Balkonkraftwerk dachparallel mit 5 Grad Neigung

Hallo!
Ich habe mich vor kurzem hier im Forum angemeldet und auch vorgestellt. Ich habe mit PV keinerlei Erfahrung und auch keinen fachspezifischen Hintergrund, sprich ich bin kein Elektriker oder dergleichen und möchte ein Balkonkraftwerk in Eigenleistung errichten. Daher ersuche ich um konstruktive Kritik und Ratschläge, insbesondere hinsichtlich technischer Umsetzung und möglicher Probleme.
Im ersten Stock habe ich auf der Südseite einen Balkon mit einem davor liegenden Flachdach aus Kupfer mit einer Neigung von 5 Grad nach Osten. Süd-, Ost- und Westseite sind nahezu unverbaut, das heißt auf dieses Flachdach brennt ganzen Tag die Sonne. Maße des Flachdachs ca. 4 x 6 Meter, also 24 m2.
Ich möchte auf diesem Flachdach ein Plug & Play Balkonkraftwerk errichten, also ohne Anschluss oder Abnahme durch einen Elektriker. Mein momentaner Plan sieht so aus: 800 Watt Wechselrichter (von Hoymiles!?) an den ich 4 Module anschließe, an jeden Eingang 2 parallel geschaltene Module. Montieren möchte ich die Module mittels Z-Winkel direkt an der Rückseite der Modulrahmen. Als Ballast und gleichzeitig Unterkonstruktion möchte ich einfache Betonstürze verwenden, in die ich Löcher bohre und die Module mittels Z-Winkel und Dübel verschraube. Die Module wären in diesem Fall parallel zum Dach aufgebrachtund etwa 10-12 cm über dem Flachdach. Den Wechselrichter würde ich entweder direkt am Rahmen eines PV-Moduls befestigen, oder direkt an einem der Betonsturze oder an flachen Aluprofilen, die ich unter einem PV-Modul zwischen zwei Betonsturzen befestige und daran den Wechselrichter befestige.
Den Wechselrichter würde ich mittels Schukostecker an einer bereits vorhandenen Steckdose auf meinem Balkon verbinden.

Die Module möchte ich übrigens deshalb (unbedint) dachparallel montieren, weil sowohl vom Balkon, als auch von der Küche und dem Esszimmer direkt auf dieses Flachdach sehe und ich möchte die Anlage so wenig wie möglich wahrnehmen. Also rein ästhetischer Hintergrund. Deshalb kommen eigentlich auch (fast) nur full black Module in Frage und die Betonteile werden vor der Montage mit Betonfarbe schwarz gestrichen.

Fragen an euch:
Was haltet ihr grundsätzlich von meinem Aufbau? Ist das so machbar oder sehr ihr grundsätzliche Probleme?

Welche Module würdet ihr empfehlen? Die Neigung von 5 Grad ist sehr gering. Ich habe gelesen, dass die Module dadurch schneller verschmutzen. Spezielle Drainage-Clips helfen nur bedingt, da Wasser zwar abfließt, Staub und Pollen jedoch oft liegen bleibt und diese Clips auch verstopfen können. Außerdem möchte ich die Anlage so wenig wie möglich reinigen, am besten nie. Hat vielleicht jemand Erfahrung mit den DAH Full Screen Modulen, die haben an der Oberfläche keinen Rahmen, wodurch schmutziges Wasser ungehindert abfließen kann. Oder meint ihr ist das nur Marketing?

Habt ihr zu den Betonstürzen gute Alternativen? Ich habe auch von Gartenbetonplatten gehört, ist aber im Grunde auch nur ein quadratisches Betonteil. Da ich das Kupferdach nicht anbohren werde, muss ich in jedem Fall Ballast verwenden. Dieser sollte natürlich auch in einem gewissen Preisrahmen bleiben, da die gesamte Anlage auch wirtschaftlich betrieben werden soll.

Ich freue mich über tolle Ratschläge und eine angeregte Dieskussion.

Liebe Grüße,
Peter

Das Kupfer liegt auf einem festen Untergrund auf und kann so die Betonteile tragen? Würde noch ne 2mm EPDM Folie oder so zwischen legen. Mit den 5 Grad hab ich keine Erfahrung.

Das wird nicht gehen das du 4 Module an einem HM 800 anschließt, ist besser du nimmst einen HM 1600 mit 4 Eingängen und eine OpenDTU dazu und begrenzt die Leistung auf 800W.

Ist das ein Blechfalzdach wenn ja, gibt es klemmen dazu die du am Falz befestigen kannst und darauf die Module

Was den Kauf angeht schau einfach mal bei Solardiscount rein da findest du alles was du brauchst!

Was du auf jeden Fall noch machen musst, das du bei der EVN dich im Portal anmeldest und dort bei Abmeldung Kleinsterzeugungsanlage den hacken setzt. Dann wissen sie das du ein BWK hast. Das ist das ganze was du bei der EVN machen musst.

Unter dem Kupfer befindet sich eine Holzkonstruktion. Ich wüde die Betonteile nach Möglichkeit direkt dort hinlegen, wo die massiveren Balken sind - ist von außen ersichtlich.

Dank für den Tip mit dem Pfalzdach!!! Das wusste ich nicht, dass es so etwas gibt. Dann könnte ich schwarze 40x40 mm Schienen verwenden, das würde natürlich noch besser aussehen.

An die Meldung an den Netzbetreiber habe ich bereits gedacht, trotzdem danke :+1:

Gib einfach mal bei deiner Suchmaschine "PV Blechfalzklemmen" ein, dann wirft er dir genügend raus! Die werden einfach auf den Falz geklemmt und oben drauf kommen die Schienen und dann die PV Module drauf.

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Das stimmt so nicht :wink:
Du kannst bedenkenlos je 2 Module parallel per Y-Kabel an einem Hoymiles HMS-800(W)-2T oder anderem Wechselrichter anschließen. Läuft bei mir gerade auch so - der Wechselrichter bestimmt die Spannung und nimmt sich dann so viel Strom wie er braucht / abkann.
Der HMS-1600-4T (läuft bei mir an einem anderen BKW) ist natürlich schöner, bzgl. offizieller Anmeldung aber - sagen wir mal - in einer Grauzone, da 1600W möglich sind.

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Allgemein gilt 10° als Untergrenze zur Selbstreinigung der Panels durch Regen.

Es gibt fertige Betonteile für Solarpanel die gewichtsmäßig so ausgelegt das kein verbohren erforderlich ist


Andere haben ja schon auf die Alternative auf Falzbefestigung hingewiesen.

Mit Y-Kabel geht das, ok wusste ich nicht, wieder was gelernt! Das muss ich mal versuchen, habe hier noch einen HM800 und Y-Kabel und auch Module stehen.

Da hast Du dir aber einen Bären aufbinden lassen.
So was ist seit einer ganzen Weile vorbei.

Anmeldung beim Marktstammdingens und du bist fertig.
Alles andere geht dich nichts mehr an. Der NB hat Zugriff auf das Marktdings und entscheidet selber ob er dir einen neuen Zähler einbaut oder nicht. Kann dir aber völlig Latte sein.

Da bist du am falschen Dampfer, da geht es nicht um DE sonder um AT :wink:

Wäre schön, wenn man sowas gleich im Betreff kenntlich mach würde.

Werde mich da nochmal informieren :victory_hand:

Hallo @nachtwind
Bist du dir da sicher? Gibts da irgendein Maximum das ich zB beim HM800 beachten muss?

Beim Namen des User kann man es schön lesen! "Peter Peter_Oesterreich"

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@uschi Das gilt mit Stand 01.08.2025: Für die Plug-in-Photovoltaikanlagen bedarf es keiner Genehmigung des Netzbetreibers. Es bedarf aber einer Verständigung des Netzbetreibers bzw. einer Meldung zwei Wochen vor Inbetriebnahme der Anlage.

Ich habe je 2x Trina 435W Module parallel pro Eingang an einem HMS-800-2T - problemlos.
Bei voller Mittagssonne geht der WR auf 803W (laut Shelly) und bewegt sich dann keinen Millimeter mehr...
Also ja, ich bin mir sicher :wink: Mehr als 2 Module pro Eingang würde ich aber nicht machen, da deutlich zu viel Leistung ungenutzt bleibt und ich mit den 4 Modulen eh nah an die erlaubten 2000Wp rankomme.
Und wenn jemanden die 800W/2000Wp nicht jucken, braucht er auch keinen 800W WR mit nur 2 MPPTs / Eingängen zu nutzen...

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