Batteriekabel doppelt (2x16mm² statt 35mm²)

Hallo an Euch alle,

spricht eigentlich etwas dagegen die Batteriekabel wie oben beschrieben zu doppeln? Ich muß die Akkubank platzbedingt 4x4Stk stapeln. Die Verbindungskabel doppelt zu verlegen hat in meinen Augen Vorteile. Betriebssicherheit bei den Verbindungsstellen, leichtere Verlegbarkeit, insgesamt preiswerter usw. das BMS hat auch je 2 Kabel (die allerdings 2x10mm²/7AWG).

mfg Tobias

Hallo Tobias

Wo du dabei den Preisvorteil her hast, erschließt sich mir nicht.

Neben dem doppelten Kabel benötigst du auch doppelte Kabelschuhe.

Allerdings haben doppelte Kabel eine höhere Verlustleistung als einzelne. Zwei 16er vertragen deshalb einen etwas höheren Strom als ein 35er.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

"höhere Verlustleistung"?

Wieso?

hier, 2×16 gegenüber 1×35 ja, aber 2×25 gegenüber 50?

. . . soll von einem Multiplus II 5000/70 "bespielt" werden. Also 70A Ladestrom und (bis zu) 100A Entladestrom .

Dafür sollten 32/35mm² eigentlich reichen ( Strom/3=Querschnitt). 16mm² Kabel und -schuhe sind bei <50% der 35mm² Teile.

Das Victron für den Multi 5000 70qmm vorgibt, hast du aber schon mitbekommen, oder?

Oliver

@mobilsolar ich würde vermuten - weil mehr Fläche für Wärmeableitung.

@oliverso ... die empfehlen auch eine 200A Absicherung, aber warum? wenn ich eine Entladeschlußspannung von 2,8V/Zelle annehme bin ich bei 4000W bei ca. 90A.

In jeder gängigen Tabelle - auch bei Victron selbst (wiring unlimited) - upps! Dort steht auch die Antwort! {green}:surprised: Im Abschnitt 4!

35mm² für 100A und ... kann mit 2 Kabeln ausgeführt werden, wichtig ist, das der Gesamtquerschnitt passt.

Auf der anderen Seite, wenn ich so drüber nachdenke - gilt das nur wenn die Übergangswiderstände in beiden Pfaden gleich sind!?

mfg Tobias

-leer-

Ich vermute, dass Victron mit der Spitzenleistung rechnet:
Und die ist beim MP2/48-5000 mit 9000W im Datenblatt ausgewiesen.

Nein. Warum die die 70qmm wollen, steht auch irgendwo in den Tiefen des Netzes. Letztendlich gehts um die Kabelwiderstände und die durch die 50Hz verursachten Spannungsschwankungen.

Die 70qmm gelten allerdings bis 5m Länge. Wenn es deutlich kürzer wird, geht sicherlich auch weniger.

Oliver

Die Kabelschuhe klemmst du dann übereinander? Dir ist schon bewusst, dass die Auflagefläche von einem 35er Kabelschuh deutlich größer ist wie von einem 16er.

Mit Kabelquerschnitten würde ich keine Experimente machen, das kann auch mal schnelle Probleme machen.

auch die Passage hab ich gefunden! (kommt davon wenn man nur die bunten Bildchen anguckt und diagonal liest!

Stichwort Restwelligkeit - eine Art "Rückkopplung" die die Regelmechanismen im Wechselrichter (und allen an DC angeschlossenen Geräten z.Bsp. MPPT's) insbesondere die Kondensatoren und die Zellen selbst belastet und schneller altern läßt.

Danke an alle für die schnellen und zielführenden Antworten . tolles Forum!! Ich werd wohl doch auf 50mm² (bzw. 2x25mm²) gehen, je nach Verfügbarkeit, Handling und Rat des Elektriker's. Leitungslänge insgesamt (plus, minus und Verbinder der Zellpakete) ca. 2,5m

schönen Abend noch!

Tobias

die Kabel kaufst du nur einmal und die sollen 30 Jahre halten. Ich würde OFC und den größten möglichen Querschnitt einsetzen - ABER vorher würde ich den Kabelguide von Victron lesen...Dort wird auf der AC Seite etwas anderes empfohlen...

sonnige Grüße mobilsolar

Auf der DC-Seite eines WR beachten: Da fließt kein Gleichstrom, sondern das ist mit 100Hz gepulst. Daher ist etwa das 1,5-fache des theoretischen Querschnitts für die Leistung notwendig.

Generell wirst du aber Probleme bekommen, wenn du je 4 Zellen in 4 Etagen für 16S übereinander baust.

Deine Verbindungen zwischen den Zellen sind kürzer und haben weniger Verlust wie die Kabel zu nächsten Etage.

Daher werden sich beim Balancen Pobleme einschleichen. Im Sommer eher weniger, weil da jeden Tag genug Zeit zum Balancen bleibt, aber im Rest vom Jahr wo nicht regelmässig balanced wird werden deine Zellen driften.

Achte auf gleiche Länge und Querschnitt zwischen den Zellen (Identische Busbars) sonst hast du Probleme.

@tageloehner wie kommst du auf solche Infos.
Für die Erwärmung ist der Strom verantwortlich und hier zählt immer noch der Effektivwert.
Solange kein Blindstrom im Spiel ist zählt der Strom den du mit einem TRMS (True Root Mean Square) Messgerät ermittelts.
Den Hinweis vom @stromsparer99 mit dem gleichen Längen sehe ich hier als wesentlich wichtiger an.
Hatte eine provisorische Brücke von Batterie zu BMS mit 3 minimal unterschiedlichen Längen aber bei nur 10cm hat sich das deutlich messbar ausgewirkt.
Im nachhinein logisch - einfach zu wenig vorher nachgedacht.

rechne es nach oder probiers aus. mein WR hat bei 24V/350W ein 6mm² warm gemacht, bei theoretischen 15A. Real sinds aber 0-30A (bissel drunter) gepulst. Rechne 50% 0A, 50% 30A der Einfachheit halber nur eine Näherung aber kriegst ein Gefühl dafür

@stromsparer99 ohje! da muß ich tatsächlich noch mal in mich gehen, was die Örtlichkeit angeht. BMS hat einen eingebauten aktiven 1A Balancer. Inwieweit das hilft muß die Praxis zeigen. Zur Not muß halt ein extra Balancer mit 2 oder 4A her. Allerdings würde ich dann doch lieber die Ursache beheben (unterschiedliche Kabellängen vernmeiden).

wie sieht das eigentlich mit der Lage der Zellen aus? Es gibt ja Gehäusevarianten in denen die Zellen auf einer schmalen Seite liegend verbaut sind. So könnte ich einen üblichen 16s Pack unterkriegen. Oder ich muß durch die Wand in einen Nebenraum. Kabel +2m aber dafür auch kühler (im Sommer).