seit heute ist meine Anlage offiziell am Netz (18,6kW).
Fronius GEN24 12KW (21x 455W Aiko / 8x 455W Aiko)
Fronius Symo 5.0-3-m (12x 455W)
Nun möchte ich diese mit Komponenten von Victron und Speichern von Felicity erweitern. Laut Recherche kann der Quattro eine Umschaltung von 20ms nach Stromausfall und unterstützt ebenso die Niedervolt Akkusysteme.
Welche Komponenten brauche ich genau (außer dem Victron 48/15000/200-100/100) und wie müssen diese im Detail verschaltet werden? Spricht etwas gegen Felicity? Der Preis ist doch sehr ansprechend und die Tatsache das bereits ein Löschsystem integriert ist.
Ich war bereits auf deren Webseite unterwegs, bin aber etwas überfordert oder stelle es mir komplizierter vor als es ist.
Wie verhält sich den das ganze bei netzseitigem Stromausfall? In der offiziellen Dokumentation von Fronius sind dort 2 Lastschütze verbaut um sich in eine Insel zu schalten. Die WR arbeiten dann mit 53Hz. Dazu habe ich noch nichts gefunden.. bin um jede Hilfe dankbar!
Beim Gen24 gibt es verschiedene Optionen was den Notstrom angeht.
Einmal den one Point also eine Steckdose, die bei Stromausfall genutzt werden kann, oder Full Backup für 3 phasigen Notstrom. Die Info dazu findest Du unter "System-Information-Lizenz" in der Benutzeroberfläche des WR.
Ich habe bei mir die Full Backup Version zusammen mit der Envitec Umschaltbox (Netztrennung) und dem BYD HVM 22.1 Speicher verbaut.
Von Victron habe ich leider zu wenig Ahnung.
Einen einzelnen Quattro 15000 wirst du in D nicht ans Netz hängen dürfen. 15kW einphasig geht nicht, und ein Quattro auch nicht.
Wenn du die Victron-Anlage als USV-Notstromsystem nutzen willst, wirst du das dreiphasig bauen müssen, mit drei Multiplus II.
Vielleicht beschreibst du erst einmal etwas genauer, was das Ziel der Aktion ist. USV/Notstrom fürs ganze Haus, PV läuft unabhängig vom Batteriesystem, oder auch bei Netzausfall, usw.
Die FullBackup Lösung von Fronius habe ich mir angeschaut, dagegen spricht für mich, dass ich zwischen Stromausfall und Einschalten des WR 30s habe. Das bedeuted, ich würde für meinen Server und Heizungssteuerung jeweils eine separate USV benötigen.
Bei der Wahl zwischen HVM und HVS hätte ich mich für die HVS Variante entschieden (höhere Entladeleistung).
Durch meinen Arbeitskollegen bin ich auf die Niedervolt Speicher gestoßen, die 1/3 so viel kosten wie die BYD Systeme. Diese Ersparnis würde ich gerne in einen 2 oder 3x so großen Speicher + der Victron Hardware investieren.
Konkrekt möchte ich im Falle eines netzseitigen Stromausfalles komplett autark mein Haus weiter betreiben können (3 phasig). 2 bis 3 12kWh Akkus sollen dabei als Puffer dienen. Die Umschaltung (von Netz zu Akku), sofern technisch möglich, vollkommen unterbrechungsfrei. Die Entladeleistung im Idealfall "so hoch wie möglich", damit man sich (bzw. die Damen) keinen Kopf darüber machen müssen ob man Kochen und Föhnen darf etc..
Ok, das mit den Quattros war mir so nicht bewusst oder liegt das an den 15kW pro Phase?
Die Absicherung im Zählerschrank ist mit einem 25kW Sicherungsautomaten ausgeführt. Also vermute ich 35A pro Phase ~ 8000kW.
Dann wäre für mich der "Multiplus 48/8000/110-100" die richtige Wahl?
Bei den Beschreibungen stehe ich aber dennoch auf dem Schlauch..Den Quattro gäbe es auch als 8kW Variante. Bezieht diese sich auf jede Phase oder in Summe? Der Hausanschluss gibt ja 14kW her (400V x 35A).
Du darfst einphasig nur maximal einen Multi 5000 anschließen, der hat 4kW. Willst du mehr, musst du dreiphasig bauen. Drei Multi 5000 liefern dir 12kW Dauerleistung, allerdings auch "nur" 4kW pro Phase. Nimmst du z.B. statt dessen einen dreiphasigen Deye, dann hast du bis zu 6kW auf einer Phase, bei maximal 12kW auf allen drei zusammen.
Reicht das nicht, kannst du auch größere Umrichter nehmen, es muß nur dreiphasig gebaut werden.
Für 12kW Batterieleistung brauchst du eine ausreichend große Batterie. Da sind 36kWh eher die Untergrenze. Entsprechend mehr braucht es bei mehr Leistung.
Die Ströme, die da bei 48V fliessen, sind auch nicht ohne.
ein paar anmerkungen:
brauchst du wirklich quattros? die haben 2 AC-In, typischerweise für netz und generator genutzt, und sind deutlich teurer als die MultiPlus-II, die nur einen ACI-In haben..
wieviel leistung brauchst du wirklich, im ersatzstromfall? ich hab das zB für mich durchgerechnet und komme auch bei meinen 3 großverbrauchern (wama, geschirrspüler, backofen) locker mit 3 stück MultiPlus-II 3000 über die runden. mehr leistung vom multi = mehr leerlaufverluste. und die größeren multis sind nicht notwendigerweise abgenommen, bräuchten dann einen externen NA-schutz, nochmal mehrkosten.
dann ist die frage, ob du deine froniusse vor oder hinter den multis anschließt -- wenn dahinter, gibt's die "factor 1"-regel, die besagt, daß du dahinter nicht mehr PV-nennleistung verbauen darfst, als deine multis zusammen an leistung haben.
alles in allem ein sehr flexibles system, wo du aber nicht drumherumkommen wirst, dich einige abende einzulesen (ESS-doku, multiplus-doku, registrieren auf "victron professional" und dort die ensprechenden video schauen...).
@cmock
Naja,da kann ich dir nicht ganz folgen. Mit 3 3000er Multis kannst du im Netzbetrieb problemlos auskommen, aber bei Netzausfall nicht. Jeder deiner Großverbraucher liegt über der Leistung eines 3000er Multi.
Und natürlich sind die größeren Multiplus2 abgenommen, da brauchst du keinen externen NA.
@SonnenKollektor
Deine Installation mit dem Gen24 ist natürlich suboptimal, 2 unterschiedliche Batteriesystem in einem Stromkreis wird nicht funktionieren.
vertrau mir, ich hab das vorher gemessen, meine "großverbraucher" nehmen sich nicht mehr als 2100W. die zeiten, als waschmaschinen noch mit 3,3kW die schukodose verschmorten, sind offenbar vorbei.
die multis sind inzwischen auch in österreich vom 3000er bis zum 15000er abgenommen, wie ich gerade feststellte. ich erinner mich aber, daß dem vor einiger zeit noch nicht so war. mein fehler.