Bidirektionales Laden / V2H - Laden im Mehrparteienhaus

Hallo,
folgende Ausgangssituation bei mir:
Hab zwei MFH auf einem Grundstück mit zwei getrennten Netzanschlüssen derzeit.
Ich betreibe ein "All inclusive"-Vermietungskonzept (also ein Preis, alles drin, auch Strom...)
Auf den MFH's ist maximal PV-Bestückung vorhanden (ca. 13 kWp mit 15 kWh-Akku), da ich aber auch einen Gewerbemieter mit rel. hohem Stromverbrauch hab, hab ich permanent eigentlich Netzbezug / wenigstens Netto.

Folgende Planung nun:
Ich bau einen PV-Carport und nochmal ein "Vordach" mit in Summe ca. 25 kWp dazu (30kW-Grenz-Thematik lassen wir mal außen vor).
Zusätzlich will ich einige Stellplätze (12) mit Wallboxen ausrüsten über das Mehrparteinhaus-Programm - wenn möglich bidirektional (also auch V2H).
Das Laden will ich nicht "all inklusive" anbieten.

Mein Plan wäre nun, dass ich zwei "Ladeoptionen" für die Mieter anbiete (wenn es dann auch irgendwann mal Fahrzeuge in entsprechender Anzahl gibt) :slight_smile:

  1. PV-Überschuss-Laden inkl. V2H (also auch entladen) zu einem entsprechend günstigen Tarif (sagen wir mal 18 c / kWh)
  2. Laden weil nötig / Voll-Power inkl. Netzbezug zu sagen wir mal 33 c / kWh

Kennt jemand entsprechende Infrastruktur, die sowas schon jetzt kann (möglichst nix selbstgebautes)? Wäre auch an einer möglichst einfachen Abrechnung per EC / Kreditkarte interessiert...

Außerdem hätte ich gern beide Gebäude "hinter" den Netzanschlüssen verbunden (um den PV-Strom besser verteilt zu bekommen vor allem nach dem Zubau.
Ist sowas irgendwie machbar / legal? Hab auch schon jemand, der das machen würde... Hab aber noch nicht ausführlich mit dem gesprochen und hätte gern vorher mal etwas "Einblick".

Gruß / Danke

Was versprichst du dir von V2H, deine Mieter haben all in, was ich eine sehr gute Reglung finde.
Also hätten sie nichts wenn sie Strom Einspeisen.
Ich würde das ganze ohne V2H umsetzen und das gesparte Geld eher in einen Akku investieren.
Das würde nur klappen wenn die Mieter da perfekt mitspielen, wenn da aber Unzufriedenheit aufkommt weil das Auto am Morgen nicht so voll ist wie es erwartet wurde, dann macht das irgendwann keiner mehr. Du hast die Kosten für die Installation und Abrechnung ohne wirklichen Mehrwert.

Hi, Akku (ca. 80 kWh) ist schon auch noch geplant, hatte ich vergessen.
Aufpreis netto (abzgl. Förderung) ist eher gering bei bidirektional.
Denke aber, dass das die Zukunft sein wird (um ggf. auch dynamische Strompreise nutzen zu können etc.)
Man müsste natürlich morgens (oder zum gewünschten Zeitpunkt) schon einen definierten Mindeststand garantieren, dass es praktikabel ist - aber in der Zwischenzeit könnte man damit "arbeiten" - die neuen Auto-Akkus haben ja auch eine Zyklenzahl, die das Auto eh überlebt...
Vorteil für Mieter wäre der günstigere netto-Bezugspreis natürlich.
Gruß