ich am liebsten irgendwas kaufen würde, damit das Thema abgehakt ist. (Was natürlich sinnlos ist. Aber soweit sind die Nerven zu dem Thema schon runter.)
Was ich mir wünsche ist ein System mit min. 6kw Solar (um so mehr, um so besser… klar), 10kW (Niedervolt) Speicher wäre schön und ein WR:
3 Phasig mit min 2kw pro Phase (also min 6kw Gesamtleistung)
Hybrid (klar)
stabiler, lokaler, Steuerung (auch über Home Assistant)
stabiler Anbindung an einen Shelly 3em pro (weil er schon da ist) / Nulleinspeisung
…
Natürlich kein Inselbetrieb.
Ich habe aktuell 2 in der engeren Auswahl:
Ein “BKW” mit 6x JA Solar 445W, EZHI Hybrid, APsystems EZ1-M & 5,12 kWh LUX LiFePO4 Speicher. Kostet aktuell ca 1500 Euro. Das ganze 2 mal. Dann hätte ich 2 Phasen mit ca. 2kw abgedeckt und könnte ein drittes Packet später dazu holen und wäre erstmal mit ca. 3000 Euro dabei. Aber jetzt habe ich gestern hier gelesen das der EZHI doch nicht so toll sein soll. Das Prinzip finde ich aber schon mega.
Oder ein Deye 10kW Hybrid-Wechselrichter + 11,7kWh Felicity Speicher + 24x JA Solar 450W Bifazial Full-Black für knapp 4300 Euro. Was mir aber Preislich schon Bauchschmerzen bereitet, da ja noch einiges dazu kommt (Befestigung, Elektriker, etc.)
Jetzt meine eigentliche Frage an euch, die ihr ja schon um einiges mehr Erfahrung habt und vielleicht noch andere WR / Systeme kennt. Kennt ihr noch andere Wechselrichter, die die geforderten Specs erfüllen, und vielleicht ein paar Euro weniger kosten? (Und auch Qualität haben.) Oder vielleicht ein Komplettsystem. Oder eine Idee.
Der Elektriker kommt bei jeder Variante hinzu und kann, je nach Fall, auch schon mal Deine kompletten 4000€ kosten.
Ansonsten sehe ich da nur die Möglichkeit nach gebrauchten Komponenten z.B. auf Kleinanzeigen oder ebay zu suchen. Da hab ich schon richtig gute Schnäppchen gemacht und auch selber spottbillige Module verkauft. Braucht aber Geduld und Sachkenntnis (dafür gibt Foren).
Vorschlag: kein Elektriker, nur ein großes BKW ans Netz, gegebenenfalls mit Akku. Und dein Warmwasser seperat direkt mit DC am Heizstab, ohne WR und ohne Akku. Es gibt z.B. von my-pv Geräte zum direkten DC-Anschluß.
Der Zählerschrank ist schon von anderem Geld erneuert worden? Elektriker unterstützt ein DIY-Projekt? Ggf. erstmal auf den Akku verzichten, entweder trotzdem gleich eine LV Hybrid-WR nehmen oder das später separat und ggf. wie ich einphasig mit nem Multiplus machen (dann wird das Wasser halt etwas langsamer warm, wenn gerade keine 6 kW von Multiplus+WR bereitstehen, wird ja hoffentlich nicht nur komplett on/off sein).
Danke schon mal für euer Überlegungen und Antworten.
@uschi Mit dem Elektriker habe ich schon gesprochen. Der kostet Geld, aber keine 4000. (Man kennt sich.)
Was gebrauchtes habe ich leider noch nicht gefunden. Jedenfalls keinen WR mit den Specs die ich möchte.
@lars72 Sollte ich vielleicht wirklich mal drüber nachdenken. Wobei ich dann den Heizstab aber nicht mehr über das Netz laufen lassen kann, wenn mal eine Weile keine Sonne scheint.
@jensdecker Ja, das war das erste was neu gekommen ist hier. Ja, er ist ein Bekannter. Auf den Akku möchte ich eher ungern verzichten. Vielleicht erstmal einen kleineren oder Blei-Batterien.
Es gibt im Netz auch ein gutes Angebot mit einem Multiplus. Aber das ist ja kein Hybrid, oder? Da braucht man ein extra Laderegler um die Batterien zu laden, richtig?
Die Heizpatrone hat 3x 2kw, die separat geschalten werden können. Also 2,4 und 6 kw.
Es gibt verschiedene Multiplusse. Ich hab einen "klassischen" Multiplus II 48/5000/70 sprich für 48 (Lithium eher 51) Volt Batterien, 5000 Watt (mit Durchleitung, kommen aus dem Schiffsbereich) und maximal 70 Ampere zum Akku hin. Der Multiplus lädt den Akku aus dem Hausnetz bzw. speist dorthin ein. Man könnte aber auch zusätzliche Laderegler mit MPPT mit einbinden. Bei mir sind statt dessen ein dreiphasiger Fronius Symo 6 und ein Solis 4G (den ich von meinem ersten BKW noch habe) für die 10+7+3 PV Module Ost/West zuständig, 3 davon etwas schattenanfällig, daher am Solis 4G. Das bedeutet, daß ich aus dem Akku alleine etwa 3500 Watt bekommen kann (14 kWh DIY Akku) und auch beim Einspeisen limitiert bin, was aber in der Praxis nicht wirklich relevant ist.
Mit Blei würde ich heute nicht mehr anfangen ... Dann halt eher warten, bis wieder Geld nachgewachsen ist.
Der Multiplus ist ein einphasiger Hybridwechselrichter, hat aber keine Anschlüsse für PV. Dafür brauchtest dann zusätzliche Victron-MPPTs. Für mehrere Phasen brauchts dann mehrere Multiplusse.
Deye gibts halt dreiphasig mit MPPTs in einem Gerät.
Was du allerdings bei deinem Budget doch bedenken solltest, sind die Kosten für das Modulmontagesystem. Die sind heutzutage höher als die Kosten für die Module. Da wirst du bei der Größe der Anlage schon Abstriche machen müssen.
da bezahlbar, HA und Shelly 3 EM Pro in deinen Anforderungen stehen, schau mal nach Deye Hybrid. Die gibt es einphasig und dreiphasig.
Ich habe Anfang letzten Jahres einen 12KSG04LP3 installiert.
Ich habe die Batterie selbst zusammengebaut: 16x Eve MB30 306Ah mit JK-BMS (fertige Batterien sind oft billiger, aber meist verschweißt und daher bei Problemen nach der Garantie problematisch).
Mein Zähler sitzt aktuell auch sehr weit weg vom Deye. Daher habe ich einen ESP32 mit Shelly 3 EM Pro über Home Assistant verknüpft, um Daten für die Nulleinspeisung zu übermitteln.
Summe: 6.500 €
(Eli kostete 500 €, musste aber im Zählerschrank noch 42A-Sicherungen und Blitzschutz einbauen – also grob 300 € für Anmeldung und 200 € Material)
24 Paneele à 445 Watt Trina, aufgeteilt auf:
2x8 Stück an Deye 12K (8PV1 / 8PV2)
2x4 Stück an Deye 200 Mikrowechselrichter (können im Sommer permanent einspeisen, im Winter werden sie zur Akku-Unterstützung per HA zugeschaltet)
Unterkonstruktion auf Trapezblech (2-m-Schienen gekauft und selbst auf benötigte Länge zugeschnitten)
15 KWh Akku inkl. Kabel
Du kannst aber, um Kosten zu vermeiden, vorerst unter 7 kWp bleiben (sonst brauchst du noch eine Abschalteinrichtung oder könntest auf 60 % gedrosselt werden – falls du Überschuss einspeisen willst. Schau mal in die aktuelle Gesetzeslage – aktuell ziemlich chaotisch).
Warum brauchst Du die 2 KW pro Phase? Schau mal in deiner Shelly Statistik wie oft und wie lang Du über die 4,6 KW kommst(Abends wenn die Sonne nicht mehr unterstützt-dann könnte auch schon ein kleiner reichen… aber man weiß ja nie was kommt …daher besser jezt schon größer planen…Deye15K )