BMZ Hyperion Helios Batteriemodul Fehler zurücksetzen

Hallo,

ich habe mehrer BMZ Helios 2,5kWh Batteriemodule, wo die LED des BMS rot leuchtet oder rot / blau blinkt.

Das BMS, des Batteriemoduls signalisiert damit eine Störung. Eine Verbindung über den CAN-Bus zu Batteriemodul besteht, leider ist nicht genau bekannt, was alles in den CAN-IDs steht.

Die Zell- / Batteriespannungen, Innenwiderstände und Temperatursensoren der Batteriemodule sind i.O.

Folgende CAN-IDs gibt das BMS des Batteriemoduls aus:

0C1h Status Ausgabe
101h
141h
181h
1C1h
201h Spannung Zelle 1-4
241h Spannung Zelle 5-8
281h Spannung Zelle 9-12
2C1h Spannung Zelle 13-16
301h Temperaturfühler
381h
3C1h
601h
6C1h

Das Kommunikationsprotokoll ist an CiA 454 (EnergyBus) Battery Device Profile angelehnt. Zur genauen Beschreibung der Register, von BMZ, findet man nicht soviel und die KI konnte nur die Infos anhand des CiA454 Protokolls auswerten.

Meine Vermutung ist, dass das BMS einen Fehler geloggt hat (Hardlock). Die Fräge wäre was es für ein Fehler ist und wie und ob dieser via Befehl zurückgesetzt werden kann?

Hat hier vielleicht jemand einen Tipp / Idee?

Gruß Jusch89

Die erste Idee wäre immer: "neu booten".

Einmal komplett vom Akku trennen, dann wieder (nach der (Sicherungs) Reparatur) verbinden.
PS: was hat das mit dem BMZ Hyperion Problem zu tun?

Und warum schreibst du nicht in der BMZ Kategorie? Ist das ein anderes Problem?

Danke für den Hinweis, habe das Thema in die Kategroie verschoben.

Hilft leider nicht. Zudem speichert der NOR-Speicher die Daten bis zu einem Jahr / auch wenn das BMS von der Batterie getrennt ist.

Welche Sicherungs Reparatur? Diese sind alle i.O.

Helios = BMZ Batteriemodule des Hyperion SE und LL

Bezieht sich auf die Fehler, die ich mit den Batteriemodulen von BMZ Hyperion habe.

Danke.
Entschuldige die Nachfrage (n) , ich kennen von diesen Anlagen nur das, was ich hier auf dem board lese.

Wenn es also nicht die Schmelzsicherung ist: worin besteht der Unterschied zwischen den bei @Kapila gemeldeten Blöcken mit Rotlicht (Spreizung der Spannungen zu gross wegen defekt von BMS Widerstände) und deinem Fall?

Kann man bei dir Balancierung und defekte darin ausschließen?

Hallo, wegen der Markierung schreibe ich hier kurz mal rein:

Ich hatte bei mir bisher nur zwei verschiedene Arten von Fehlern:

  1. Zelldrift >0,15V. Die betroffenen Module haben dann auch bei hochohmigen Balancern nach ein paar Tagen im abgesteckten Zustand wieder funktioniert - hier konnte ich aber auch beim Laden bemerken, dass diese z. T. "wieder aussteigen". Das wird wohl beim Booten des BMS jedes Mal überprüft.
  2. SMD Sicherung defekt - blieb rot und hat auch keine Spannung geführt. Die Sicherung müsste ich mal austauschen um zu schauen, ob es dann direkt wieder funktioniert. Ob hier ein Fehler geloggt wird oder lediglich die Überprüfung beim Start, kann ich nicht sagen.

Achso okay, dachte du hättest auch einen BMZ Hyperion Batteriespeicher.

Leider sind die Fehler nicht wie bei @kapila seine Fehlermeldungen.

Eingie Module laufen an, leuchten erst grün, dann rot und blinken dann rot / blau. Ich hatte dazu auch schonmal etwas das in das Thema von @kapila geschrieben.

Die Sicherung kann auch durch das BMS erstört werden, dient als Schutzmechanismus wenn z.B. Temperatur zu hoch oder andere Parameter des Moduls außer der Norm. Habe auch mal im Forum gelesen das durch den Zelldrift die Sicherung zerstört wird, aber so noch nicht gesehen.

Da ich schon sehr viele verschiedene Fehler bei BMZ gesehen habe und das Zell driften das kleineste Problem ist, hier mal ein paar Störungen:

  1. Modulspannungen driften bis zu 15V auseinander
  2. Batteriespeicher wird unter 0% entladen
  3. Batteriemodule sind unter 0% (Tiefenentladung / aber noch über Tiefentladungsgrenze der Zellen)
  4. Anlage fällt bei dem letzten Sicherheitstest durch
  5. BMU ist plötzlich nicht mehr von BMZ sondern ein anderer Hersteller :thinking: (meldet dem Wechselrichter falschen Hersteller)
  6. Relais fallen ab und gehen wieder an, bei Beladung > 8A, schauckelt sich soweit auf, dass es wie MG-Feuer ist. Speicher und Wechselrichter melden keine Fehler

Bei den meisten Sachen weiß ich mir zu helfen, bzw. habe auch Ersatzteile da, außer Punkt 1 - 3. Durch das Laden der Module sind alle Werte wieder im Toleranzbereich, aber das Modul BMS bleibt rot. Mithilfe des Handbuches des Infinion Chips, Texas Instruments Balancer Chips und einen heutigen Test, mit Gimini, habe ich herausgefunden das ein Hardlock auf einen der Chips gespeichert wurde, durch die Fehler.

Ich habe heute versucht, mit Hilfe der KI, via Modus Reset Befehle an das BMS zu senden. Leider reagiert das BMS darauf nicht.

Auszug CAN-Log:

0C1h CC 8 00 00 00 80 00 00 00 D3

Diese ID steht für den Zustand des BMS. Eine 80 im 3 Byte, beidet nach CiA 454 (EnergyBus) Battery Device Profile, dass ein Fehler ansteht (rote LED an).

Module mit einer 01 im Byte 0, der ID 0C1h haben keinen Fehler (grüne LED an)

Sehr spannendes Thema.
Da wird man noch sehr viel hinschauen müssen, um die Auslöser der meldungen in der BMS hardware zu finden. Wenn es denn uberhaupt gelingt.

Zum Sicherungsthema: ich glaube schon dass die Sicherungen kompatibel sind. Sowas exotisches ist mir noch nie untergekommen. Ich würde noch die datenblattangaben für die Ausloseseite vergleichen. Aber Ansonsten sehe ich keine Begründung für komponentenunterschiede.

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Vielleicht habe ich die Tage mal Zeit, dann kann ich probieren auf den Flash-Speicher des BMS zuzugreifen. Falls ich diesen auslesen kann, könnte ich das selbe mit einem funktionierenden machen und die Werte mal vergleichen.

Das blöde ist nur, ohne angeschlossene Batterie, ist das BMS still. D.H. ich kann das BMS nicht einfach via RJ-45 Stecker mit 12V versorgen und es auf den Schreibtisch legen :rofl:

Du brauchst keinen Akku.

Lies mal:

Natürlich musst du wahrscheinlich niedrigere Widerstände nehmen. 100 Ohm ? 30 mA.
Checken, ob die Betriebsspannung aus minus und plus genommen wird ( weil das über 100 Ohm zuviel Spannungsabfall macht), und die Gesamtspannung nicht so hoch fahren, dass er zu balancieren versucht. Wenn du nann noch 100 mA Strombegrenzung am Labornetzteil einstellst, oder niedriger, wird der wahrscheinlich nicht mal die SMD Sicherung Durchschießen können - selbst wenn er es versucht.
Machst du 50 Ohm Poti mit 100 Ohm in Reihe pro "Zelle" kannst du die Einzelspannungen verändern. Feststellen wann die drift erkannt wird.

Du kannst - das steht im Dokument nicht drin - sogar einzelne Widerstände doch als Akkuzelle machen... Die dürfte dann auch balancieren..
Auf diese Weise kann man einen Prüfstand nach Wunsch bauen, der trotzdem ziemlich gefahrlos - auch für das BMS ist.

Und man kann ziemlich einfach alles rumprobieren, was sonst unter Umständen mühselig ist, wie OVP usw.
Nur balancieren geht eben nicht, auss man baut da eine Zelle ein. Oder schlisst sie an die Stufe an.

Viel Erfolg!

Danke für die gute Anleitung. :+1:

Es ist aber glaube ich einfacher ein Modul zu nehmen, da ich mir ggf. sonst Bugs durch den Testaufbau reinhole. :thinking:

Zudem ist der 30-polige BMS Anschlussstecker schon recht klein. Habe welche hier, wollte erst da mit dem Balancer dran gehen, aber die Leitungen sind immer wieder abgegangen. Daher habe ich die vier kleineren 14-poligen Stecker (von den LP der Zellen) genommen und habe mir einen Adapter für den Aktiv-Balancer gebaut.