Auslegung Wärmepumpe im "Altbau" 1959

In der Annahme, meine Prognose von xW pro °K Temperaturunterschied stimmt, hättest Du 10.000W/33K -> 300W je K. Bei AT +15°C; also 8K, etwa 2,4kW Heizbedarf.

1 „Gefällt mir“

Das klingt tatsächlich gar nicht mal so abwegig.

Die kleinere Panasonic L mit ihren 9 kW könnte da durchlaufen mit ihrer niedrigeren Modulationsgrenze. Würde es aber nur bis etwa -7 Grad ohne Heizstab schaffen.. :astonished_face:

Vielleicht auch doch das kleinere Übel, wenn man jetzt voraussetzt, dass solche Tage eher selten auftreten..

Sieh Dir doch mal die Temperaturverteilung übers Jahr auf der Seite des Bundesverband Wärmepumpe an. Zu finden unter "Näherungsweise Dichtefunktion der Außentemperatur"

Dort siehst Du an wie vielen Stunden pro Jahr in den letzten ca. 20 Jahren die Temperaturen und einem bestimmten Wert lagen.

Bei mir ist NAT -7,7 die an etwa 6h erreicht wurden und der Bereich bis -15° wird mit insgesamt <=15h ausgeworfen. Jedes Jahr.

1 „Gefällt mir“

So, wie Thorsten es gerechnet hat, kannst du recht gut ausrechnen, unter welcher Temperatur die WP nicht mehr taktet. Die Vaillant 10-12 KW Anlage hat schon einen Nachteil, dass die nicht sonderlich tief runter moduliert. Kumpel von mir hat sie in einem Haus mit ähnlichem Bedarf, da taktet die Anlage bis etwa 0 Grad runter. Jahresverbrauch lag bei ihm irgendwo bei 6000 kWh und JAZ lag nur bei 3,5.

Ja, der geplante Aufbau ist recht kompliziert. Aber das hier verstehe ich nicht. Es wird hier immer die Redundanz als Argument für eine Singlesplit ggü. Multisplit angeführt. Und jetzt soll hier die existierende BWWP raus gerissen werden? Das verstehe ich nicht.

Darum bin ich ein Befürworter von zwei kleinen Wärmepumpen, die als Kaskade laufen. Ja, das kostet mehr, aber es gibt Sicherheit: Erstens die Modulation – denn mit einer 8-kW- und einer 4-kW-Anlage kann man super arbeiten –, zweitens die Redundanz (aber was soll schon kaputtgehen?) und drittens eben die Leistung, wenn es kalt wird.

Ich betreibe, wie einigen schon bekannt, einen 8-kW-Midea-Klon, der auf 10 kW gedippt ist. Jetzt aktuell bei 7 °C dümpelt sie bei 29–34 Hz rum, die Bude ist 23 °C warm – und wir reden hier von einem Haus Baujahr 1952 mit 60 mm Aufdachdämmung, 2 Fußbodenheizkreisen und 13 Heizkörpern.

Das ist doch nicht das Argument, warum man Single-Split bevorzugt. Das schlechte Regelverhalten und die schlechtere Effizienz ist das Argument. Klar finden einige dann zusätzlich auch noch die Redundanz günstig, aber wirkliche Redundanz hat man damit ja auch nicht. Wenn die Anlage im Kinderzimmer ausfällt, nützt einem die Anlage im WZ auch nichts.

das war auch so meine Vermutung.. bei höhren Temperaturen wird sie die Wärme schlichtweg nicht schnell genug los

Hier dann mal wie angekündigt, das besagte Angebot.

Wie gesagt.. es fehlen mir u.a. Punkte/Informationen zu:

-warum 12 Kw Anlage

-raumweise Heizlastberechnung

-hydraulischer Abgleich

-aufschiebende Bedingung

Gebt gern euren Senf dazu- vielleich fällt euch ja noch etwas auf, wo nachgebessert werden sollte und ob die grundsätzliche Basis sonst erst einmal passt, auch kostentechnisch.

Die Datei wollte es trotz knapp über 2 Mb nicht anhängen, weil angeblich zu groß, daher als Google Drive Link :slight_smile:

Danke schon mal vorab :slight_smile:

Ein bisschen still geworden ist es hier mittlerweile

Ich habe nochmal Rücksprache mit der Firma gehalten.. nach wie vor werden die besagten Punkte nicht rein geschrieben..

Zum Thema auslösende Bedingung schrieb er kann ich ja auch bei der Auftragserteilung mit dazu schreiben

Nein kann ich eben nicht....

Sobald ich das in der Form unterschriebe habe ich keinerlei Rechtssicherheit in der Hinsicht mehr.. und im Zweifel 40 Tsd aus eigener Tasche zu zahlen...

Heizlastberechnung nach der DIN wäre aufwändig und teuer.. für alle Seiten...

Ja was ist das mein Bier, dass das nicht ohne Grund Pflicht ist?:face_with_peeking_eye:

Verstehe ich nicht, warum man sowas nicht einfach rein schreiben kann, genauso wie die anderen Punkte, die da doch einfach rein gehören.. oder bin ich da gerade zu vorsichtig?

Weil er jetzt schon sagt, Vertrauen ist wichtig usw..

Ist ja schön, wenn dann aber das was die Auslegung eine Wärmepumpe so unglaublich wichtig ist, nicht gemacht werden möchte..

Keine Ahnung, ob die KfW das so toll finden würde..

Dann habe ich schlimmstenfalls 40k an der Backe+ nochmal etwa schätzungsweise 7000 für den Tausch von 7 Heizkörpern.....

Da habe ich ja dann richtig Lust, die Kosten für die Angebotserstellung von 300-400€ zu zahlen, wenn ich das Angebot möglicherweise nicht annehme..

Aber das wäre doch einfach nur leichtsinnig in dem jetztigen Zustand oder wie

sehr ihr das?

Da bist du jetzt in das Spannungsfeld geraten, dass du auf der einen Seite Förder-Vorgaben hast und auch eine persönliche Absicherung brauchst und auf der anderen Seite es sich Handwerksbetriebe einfach machen und ihren ganz eigenen praktischen Weg gehen. Und weil die auch genug Aufträge haben, geben sie sich wenig Mühe, die Anforderungen zu erfüllen.

Freund von mir hatte das so umgesetzt, dass er einen Energieberater hatte, der dann auch die Heizlastberechnung gemacht hat. Ich glaub, er hat für den Energieberater um die 1000-1500 Euro bezahlt.

Das muss drinstehen, sonst gibts keine Förderung. Das solltest du dem Handwerker klar machen. Leg ihm da einfach die Gesetzestexte auf den Tisch.

Hi,

ich bin auch gerade dabei auch so ein 50er Jahre Objekt mit einer WP auszurüsten. Der ganze Förderwahnsinn hat mich dazu bewogen das Projekt in DIY durchzuziehen.

Es gibt mittlerweile ein Online Angebot von Heizreport, die für einen vernünftigen Kurs die Fachbetriebsseite übernehmen, ohne das man dort einkaufen muß. Das wird wohl der Weg den ich gehe. Diese Saison läuft erst mal ein WMZ mit, um die ganzen theoretischen Berechnungen zu validieren.

Es bleibt also spannend.

Gruß

Ciwa

Für die Förderung brauchst du sowieso einen Energieberater der den Antrag stellt. Da ist der Weg den @win geschrieben hat mit der Heizlastberechnung über den "dazu fähigen" Energieberater ein möglicher Weg und wenn beim Förderantrag Kostentechnisch mit angegeben, dann auch als Energieberatung mit 50% förderbar.

Die Frage bei der aufschiebenden Bedingung kannst du, wenn du denn das Angebot so annehmen wolltest, auch selbst lösen. Einfach händisch draufschreiben und und das Angebot unterzeichnen. Durch die Änderung des Angebotes müsste nun allerdings auch der Handwerker das Angebot noch mal unterschreiben damit ein wirksamer Vertrag zustande käme. Ich weiß nicht wie es heute noch Handwerker geben kann die gerade beim Thema Heizung keine Ahnung haben können wie das mit der Förderung abläuft.

Genau das macht Heizreport interessant für DIYler. Für 500€ ist der Energieberater und der thermische Abgleich dabei. Der Betrag ist dann auch noch förderbar.

Gruß

Ciwa

1 „Gefällt mir“

Wie aufwendig ist das so? Schon Erfahrungen?

ja, ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht.. ich meine das muss irgendwo Absicht sein.. so eine Firma macht das doch nicht zum ersten Mal... gerade wenn ich als Betrieb anbiete, Leute bei der Förder Geschichte zu unterstützen, sollte ich doch eignetlich in und auswendig wissen, wie das läuft und was da drinnen zu stehen hat...:face_with_peeking_eye:

Ich werde das mit darunter ergänzen, die aufschiebende Bedinung und dafür muss er dann nochmal unterschreiben, sonst kein Deal so wie @purpleturtle sagte.

Eigentlich wollte ich es ja nicht alles selbst machen müssen :frowning: aber ich schau mir das trotzdem mal an.. vielleicht ist das ja doch gar nicht so verkehrt :wink: