Hallo zusammen,
bei unserer bisherigen Wärmepumpe (Buderus WPL 120 AR, 20 Jahre) ist der Kompressor kaputt. Ein Austausch wäre ziemlich teuer und auch nicht zukunftsfähig.
Daher habe ich mir Angebote für einen Heizungstausch geben lassen. Im Laufe der Zeit reifte die Idee, den Einbau selbst durchzuführen. Schließlich ist das Haus ja bereits auf den WP-Betrieb vorbereitet und man müsste “nur” die kaputte Kiste austauschen sowie etwas an der vorhandenen Hydraulik anpassen. Gerne möchte ich in diesem Thema eure Meinung zum Vorhaben abfragen.
Rahmenbedingungen:
Doppelhaushälfte mit 165 m² beheizter Wohnfläche
Alle Räume mit Fußbodenheizung ausgestattet (insgesamt 16 Heizkreise, verteilt auf drei Verteilerbalken, EER abmontiert) + 1 Handtuchhalter im Bad (am gleichen Heizkreis wie FBH, dzt. abgedreht) + großen Radiator (Typ 33) im Dachgeschoß (ebenfalls am gleichen Heizkreis wie FBH)
WP bisher für Heizung (mit 200l Pufferspeicher im Vorlauf) + Warmwasser (mit 400l WW-Speicher, Buderus WWSP 400 mit 4,2m² Rohr-Wärmetauscher)
5 Personen, 2 Duschen, eine Badewanne (wenig / kaum benutzt)
PLZ 71701 - NAT -11,2°C
Heizlast lt. DanBasic: ca. 7,5 kW
Die bisherige Hydraulik sieht so aus:
In der Vorlaufleitung von der WP kommend ist ein Tacosetter Bypass verbaut. Auch eine hydraulische Weiche wurde nach der ersten Heizungspumpe verbaut.
Aufstellort der bisherigen WP:
Vom Aufstellort geht es mittels Flexschläuchen in den Kellerraum. Dort mittels C-Stahlrohren (Außendurchmesser von 43 mm bzw. 1,7 Zoll) innenliegend zum Heizungskeller (Rohrlänge 15 m).
Blick in den Heizungskeller:
Idealerweise lassen sich viele vorhandene Komponenten (Rohre, Sicherheitsgruppe, Ausdehnungsgefäß, Pumpen (wenn überhaupt notwendig), WW-Speicher (?)) weiter nutzen. Auf den Heizungspuffer würde ich gerne verzichten. Dies würde mir einiges an Platz im Heizungskeller einsparen. Ob ich den vorhandenen WW-Speicher noch nutzen kann, ist schwierig zu sagen. Dieser wurde in den 20 Jahren noch nie gewartet. Ich weiß also nicht, wie der Speicher von innen bzw. die Schutzanode aussieht.
Folgende, deutlich vereinfachte Hydraulik könnte sich ergeben:
Es fehlt noch eine Befüllstation und hier und dort ein KFE-Hahn.
Reicht das in der Inneneinheit verbaute Ausdehnungsgefäß oder sollte ich zusätzliche Ausdehnungsgefäße im Heizungsrücklauf und / oder im Brauchwasserstrang verbauen?
Gerne würde ich eine Panasonic der Generation L (“Leisha”) in 7 bzw. 9 kW verbauen. Jedoch kommt hier R290 zum Einsatz, was hinsichtlich des Sicherheitsbereichs am bisherigen Aufstellort für Probleme führen könnte. Die 1 m Abstand zum Kellerfenster könnte ich bei einer Ausblasrichtung nach Norden (zum Kellerfenster hin) gewährleisten. Der Abstand zur Garage wäre dann noch min. 1 m, was wohl auch ausreichend wäre, Problematischer ist da vielmehr der Abstand zur Grundstücksgrenze. Muss dieser auch 1 m betragen? Oder kann ich diesen reduzieren? Das Grundstück ist seit 20 Jahren unbebaut. Aber das muss ja nicht für die Zukunft gelten.
Die alte WP steht nur auf einem kleinen Podest direkt auf den Gehwegplatten. Diese liegen auf einer ca. 18 cm starken Kiesschicht. Wäre dies ebenfalls für eine neue WP geeignet? Vermutlich sollte die Panasonic dann auf Bigfoots gestellt werden. Oder lieber doch ein Streifenfundament, welches auf bzw. ca. 10 cm in die Kiesschicht auf-/eingesetzt wird.
Die Wärmepumpe steht auf einem Kellerraum, der im Zuge des Hausbaus errichtet wurde, um die Garage zu tragen. Ursprünglich war vorgesehen, das abschüssige Gelände aufzuschütten. Es war wohl einfacher, Erde abzutragen und einen Kellerraum zu errichten. Daher ist dieser Raum (Abstellraum 2 im Bild oben) auch nicht groß gedämmt. Zur Abdichtung wurde wohl lediglich Bauschaum verwendet. Das Podest und die Außeneinheit überdecken den Deckendurchbruch. Es gab bisher auch keinen Wassereintritt. Da der Raum unbeheizt und nicht isoliert ist, ist eine Wärmeübertragung bisher auch nicht aufgefallen bzw. hat nicht gestört.
Das Kondensat würde ich wie bisher über die Abwasserleitung ableiten lassen. Ein Siphon wäre nachzurüsten, damit kein Propan ins Abwassernetz gelangt.
Sind meine Vorüberlegungen hinsichtlich der Eigeninstallation plausibel? Habe ich bei der Planung etwas vergessen oder falsch berücksichtigt? Ich würde mich über einen regen Austausch freuen, da die überstandene Heizperiode etwas Druck aus der ganzen Sache nimmt, aber bis spätestens Herbst sollte eine neue Wärmepumpe verbaut sein.
Vielen Dank für eure Kritik, Meinungen, Rückmeldungen und Ideen,
Jakob








