Boiler mit Wärmepumpe, wird es dann nicht kalt im Bad

Was meinst du mit "springt wieder hoch..."? Verstehe ich in dem Zusammenhang nicht, ebensowenig die Begründung dahinter.

@win Das Video ist recht lang. Geh mal zu Minute 28:30. Da siehst Du links eine Graphik für die Temperaturen von Decke, Wand, Luft und Boden über den Tagesverlauf und rechts die Wärmeflüsse.

Sobald die Brauchwasserwärmepumpe angeht, sackt die Raumtemperatur innerhalb kurzer Zeit um etwa 1 Grad, sackt danach nur noch minimalst weiter und geht recht schnell um 1 Grad hoch, sobald die Wärmepumpe sich wieder ausschaltet.

Das liegt teilweise an den Vereinfachungen des Models (insbesondere der perfekten Durchmischung der Kellerluft), grob spiegelt es aber die gemessene Realität wieder. Kaigo hat ziemlich auch über Monate den Temperaturverlauf im Keller gemessen. Dazu nun ein zweiter Link:

Da mal zu 5:30 und 6:30

Die Brauchwasserwärmepumpe kann die Kellerluft sehr schnell runterkühlen. Dann bleibt die Lufttemperatur relativ konstant für eine Weile, weil es ein neues Gleichgewicht gibt und Wärme aus Wand, Decke und Boden nachströmt. Wenn die Wärmepumpe dann ausgeht, strömt erstmal weiter Wärme aus Wand, Decke und Boden nach und die Kellerluft erreicht dann fast wieder den Ausgangswert.

Genau so würde ich es auch erwarten. Im Grunde genau umgedreht, wie beim Heizen: Wenn die Wände nur 15 Grad haben, heizt man mit Split-Klima recht schnell auf 20 Grad. Aber wenn man die Anlage nach vielleicht 1 Stunde abschaltet, fällt die Temperatur wieder ganz schnell auf Wandtemperatur, die immer noch bei 15,x liegen wird.

Was ich noch nicht verstehe:

Also die Begründung: Springt wieder hoch, weil die Wände nicht schnell genug Wärme nachliefern. Das nicht müsste doch raus.

@win Stimmt, bezogen auf das "springt wieder hoch", ich hatte da mental "sackt die Kellerluft Temperatur für ein paar Stunden stärker ab und springt wieder hoch" als Einheit betrachtet. Würde die Wand schnell genug nachliefern, könnte die Temperatur nicht wieder hochspringen, weil sie erst gar nicht abgesackt wäre. So in dem Sinn.

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Ich bin ja total begeistert wie viel Sachverstand sich hier in der Diskussion tummelt.

Wenn ich 1500€ übrig habe überlege ich mir nochmal ob ich es mit der dem Wärmepumpenboiler ausprobiere. Die Einsparungen verglichen mit dem Durchlauferhitzer sind halt nicht so gewaltig, dass es sich schnell amortisieren würde.

Jetzt kommt erst mal Isolierung der obersten geschossdecken mit 40cm Zellulose dran und ein Lüfter mit WRG im Bad.

Dann die Luftwärnepumpe als Ersatz für die Gasheizung.

Selbst jetzt in der Krise ist die kWh Fossil immer noch Faktor 2-2.5 billiger als Strom, es mach also durchaus Sinn! (aus wirtschaftlicher Sicht)

Mit Preis-Deckelung sogar 40 zu 12 Cent = 3.33

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@mf2105 Da ist noch der Faktor Effizienz in der Rechnung weggelassen.
Bei den 40ct für Strom steckt die Effizienz im Gerät (COP oder SCOP).
Bei den 12ct für Gas geht die Geräteeffizienz noch ab.
Mit ner alten Öl-oder Gasheizung mit 70% Effizienz muss ich das ca. 1,42fache an Energie reinstecken für den gewünschten Wärmeauswurf für Warmwasser, da bin ich dann nicht mehr bei 12ct sondern bei Kosten von 17,04ct pro kWh Wassererwärmung.
Da komm ich dann bei 40ct/17,04ct auf 2,34 und das liegt deutlich unter den Effizienzwerten der meisten Warmwasserwärmepumpen.

Öl und Gas kann ich nicht selber herstellen, das muss ich immer kaufen.

Den Strom von der PV kann ich für deutlich unter 40ct/kWh herstellen, was den Preisvergleich deutlich zu meinen Gunsten verschiebt.
Die Rechnung macht also höchstens Sinn für Menschen, die in Mietwohnungen leben und total abhängig sind von dem, was der Hauseigentümer vorgibt.
In solchen Situation ist die Heizung in den meisten Fällen nicht die jüngste und wird auch eher mit einer niedrigen/schlechten Effizienz laufen.

Meiner Meinung nach macht es also sehr viel Sinn mit Wärmepumpen zu arbeiten, anstatt mit Fossilen direkt zu heizen, auch bei den jetzigen (gedeckelten) Preisverhältnissen.

Herzliche Grüße

Sorr, bin spät dran hier im Forum.

ecamoteuer: Hast du die Wärmepumpe nun eingebaut und kannst berichten?

Vielleicht noch ein Aspekt;
Wenn in einem Bad/Keller mit Wärmepumpenboiler noch Wäschegetrocknet wird, dann würde man sich sogar noch den Wärmepumpentrockner (incl. Strom) sparren und die Luft entfeutchen. Natürlich alles auf Kosten eines gesteigerten Wärmebedarfs des Raums.

Das glaube ich nicht. Wenn du nun duschst hast du Wärme in Form der höheren Raumtemperatur und Feuchte. Hast du nun eine kleine Brauchwasserwärmepumpe im Raum, die zieht vielleicht 3-5kW Wärme raus, damit wird der Raum entfeuchtet und leicht gekühlt. Bis zum nächsten Duscher mag es da leicht kühler sein aber schalt die Dusche an ist es in ein paar Sekunden/Minuten wieder warm. Wenn nicht dauert das nächste duschen vielleicht 23h und bis dahin geht die Wärmeenergie wieder rein.

Ideal wäre im Bad sowieso ein Bayern-Lüfter. Der würde die Feuchte aus der Luft bringen, Frischluft rein aber die Wärme drinlassen. Dann muss man einfach nur die Badezimmertür öffnen und die Wärme in die Wohnung lassen, ist ja dann eine trockene Luft.