Beste Strategie eine Gartenhütte frostfrei zu halten

Ja, hier noch einmal der Link zum thermodynamischen Hintergrund – es ist in der Tat doppelt sinnvoll, nicht zwischendurch unnötig hoch zu heizen:

a) Splitklimaanlagen arbeiten bei sehr hohen (angeforderten) Leistungen häufig im Grenzbereich, insbesondere dann, wenn sie einen Raum schnell stark aufheizen sollen und dadurch eine hohe Temperaturdifferenz überwinden müssen. In solchen Situationen entstehen intern deutlich höhere Temperaturen, als eigentlich erforderlich wären, weil der Kompressor mehr Leistung liefert, als Kondensator und Verdampfer an Fläche bereitstellen können. Das Kältemittel wird dann auf 40–50 °C aufgeheizt, obwohl für die gewünschte Raumtemperatur 30–35 °C völlig ausreichen würden. Das reduziert die Systemeffizienz. (Toshiba-Beispiel)

b) Bei geringen Temperaturdifferenzen arbeiten die Anlagen thermodynamisch immer effizienter (siehe Link/nachfolgendes Beispiel). Wird die Differenz jedoch zu klein – insbesondere in Räumen mit geringer thermischer Speichermasse – steigt die Wahrscheinlichkeit von häufigem Takten, wodurch zusätzliche Verluste entstehen, etwa durch das wiederholte Aufwärmen des Außengeräts. Der optimale Frostschutz‑Arbeitspunkt liegt daher dort, wo die Temperaturdifferenz klein genug für hohe Effizienz ist, aber groß genug, um unnötiges Takten und übermäßigen Lüfterbetrieb zu vermeiden. Zudem sollte man darauf achten, dass der Lüfter an Tagen ohne Frostgefahr nicht dauerhaft läuft.

Exemplarische Rechnung des theoretischen COP:

Verglichen werden eine Raumtemperatur von 20 °C und eine von 8 °C bei jeweils −5 °C Außentemperatur. Die eingesetzten Verdampfer- bzw. Kondensationstemperaturen sind grobe Abschätzungen auf Basis meiner eigenen Anlage.

COP theoretisch: 4.66 (Elektrische Leistung × COP = am Innengerät abgegebene Wärmeleistung)

COP theoretisch: 7,09 (Elektrische Leistung × COP = am Innengerät abgegebene Wärmeleistung)

PS: Die Effizienz der Lüfter ist nur ein Grund für das Takten. Kompressoren besitzen eine untere Modulationsgrenze, unterhalb derer sie nicht mehr stabil arbeiten können. Wird der Raum trotz minimaler Kompressorleistung weiter wärmer, muss die Anlage abschalten. Bei hocheffizienten Geräten ist das immer ein Abwägen zwischen der maximal benötigten Heizleistung am kältesten Tag und der minimal möglichen Leistung in der Übergangszeit.