ich habe mich gerade ein bisschen mit dem neuen Tool vom Akkudoktor beschäftigt – wirklich tolle Arbeit, die da reingesteckt wird!
Kurz zu meiner Situation: Ich wohne in einer ca. 200 m² großen Dachgeschosswohnung in einem sanierten Altbau, dessen Dach ich selbst gedämmt habe. Von Anfang Januar bis Mitte April 2026 habe ich per Wärmemengenzähler einen Heizwärmeverbrauch von rund 4.000 kWh gemessen (Warmwasser läuft separat über einen Durchlauferhitzer). Geht man davon aus, dass das ungefähr die halbe Heizsaison abdeckt, lande ich bei einem Jahreswärmebedarf von etwa 8.000 kWh.
Und damit komme ich zu meinem Problem: Alle im Tool verfügbaren Wärmepumpen scheinen für meinen Bedarf überdimensioniert zu sein. Am ehesten passt noch die Panasonic Aquarea L 5 kW, die laut Taktcheck auf einen Takt-Anteil von 51 % kommt – aber auch das ist natürlich nicht ideal.
Meine Frage: Ist ein Reihenpuffer (z. B. 500 L) die einzige sinnvolle Lösung, um das Takten in den Griff zu bekommen? Meine Deckenheizung hat kaum Speichermasse, sodass sich die Wärmepumpe ohne Puffer wahrscheinlich zu Tode taktet.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder andere Ansätze ausprobiert? Ich bin für jeden Hinweis dankbar!.
War gestern bei 1 Anlage mit Wandheizung alles so superdünne Rohre. Da kam nicht genug durch für WP. Hat Puffer bekommen damit und mit stärkerer Pumpe gings
Es gibt eine Diskrepanz. Das ist ein sanierter Altbau und dein Verbrauch ist niedrig. Aber du hast als Heizgrenze 16°C Außentemperatur eingegeben. Das ergibt nicht wirklich viel Sinn. Wenn es gut gedämmt ist bräuchtest du bei der Außentemperatur noch nicht heizen.
die meiste Zeit in der Heizperiode wirst Du vermutlich wie wir (RMH, 125qm, knapp 4000 kWh Heizwärmebedarf nach WMZ) mit einer Heizlast von etwa 1-2 kW hinkommen, bei uns im Maximum vielleicht mal so 2.5 kW, bei Dir dann über den Daumen 5 kW. Mit der Gasheizung hab ich da eine erhöhte Hysterese der Vorlauftemperatur erlaubt und nur in bestimmten Zeitfenstern am Tag geheizt, um so vernünftig lange Takte zu bekommen. Hast Du mal bei Dir auf die Volumenströme geschaut? Die WP haben da ja auch Mindestwerte, die man erfüllen muß. Bei der Fläche vermutlich nicht das Problem wie bei uns mit Strömungsgeräuschen der Heizkörper als limitierenden Faktor (die Du ja nicht hast). Vielleicht auch mal wirklich rechnen, was Du an Wärmekapazität in dem umlaufenden Wasser und der Einbettung der Rohre hast. Ein Pufferspeicher kann ja nur dadurch Wärme speichern (von Latentwärmespeichern mal abgesehen) das die Temperatur über den Bedarf erhöht wird und jedes Grad mehr kostet COP ...
Die Rohre sind kein Problem. Ich habe 16mm (innen 12) durch die Decke gezogen. Jeder Kreis ist ein durchgehendes Rohr. Thermostate habe ich nur eins im Schlafzimmer, der Rest wird permanent geheizt. Kein Kreis ist länger als 100m. Die Leitungen zur WP sind 28mm Kupfer.
Bei der Abschaltgrenze hast du natürlich Recht. Da muss ich dann Neubau nehmen. Bei 12 Grad sieht es schon etwas besser aus. Wenn ich dann aber z.B. die Vaillant 5KW nehme bin ich auch noch bei 48% Takten. Die Panasonic wird leider zu Laut für die Einbausituation sein.
Ja, ich denke das ich dann auch mit großer Hysterese arbeiten muss. Einfach bekomme ich zusätzlich zum 130L Reihenspeicher noch einen 200L Reihenspeicher eingebaut (Dachschräge). Dann hätte ich insgesamt wahrscheinlich 400 - 450Liter Wasser im System. Dann könnte die WP vielleicht bei 10°C außen 1-2 Stunden mit 2 KW durchheizen. Danach wieder 2-3 Stunden Pause machen usw.
Habe gerade gesehen das die Bosch AW 5 OR-S bzw. Buderus etwas tiefer in der Mindestleistung ist. Die Guck ich mir die Tage auch etwas genauer an.
Das mit dem Speicher ist ein wenig komplizierter. Du hast ja auch, wenn auch wenig weil niedrigere Temperaturen, Verluste.
Das heißt die Wärmepumpe läuft nun (fiktiv) mit Minimalleistung an. 2500W Wärme, 500W el. Strom. Aber der Puffer frisst auch wieder einige Watt. Wenn dann viele Stunden mit 12°C sind, oder 10°C und 8°C und das bis sagen wir 3°C außen, dann wird immer getaktet und immer der Puffer dafür genutzt. Andersherum, bei niedrigeren Temperaturen würde die WP einfach durchlaufen, läuft aber mit dem Puffer und verliert im Raum mit dem Puffer Wärme die du eigentlich nutzen könntest. Das wird nicht so viel sein, dein Heizbedarf ist gering. Aber es wird da sein.
Die hier kann auch 3KW bedienen bzw. 3,2KW bei -7°C AT:
WH-UDZ03KE5
Wenn du in dem Datenblatt runterscrollst, dann siehst du bei der VWL35 bei A7/W35 von 2,27KW - 5,42KW. Das ist jetzt auch nicht soooo entfernt von einer Jeisha.
Das von mir oben verlinkte Gerät mit 3,2KW ist vom Außengerät kleiner. Die Google-KI (nicht verlässlich daher ggf. mal im Netz nochmal suchen!) spricht von ca. 1KW Heizleistung als unterste Modulationsgrenze bei Außentemperaturen von +10°C bis 7°C. Ich denke die 1KW bekommt man weg. Weil wenn es WENIGER als 1KW wären, und das für die GESAMTE Wohnung, da würde eine Klimasplit mit einem Innengerät und Türen offen sinnvoller sein….
OK, das Gerät macht dann definitiv mehr Sinn. Ist ne Weile her, daß ich mich in dem Bereich umgeschaut habe und für uns für Splitklima entschieden habe. 1 kW bekommen/bekamen (im Mittel mit Gastherme mit Mindestleistung von 4 kW) auch wir mit unseren 4000 kWh Heizbedarf im Jahr unter. Sonst läßt man sie halt ggf. jeden Tag nur 8h laufen.
Das stimmt. Es gibt auch Wärmequellen wie Haushaltsgeräte und Multimediageräte und man selber, das dunstet alles aus. Kann sein dass es dann ein paar Tage geht und dann muss man mal heizen. Aber mal ehrlich, bei 200m² Dachgeschosswohnung und dann 1KW, das flutscht doch dann einfach weg, also die 1KW gehen sicherlich in die ganzen m² rein ohne es irgendwo zu überheizen. Dann könnte das kleine 3KW Gerät durchlaufen für nen Tag. Dann wieder aus, vielleicht stabilisiert es sich draußen. Einen Puffer aber für die eine KW würd ich deswegen aber nicht einbauen. Und auch das Abtauen wird überschaubar sein bei dem kleinen Gerät.
DA hätte ich im übrigen mit dem 3KW Gerät mehr “Angst” bzw. die Befürchtung, dass er dann so 2-2,5KW benötigt und wegen der Außentemperaturen von +3°C bis -3°C und hoher Luftfeuchtigkeit mit den 3,2 KW ans Limit kommt. Das weiss ich nicht, wie da die Verteilung bei ihm ist.
Danke für den Link. Split scheidet leider aus. Ich habe beim Umbau schon 10m 28 Kupfer gelegt. Da komme ich jetzt leider nicht mehr dran ohne die halbe Wohnung nochmal zu zerlegen.
Ich dachte bis jetzt immer ein Puffer in Reihe hat keine Verluste. Nur wenn man ihn parallel anschließt. Mein geplanter Puffer hängt direkt im Rücklauf. Der Puffer ist in der Wohnung, weshalb Verluste über die Raumluft keine Verluste sind.
Ich durfte gerade feststellen, das mein Log für die Tonne ist. Der Temperatursensor ist von 2 Monaten voll Wasser gelaufen und sendet seit dem nichts mehr und die Leistungsmessung hat irgendwann einen Überlauf gehabt und sendet seit dem nur noch negative Werte. Ich (bzw. der Bot) habe das gerade gefixt. Lass das jetzt 7 Tage laufen und gucke wo ich bei milden Temperaturen wirklich bin. Die 8000KWh stimmen aber. Die kommen direkt vom WMZ und passen zum Gasverbrauch.
Das hat wieder Nerven gekostet. Aber jetzt scheint es endlich richtig zu funktionieren. Gestern kam mir aber der Gedanke das ich auch nicht zu knapp kalkulieren sollte. Ich weiß das die Partei unter mir es gerne warm hat. Wahrscheinlich brauche ich nur so wenig Leitung, weil ich das Dach gut gedämmt habe und der unter mir so gerne heizt. Sollte da jetzt jemand anderes einziehen sieht die Sache evtl. anders aus. Ich glaube vor nächstem Jahr wird das sowieso nichts mit der WP. Bis dahin habe ich dann noch ein paar mehr Werte.
Jetzt nochmal die Frage. Ein Pufferspeicher im Heizungsrücklauf generiert doch keine Verluste außer das was über die Umwelt verloren geht? Würde den dann gerne größer auslegen. Dann habe ich wenigstens einen kleinen Hebel gegen das Takten einer 5KW WP.
Ich mache es mittlerweile so das ich den 800L Puffer nur zum Warmwasser hochheize einmal baden oder 2 x Duschen senken die 50° wieder recht schnell auf die aktuellen 38-42° somit kaum verluste da der Speicher nicht wirklich hoch geheiozt wird und wenn die ST den auf 65° hochheizt hält er wenigsten bis 2 uhr morgend bis die WP wieder einschaltet.