Batteriespeicher im Winter / Kälte (im freien)

Hallo Community,

ich hätte mal ne Frage wie ihr das mit den Speichern eines Balkonkraftwerkes im Winter macht.

Ich habe zwei Speicher, einen hab ich bei Marstek gekauft und heißt Mentech W2000. Ja ich weiß ist eher so ein billig Teil, aber war damals im Angebot. Ich hatte den Anfang 2025 gekauft und es laufen zwei 400 Watt Module drüber.

Der andere habe ich diesen Frühling gekauft, Growatt Noah 2000, und an dem hängen nur zwei 200 Watt Module.

Beide Speicher stehen auf der Terasse in einer Art überdachten Gartenhütte.

Letzten Winter hat der Mentech, wenn es minus Grade gab, sich ausgeschaltet und ist morgens dann wegen der Kälte nicht mehr angegangen. Ich habe dann teilweise über mehrere Wochen, Abends die Solarmodule an den MPPT Trackern des Speichers entfernt, ebenso das Kabel vom Speicher zum Wechselrichter entfernt, und den Speicher über Nachts im Wohnzimmer stehen lassen. Am Morgen dann wieder raus und mit den Kabeln verbunden.

Ich weiß nicht wie es genau mit dem Noah 2000 im Winter läuft, vermutlich ähnlich.

Wie macht ihr das so? Baut ihr eure Speicher im Winter komplett ab und lagert sie quasi ein, und verbindet die Paneele wieder oldschool direkt mit dem Wechselrichter?

Oder gibt es andere Möglichkeiten, z.B. aus Styropor und / oder anderen Materialien (Feuerfest) eine Box zu bauen und über die Speicher zu stellen?

Über eure Tipps und Erfahrungen freue ich mich.

Ich Frage mich warum stellt man die Speicher überhaupt ins Freie? ich kann es nach vollziehen wenn man keine Löcher Bohren darf ect aber sonst? Angst vorm Brennen? Angst vor EM Strahlungen? Angst vor geräuschen?
Warum ich so direkt Frage ich habe meinen Gross Akku ( OK OK ih habe ne grosse Anlage mit 80kWh Netto Speicher ) im Keller stehen wohl temperiert und auch überwacht, aber trotzdem Frage ich mich manchmal nach dem Warum es gibt immer Irgendwie eine Lösung Kabel nach innen führen zu können.

Ich habe eine Box aus Styrodur um meine Batterie. Das BMS heizt mittlerweile direkt, ich hatte aber auch schon eine Aquarium Heizmatte im Einsatz. Steht bei mir in der Garage

Brandgefahr, Geräusche und Platz

Wärmeisolierung allein nützt nichts. Es muss auxh Wärme zugeführt werden. Energie steht im Bereich der Wintersonnenwende nicht zu Verfügung. Es ist schon ganz gut, den Speicher nach Innen zu nehmen. Wenn er warm ist, kann Isolierung gegen Auskühlung helfen.

Nimm von November bis März die Speicher weg und klemm die Module direkt an die Wechselrichter.

Alles andere ist bei der geringen Modul-Leistung nicht wert darüber nach zu denken. Geld für Dämmung oder Heizung auszugeben erst recht nicht.

Brandgefahr – hm, dann müsste ja jeder Batteriespeicher draußen stehen. Wenn alles richtig eingestellt ist (wovon man bei solchen Geräten eigentlich ausgehen muss), sollte die Brandgefahr gering sein. Geräusche – naja, ich kenne die Geräte nicht, darum kann ich nicht nachvollziehen, wie laut sie sind. Platz – okay, aber von wie viel reden wir hier? Von einer Fläche von einem Bierkasten eventuell?

Wie geschrieben bei mir sind es eine Kombination von Faktoren. Ohne die Randbedingungen zu kennen sind da allgemeine Aussagen auch selten richtig. Nur weil es in deinem Fall passt muss das ja nicht immer so sein

Die Brandgefahr ist gering ja - es geht mir um die Folgen wenn etwas passiert.

Geräusche - so ein Multiplus macht schon Lärm

Platz - ist in einem Reihenhaus ein Thema. Vor allem wenn dein Anschlussraum klein ist.

Noch ein Grund warum das in der Garage steht ist die DC Anbindung der Garagen PV

Vielen Dank schon mal an eure Infos.

Ja, warum nicht drinne? Klar ist das im Winter das einfachste. Aber ich müsste Locher in die Außenwand zur Terrasse bohren für einige Kabel. Im Wohnzimmer will ich die Speicher dann auch nicht stehen haben. Also nochmal Löcher vom Wohnzimmer im Keller? Ne das halte ich dann für übertrieben.

Meine Idee war zuerst mir ne Box aus Rigips Feuerschutzplatten zu bauen und diese dann von außen mit Styropor zu verkleiden. Inwieweit das funktioniert???

Oder halt doch Speicher lagern und Module wieder direkt am Wechselrichter anstecken.

Mein Marstek kommt mir nicht in die Wohnung, hab da kein Vertrauen in Sachen Brandgefahr.

Ich beobachte jetzt den Wetterbericht und sobald der erste Frost kommt, wird der abgeklemmt, bleibt aber weiter draußen stehen. Einzige Gefahr ist ja das Laden bei Frost. Dann bleibt das Teil die mageren Monate abgeklemmt, wo man ja eh kaum was einspeichern kann. Nach vielleicht 2 Monaten an einem Tag über Null und bei Sonne werde ich den nochmal nachladen lassen, damit der durch Selbstentladung nicht zu tief entlädt.

Ach ja, ich werde ihn bei etwa 80% einlagern, 100% würde die Zellchemie schneller altern lassen.

Kann man machen, aber lohnt sich der Aufwand wegen vielleicht 50 kWh im Winter, die du darüber noch retten könntest?

Selbst 25KWh zu retten sind Wunschträume. Vergiss die Verluste beim Speichern nicht.

1,2 KWp macht im Kernwinter ca 75 KWh. Davon wirst du, bei Grundlast über 100W, auch ohne Akku kaum was einspeisen.

Ab März kommt wieder was. Da könnte man evtl alle 4 Module an den Noah stecken, falls es keinen Frost mehr hat.

Oha nun muss ich dich Fragen warum dann keinen der eben nicht dieses Misstrauen hervorruft? Versteh mich da nicht Falsch, für mich hört sich der Kauf etwas blauäugig an Hauptsache Akku ohne technischen hintergrund Recherche.

Ich hab vertrauen in meine Steuerung und 80kWh sind ja nicht wenigaber ich hab soviele Sicherheits features eingebaut da muss verdammt viel schief gehen das es da mal brennt.

Aber ich hab halt ganz andere vorraussetzungen.

Mein EEL V6 mit MB31 Zellen steht seit ich ihn habe im Frühjahr diesen Jahres im unbeheizten Keller. Im letzten Winter lag die tiefste Raumtemperatur dort bei 8,4°C. (Trotz Brauchwasser-WP Ariston Nuos 80) Werde den Ladestrom auf 0,1C (also etwa 1,6 kW) begrenzen, wenn die Zellen unter 10°C abkühlen. Aber auch im normalen Temperaturbereich lade ich praktisch nie über 0,25 C. Die allerhöchste Zelltemperatur, die ich dieses Jahr im Sommer hatte, lag bei 23°C. Dort wo der Akku steht, ist fast nichts brennbares. Also so lange sich keine zu großen Gasmengen dort ansammeln, die explodieren könnten, ist kein großer Brand zu erwarten.

Meine alten Pylontechs hatte ich 6 Jahre lang im Wohnzimmer stehen, wo die Temperatur im Sommer per Splitklima herunter gekühlt wurde, und im Winter hatte ich an krassen Tagen den Holzofen angefeuert. Außerdem hatte ich zwei Heizmatten (ich meine pro Stück 15 Watt) zwischen je zwei Pylontechs gesteckt. Die Zelltemperatur lag hier im Sommer bei max 26°C und im Winter ab und zu mal kurz bei 8°C.

Speicher, dem man mehr vertrauen könnte, wäre mir einfach zu teuer für ein BKW. Kommt irgendwann, wenn die Dinger billiger werden. Aber generell misstraue ich dem Kram und würde ich mir derzeit nicht ins Haus stellen. Muss jeder selbst abwägen.

Wie jemand schon schrieb, passieren tut relativ selten was, aber wenn, dann ist der Schaden extrem hoch.

Akkus kämen mir nie in die Wohnung. Selbst bei Laptop Akkus kann es ein Problem sein und da passiert sehr sehr selten was. Aber uns ist ein Akku in Flammen aufgegangen, weil meine Frau den Nachts geladen hat um am nächsten Morgen auf die Arbeit zu fahren. 30000 Euro Schaden. Zum Glück nichts unersätzliches kaputt gegangen, aber ca 10 Monate Stress. Und das war ein Laptop Akku den ich löschen konnte weil ich vom Rauchmelder im Flur geweckt wurde (im Zimmer selbst hatte ich keinen jetzt habe ich in jedem Raum einen) Glück gehabt dass der Brandschaden gering war aber die Rauchentwicklung hat alles verschmutzt.
Der Versicherungsmensch meinte Laptop Akkus hätten sie sehr selten, aber Fahrrad Akkus fast jeden Tag. Und ich wollte nicht wissen was passiert wenn ein Marsteck im Haus anfängt zu brennen oder sogar wegen Wasserstoff explodiert.
Daher alle Akkus in der Garage und eine Löschanlage drüber.
Mir käme auch kein Akku ins Haus.

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