Hi,
Nicht zu lange nach Anschaffung unseres 1720W Garten-BKW mit vier 144-Zellen Trina Panels parallel an den 2 Trackern eines APSystems EZ1-M wurde der Stromzähler getauscht. Die neue mME kann ich mit einem Tasmota IR-Kopf auslesen und die Daten ansehen. Dazu läuft bereits ein RaspberrPI 4 mit diversen containern, darunter ein MQTT Broker und eine Home Assistant Instanz.
Jetzt bin ich dabei, auszurechnen, ob sich die Erweiterung mit einem Akku rechnen kann. Über den Daumen gepeilt: Wir beziehen derzeit zwischen den Sonnenphasen ca. 2kWh aus dem Netz. Das sind ca. 220€ im Jahr. Wenn wir davon in Zukunft 75% aus dem Akku decken können, setzt das das Budget für das entsprechende Akkusystem auf etwa 1000€.
Dazu suche ich auch Hardware- und Umsetzungstipps. Erstmal ein paar Randbedingungen:
- Ich brauche also einen Akku, der entweder mit 4 Trackern daherkommt, oder die parallelgeschalteten Trinas abkann. Da wären wir also mit etwas Sicherheit bei 2x25A Isc, da die Panels nur leicht gegeneinander gedreht sind.
- Zugegebenermaßen kann man vielleicht auch zwei Akkus zusammen mit den bestehenden µWechselrichter verwenden und so indirekt auf 4 Tracker kommen.
- Der Akku steht in einem Schuppen. Es kann schonmal kurzzeitig unter 0°C haben, aber es werden nicht wie draußen über Wochen -20°C wenn es hart auf hart kommt.
- Unsere Grundlast liegt bei 100-200W. Es wäre also schön, wenn der Akku in der Größenordnung einen brauchbaren Wirkungsgrad hat und auch bei wenig Licht noch ein bisschen lädt.
- Die Ausgangsleistung des Akkus müsste steuerbar sein. Hier wünsche ich mir eine cloudfreie Lösung mit einer offenen Schnittstelle, an die ich softwareseitig ran komme.
- Fehlende Sicherheitsfeatures wie das Relais im Fall eines internen Wechselrichters; oder fehlender Batterieschutz für die dunkle Jahreszeit wären natürlich ein KO-Kriterium.
- Einen Brand kann ich auch nicht brauchen. Der Schuppen ist aus Holz. Also bitte keine Selbstbauakkus, obwohl ich ja eigentlich DIY-Fan bin.
- von einem deutschen Hersteller wäre ein netter Bonus.
Kennt jemand eine Übersicht, in der ich eine solche Wollmilchsau bei fairem Preis-Leistungsverhältnis und idealerweise in LiFePO finden könnte?
Ansonsten habe ich noch ein paar weiterführende Ideen im Kopf:
- Der bestehende EZ1-Wechselrichter wäre theoretisch auch schon im Groben steuerbar, siehe: GitHub - SonnenladenGmbH/APsystems-EZ1-API: The APsystems EZ1 Python library offers a streamlined interface for interacting with the local API of APsystems EZ1 Microinverters. - das habe ich aber noch nie versucht. Damit könnte man sich vielleicht sogar die Regelung des Akkus schenken. Andererseits bin ich nicht ganz sicher, ob das alles ohne Cloudanbindung so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Hat jemand Erfahrungen?
- Der Tasmota liefert die aktuelle Einspeisung an der mME im 10-Sekunden-Takt. Das das eine "Nulleinspeisung" zu nennen, ist etwas vermessen. Aber vielleicht kann ich ja mit einem langsamen Regelkreis wenigstens grob unser Lastprofil abfahren. Lasst mich wissen, wenn ihr das für völlig utopisch haltet. Stark transiete Verbraucher wie der Herd müssen aber am Ende eh das Meiste aus dem Netz beziehen.
- Wie man einen solchen Regler am Ende anbindet, ist mir auch noch nicht ganz klar. Aber ich nehme an, dass der Home Assistant oder vielleicht unser EOS hier genau dafür gemacht sind. Aber das kriege ich dann am Ende schon raus - notfalls muss ich selbst schreiben. Mit EOS könnte man auch mit Wettervorhersagen etc. Richtung Netzdienlichkeit blicken.