BKW 2kWp mit 4kWh Speicher, Komponenten und Anbringung

Moin zusammen!

ich plane für den Balkon meines Bruders ein BKW, wir würden gern die Begrenzung von 2kWp möglichst ausreizen und einen Speicher von 4kWh Kapazität aufstellen. Stromverbrauch liegt hier bei gut 3500kWh pro Jahr.

  • Hoymiles HiBattery 4020 X
  • 4x Jolywood 500W full black, bifazial, Glas-Glas,108 Zellen) - JW-HD108N-R2
    (1960mm x 1134mm x 30mm)
  • Shelly PRO 3EM Smart-Meter
  • Wieland-Aufputzdose für den Speicher am Aufstellort (unbeheizter Innenraum)

Wie findet ihr die Kombination?

Unsere Auswahlkriterien waren:

  • Speicher DC-gekoppelt
  • einfache Integration durch offene MQTT Schnittstelle des Speichers
  • PV-Module mit 500Wp reizen zusammen die 2000Wp-Grenze aus
  • Preis: Speicher und PV-Module sind aktull für 999€ bzw. 76,90€ zu bekommen
  • full black ist ein bißchen hübscher...

Wir möchten die PV-Module an diesem Balkongeländer anbringen, fast genau Südausrichtung und nur früh am Morgen noch Schatten:

Wir würden die Module gerne 10° aus der Senkrechten geneigt anbringen, die Länge des Balkons von 8,6m müsste ja für alle 4 Module ausreichend sein.

Gibt es für das Modulformat passende Befestigungslösungen und was würdet ihr empfehlen?

Schonmal ein dickes Dankeschön an das ganze Forum!
Lieben Gruß, Martin

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Nach der neuesten VDE bekommst du das als BKW nicht mehr zugelassen. Max 960W Modulleistung.Wielandose/Stecker oder feste Installation.
Deutschland eben....

Die neue VDE-Norm hat Regelungen für Anlagen mit mehr als 2kWp gebracht. Die Leistungsgrenze von 800W/2kWp für Steckersolargeräte aka BKW steht im Gesetz, da ändert kein VDE was dran. Hat er auch nicht getan.

Bis 960Wp reicht der normale Schukostecker, darüber brauchts lt. VDE Wieland o.ä.

Oliver

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Der Speicher hat ab Werk nur ein Anschlußkabel mit Schuko-Stecker, das stimmt!

Für einen Festanschluß ans Hausnetzt gehts im Gerätehandbuch so los:

Mein Gedanke ist den Schukostecker zu entfernen und durch einen Wieland-Stecker zu ersetzen, so einen z.B.: Wieland Stecker einzeln (zur Selbstmontage) Balkonkraftwerk PV

Und damit gehts dann in die vom Elektriker noch zu setzende Wieland-Aufputzdose.
Kommt mir zwar ehrlich gesagt etwas merkwürdig vor für max. 800W die Schuko-Steckdose und den Schuko-Stecker gegen Wieland zu tauschen, aber so ists gefordert und damit ist meine Meinung völlig irrelevant... :grinning_face_with_smiling_eyes:

So sollte das dann doch auch mit der Anmeldung hinhauen?

Der Anmeldung im Marktstammdatenregister ist der Stecker völlig egal.

Der Netzbetreiber bekommt das zwar dann mitgeteilt, ob der dann aber noch eine Bestätigung von dir verlangt, ob du auch wirklich nach VDE die Wielanddose hast verbauen lassen, ist fraglich. Aber wenn du das eh vorhast, ist doch wirklich alles völlig in Ordnung.

Oliver

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Hab ja nix anderes geschrieben. :wink:

Schomal Danke Leute!

Bleibt noch die Befestigung am Geländer. Es gibt der Google-Suche nach unzählige Sets und Kits verschiedenster Hersteller dafür.
Könnt ihr mir da einen Tipp oder eine Empfehlung geben?

Hallo zusammen!

Ich will nur kurz Rückmeldung geben, das BKW ist jetzt seit etwa 14 Tagen in Betrieb und ich bin sehr zufrieden. :smiley:

Wieland-Dose, ShellyPro3EM und Anschluß ans Hausnetz im Zählerschrank hat ein örtlicher Elektriker erledigt, (vorerst) vier Module haben wir am Balkon angebracht, zwei in Südausrichtung, zwei in Westausrichtung.

Was einfach nicht hinhauen wollte ist den Hoymiles HiBattery 4020X mit dem Shelly Pro 3EM bekannt zu machen... der Versuch scheitert mit "Daten konnten nicht geladen werden" oder so ähnlich. Recherche hat bisher ergeben dass es womöglich an der relativ neuen FritzBox liegen könnte, bei älteren FritzBoxen hatten Leute anscheinend weniger Probleme mit Hoymiles-Geräten und dem Shelly.

Was aber tadellos funktioniert ist die Kommunikation beider Geräte (HiBattery und Shelly) mit meinem MQTT-Broker.
Deswegen ist das in meinem Fall kein Beinbruch, die Logig zur Regelung von Überschußladung der Batterie und bedarfsgerechter Einspeisung wollte ich sowieso selbst schreiben. Stichwort "Nulleinspeisung", naja, so gut das eben an einem sonnigen Tag und dem eher kleinen Batteriespeicher möglich ist... Aber das klappt ganz hervorragend, das war vorgestern:

An dem gezeigten Tag liefen auch einige größere Verbraucher, es wurde gewaschen und Pflaumenkuchen gebacken. Von den an diesem Tag im Haus verbrauchten 10,8 kWh konnten 6,9 kWh vom BKW bereitgestellt werden, Netzbezug an dem Tag waren nur noch 3,7 kWh. Das ist ein Autarkiegrad von 64% an diesem Tag! Wow! :smiley:
Zusätzlich konnten 1,6 kWh eingespeist werden nachdem die Batterie voll geladen war, solange hier noch der alte Ferraris-Zähler werkelt macht sogar die Einspeisung Spaß. :face_savoring_food:
(Beim Aufsummieren der momentan aufgenommenen bzw. eingespeisten Leistungen kommt es zu kleinen Ungenauigkeiten, ich bekomme vom Shelly nur alle 5 Sekunden aktualisierte Werte, der HiBattery aktualisiert die Daten sekündlich).

Okay, zugegeben, die letzten beiden Wochen war unschlagbares Solar-Wetter, das wird nicht so bleiben, aber an einigen Tagen mit 14 ungetrübten Sonnenstunden konnte das kleine BKW gelegentlich sogar über 75% des Strombedarfs (da lief dann aber auch kein Wäschetrockner, Waschmaschine oder Backofen :sweat_smile:) im Haus decken, das hätte ich nicht erwartet!

Da bekommt man doch Lust auf eine "richtige" PV-Anlage... :grin:

sonnige Grüße,
Martin

So wie es aussieht hast du noch Platz für Module. Der Weg vom BKW zur Kleinerzeugungsanlage ist keiner den du nicht alleine gehen kannst :smiling_face_with_sunglasses:

Da hab ich auch schon drüber nachgedacht... Es ist Platz für drei weitere Module am Balkon (der HiBattery kann bis zu acht Module verdauen), die anzubringen ist eigentlich schon fest geplant.

Um das jetzt mal richtig einzusortieren... bitte korrigiert mich wenn ich ganz daneben liege...

Aktuell betreibt mein Bruder hier also jetzt ein Stecker-Solargerät mit 800VA Einspeiseleistung und 2000W Erzeugungsleistung das nun auch im MaStR registriert ist.
Der Betrieb in Verbindung mit dem Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre wird geduldet bis der örtliche Netzbetreiber eine moderne (digitale) Zählereinrichtung beibringt.

Eine Erweiterung auf mehr als 2000W Erzeugungsleistung bringt uns zu einer Kleinsterzeugungsanlage bei der lediglich die Einspeiseleistung auf 800VA begrenzt bleiben muss.
So weit so gut, aber darf die nicht erst in Verbindung mit einer modernen Zählereinrichtung in Betrieb gehen?
Sprich, wir müssen damit warten bis der Netzbetreiber den Ferraris-Zähler getauscht hat?

Kann ich nach dem Zählertausch die zusätzlichen Module sofort in Betrieb nehmen, den Eintrag im MaStR anpassen und die jetzt Kleinsterzeugungsanlage dem Netzbetreiber als in Betrieb melden?
Oder darf ich die erweiterte Anlage erst nach dem OK vom Netzbetreiber in Betrieb nehmen?

Vermutlich würde es keine :pig: interessieren wieviele Module dann tatsächlich am Balkon hängen nachdem der Netzbetreiber da war und den Zähler getauscht hat... :shushing_face:

Kleiner Tipp wenn du die Regelung ehh selber in der Hand hast.

Lass schon früher einspeisen bevor der Akku voll ist. Am besten Prognose basiert, so dass der Akku nie voll wird (außer eventuell ~1 Mal im Monat zum kalibiereren)

Ansonsten "verschenkst" du Erzeugung in der Zeit wo der Akku voll ist, aber die Module noch mehr als 800W liefern können.

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Dein Speicher ist eh Grauzone. Auch das wäre, selbst unter 2KWp, eine Kleinerzeugungsanlage.

Das was @ironmaster geschrieben hat wollte ich auch schon so ähnlich schreiben. Also stell das Ding um auf permanent 800W Einspeisung und lass den Smartmeter aus bis der Zähler getauscht ist.

Danke für den Hinweis! :+1:
Mit jeweils zwei Modulen Süd und zwei Modulen West (und das waren bombige Sonnentage in den letzten zwei Wochen :sun:) bin ich (bis jetzt!) aber noch nicht in die Situation gelaufen dass die Module zu einem Zeitpunkt mehr Leistung geliefert haben als 800W Einspeiseleistung plus Batterieladeleistung, aber das wäre dann in der Tat verschenkte PV-Leistung. Sollten weitere Module kommen werde ich das in der Regelung dann auch berücksichtigen.
Der Betrieb mit Speicher ist aktuell ein jetzt endender Testbetrieb um zu sehen dass die Regelung auch ordentlich funktioniert. Bis der Zähler getauscht wird geht die Batterie demnächst dann mit 50% Ladung in "Standby-Betrieb" und es wird alles eingespeist solange der Zähler noch rückwärts dreht.

Das verstehe ich nicht so ganz... Ich dachte auch mit Batterie erfüllt das Ding alle Kriterien um ein Steckersolargerät zu sein, die Produktnorm wird erfüllt da die Einspeiseleistung 800VA nicht übersteigt, die Erzeugungsleistung übersteigt 2kWp nicht, die VDE- Vorgaben sind mit Wieland an isoliertem Stromkreis mit eigenem LSFI-Schalter eingehalten...
Herrje, wie soll man sich in dem Verordnungsdschungel als Otto-Normalverbraucher denn bitteschön zurechtfinden, und ich habs weiß Gott versucht... :see_no_evil_monkey:

Warum ist die Anlage mit Speicher Grauzone und unabhängig von der Erzeugungsleistung von 2kWp kein Steckersolargerät mehr sondern eine Kleinerzeugungsanlage?

Ein Steckersolargerät besteht aus Modulen und Wechselrichter, Speicher wird bei der Anmeldung im MaStR abgefragt und von VNB's geduldet. Leider nicht von allen.

Na prima, und ich war so doof und hab beides bereits im MaStR registriert. Dann bin ich mal gespannt was die Kevag dazu sagt...

Ich verstehe so langsam warum so viele ihr BKW (mit oder ohne Speicher) an den Balkon dübeln, das Ding in die nächste Schuko-Steckdose stecken, sich über Sonne freuen und es dabei einfach belassen...

Deine Anmerkungen haben mich jetzt doch gejuckt und ich bin auf die Suche gegangen. Du hast Recht:

Ab Minute 2:50

800VA mit 2kWp UND Speicher ist Kleinsterzeugungsanlage.

Und jetzt zum Netzbetreiber:

Ab Minute 13:20

Eine solche Kleinsterzeugungsanlage ist mit Formular F1.2 beim Netzbetreiber Anmeldepflichtig ABER NICHT Zustimmungspflichtig.

So weit so gut, dann hab ich wohl übersehen dass die Registrierung im MaStR nicht ausreicht und zusätzlich die Anmeldung beim Netzbetreiber notwendig ist. Außerdem muss der Zähler VORHER getauscht werden (Quelle Video vom Andreas). Ups...

Aber was heißt in der Sache nicht Zustimmungspflichtig? Der Netzbetreiber kann den Betrieb der Anlage also nicht untersagen?

Ich warte jetzt einfach ab bis der Netzbetreiber kommt um den Zähler zu tauschen, ich würd mich schon sehr wundern wenn die Kevag (der örtliche Verteilnetzbetreiber) hier wegen der Batterie einen großen Aufstand macht... Anmelden beim Netzbetreiber kann ichs auch noch nachdem der freundliche Kevag-Techniker mich beim Zählertausch auf die vergessene Anmeldung aufmerksam gemacht hat... :roll_eyes:

Du hast doch bisher nur ein Bkw. Dein Speicher ist bei 800W Dauereinspeisung deaktiviert. :pensive_face:

Er ist zwar schon da, wird aber nicht genutzt bis der Zähler getauscht ist.

Am Besten du lässt alles aus bis der Tausch rum ist :winking_face_with_tongue:

Die zusätzlichen Module kannst du auch schon montieren und anschließen.

Nur einschalten darfst du erst mit neuem Zähler, geändertem Eintrag im MaStR und abgeschicktem Formular.

Sowas würde aber, aus Angst vor der Solarpolizei, eh nie nicht jemand machen. :smiling_face_with_sunglasses:

Man würde ja den Zähler noch weiter zurück drehen lassen. :speak_no_evil_monkey:

Wer Spuren von Ironie findet darf sie behalten.

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"Solar Polizei" hat mir gefallen. :rofl: Deutschland hat momentan ganz andere Probleme. Welche Uniform tragen die? Hab noch nie einen von denen gesehen. Hab aber von neidischen Nachbarn gehört, die unbedingt von ihrer bürgerlichen Meldpflicht Gebrauch machen mußten.