Nach der letzten Hitzewelle muss ich im Haus meiner Schwiegerleute dringend für Kühlung (mindestens im OG) sorgen.
Hab mich nach einiger Überlegung für eine Fujitsu 3er Multisplit entschieden, grob steht die Positionierung der AE auch fest, da von dort die insgesamte Leitungslänge am kürzesten ist. Abgesehen davon ist es auf der Hausrückseite, stört also optisch hier am wenigsten.
Ich habe ein Foto gemacht, perspektivisch ist's allerdings verzerrt: der rot umrandete Raum hat immerhin 3,25 Innenbreite.
Die Leitungen werden über den Dachboden geführt, es werden ab Einführung ca 17m insgesamt zzgl. Abstand Dacheinführung -> AE.
Dort seht ihr auch die Position der 1. Inneneinheit (dicker blauer Strich).
Die beiden "X" markieren meine Überlegungen zur Position der Außeneinheit.
Geplant ist weiterhin alle Kondensatleitungen im Dachboden zusammen zu führen und über Entlüftungsrohr in den Kanal laufen zu lassen.
A) Oben:
Hätte den Vorteil kürzerer Leitungen zusätzlich wäre das Gerät durch den Dachüberstand von ca 1m hervorragend von oben geschützt, auch keine direkte Sonne. Optisch wäre es gut, da nahezu gleichgroß wie das kleine Fenster - ergäbe also harmonische Ansicht.
Nachteil: Höhe über Boden ca 3m. AE hängt direkt vor erster IE. Schwierig dran zu kommen, braucht jedes Mal ein kleines Gerüst aufgebaut werden (das Gerüst selbst wäre vorhanden).
B) Unten:
Vorteil: leicht zugänglich.
Nachteil: Ca 3x2m mehr Leitungslänge. Ungeschützt gg Wetter.
Was wäre denn die bessere Alternative und weswegen würdet ihr die wählen.
3m geht doch noch. Da stehst du gerade mal 1-2 m hoch auf der Leiter. Da brauchts für Kleinigkeiten kein Gerüst. Wenn die Anlage einmal läuft, machst du die vielleicht alle 2 Jahre mal sauber. Klar, wenn ein Monteur mal was machen will, müsstest ein Gerüst aufbauen.
Prinzipiell denk ich da genauso.
Wäre es irgendwie ein Nachteil, die AE quasi direkt im Rücken der 1. Inneneinheit zu haben?
Die kurze Leitungslänge könnte ich ausgleichen, wenn ich über den Dachboden ne Schleife lege und von oben anschließe. Dann könnte man locker auf 3m kommen...
Wie viel Abstand zum Dach sollte ich mindestens einhalten? Reichen 80cm?
Die Wandmontage ist etwas teuer nehme ich an wg der Schwerlastkonsolen, dafür ist auf dem Boden mehr Kupfer erforderlich. Wird sich am Ende nicht viel nehmen?
Ob die im Sommer unter dem Dachüberstand besser Kühlen? Da kann gerne jemand mit mehr Erfahrung mal was zu sagen, aber so viel Luft wie die durchschaufeln ist doch die Sonne aufs Gehäuse kein Problem (und im Winter hilft sie beim abtauen )
Ich würde die unten hinstellen. An der Wand gibts immer Vibrationen, mehr Geräusche und einfach zu "befestigen" ist Sie auch. Besser im Zugriff und der Wartung. Wenn die Gesamtlänge des Rohrsystems ok ist für das Gerät (außengerät Datenblatt) ist das gar kein Problem. Vor Wetter haben solche Anlagen keine Angst Aber es soll auch Leute gene, die sowas sogar AUF das Dach montieren. Kommt ein wenig auf deine Empfindlichkeit und das Haus an?
Wenn du die Kondensatleitungen alle auf den Dachboden führen willst, brauchst du jedes Mal eine Kondensatpumpe, die auch wieder nervige Geräusche macht. Gäbe es hier eine alternative Lösung, zumindest für einen Teil der Geräte?
Meine Frage zielte nicht auf Kostenoptimierung ab sondern möglichst kurze Leitungswege. Bilde mir ein, das wäre effizienter. Rein die Kosten betrachtet, hast du natürlich Recht.
Die Kondensatpumpen brauche ich mindestens an 2 Inneneinheiten sowieso, da sie an Innenwänden befestigt werden.
Nichts mag ich weniger als Kabelkanäle im Wohnbereich.
Die 3. Einheit (vom Foto) bräuchte eine extra Bohrung durch die Außenwand (und Kabelkanal auf Fassade) - dies möchte ich auch vermeiden.
Entweder ich verstehe deine Frage nicht oder hab mich vorher missverständlich ausgedrückt.
Die Leitungen verlaufen oberhalb des OG im Dachboden (Speicher). Dazu muss das Kondensat ca 1,5m hochgepumpt werden.
Mit Schwerkraft kann's ja nur funktionieren, wenn der Abfluss tiefer liegt.
Kannst du prinzipiell so machen. Hängt von vielen anderen Dingen ab, ist ja eine Optimierunsaufgabe aus Leitungslänge, Aufwand, Optik usw.
Auch hier wieder Optimierung auf Basis zahlreicher Faktoren. Willst z.B. nicht zu hoch auf die Leiter, wenn mal was ist. Aber die 80cm würden auf jeden Fall reichen, um gut Wartung machen zu können. Da würde auch noch 40cm reichen.
Ok, zugegeben: gänzlich lautlos arbeiten die natürlich nicht.
Aber 22db(A) hinter einer Abdeckung - da muss man schon sehr genau hinhören, um das mitzubekommen.
Warum möglichst kurze Leitungswege wenn es nicht um die Kosten für die Kupferleitungen geht?
Ich hatte da am Anfang einen Denkfehler - vielleicht hast Du den auch:
Man braucht keine kurzen Leitungen wegen leitungsverlusten (wie z.B. bei Warmwasser). Der Energietransfer passiert über Phasenübergänge Gas-Flüssig-Gas. Daher bringt es auch nichts diese Leitungen dick zu dämmen oder besonders kurz zu halten.
Außer natürlich man überschreitet die maximale Länge für die Außeneinheit?
So ganz schwarz-weiß ist es nicht. Auch bei Split hast du Leitungsverluste über abgebende Wärme beim Heizen und auch Druckverluste. Die sind nicht so relevant, wie bei Warmwasserleitungen, aber relevant sind sie trotzdem.
Ich schätze mal, das wird sich im Bereich 10-20% mehr Verluste abspielen, günstigster zu schlechtester Fall.
Wenn du im Winter mal mit Wärmebildkamera schaust, siehst du bei den Leitungen im Außenbereich schön, wie da Wärme abgegeben wird. Wie sollte es auch anders sein. Die Wärme, die da abgegeben wird im Außenbereich, sind Verluste.
Beim Kühlen natürlich genauso, nur umgedreht: Wärmeaufnahme bei allen Leitungen im Außenbereich.
Zu den Möglichkeiten, so ein (oder zwei) Außengeräte aufzustellen, sehe ich folgende:
an der Vorderseite vom Haus gibt es einen zurückgesetzten Bereich. Der scheint mit ideal. Aber der Lärm soll durch so eine Positionierung eher verstärkt werden. Das nächste Fenster vom Nachbargebäude ist nahe dran, aber "um die Ecke". Schall, der nach vorne geworfen wird, ist eher wenig kritisch. Ich hänge mal eine Skizze an.
Ansonsten gehen nur die Rückseite vom Haus an der Wand vom OG (links oder rechts von meinem Schlafzimmerfenster) oder etwas höher auf dem Dach (im unteren Bereich, weiter oben kommt die Solaranlage hin. Abstände zum Nachbarn sind genau so nahe und auf dieser Seite liegen die Hauptschlafzimmer. Im EG gibt es einen Wintergarten über die ganze Gebäudebreite. Wenn man die Außengeräte irgendwo davor im Garten positioniert, weiß ich nicht, wie man da die Leitungen sinnvoll verlegen kann. Also würde ich gern bei der Vorderseite vom Haus bleiben.
Zur Dämmung: Gibt es etwas, was den Schall schluckt und zwischen Gebäude und Außengerät angebracht werden kann, so daß hier Schallreflexionen vermieden werden? Aus Frankreich gibt es spezielle Gehäuse, die den Schall reduzieren sollen (DECOCLIM). Es wird eine Geräuschreduzierung von 10% - 30% versprochen. das scheint mir nicht viel.
Bei Geräuschen (die eher on Top auf die unvermeidlichen Geräusche kommen?!), wird hier im Forum Knete empfohlen. Hat schon mal jemand Butylplatten, die aufs Blech aufgeklebt werden, probiert? Die werden z.B. im Fahrzeugbau aufs Blech geklebt.
Dann könnte man noch etwas vor das Außengerät setzen (Wand, Pflanzen, bepflanzte Wand,...). das würde aber nicht Geräusche abfangen, die nach schräg oben (kritisches Fenster) gehen.
Dann kann man natürlich dafür sorgen, daß das Außengerät immer schön konstant auf niedriger Leistung läuft. Dazu habe ich ein paar Beiträge gefunden, teils habe ich das sogar verstanden. Trotzdem scheint das Thema für mich nahe an der Alchemie. Panasonic VZ scheint da ja zu den schwierigen Kandidaten zu gehören. An Smart Home kommt man wohl nicht vorbei, aber gibt es Geräte, bei denen man nicht an der Hardware basteln muß?