Nur so eine Vermutung von mir: Kann es sein, dass die Balancer reichen, aber ihre Hitze nicht abgeben können? Die äußeren sind ja noch gut, nur zur Mitte heizen sie sich gegenseitig immer mehr auf.
Kann man das bestätigen, dass die äußeren in Ordnung sind?
Habe hier nicht alles genau gelesen, aber bei meinen Platinen (die ich nicht nachgemessen habe) wurde es zur Mitte immer schwärzer.
Hallo, ich habe gestern drei Module geöffnet und hier berichtet. Bei zwei der drei Module waren 1 oder mehr Balancer defekt.
Da die Balancer nahe Leitung 5 und 10 am meisten arbeit hatten (weil das die verlustfreisten Bars waren), sind genau diese durchgebrannt.
Zur Frage: Ja, die Balancer sind durchgebrannt und infolge dessen ist der Zelldrift an zugehörigen Bänken immer größer geworden zum Rest des Moduls bis zur Abschaltung irgendwann.
Wenn die Balancer noch nicht durch sein sollten (was sie aber bei mir sind - > daher aktiven Balancer in allen verbaut), kann Kühlpad und kleiner Kühlkörper enorm helfen.
Dennoch muss ich Carlos zustimmen, dass normalerweise ein Balancer niemals so viel Arbeit haben darf. Die Herkunft ist ja soweit auch klar und eigentlich ziemlich einfach zu lösen.
Die meisten bemerken das Imbalancing ja erst, sobald es Fehlermeldungen gibt. Ab diesem Moment ist idR schon längst ein passiver Widerstand durchgebrannt, daher hilft das insoweit nachträglich jetzt wenig.
Werde auch nach Einbau des aktiven Balancers jetzt keine Mühe mehr in Optimierung, Kühlung oder Ersatz der Balancer auf der Platine stecken. Für mich bleibt es bei:
zweiter Minus- und Plospol nebst Brücke (= Beheben der Ursache um ~80%)
aktiver NEEY Balancer nebst App für Überwachung (= Beheben des Schadens)
Und für diese Erkenntnis brauchte es über 120 Beiträge ?
Nicht falsch verstehen, und ich verstehe natürlich auch die Sache mit der gleichmäßigen verteilung vom Strom, aber manchmal wird hier echt erst 100 Seiten um den heißen Brei geredet obwohl solche Lösungen längst bekannt sind. Siehe Akkus von @brudertac. Aber warum einfach wenn es auch schwer geht .
Naja, recht viel war hier ja Forschung der Herkunft des Problems. Der aktive Balancer ist ja nur die Behebung der Symptome.
Der Speicher hat ja bei den meisten Garantie und ich habe anfangs wie einige andere versucht, das Problem einzugrenzen OHNE den Speicher zu öffnen. Gab viel Streiterei mit dem Installateur, wer jetzt zuständig ist.
Die Ursache ist ja grds., dass Zellbank 1, 7, 8 und 14 nicht so viel Energie abbekommen, als sie sollen. Siehe dazu die Verlinkung + Rechnung von Carlos vor paar Tagen (Beitrag 43 und 58)
Die Folge sind, dass die passiven Balancer auf der Platine bei jedem starken Laden und Entladen super lange arbeiten müssen, da sie als Gegenmaßnahme 10 Zellbänke entladen müssen,
Da diese 14 stk alle nebeneinander sitzen, brennen diese durch (Beitrag 55, 61 u 89)
Durchs Durchbrennen meist genau der Balancer, die wegen der genannten Ursache am meisten arbeiten müssen, driften genau diese Zellbänke immer weiter nach oben ab, bis der Speicher dann ab 0,1V Drift das Modul wegen Fehler auswirft.
Die Ursache, die Folgen und die daraus resultierenden Schäden wissen wir ja jetzt erst durch Versuch und vor allem das Video von @brudertac als Startschuss, hier ab Beitrag 38:
Behebung der Ursache an sich: zweiten Pluspol, zweiten Minuspol und zweite Brücke anbringen
Wenn Balancerwiderstände intakt: anbringen von Kühlkörper
Wenn Balancerwiderstände defekt: Austausch gegen NEEY oder Ersatz der originalen.
Die Widerstände werden schwarz, weil ein falscher Lack verwendet wurde. Dieser hält der Lack die entstehende Temperatur der Widerstände nicht aus.
Durch die letzte veröffentlichte FW von BMZ wurde hier aber etwas angepasst. Hierdurch soll die Überhitzung reduziert werden und das Balancing besser funktionieren.
wie schon in einem anderen Forum geschrieben, ist sehr wenig Platz in dem Hyperion Modul, für einen Aktiv Balancer. Zudem muss weiter eine Kommunikation über das BMS zur BMU zum Wechselrichter passieren. Sonst bringt der Balancer gar nichts, da der Wechslrichter nicht mit der Batterie arbeitet.
Für die Kommunikation zwischen Wechslrichter und Batteriespeicher habe ich auch schon ein bisschen bei Kostal und SMA angefragt / gebohrt. Leider wollte mir hier keine Informationen geben, dass das Protokoll für die Kommunikation selbst geschrieben werden kann
Die emisten Systeme, wo ich war, sind meist nach 2 Jahren ausgefallen.
Aktuell habe ich ein Modul da, da das System angefangen hat zu driften. Modulspannung weicht ca. 0,1V zwischen vier 2,5kWh Modulen. Zellspannung bei dem driftenden Modul weicht 0,11V ab.
Beim messen der Spannung ist auch immer etwas drauf zu achten, dass sie ggf. unter Last gemessen werden muss und nicht unbedingt im Leerlauf.
Aktuell habe ich mir den BMZ Peak-Can Adapter so umfunktioniert, dass ich pro Modul den CAN-Bus auslese und unteranderem auch die Zellspannungen, Temperaturen und Zustände des BMS.
Ich habe auch ein Modul, wo ich als die Meldung bekommen habe, dass ein drift ist. Seit vier Tagen hat es diese Meldung nicht mehr ausgegeben und wieder auf 100% geladen. Vermutlich hat da das BMS den drift wieder beseitigt. Muss ich aber nochmal beobachten.
Bezüglich Lade- und Entladestrom: Was kann dein Wechselrichter den an Strom, Kostal Plenticore kann z.B. nur 13A, nach dem neusten Update 15A.
Was ich so bei BMZ und anderen Kollegen rausbekommen habe, gibt es Probleme mit der Lade- und Entladeschlussspannung. BMZ hat das nachher mit den Long Life Systemen etwas angepasst, da am BMS etwas angepasst, bzw. Software aufgespielt werden muss (nicht die Software die via Peak CAN-aufgespielt wird).
Hey, ich sehe, du hast leider (trotz meiner DM) nicht den ganzen Beitrag gelesen...
Ich weiß, daher werden wir diesen auf das Gehäuse des Speichermoduls oben drauf setzen. In den Kunstoffdeckel müssen wir dann ein kleines Lock rein dremeln.
Dass ich die originale Platine nicht mehr verwende, habe ich nie gesagt. Ich nehme nur die Balancingarbeit ab, da die passiven Balancer für deren Arbeit, die bauartbedingt sehr hoch ist, unterdimensioniert und zu schlecht gekühlt sind. Nach dem Durchbrennen haben dann ja bei mir die Fehlermeldungen angefangen wegen wachsendem Drift.
Außerdem will ich die Zellen einzeln auslesen, ohne mich irgendwie an CAN anschließen zu müssen.
Es geht in diesem Beitrag v. a. um die Ursache, warum die Balancer überhaupt so viel arbeiten müssen. Und die ist mit dem zweiten Plus- und Minuspol nebst Brücke behoben (dachte, nach meinem Hinweis im letzten Beitrag auf entsprechende Beiträge vorher wäre das klar geworden).
Mess bei diesem bitte mal den Widerstand der Balancingwiderstände. Müssten überall 15 Ohm sein. Meine Vermutung ist auch, dass der 4. von links oder von rechts defekt ist. Das sind die, die wegen o. g. Ursache am meisten Arbeit haben.
Da haben wir bisschen den "Kippunkt" überschritten. Ich hatte jahrelang einen SMA Sunny Boy Storage mit 3,7kW. Bei ~300V (6 Modulen) wären das max. 12,3A.
Seit Ende 2025 hab ich einen SMA Sunny Tripower Smart Energy. Der kann (quasi) unendlich viel in den Speicher laden - und hat das auch regelmäßig gemacht.
Der Speicher gibt jetzt aktuell beispielsweise bis zu 27A max. Lade- und 29A max. Entladestrom frei. Die sind auch oft genug geflossen, gerade wenn es im Frühjahr kalt war, morgens bewölkt und dann mittags schlagartig die Wolken weg sind.
Oder wir prognosebasiert geladen haben und damit der Speicher bis 14:00 Uhr fürs Laden gesperrt war - dann hat er häufig gleich mit der vollen Leistung danach losgeladen.
Dann ist das Problem, welches wir früher nur im kleinen hatten durch den mehr als doppelten Strom, vervierfacht worden.
Bei dem LongLife System werden soweit ich das mitbekommen habe, bei weitem nicht so hohe Ströme freigegeben. Dann kann es durchaus sein, dass die passiven Balancer (original, ohne Kühlkörper) das noch schaffen.
Das ist zu lang, um es hier erneut wiederzugeben, da verweise ich nochmal auf Beiträge 43 und 58:
Bei hohen Lade- und Entladeströmen kommt es wegen der langen Verteilerschiene (und den Polen nur an einer einzigen Seite) vor, dass der Strom auf der ersten Bar sich nicht gleichmäßig verteilt (also z. B. der 3. Zellverbund mehr läd, als die erste). Nur minimal, aber es kommt vor.
Carlos hat hier bei 10A Ladestrom errechnet, dass der ersten Zelle direkt am Pol nichts, der letzten im Verbund (22 parallel) ca. 0,30% SOC fehlt. Im Mittel fehlen dem gesamten 1. Zellverbund dann 0,15% nach dem Laden.
Entlade ich nochmal mit 10A, fehlen weitere 0,15 %.
Mache ich das Beispiel nochmal mit 20A, dann verfierfacht sich die Auswirkung -> 0,6% fehlen nach dem laden, weitere 0,6% nach dem entladen = 1,2% Verlust pro Zyklus.
Diese müssen auf ca. 10 der 14 Zellreihen durch die Balancer rausgezogen und verheizt werden! Das sind bei 55 Ah Kapazität ca. 0,66Ah und bei einem Balancerstrom von 0,25A, fast drei Stunden am Stück! Und das über 10 Balancer gleichzeitig.
Der Speicher muss bei jedem Lade-und Entladezyklus mit 20A (die ich ja auch deutlich überschritten habe(!) 3 Stunden am Stück balancen.
Ich hatte aber oft auch Besuch da, bin erst am Abend von der Arbeit gekommen (musste aus dem Speicher das Auto (teil-)laden) oder mussten Abends Wäsche waschen / Trockner betreiben. Die drei Stunden Balancerzeit gab es oft gar nicht, da sich der Speicher dann in kurzer Zeit so weit entladen hat, dass die Balancer nicht mehr weiter arbeiten (meist stoppen die bei unter 4 V oder so).
Wenn das dann 2-3 Tage hintereinander passiert, müssen die Balancer am Ende ggf. 7 Stunden oder so am Stück Strom verheizen.
Diese haben keinen (!) Kühlkörper und sind auch alle beieinander platziert -> halten sich gegenseitig warm. Dass dann nach und nach welche durchbrennen, wundert mich nicht.
Da jetzt nur an die Balancer zu gehen, wäre nur die Behebung der Auswirkungen. Als erstes muss die Ursache -> Pole und Brücke behoben werden.
Dadurch senkt man die Balancingzeit und damit -Hitze um schätzungsweise 80% und das würde, früh genug umgesetzt, als einziger Eingriff vmtl. sogar reichen.
(das Thema etwaiger defekter SMD Sicherungen lassen wir jetzt erstmal raus, so weit sind wir noch nicht)
Na, das widerspricht sich aber. Hoffentlich haben die die balancerkeistung nicht noch reduziert? Werden wir auch noch untersuchen müssen,vwie genau die Ansteuerung fer Widerstände funktioniert?
Wenn die die Balancerleistung verkleinert haben ist das Risiko der Ausfälle gewachsen....
Machs auf. Zeig die balancerplatine, check die Widerstände, messe die Spannungsunterschiede, beseitige sie durch einzelladen, mache das Doppel kabel, nimm wieder in betrieb.
Damit würde man feststellen, ob die kabel helfen.
Die smd Widerstände sind nach datenblatt für ein Watt. Im Datenblatt steht auch, wrnn ich mich recht erinnerr, dass hoch belastete Widerstände nicht direkt nebeneinander plaziert werden dürfen.
Update:
Per KI habe ich dazu eine Zusammenfassung gemacht.
Diese Vorschrift gibt für 1 Watt klare Abstände von anderen Widerständen. Die dürfte BMZ faktisch, grob gerechnet, nicht unterschritten haben, wenn die Aussage stimmt, dass nur 4 Stufen gleichzeitig balancieren.
Hoffentlich nicht 4 nebeneinander.
Es ist wahrscheinlicher, dass die Balancerwiderstände durchbrennen, und dann die Probleme auftreten. Die Verlustleistung muss also runter, um das zu umgehen. Das hat auch nix mit "schlechtem Lack" zu tun, die Wärme an den Widerständen ist zu gross.
Das Problem ist zweigeteilt: erstmal muss die Balancerarbeit weg, die durch den falschen Kabelanschluss verursacht wird.
Und dann kann man schauen, ob die Verlustleistung wirklich runter muss bei der verbleibenden balancerzeit.
Nein die Verlustleistung an den Widerständen muss prinzipiell runter. Das ist schlechtes Design. Kann man mit Software machen, ich halte es für besser, den Strom zu begrenzen.
Dass die Anschlüsse optimiert werden sollten steht eh ausser Frage