Batteriepacks mit unterschiedlicher Zellchemie

Hallo, ich habe meinem mobilen Powerpack (14S 43Ah Li-Ion) ein V19 JK-BMS verpassst.
Der Akku ist zwar schon einige Jahre alt, hat aber wenige Zyklen auf dem Buckel.
Bisher habe ich es mit einem Modellbauladegerät mit integriertem Balancer geladen und nur selten offgrid genutzt.

Ist es möglich dies nun gemeinsam mit dem Hausakku (16S 280Ah LiFePo4) mit V15 JK-BMS zu betreiben?
Was passiert, wenn ich die beiden BMS über RS485 verbinde.
Oder sollte ich es weiterhin separat laden?

Ich nehme mal an es wird gemeint beide Akkus parallel geschaltet zu betreiben.

Parallel geschaltet bedeutet beide Akkus haben die gleiche Spannung.

Um nun zu sehen ob es gehen kann must du dir anschauen ob beide Akku-Packs die gleiche Ladeschlussspannung haben und auch ob beide Akkus-Packs die gleiche Entladespannung haben.

Wenn das nicht gleich ist wird es schwierig.

Was Weiterhin passieren wird ist ein ungleiches Entladen und Laden im Zwischenbereich der Akku-Packs. Hintergrund bei Li:Ion ist der Ladezustand ungefähr proportional zur Zellspannung während bei LiFePO4 die Zellspannung über einen weiten Bereich bei 3,2 liegt und in diesem Bereich kaum abhängig vom Ladezustand.

Die RS485 einfach verbinden wird nicht gehen. Ist aber vielleicht auch nicht notwendig. Der Grund wenn die Spannungen der beiden Akku-Packs zueinander passen reicht dem Inverter die Info von einem Balancer um mit den Batterien sinnig umzugehen.

Nebenbei Li-Ion reagiert wesentlich sensibler auf Misshandlung - bis zum thermischen Durchgehen

Der LiIon wird nur in einem kleinen Bereich der Kapazität grob 50% genutzt. Entsprechend des Spannungsbereiches des LFP. Ladeschluss etwa 4,1 V zu Entladeschluss 3,4 V (bei 56/48 V)
Wenn es blöd läuft werden auch die zulässigen Stromwerte überschritten. Kann man durch geschickte ( hochohmigere ) Verkabelung bedingt lösen.

Um die Kapazität des LiIon besser zu nutzen hilft ein Spannungs bzw. Stromwandler.
Die Ladung könnte man dabei durch (Aktiv)Dioden trennen. Das Strom Problem bleibt.
Ginge sinnvoll nur mit eigenem Lader.

Aber bei täglicher Entladung ist LiIon schnell am Ende, vielleicht Summe 500 Zyklen je nach Belastung.

Mir ist bewusst, dass der Spannungsbereich, der aktuell vom LiFePo4-Hausakku vorgegeben wird, für den Liion-Akkku recht schmal ist.
Ich hatte irgendwo mal von einer ähnlichen Konstellation gelesen. Dort war aber der LiIon-Akku vorhanden und wurde um einen Lifepo4 ergänzt.
Meine Idee war, dem sehr selten genutzten Akku auch mal ein paar Ladezyklen mehr zu gönnen. Das sollte der Akkugesundheit zuträglich sein, gerade wenn der im mittleren Spannungsbereich gehalten wird.
Die spannendste Frage ist, welche Ladeschlussspannung würden beide BMS gemeinsam gegenüber dem Ladegerät aushandeln, wenn diese verbunden werden.
Die Zellen könnten mit 3C über 120A verkraften, mein Victron liefert maximal 70A.
In dem Zusammenhang würde ich auch mal die Strombegrenzungsfunktion vom JK-BMS austesten.

Wenn der Balancer seinen Job macht sehe ich sonst keine Probleme.
Mit Richtung 3 C würde ich nicht stressen, eher bewußt längere Kabel verwende um den Strom des Mitläufers zu bremsen.
Wichtig beim zusammenschalten. Gleiche Spannung beider Systeme. Stromkontrolle.

Ich betreibe LTO und LFP gemeinsam.
NaIon habe ich wegen zu großer Differenz, Spannungshub 1:2 nicht dran.

Ich sehe keine Notwendigkeit und keinen Nutzen darin, dem LiIon Wartungszyklen zu gönnen.
Bei niedriger Temperatur, unter 3,8 V lagern, das streckt die Alterung, oder normal benutzen.

Insgesamt leidet LiIon unter den bekannten Alterungserscheinungen auch ohne Zyklen, dadurch ist der Lebensdauer eh grenzen gesetzt.

Ich muß meine Eigenbau Taschenlampe mit der Ur LiIon 1000 mAh Panasonic mit viel Kobalt echt mal vermessen. Die ist inzwischen um 30 Jahre alt und stammt aus dem Akku einer Sony Cam. Wurde extra für die Modellfliegerei beschafft und reichte damals als 2s für 45 min Schwebeflug. War zu hochohmig für Leistung.
Zyklen hat die kaum, für die Not Lampe 80 mA völlig unterfordert.

Ja 3.8V Lagerspannung und zwischendurch mal balancieren. Sonst nix.

Du könntest das ganze auch über ein extra Ladegerät und einen Mikrowechselrichter machen so habe ich es bei mir gelöst ..... der Unterstützungsakku kommt nur im winter und übergangszeit zum einsatz ..... im sommer steht er auflagerspannung rum.....