konnte ein paar Beiträge im Forum finden aber ein Fazit schwierig.
Beim Umhängen meiner Wechselrichter sind die MC4 Stecker/Buchsen gebrochen (Alter/zu fest verschraubt) und ich möchte einige ersetzen.
Je Wechselrichter 5KWp sind 3 Strings parallel auf MC4 Stecker verdrahtet und da ich nur einen String habe, konnte ich aktuell ausweichen.
Aber der bestellte Ersatz gefällt mir gar nicht, da die Metalleinsätze sehr Leichtgewichtig sind und die Drahtlitze lediglich mit kurzen Fähnchen zu verklemmen sind.
Könnte es mit verlöten versuchen, aber die Klemmung erinnert mich mehr an die Schirmung von RJ45 Steckern als an Lastkontakte die 5kW bei 650V aushalten sollen.
Die alten MC4 waren so verquetscht und stark im Metall dass ich sie zum lösen zerstören musste.
Kurzum gibt es Empfehlungen für hochwertige MC4 Stecker wo mann wirklich solche Leistungen drüber schicken kann?
Ich nutze, mit bisher nur guten Erfahrungen, immer das Original von Stäubli - aktuell EVO2 mit nach Herstellerangabe geringeren Übergangswiderständen als die erste Version. EVO2 sind meines Wissens nach mittlerweile auch Standard an den Solarmodulen.
Entscheidend, aber das wirst du sicher wissen, ist nicht die Leistung sondern der Strom - zumindest im Bezug auf die Übergangswiderstände bei der Quetschung und dem Steckkontakt zwischen male und female. Erst wenn es im Fehlerfall zu Plasmabildung kommen sollte spielt auch die Spannung eine Rolle, im Regelfall sollte aber doch gar nicht erst Plasma entstehen
Ja, selbstverständlich. Da es keine Quetschverbindung sondern eine Crimpung ist, gibt es auch eine Zange die den Crimpvorgang absolut 100%ig ausführt. Hier würde ich persönlich keinerlei Risiko eingehen und irgendeine Chinazange nehmen, da kommt bei mir nur exakt passendes Werkzeug zum Einsatz
Oh ja. Hatte mich gerade entschieden mal die Einkaufsreise zu starten. Beim Stöbern fällt mir dann eine Zange auf, die ich letztes Jahr mal für normale Kabelschuhe gekauft hab, aber zufrieden war ich damit nie. Jetzt weiß ich warum Die ist nicht für rote/blaue/gelbe Kabelschuhe sondern für MC4 gedacht .
Es gibt noch diese deutlich massiveren inneren Steckkontakte bei den sog. H4-Steckern (glaube sie heißen so?). Diese waren bei meinem Deye-WR dabei. Der Stift ist aus massivem Metall (vernickeltes Cu?) und auch die Hülse ist deutlich massiver ausgeführt als bei den Stäubli MC4. Allerdings ist aus meiner Sicht der Nachteil, dass eine normale Crimpung mit den für MC4 üblichen Crimpzangen nicht möglich ist. Es gibt am hinteren Ende nur ein kurzes Stück (max. 5-6mm) wo das Litzenende eingeführt wird und das widersetzt sich einer einfachen Crimpzange erheblich. Ich habe meine schließlich verlötet, nachdem der 1. Crimpversuch kläglich gescheitert war. Mit einer spez. 4-Dorn-Pressung mag das funktionieren, aber für Spezialwerkzeug 100+ Eur auszugeben, ist für mich fragwürdig. Ansonsten sind die Evo2-Stecker zumindest von der Passform auch sehr gut und sollten problemlos 20-30A aushalten.
Hab bei mir 67 Module mit 30kWp mit den originalen Stäubli EVO2 verbaut, vor allem bei Verlängerungen zwischen Modulen und beim Hausanschluss hatte ich einige Stecker zum Crimpen. Beim GAK hab ich versehentlich eine Buchse statt einem Stecker verbaut, und da ich das Kabel nicht einfach abzwicken wollte, hab ich den Stecker mit einem Seitenschneider geöffnet, war eine Heidenarbeit. Kann also bestätigen dass diese Stecker sehr robust sind.
Bzgl. Zange ist das Stäubli Modell meiner Meinung nach übertrieben, das kostet ein Vermögen. Eigentlich müsstest ja auch ein Wera Drehmomentwerkzeug zum Verschrauben benutzen. Mit Gefühl geht das aber auch und Man sieht ja wann die Dichtung satt anliegt oder bereits gequetscht wird. Falls Du diese Werkzeuge nicht grad ausborgen kannst, genügt auch eine Zange um knapp 30€. Hab die Signstek A-2546B MC4 benutzt. Die crimpt sauber, hatte damit überhaupt keine Probleme. Aber Du solltest auf jeden Fall gewissenhaft arbeiten, das Video von Stäubli ist dafür sehr hilfreich, hab mir das anfangs mehrfach angeschaut bis der Ablauf gesessen hat: