Basteltip: Batterien low cost absichern mit re-use Leitungsschutzschaltern: KOPP HS68

Ich hab mir die letzten Jahre mal die Verluste von DC-Sicherungen angeschaut. Im Vergleich dazu ausgemusterte LS aus alten Verteilungen. Dabei gibts große Unterschiede. Z.B. 10A-LS von Siemens bei 10A 330mV war der schlechteste. Die besten LS für re-use sind KOPP HS68. Damit baue ich Speicherbänke für Leute, die günstig an alte Bleibatterien kommen. Bei 10A nur 68mV Verlust. Funkenlöschkammer, trennen zuverlässig mehr als 30V pro Kammer (direkt mim 33V-Panel kurzschließen getestet) . Mann kann also auch 2 Kammern nehmen und damit 48V-Akkus absichern, auf Plus und Minus gleichzeitig, wenn man einen 3-Phasen-Automat nimmt. Automaten untereinander einfach mit 16mm² Verschienung verbinden.

Langzeit: Hab DC für meinen Soyo damit 2 Jahre lang 2x am Tag eingeschaltet, kein Ausfall.

Der thermische Auslösestrom ist ziemlich genau Faktor 1,5 höher als für AC aufgedruckt:

LS 6A löst bei 10-11A aus

LS 10A löst bei 15-16A aus

LS 16A löst bei 24-26A aus

Diese Sorte wurde auch gebaut in 20A, 25A, 32A. Befreundete Elektrische fragen nach den Dingern oder vom Schrott organisieren.

Nur so am Rande, sind die Dinger für DC zugelassen?

Die Frage wird interessant, wenn was brennt, oder einer sich das mal ansieht.

sonnige Grüße mobilsolar

Jeder LS darf auch DC schalten. Das ist in der Industrie normal. Datenblätter von irgendwelchen mal runterladen und durchlesen. Meist ist die Freigabe bis 32V pro Kammer, manchmal höher

ok, ich erinnere mich, daher hab ich bei meiner 48 V Anlage DC Sicherungen genommen... und nix recycelt

[quote data-userid="28211" data-postid="188733"]
Jeder LS darf auch DC schalten.[/quote]

Diese Aussage ist genauso falsch wie sie kurz ist.

  1. haben DC-LS eine integrierte Lichtbogen-Löschstrecke die es braucht weil DC Lichtbögen stabil auch über lange Strecken brennen wenn sie gezündet werden

  2. das Kontaktmaterial ist ein anderes. Hierbei geht es um die Verschweissneigung bei DC Belastung

für Taschenlampenbatterien mag das ja noch gehen.

Selbst wenn du eine Haftpflichtversichung hast wird die nicht zahlen wenn einem deiner Käufer was anbrennt.

1 „Gefällt mir“

Bei Gebrauchten hat das glaube ich wenig mit dem Hersteller zu tun, sondern eher, wie stark die Kontakte belastet wurden. Wenn ein LS öfters geschaltet wurde, können die Kontakte extrem abgebrannt sein. Ich hab hier einen als Zentralschalter im Netz hängen, der muss alle 3 Jahre getauscht werden, weil die Kontakte völlig hinüber sind. Es sind vor allem die Kondensatoren in Schaltnetzteilen, die die Kontakte stressen.

@win füe ne ausreichende Stichprobengröße: Ich hab je Hersteller wenigstens 10 angeschaut.

1 „Gefällt mir“

@arc statt glaubenssätze nachbeten einfach mal die datenblätter lesen

@tageloehner nur mal so zu meinem Glaubensbekenntnis: Ich glaube dass ich aus einem Kilo Rinderknochen eine gute Suppe kochen kann.

Der Rest bei mir als Ingenieur ist Wissen - ansonsten halte ich die Klappe.

Zu diesem Wissen gehört dass das verkaufen von gebrauchen sicherheitsrelevanten Bauelementen dann Scheisse ist, wenn man Nix auf der Naht hat um dafür gerade zu stehen wenn's schief geht.

Einen DC-LS gibt's in der Bucht neu für unter 10EUR. Dem traue ich als Sicherung wenig zu, aber er hat ne löschstrecke so dass ich den auch unter voller Last ( kurzschlussfall - also alles was de Akku kann) ausschalten kann und sicher bin dass er auch aus ist.

aber gut, es gibt Leute die mit Darwin um die Wette würfeln wollen. Die haben dann noch eine Chance auf den Darwin Award. Aber Unwissende in die Würfelrunde mit rein zu ziehen ist ne ganz andere Nummer.

Eine Löschstrecke haben alle LS, die ich bisher zerlegt habe. Ob die aber für Gleichstrom geeignet ist, weiß ich nicht. Bei 12-24 V wirds vermutlich noch nicht so relevant sein, bei 48V würde ich solche Experimente aber nicht mehr machen, wenn es das Datenblatt nicht hergibt.

Hier mal ein Datenblatt von einem Siemens LS:

Da steht DC maximal 60V. Aber minimal 24 V, ist auch interessant. Vermutlich liegts am Kontaktmaterial.

ABB schreibt hier 12V DC Mindeststpannung und 72 V maximal:

@win Bei siemens (ältere) fielen mir hohe Verlluste auf, ABB war besser. Ich hab sowohl uralte als auch neuere untersucht. Vielleicht kommt die minimae Spannung durch den Innenwiderstand. Ich hatte auch einige alte LS zerlegt, bei denen die Löschstrecke paar Pappstreifen waren. Find ich nicht so beruhigend. Da aber sämtliche LS schon mit 24V angegeben sind pro Kammer und ich in der Industrieelektik für Netze mit 24V - 42V DC fast nur LS-gesicherte Kreise hatte (manche weige Unternehmen wollten noch Feinsicherungen), sehe ich auch bei Absicherung plus und inus über mechanisch verbundene Kammern kein Problem bei 48V. Bei den KOPP Dingern konnte ich jedenfalls 40V (33V MPP) Panels sofort trennen. Verucht mit 4x parallel, ca. 800W

Ja, experimentell hab ich Panels auch schon öfters mit LS abgesichert. Klappte immer problemlos, auch das Schalten unter Last.

Der kleine Fehler deiner Testmethode ist, das für das Schaltvermogen bei DC Strom und Spannung zu berücksichtigen sind.

Deswegen wird für DC Spannung und Strom angegeben. Wobei der Strom ein maximaler Strom ist, den der Schalter noch trennen kann. Bei Sicherungen genauso.

Und da das Risiko im schalten von DC darin liegt, dass der Lichtbogen stehenbleibt, würde ich @Win folgen und kein solche Re use Methode für DC Anwendung machen.

Für AC sind deine Tests zweifellos gut und interessant.

Ein Hinweis noch, die Belastung beim trennen von DC für den Schalter ist umso niedriger, je kleiner der Strom ist. Kann man also zuerst den Wandler auf null Leistung bringen, durch abschalten, nicht durch AC trennen, ist der DC Schalter viel weniger belastet.

Das ist angesichts der Empfehlung, minus nicht zu trennen, keine gut Idee.

1 „Gefällt mir“

Zum arbeiten an einer Batterie muss diese komplett getrennt werden. Ich halte das für eine notwendige Sicherheitsvorkehrung.

Übrigens: Mein Hausnetz ist PEL+ und L-. Was machste dann?

Das muss aber nicht durch einen Schalter geschehen.

Nein, natürlich durch ein Sicherungselement, Leitung kann auch mal Fehler bekommen. Ich will auf keinen Fall eine lose Leitung mit irgendeinem Potential drauf rumliegen haben beim arbeiten. Scheint bei diesen recht dauerhaft zu funktionieren, meinen WR hab ich wenigstens 1000 mal damit geschaltet, knapp 2 Jahre morgens und abends. Und der hat schon ganz brauchbare eingangselkos. Alterung bislang nicht festzustellen. Vielleicht zerbröselt der LS irgendwann wegen Überschreitung der mechanischen Schaltspiele.

low cost - DC Trennschalter 2 polig bis 100 A gibt es ab 5 Euro neu zu kaufen, hier zu recyclen ist IMHO am falschen Ende gespart.

Übrigens gibt es da eine Vorschrift für PV Anlagen, die wird von jeder Versicherung herangezogen DIN VDE 0100-712 und DIN VDE 0100-712 DIN EN 62305-3 Bbl 5 falls die mal was zahlen sollen.

sonnige Grüße mobilsolar

Das ist Nonsens, die Batterie steht immer unter Spannung.
Mit dem Ziehen der Sicherung ist es entspannter am anderen Ende des Kabels zu schrauben.
Wenn man an der Batterie spielt, ist es sachdienlich dabei wach zu sein und sich ausreichen Zeit zu nehmen.

@und-mehr bastel dir deine kurzschlüsse. ist nicht meine hütte die dann brennt