Batteriepol Vorbereitung und Kontaktfett

Sehr gut.

Schalte noch eine Zelle in Reihe und mach ein neues BMS dran. Die Zelle muss nicht gleich zu den anderen sein, gleiche oder minimal höhere Kapazität reicht.

Und dann darfst du parallel schalten.

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Kann man schon berechnen. Steht hier auf dem Board.

Lustig ist nur, dass mein Altakku, aus ehemals stark aufgeblähten zellen, denn ich sanft wirder in Form gebracht habe, sich seine Kraft selber macht.

Lockere ich die Schrauben etwas, sind sie nach 5 zuklen so fest wie vorher. Mache ich sie fester, werden sie lockerer…

Aber ob das ein nenutzbarer Ansatz ist, kann ich nicht sagen. Würde aber erklären, wie das bei Zellen im festen Gehäuse läuft.

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Lustig ist nur, dass mein Altakku, aus ehemals stark aufgeblähten zellen, denn ich sanft wirder in Form gebracht habe, sich seine Kraft selber macht.

Hm. Interessante Beobachtung. Vielleicht haben die ja von Natur aus einen gewissen Druck der zu einer bestimmten Temperatur gehört, so ähnlich wie Kältemittel bei bestimmten Temperaturen einen dazu gehörigen Druck haben. (solange sowohl flüssiges als auch gasförmiges Kältemittel gleichzeitig vorhanden ist)

Habe gerade mal geschaut: So ne MB31 hat eine Seitenfläche von 360cm2. Habe gelesen, dass die Zellen mit 3000-7000N vorgespannt sind. Das wären dann irgendwas zwischen 1 und 2 Bar. Kann es sein, dass das Lösemittel bei den typischen Temperaturen wo die Zellen betrieben werden, genau diese 1-2 Bar Überdruck entwickelt? Also bei kühleren Temperaturen von vielleicht 15 °C 1 Bar und bei vielleicht 30°C zwei bar? Wenn es genau mit dieser Kraft oder etwas mehr zusammengedrückt werden würde, würden sich die Gasblasen nicht nach außen quetschen sondern gar nicht erst bilden.

Nein. Das Anodenmaterial dehnt sich durch die Änderung der Chemie beim Laden um 0,2 % aus, oder so ähnlich. Beim entladen lockert sich die Masse (das ist ja kein Festkörper) wenn keine Kraft mithilft es zurückzudrücken.

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Ah ok, habe bisher nur von den Gasblasen gehört, die rausgequetscht werden sollen. Aber deine Theorie ist auch plausibel.

Gas kommt auch vor, muss aber imho nicht rausgequetscht werden.

Alles gut, ich bin manchmal eben etwas rau im Ton und schreibe direkt was ich denke, das gestehe ich natürlich ein. Und deshalb habe ich auch nochmal editiert und versucht zu beschreiben wie es denn gemeint war ohne den Thread Ersteller in jeglicher Form abzuwerten oder angreifen zu wollen. Niemand ist allwissend, und jeder fängt natürlich mal klein an. Ich denke anhand der anderen Beiträgen von mir hier im Forum kann man sehr gut entnehmen das ich in keineswegs hier bin um um andere abzuwerten, sondern eher das mir Spass macht anderen zu helfen und Wissen zu vermitteln. Ich würde mir sonst nie soviel Arbeit machen und ausführlichst beschreiben, weil es ne Menge Zeit frisst. Und auch wenn ich selbst kaum Threads erstelle bin ich doch sehr dankbar hier über das Forum Leute gefunden zu haben die Ahnung davon haben wovon ich wiederum absolut keinen Plan habe. Und für eine sehr Große Hilfe hier was das programmieren betrifft war ich sogar so dankbar das ich dafür was geben wollte weil ich mir ziemlich sicher bin das ich es nirgens anders so hätte gelöst bekommen, wurde aber leider abgelehnt :sad_but_relieved_face::upside_down_face:.

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Es funktioniert auch ohne polieren und Paste.
Wenn Grate drinnen sind, ist es schlecht.
Alkohol zum Fett entfernen (fingerabdruck) sollte imo schon sein.

Man kann es kontrollieren wenn ein bekannter Strom fließt. Dadurch wird der Spannungsfall messbar von Kontaktstelle A zu Kontaktstelle B.

Schutzausrüstung beim Basteln ist nicht dumm.
(Augen +Gesicht (Visier), evtl Hände (Handschuhe). Lichtbögen können fies sein)

R=U/I kann dann den Innenwiderstand errechnen.
(gemessene Spannung durch bekannten fließenden Strom,)

Und dann kann man mit Polieren und Paste natürlich perfektionieren und mehrmals messen.

Hier mein Kommentar

Hallo, ich habe keine Paste verwendet, nur gereinigt. Die Box steht im trockenen Innenraum. Mein Nachbar hatte die Paste verwendet und später entfernt, weil die Übergangswiderstände mit Paste deutlich höher und sehr unterschiedlich waren. Polfett schmiert man bei der Autobatterie ja im Idealfall auch nur um den Kontakt, um Eindringen von Feuchtigkeit und Sauerstoff zu verhindern. Wie der Spaß in ein paar Jahren aussieht, werden wir dann sehen. Ihr seid aber überzeugt von der Paste auf den Kontaktflächen?

Und Polfett bei Lifepo Polen ist etwa wie Benzinkanister zum Löschen einer brennenden Fritteuse.

Deswegen ist das Hauptproblem von Neulingen zu verstehen, welche Pasten man nicht nehmen darf und welche man wie einsetzt.

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Ich sprach von meinem Akku wo Aluminium auf Edelstahl trifft, und hier fand ich es sinnvoll um gegen Kontaktkorrosion vorzubeugen. Aus welchem Material die Gewinde vom TE sind wissen wir nicht bzw. konnte ich dazu nichts lesen. Das man bei Edelstahl auf Edelstahl nix braucht sollte denke ich selbstverständlich sein. Aber die meisten Pol Gewinde bei den üblichen Lifepo Zellen sind nunmal aus Aluminium ohne Edelstahl Coil…

Welche Paste hast du nicht erwähnt.
Und das ist der entscheidende Punkt, man könnte auch Zahnpasta nehmen usw..
Zum Thema Polfett schließe ich mich Carolus an, wer das nimmt hat das Thema nicht verstanden.

Also, das war ein schlechtes Beispiel, wird aber von “Fachleuten” in Kfz Betrieben regelmäßig gemacht. Natürlich hätte mein Nachbar die erwähnte Leitpaste Noalox genutzt und dabei gingen die Übergangswiderstände deutlich hoch.

Jetzt lesen ich hier, dass die Doppelpol Anschlüsse nicht aus Alu sind? Dabei sollte ich dann keine Paste verwenden?

Dass Alu und Edelstahl oder Zinkstahl keine guten Partner sind, denke ich mir. Klingt schon sehr absurd, die überhaupt zu kombinieren.

Jetzt mal die nächste vielleicht dumme Annahme. Alu oxidiert nicht durch. Angeblich oxidiert nur die obere Atomschicht und das passiert innerhalb von Stunden. Man nutzt diesen Vorgang beim eloxieren, um das Alu zu schützen. Wenn das so ist, warum sollte sich dann nach Tagen oder Wochen etwas an diesem Zustand ändern? Weil die Busbars rosten?

Ich glaub, da liegt der Trugschluss. Es oxidiert sofort wieder. Die Idee geht also nicht auf, die Oxidschicht zu entfernen, zu verschrauben und dann zu glauben, es gibt keine Oxidschicht.

Eben, das meine ich. Wenn die Oxidschicht in der Stärke einmal vorliegt, nämlich nach Stunden und eine Atomschicht dick ist, dürfte sich physikalisch auch nichts mehr ändern. Läuft’s jetzt, läuft’s auch in Zukunft nicht schlechter. Es sei denn, die Busbars oxidieren anders… Es bleibt spannend ;-). Ich glaube jedenfalls nicht ernsthaft, dass sich bei den fertig zusammengebauten Batterien aus China jemals jemand Gedanken dazu gemacht hat, geschweige denn Zeit investiert hat, jeden Kontakt zu bearbeiten.

Da es mich interessiert hat habe ich nun nach 3 Jahren Betrieb mit Noalox mal gemessen. Und ich kann es nicht bestätigen... bei mir liegen immer noch alle Werte zwischen 0,5mΩ und 0,6mΩ (schwankend da ich noch Standby Verbraucher beim messen am laufen hatte). Dein Nachbar muss also andere Probleme haben, am Noalox liegt es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht.

Vor 3 Jahren…

Genau, und dann kann das auch so aussehen:
https:// How to - Manuelles Balancing und Verbesserung der Hardware einer "schlecht verarbeiteten Batterie" - #176 von vavuum

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Neuster Stand der Dinge mit meinem EEL V6 mit MB31 Zellen:

Ich habe inzwischen alles zusammengebaut. Poloberflächen erst mal mit einem Fließ schön angeschliffen, direkt mit Bremsenreiniger gereinigt und nach einer kurzen Trockenphase einen kleinen Tropfen Noalox drauf und diesen mit dem Finger gleichmäßig verteilt. Das ganze zügig, so dass möglichst keine neue Oxidschicht entstehen konnte.

Die Zellen habe ich vorher mit einem YR1035+ durchgemessen. Die hatten alle 0,22 bis 0,23 mOhm.

Die Spannungen lagen bis auf einen Ausreißer bei 3,2935 bis 3,2940 mit zwei Ausreißern: 3,2944 und 3,2946V. Also alles innerhalb 1,1 mV.

Nach dem Zusammenbau und ca 2 Stunden setzen lassen der mit 5 Nm angezogenen Busbar-Schrauben, habe ich die Zellwiderstände Habe ich an den Polen mitten zwischen den Laserverschweißungen 0,37 mOhm gemessen. Komisch. :thinking:

Außerdem habe ich die Übergangswiderstände von den Polen zu den Busbars gemessen: Sie lagen bei 0,06 bis 0,10 mOhm. :scream:

Der Gesamtwiderstand der Batterie an den äußersten Polen, also dort wo das BMS angeschraubt ist, beträgt 4,77 mOhm. Ergibt knapp 0,3mOhm pro Zelle inklusive den Übergangswiderständen. Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Liegt bestimmt an unterschiedlichen Dicken der Oxidschichten an den Messstellen oder? Was für werte habt ihr denn da so?

Was ersmal nichts zu bedeuten hat...

Warum?

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